Abschlussprüfung mit ADHS

Ich werde jetzt Anfang Dezember den schriftlichen Teil der Abschlussprüfung
der Ausbildung machen und habe große Sorge wegen dem Bestehen.

Wir schreiben zweimal 105 Minuten und einmal 60 Minuten.

Die 60 Minuten sind kein Thema, aber bei den 105 Minuten merke ich nach
60 Minuten, wie der Tunnel irgendwie enger wird, ich mich
nicht mehr konzentrieren kann und am liebsten schreiend raus rennen würde.

Also ich habe bis dahin bei den simulierten Prüfungen in der Vorbereitung
gerade mal 40% der Aufgaben gelöst und ab da tritt dieser Blackout ein.

Ich bräuchte dann 10-15 Minuten Pause und könnte den Rest locker lösen.

Das Problem ist aber, dass ich leider noch keine ADHS Behandlung habe und
kein Nachteilsausgleich beantragt wurde, weil ich dachte, ich würde es so schaffen.

Was sollte ich in der jetzigen Lage am besten unternehmen?

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Schwierige Situation,
Du hast absolut gar keine Behandlung, weder Therapie noch Medikamente?

Bis dahin sind ja noch 3 Monate.
Versuch viel zu lernen um dein Selbstvertrauen auch zu stärken.

Entspannunstechniken wie QiGong helfen mir ganz gut.
Gibt’s auf YT ganz gut gezeigt.
Ich kann dir nachher mal einen Link raussuchen den ich immer nehme.

Je nachdem, wie gut dein Verhältnis zu den Ausbilder:innen/Lehrkräften ist, könntest du versuchen mit offenen Karten zu spielen.

Vielleicht können sie dir die Situation etwas leichter machen, dir eine Pause zwischendurch ermöglichen, dich unter Supervision einmal um den Block gehen oder in einem separaten Raum schreiben lassen?
Oder wenigstens eine Absprache darüber finden, dass deine Toilettenpause nach einer Stunde etwas länger sein darf?

Hast du irgendeine Art von Nachweis über die Diagnose, um das nochmal zu legitimieren?
Aber wie gesagt: vielleicht habt ihr eine Vertrauensbasis, auf der die Frage nach solchen Ausgleichsmethoden möglich ist.

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