ADHS diagnose erhalten mit 39. Frage zur Medikation

Hallo,

bei mir wurde jetzt über einen längeren Zeitraum eine ADHS Diagnostik gemacht und es hat sich tatsächlich bestätigt, daß ich ADHS habe. Einerseits bin ich erleichtert, da es vieles erklärt, was in meiner Kindheit schief gelwifen ist andererseits fühlt es sich merkwürdig an. Ich soll jetzt von meinem Psychiater ein Medikament bekommen. Mein Psychologe meinte es könnte in richtig Ritalin oder Medikinet gehen. Er sagte mir auch, das sich meine Welt dadurch verändern wird.

Ich habe dieses forum zufällig gefunden und wollte mal fragen, wie andere Betroffene mit: A. Der Erkrankung und B. mit den Medikamenten umgeht bzw. wie sie bei euch wirken.

Nette Grüße

Rudi

Hallo Rudi,

Willkommen hier.

Ich (m,76} wurde vor 8 Monaten diagnostiziert. Große Erleichterung. Bis heute finde ich immer wieder Erklärungen für Dinge in meiner Vergangenheit. An vielem bin ich nicht schuld, weil mein Gehirn auf der Suche nach dem nächsten Dopaminkick oft oft machte, was es wollte (und weniger, was ich wollte).

Ja, durch Medikamente ändert sich vieles zum Positiven. Es ist, wie wenn du einem Sehbehinderte eine Brille gibst. Hier im Forum gibt es für Medikamente Eindosierungshilfen. Die richtige schrittweise Eindosierung ist wichtig. Das Herausfinden der für dich passenden Medikation brauchst du etwas Geduld, positive Zuversicht und Neugier (wie beim Optiker :wink:)

Vom Lesen von Beipackzettelnund und insbesondere der Nebenwirkungen rate ich entschieden ab! Nocebo-Effekt​:face_with_peeking_eye:! Wenn du überhaupt Nebenwirkungen bekommst, dann kommen die von allein, und gehen meistens nach ein paar Tagen wieder weg.

Ich lebe mit den Medikamenten viel besser als ohne.

Viel Erfolg für dich.

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Gibt doch mal die Medikamente in die duche ein dann kommen hunderte Beiträge

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Hey Iwan,

danke für deine Antwort. Das ist ja Wahnsinn, das Du deine Diagnose erst so spät bekommen hast. Das muss ja die Hölle gewesen sein, all die Jahre mit so etwas ungewissem belastet zu sein und nicht zu wissen, was mit einem nicht stimmt. Schön zu hören, daß es dir mit den Medikamenten besser geht. Ich bekomme meine am Freitag. Ich lasse mich einfach mal überraschen.

Wir dachten lange Zeit (auch die Ärzte) das ich ein Parkinson Syndrom habe, da ich seit Jahren einen Tremor habe, der sich mit der Zeit verstärkt hat, was sich letztlich glücklicherweise als falsch heraus gestellt hat. Ich habe zum Glück nur einen essentiellen Tremor. Was die ganze Vergesslichkeit und die Konzentrationsstörungen angeht, wurde das schnell auf meine damalige Hirntumor Erkrankung geschoben (genauso wie der Tremor). Sicherlich werden diese Symptome dadurch verstärkt, genauso wie die psychischen Probleme. Aber so wie sie sich zeigen, sind es eindeutig ADHS Symptome sagte mein Therapeut. Jetzt habe ich endlich Gewissheit und hoffe auf ein normaleres Leben. Es ist jedes Mal ein furchtbares Gefühl, nicht unter vielen Menschen sein zu können, weil der Kopf jedes Mal damit überfordert ist. Auch ein Gespräch mit jemandem zu führen gestaltet sich für mich als extrem schwierig. Zum einen bin ich ständig woanders mit meinen Gedanken oder ich fummel an irgendwelchen Sachen rum und hab letzten Endes von dem Gespräch so gut wie nichts mitbekommen. Jetzt weiß ich endlich warum das so ist. Und es erklärt auch, warum ich in der Kindheit diese massive Hyperaktivität hatte. Seit dem Erwachsenenalter zeigen sich gewisse Symptome anders. Die Hyperaktivität ist jetzt eher als innere Unruhe zu beschreiben. Trotzdem bin ich in gewisserweise immer noch sehr unruhig und nervös. Das beste Beispiel hierfür ist, das ich nicht ruhig sitzen kann, warten ist das schlimmste von allem. Das macht mich jedes Mal rasend. Zu wissen, woran all das liegt ist ein “gutes” Gefühl. Es ist traurig, daß mein jetziger Therapeut diese Dinge durch die vielen Gespräche herausgefunden hat. Meine Eltern haben mir damals immer vorgeworfen ich hätte auf nichts Lust, aber das war nicht so. Also. Eines ist klar. In einem gewissen Lebensabschnitt hat man halt eine rebellische Einstellung. Aber es ist traurig, daß man seinen Eltern versucht zu erklären, warum man in der Schule nicht mitkommt, weil es halt nicht hängen bleibt im Kopf. Komischerweise sind andere Dinge wie z.B. Die mich besonders interessiert haben perfekt hängen geblieben. Da lief dann alles wie von selber. Aber leider nur gewisse Dinge halt. Sorry für die lange Antwort :sweat_smile:.

@Kathy Danke für die Info. Mir ist schon klar, das man für einzelne Sachen die SuFu benutzen kann, aber mir ging es in diesem Beitrag lediglich darum mich kurz vorzustellen und einfach mal zu erfahren, wie sich andere damit fühlen. Nicht mehr und nicht weniger.

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@ruhardt
Hallo Rudi,

danke für deine schöne Antwort. Vieles von dem, was Du beschreibst, habe ich auch erlebt:

So wars bei mir auch.

Kenne ich auch.

Die innere Unruhe war übel, ständig in Hektik. Am Schlimmsten für mich war, wenn ich wichtige Dinge vergessen habe und für mich sehr wichtige gute Vorsätze nicht oder nur sehr schlecht umgesetzt bekam. Das hat mich im Laufe einiger Jahre depressiv bis hin zu einem ersten Suizidgedanken gebracht. Dann suchte ich professionelle Hilfe.

Erste (leider nicht ursachengerechte) Diagnose war Depression und Angststörung. Drei Jahre Antidepressiva, die mein Stimmung aufbesserten. Danach Diagnose ADHS Mischtyp. Antidepresivum abgesetzt, weil die Ursache der Depression gefunden war, und ADHS-Medikamente bekommen. Ich habe verschiedene ausprobiert und bin mit der jetzigen Medikation zufrieden. Jedenfalls möchte ich die Medikamente nicht mehr missen. Medikamente machen die Symptome nicht ganz weg, aber sie dämpfen sie ziemlich gut. Welches Medikament in welcher Dosierung für dich passt, musst du (leider) selber rausfinden, denn nur du steckst in deinem Körper. Geduld, Mut und Neugier wirst du brauchen.

JO, so ist es bei mir auch gewesen. Der ADHS-Hyperfokus.

Ich wünsche Dir Geduld, Zuversicht, Mut und Neugier.
Viele Grüße
Iwan

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Hey Iwan,

wie geht es Dir? danke für deine Antwort und für deine Unterstützung :+1:t2:. Eine Angststörung und Schwere Depression ohne psychotische Symptome habe ich auch. Die Depression wurde schon vor Jahren festgestellt. Die Angststörung kam ganz neu dazu. Das ist jetzt zwei Jahre her. Ich habe dafür Clonazepam bekommen, da Antidepressiva bei mir nicht funktionieren und Clona ein langwirksames Benzo ist. Ich hatte zweimal einen Serotonin Schock und einmal beim Bupropion stand ich aufmal mit nem Küchenmesser am Hals in der Küche. Es war horror. Ich wusste nichtmal das ich eine Angststörung habe. Ich gehe viel nachts spazieren, weil ich versuche andere Menschen zu meiden. Und jedes Mal wurd mir immer ganz komisch. Es kam so eine Art Schwindel und enge Gefühl in der Brust. Mittlerweile bin ich fast vom clonazepam weg, durch ausschleichen in eigenregie. Ich war bereits zehn Jahre von Opiaten und Benzos abhängig und habe da so meine Erfahrungen mit den Entzügen gemacht. Nunja auf Opiaten bin ich leider auch wieder. Ich habe versucht die starken Schmerzen/Nervenschmerzen auszuhalten, bis es nicht mehr ging. Das waren immerhin ganze zwei Jahre ohne Opis. Teilweise habe ich die Dinger auch anderweitig benutzt um euphorie hervorzurufen um mich wenigstens etwas besser zu fühlen, was natürlich schon dumm war,da die Abhängigkeit immer schlimmer wurde. Was mich auch heute noch fassungslos macht, das die Ärzte ohne zu zögern aufschreiben, aufschreiben und aufschreiben. Jetzt habe ich die richtigen Ärzte gefunden, die sich Zeit nehmen und kümmern. Da wird nicht einfach aufgeschrieben. Ich bin auch nicht scharf darauf sowas nochmal durchzumachen, von daher halte ich mich an die Spielregeln. Was leider immer noch ein großes Problem darstellt sind meine immense kauferei von sinnlosen Dingen. Aber ich hoffe, das sich das durch das Medikament bessert.

Heute war ich bei meinem Psychiater und habe mein ADHS Medikament bekommen. Es heißt Elvanse oder so. Er fragte, was mir besser liegt im Bezug auf die Einnahme. Und Elvanse war ganz klar das Mittel zur Wahl. Ich kann es unabhängig von Mahlzeiten einnehmen, was ja bei Medikinet nicht der Fall ist. Und da ich kaum was esse passt das einfach besser. Die Tabletten habe ich heute schon bekommen, allerdings war es da schon 12 Uhr. Die Apothekerin meinte, das es ratsam wäre am nächsten Morgen damit anzufangen. Und das werde ich auch so handhaben. Mal gucken wie es wird. Ich verlasse mich auf nichts mehr. Da ich zu oft enttäuscht wurde. Und zuviel gegoogelt hab ich auch schon wieder. Das passiert leider sehr oft.

Mein Psychiater sagte mir heute, das Studenten gerne ADHS Medikamente zur besseren Leistungsfähigkeit nutzen. Einer Studie zufolge kam raus, daß 60 Prozent der Stunden ADHS haben. Schon krass.

Naja mal gucken was passiert :woozy_face:.

LG

Rudi

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Hallo Rudi @ruhardt

Bei mir wars der Klassiker: gehst zum Psychiater, weils dir nicht gut geht. Kriegste schnell ne Diagnose mit Psychopharmaka, wenn das nicht passt kriegste ne andere Diagnose wieder mit Psychopharma. Bei mir wars halt Angststörung (stimmte nicht) und Depression (stimmte nur zum Teil, denn das war eine Sekundärerkrankung aufgrund des nicht erkannten ADHS). Erst Sertralin, dann Bupropion (ohne Nebenwirklungen). Es hat halt meine Stimmung von minus 5 auf minus 1 bis plus 1 angehoben.

Du hast anscheinend wie viele hier im Forum eine deutlich längere “psychiatrische Karriere” hinter dir, was bei dir auch mentale Spuren hinterlassen hat. Nicht behandeltes ADHS ist Auslöser einer Menge von psychischen Störungen (Folie ab Minute 26:15). Ich verlinke dir mal einen total informativen und sehenswerten Vortrag einer auf Erwachsenen-ADHS spezialisierten Psychiaterin.

Auf der Suche nach dem nächsten Dopaminkick

Anfangs hatte ich Medikinet, es hat geholfen, aber …. Wegen Frühstücksproblematik gings danach auf LIsdexamphetamin (Wirkstoff von Elvanse) mit 30mg ( machen anscheinend viele Psychiater so). Es hat gewirkt aber innere Unruhe blieb, aber wenigstens hat es mir die Laune verbessert. Weil mir die Wirkung nicht ausreichte, hab ich mir die Tagesdosis auf 60mg (2 x 30mg) erhöht. Resultat: Ich war wie im Tran, deswegen bin ich von Lisdex wieder weg (mittlerweile nehme ich Kinecteen)

Wenn ich heute nochmal auf Lisdex umsteigen würde, würde ich vieles ganz anders machen. Hat dir dein Psychiater was über den “Steady state” erzählt? Und die Halbwertzeit von des Wirkstofffs? Und über das richtige Eindosieren und das Herausfinden der therapeutischen Bandbreite? Und über Koffeinverzicht? Hoffe ich doch. Die Apothekerin jedenfalls hatte recht, denn wenn man Elvanse/Lisdex zu spät einnimmt, kriegt man sehr wahrscheinlich (bei mir wars so) ein Einschlafproblem.

Die Dosierung und die Einnahmezeiten von Elvanse/Lisdexamphetamin sind ein sehr interessantes Thema. Wenn ich es jetzt nochmals bekäme, würde ich mit 20mg anfangen und von Woche zu Woche (nicht von Tag zu Tag!) um 10 mg steigern. Der Wirkstoff reichert sich im Blut an und wird langsam abgebaut, so dass man erst nach 3 bis 5 Tagen sagen kann, ob die Dosis passt. Unterdosierung fühlt sich Scheiße an, Überdosierung aber auch. Irgendwo zwischen Unterdosierung und Überdosierung liegt dein Bereich, wo es für dich passt. Um diesen Bereich herauszufinden, brauchst du (leider) mehr oder weniger viel Geduld.

Das mit den Studenten, hm? 60% der Studenten mit ADHS? Hat der das wirklich gesagt? Dass viele Studenten sich Stimulanzien wie Methylphenidat, Amphetamine (illegal) besorgen, ist bekannt. Weil das Aufputschmittel sind, wirken die bei “Normalos” auch aufputschend. Bei ADHS-Menschen ist die Wirkung umgekehrt, da dämpfen die Aufputschmittel (deswegen BTM-Rezept), was da ja auch therapeutisch beabsichtigt ist

Bin gespannt, was du mit Elvanse erlebst.
LG

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Hey Iwan,

Ich sollte eigentlich schlafen, aber das wird irgendwie nichts. Ich google jetzt schon seit Stunden über das Medikament und allem was mit adhs zu tun hat. Dazu kommt, daß ich den Tag davor 12 Stunden durchgeschlafen habe, weil ich vorher vom Kopf her mit allem möglichen beschäftigt gewesen bin. Irgendwann werde ich wohl einpennen. Ich versuche mal auf deine Antworten einzugehen und bei der Sache zu bleiben. Entschuldige bitte, wenn ich zuviel schreibe.

Ich fang mal bei meinem Psychiater an. Der liebe Kerl ist ein wandelndes Lexikon. Als der mit mir gesprochen hat, war ich kaum bei der Sache, weil ich wieder mit tausend anderen Dingen beschäftigt war. Aber ja, er hat das mit den Studenten tatsächlich gesagt. Er meinte das so, daß viele das Medikament nehmen zur Leistungssteigerung, sich aber dann bei 60% herausstellt, das sie selber betroffen von ADHS sind und das Medikament nicht so wirkt, wie die Studenten sich das vorgestellt haben, was eine ADHS wohl bestätigt bei denjenigen . Das wurde wohl durch eine Studie herausgefunden. Das waren seine Worte.

Und was noch hängen geblieben ist, zumindest einiges was mit dem Medikament zu tun hat. Wie lange es angeblich wirkt, Halbwertszeit usw. Er kümmert sich in solchen Sachen wirklich gut und schreibt nicht einfach sinnloses Zeug auf. Er sagte mir auch, das wir jetzt erstmal gucken wie ich damit klar komme und dann erhöhen wir die dosis oder müssen was anderes probieren, wenn das nicht funktioniert. Dazwischen hat er noch vieles anderes erzählt, was so durch mich durch ging, weil ich andere Sachen im Kopf hatte (kleines Beispiel ich war wieder in einem meiner Tag träume gefangen, was viel interessanter war). Das habe ich ihm auch gesagt. Das mit der Frühstücksproblematik kommt mir bekannt vor und weil er mir erklärte, das elvanse im Gegensatz zu medikinet nicht mit den Mahlzeiten eingenommen werden muss, habe ich mich dafür entschieden. Auch, weil es wohl länger wirkt. Wobei ich jetzt wieder herausgefunden habe, das es wohl doch nicht so lange wirkt. Ich sollte das mit dem Googlen lassen, aber ich schaffe es nicht. Ich versuche grad alles aufzusaugen, was ich finden kann, bis ich dann wieder so überfordert bin, das ich das meiste wieder vergessen habe. Das geht wieder massiv und ungebremst ins extreme, sodass ich sämtliche andere Dinge komplett vernachlässige.

Wie es mir mit dem Medikament geht werde ich morgen früh erfahren. Ich scheine grad unbewusst eine euphorie zu entwickeln und zu hoffen, daß es mir hilft. Hauptsache ist, das es sich nicht wieder als Reinfall entpuppt. Zum Thema Koffeinverzicht kann ich dir direkt sagen, daß ich alles was mit Koffein zu tun hat zum kotzen finde. Wenn ich Kaffee nur rieche, kommt es mir hoch. Koffein steigert die innere Unruhe bei mir immens (ich hab vor vielen Jahren mal Kaffee probiert und das Ergebnis war nicht sehr schön). und dieses Gefühl der inneren Unruhe so schon zu haben ist schlimm genug.

Was psychische Erkrankungen angeht hast du recht. Ich habe einen riesigen Marathon hinter mir was die psychischen Probleme angeht. Aber das möchte ich jetzt nicht weiter ausweiten :sweat_smile:.

Ich bin jetzt nach unten auf die Couch ich kann einfach nicht einschlafen. Im Kopf dreht sich alles um das Medikament und viele andere Dinge. Totales Chaos. Dann dazu noch die tolle Geräusch Kulisse. Ich bekomme alles mit. Das treibt einen in den Wahnsinn. Und ich schreibe wiedermal viel zu viel. Entschuldigung dafür.

Ich hör jetzt auf zu schreiben. Geht irgendwie nicht mehr.

Danke für das Video. Das werde ich mir morgen in Ruhe angucken. Heute wird das wohl nichts mehr. Ich denke, das ich noch einen Spaziergang machen werde. Vielleicht bringt mich das runter.

Ich bin auch gespannt was passiert.

Lg zurück

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Das übergoogeln erweitert zwar dein Wissen, dass Problem ist aber, dass es so individuell ist, so das du es eh erst einnehmen musst um zu wissen wie es bei dir ist.

Letztendlich ist alles was du liest im Grunde genommen eine „kann, aber muß nicht „ Aussage.

Kann auch voll unspektakuläre bei dir werden , weil es von Anfang an passt und gut wirkt.

Mein alter Arzt ist z.B grundlegend mit Medikinet Adult gestartet um immer einen gleichen Ausgangswert zu haben. Die Mithilfe von Patienten dazu zu essen hat er fast erwartet . Sobald er was „ablesen“ konnte ist er dementsprechend auf Medikinet Adult geblieben oder dann auf ein anderes Medikament gegangen.

Bei mir hat er z.B vermutet das ich mit Ritalin Adult nicht klarkomme, und dem war auch so.

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Ja, ja, der Hyperfokus. Ich sollte/wollte eigentlich vor einer Stunde schon ins Bett. Es gibt ja soviel interessantes im Forum. Statt Googlen habe ich oft ChatGPT befragt. Meistens stimmen die Antworten. Manchmal sind sie auch falsch. des wegen checke das öfters mal mit einer anderen KI gegen.

Nix Entschuldigung. Du hast keine Schuld auf dich geladen, also gibts auch nix zu entschuldigen.
Auf die Couch gehen ist völlig richtig. Das Bett ist kein Denkplatz sondern ein Schlafplatz. Dass du jetzt mit dem Medikament gedanklich sehr beschäftigt bist, ist völlig normal!!! Als ich mit Medis anfing, habe ich mich auch reingesteigert, denn ich wollet verstehen, was die mit mir machen.
”Totales Chaos”, “Geräuschkulisse” usw… Das ist ADHS. Da kannst du nix für. Mit ADHS ist dein Gehirn ständig auf der Suche nach dem nächsten Dopaminkick und macht. was ES will und weniger, was DU willst. In solchen schlaflosen Situationen, die ich ohne oder auch noch mit Medikamenten (zu viel oder zu spät eingenommen) erlebt habe, hat es mir geholfen, den Gedankenstrom einfach laufen zu lassen und zu beobachten, was da so kommt. Meistens viel Durcheinander, aber manchmal viel Durchblick.

Sei nicht so streng mit dir. Was du schreibst, klingt völlig normal. Ich wünsch dir Geduld, Gelassenheit und ein ganzes Pfund Selbstliebe :heart_hands: und Selbstfürsorge. Wegen meiner Selbstfürsorge geh ich jetzt ins Bett.

Gute Nacht und guten Schlaf.

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Liebe ruhardt, lieber Iwan,

wollte euch nur kurz da lassen:
Euer zugewandter, wertschätzender Austausch miteinander rührt mir das Herz :beating_heart:
Doppeldaumen hoch! :clap:

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Guten Morgen,

Dankeschön @Iwan (ich hoffe du hast noch gut geschlafen :blush:)und @Optimistin :blush: . Das ist sehr lieb von Dir. Auch wenn ich euch nicht wirklich kenne, aber ihr seid echt super :+1:t2::+1:t2::+1:t2::blush:.

Ich kann jetzt auch schon meine ersten Erkenntnisse zum Elvanse abgeben. Es hilft mir. Ich habe so gut wie keine Nebenwirkungen. Ich denke mal, das ich das auch zum Teil dem beta Blocker zu verdanken habe, den ich für meinen essentiellen tremor bekomme. Die meiste Angst hatte ich vor Herzrasen und einer noch stärkeren inneren Unruhe. Mein Kopf ist frei. Der scheiss Tinnitus wesentlich weniger da. Auch wenn nur temporär, aber es ist einfach ein schönes Gefühl sich im Kopf frei zu fühlen. Ich kann mich wesentlich besser konzentrieren und auch nebenbei Musik hören, wenn ich schreibe. Das war vorher nie möglich. Ich habe für meinen Psychiater und mich selber eine positiv/negativ Liste zum Elvanse erstellt, was ich vorher niemals gemacht hätte. Ich denke, das sowas schon sinnvoll ist. Auch etwas, was ich vorher nicht gemacht hätte. Eine Übereuphorie oder einen Rausch kann ich nicht festellen. In der ersten Stunde war ich glücklich mit einer gewissen positiven Traurigkeit. Ich denke mal, weil ich mich freue, das nach all der rum Doktorei und allem was die letzten Jahre passiert ist endlich mal was positives passiert. Ich bin ja ein absoluter pessimist, aber jetzt gerade werd ich wohl auch zum optimisten :sweat_smile: . Ich bin einfach nur glücklicher, zufriedener, fokussierter mit (komischerweise) einer gewissen Ernsthaftigkeit die vorher so nicht da war. Ich freu mich einfach nicht mehr diese ganzen Gedanken im Kopf zu haben und das mein täglicher Begleiter sich mal für eine gewisse Zeit aus dem Staub macht. Kein nerviges surren oder gefiepe mehr im Kopf. Das mir dem entschuldigen hat mir mein Erzeuger in meiner Kindheit eingeprügelt. Das kommt mittlerweile nicht mehr so oft vor, aber manchmal sickert es dann doch noch durch.

Vielen Dank nochmal für die netten Worte :blush:. Und natürlich ganz besonders an @Iwan für die Unterstützung und die Ratschläge. Alles in allem kann ich meinem jetzigen Psychologen am meisten danken. Denn er hat das, was sämtliche Ärzte / Psychologen in den letzten Jahren nicht herausgefunden haben innerhalb kürzester Zeit ins Rollen gebracht. Hätte ich ihn mal schon vor Jahren Jahren kennen gelernt. Aber gut. Besser spät als nie.

Lg

Rudi

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@Nelumba_Nucifera
Ich stimme ich dir voll zu. Alles was man liest Kann passieren, muss aber nicht.

Mein Psychiater hat mir direkt vom Ritalin abgeraten (warum genau weiß ich leider nicht mehr. Ich war bei dem Gespräch nicht ganz bei der Sache) und mir die Wahl zwischen Medikinet adult und Elvanse gelassen. Ich entschied mich für zweiteres, da ich wenig Esse und was mir ja auch tatsächlich hilft, wie ich im Beitrag davor geschrieben habe. Allerdings was mich noch skeptisch macht ist die Wirkdauer. Das muss ich jetzt mal abwarten. Er sagte mir zwar, das es eine langwirksame Stimulanz ist, aber durch mein vieles lesen am gestrigen Tag habe ich häufiger gesehen, das die Wirkung bei einigen Betroffenen schon nach wenigen Stunden nachlässt. Theoretisch müsste das ja durch eine höhere Dosierung dann besser werden oder?

@Iwan das die 30mg schon die passende dosis ist glaube ich nicht. Das muss man wie Du geschrieben hast abwarten. Da bin ich ehrlich gesagt auch noch skeptisch. Mein Psychiater meinte, das wir jetzt bis zum nächsten Termin bei dieser dosis bleiben und gucken dann ob wir noch was drauf packen.

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@Optimistin

Vielen lieben Dank für dein Feedback. :hugs::hugs: Wenn es dich berührt hat, freu ich mich :smiley: und denke dass mein “am Ball bleiben” und deswegen “spät ins Bett gehen “ sich gelohnt hat.

Schönes Wochenende :heart_hands:

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@ruhardt

Lieber Rudi,

Ich machst kurz, hab heute noch viel bis abends spät zu tun und melde mich morgen wieder.

Vorab, danke für deine lieben Worte. Schön, dass Elvanse bei dir nebenwirkungsfrei ist - toll. Und es jetzt schon wirkt. So erst in drei bis fünf Tagen kann mehr dazu sagen, ob die Dosis passt. Genieße deinen freien Kopf. :innocent:

Ich freu mich für dich. Fühl dich gedrückt. :hugs:

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@Iwan

Lieber Iwan,

sowohl mein Psychologe, als auch mein Psychiater meinten, das bei Stimulanzien die Wirkung nach ca. Einer Stunde Eintritt, was auch tatsächlich so passiert ist :+1:t2:. Aber ich denke, wie Du schon schreibst, daß man in ein paar Tagen mehr sagen kann. Mein Gefühl sagt mir, das das zu wenig sein könnte (was mein Psychiater auch sagte, er aber sicherheitshalber erstmal mit einer niedrigeren dosis anfangen wollte).Meine Frau ist auch happy, das ich gute Laune habe. Sowas hat sie lange nicht bei mir gesehen :sweat_smile:. Ja es ist tatsächlich so, daß ich bis jetzt bei allen anderen Medikamenten das Nebenwirkungskomlettpaket bekommen habe. Hier ist das tatsächlich mal nicht der Fall.

Ich bin ganz erstaunt. Gehst du noch arbeiten? Du bist doch 76 richtig? Also da zücke ich meinen Hut vor Dir (wenn ich mir meinen Schwiegervater so ansehe, der ist 73 und guckt den ganzen Tag nur Löcher in die Luft :grin: obwohl er noch könnte) . Ich bin leider bereits jetzt schon Rentner, was mich ziemlich nervt. Immer gearbeitet. Viele Jahre in ein und derselben Firma und dann kamen diese ganzen Krankheiten. Aber man soll ja den Kopf nicht hängen lassen. Das Leben geht weiter. Und vielleicht geht es ja jetzt wieder bergauf :flexed_biceps:t2:.

Dann wünsche ich frohes Schaffen und natürlich wirste zurück gedrückt :flexed_biceps:t2::blush:

Lg

Rudi

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Nicht dass 60 % aller Studenten ADHS haben, sondern 60 % der Studenten, die sich Stimulanzien besorgen, nehme ich an.

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Also, nochmal zur Erklärung. Mein Psychiater hat folgendes gesagt:

Zitat “ Viele Studenten besorgen sich Ritalin und Co. um ihre Leistung zu verbessern. In einer Studie ist herausgekommen, daß 60% der Studenten die diese Medikamente nutzen selber an ADHS leiden ohne es zu wissen.”

Das war die Erklärung meines Psychiaters.

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Das ahnte ich schon. Die anderen nehmen es vielleicht einmal aus Neugier und sagen dann, okay, aber nicht anders als ein starker Kaffee.

Ich vermute außerdem, die absolute Zahl ist weit überschätzt. Dass Stimulanzien illegal von Student*innen verbreitet genutzt werden, schreibt seit Jahren ein Medium vom anderen ab.

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Ja da hast du mit Sicherheit recht. Das werden weitaus mehr sein als die da in ihrer Studie erfasst haben :+1:t2:.

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