ADHS-Diagnose und Elvanse Erstmedikation

Guten Abend,

Ich (w 33), habe am 8.11 meine Diagnose ADHS-Mischtyp bekommen und Elvanse als Medikation. Ich soll mit 30mg starten, nach einem Monat auf 50mg erhöhen. Da ich mich von 30mg stark überdosiert fühle, nehme ich vorerst nur 15mg und mir geht es besser damit. Meine Fressattacken sind abgemildert durch weniger Appetit. Das kann gern so bleiben, da ich stark übergewichtig bin und die Fressattacken nicht steuern kann. Zudem habe ich über die Jahre noch eine generalisierte Angststörung dazu bekommen. Bin gespannt wie es sich langfristig darauf auswirkt, bisher positiv.

Bisher spüre ich folgende Wirkungen/Nebenwirkungen:
-etwas mehr Ruhe im Kopf
-mehr Motivation
-sehr kalte Hände/Füße
-weniger Appetit/Fressattacken
-bessere Grundstimmung, weniger Ängste
-weniger schnell reizbar
-unangenehmes Druckgefühl, Muskelverspannungen und Atembeschwerden bei 30mg

Eine Verbesserung der Konzentration konnte ich noch nicht feststellen. Bin genau noch so zerstreut wie immer. Mit der Motivation ist es so eine Sache, mein Kopf ist sehr motiviert etwas zu tun, aber mein Körper ist total unmotiviert sich zu bewegen und am Ende des Tages hab ich teils weniger zu Ende gebracht als ohne Medikament… Ohne Medikament bin ich körperlich produktiver, ABER dabei dann immer total gereizt und genervt von dem was ich da tue. Mit mache ich weniger, dafür aber besser gelaunt ^^

Bin gespannt wie sich das noch ändert wenn ich die Dosis langsam erhöhe.

Freue mich auf Austausch mit Gleichgesinnten :slight_smile:

Liebe Grüße Lucie

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Hallo Lucie,

willkommen im Forum :slight_smile:

Hier ein paar allgemeine Infos zur Eindosierung von Stimulanzien bei AD(H)S.

1. Koffein komplett vermeiden
Wirklich wichtig: kein Koffein bei der Eindosierung von Stimulanzien. Nicht nur weniger, sondern ganz konsequent: gar keines.

Koffein ist ein Adenosinantagonist, d.h. es hemmt Adenosin. Und Adenosin hemmt Dopamin. Im Ergebnis fördert Koffein Dopamin.
Es ist oft so, dass Koffein und Stimulanzien jeweils allein gut vertragen werden, während sie bei gemeinsamer Einnahme eine Zitterigkeit auslösen können, wie bei einer Stimulanzienüberdosierung - und ebenso andere, gravierender Nebenwirkungen.

Nach der Stimulanzien-Eindosierung, also wenn das passende Medikament und die passende Dosis gefunden wurden, kannst du bei neuem Koffeinkonsum problemlos erkennen, falls Nebenwirkungen aus diesem resultieren und nicht aus den Medikamenten.

Koffein findet sich in Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Cola, Energydrinks; verwandte Stoffe finden sich in dunklem Kakao.

2. Eindosierungsleitfaden lesen

3. Eindosierungshilfetabelle verwenden
Besonders wichtig für Frauen aufgrund des Monatszyklus.
Download hier:

https://adhs-forum.adxs.org/t/ein-dosierungshilfetabelle/7270

4. Arzt ist der Maßstab
Und klar: alle Hinweise und Informationen hier im Forum und bei ADxS.org dürfen nie dazu führen, ärztliche Anweisungen zu missachten, sondern dienen ausschließlich dazu, mit dem Arzt besser kommunizieren zu können.

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Hallo Lucie,

herzlich willkommen!

Das hört sich doch gut an. Ich würde an deiner Stelle nur in kleinen Schritten erhöhen.