Adhs-Ratgeber.Com / 25 Adhs-Anzeichen

Ich konnte nicht schlafen wegen meiner Nachdenklichkeit wegen der ganzen Adhs Situation. Ich habe hier mal ne Liste von 25 Anzeichen für Adhs rausgesucht und werde mich mal Stichwortartig dazu äussern wie das für mich aussieht. Mich beschleicht das Gefühl hier stimmt was nicht.

25 Adhs-Anzeichen

  • Konzentrationsprobleme, Ablenkbarkeit

Ja. Stellt sich halt nur die Frage ab wann es nicht mehr normal wäre ablenkbar zu sein. Ich lebe zum bespiel in der Nähe einer stark frequentierten Strasse. Ist nun im Sommer das Fenster offen und es wird herumgejohlt etc… während man sich zu konzentrieren versucht… davon nicht irritiert zu sein hat mich eine Menge Zeit gekostet. Konnte früher kaum das Fenster offenlassen ohne mich zu nerven.

  • „Aufschieberitis“

Kenn ich schon lange nicht mehr. Habe auch keine Probleme damit meine Wohnung sauber zu halten, die Post oder Rechnungen zu erledigen / Bezahlen. Nur ist das halt so eine Sache. Das funktioniert auch nur so gut weil ich mich von der Aussenwelt „abschirme“. Mir scheint sozusagen auf der Kehrseite dass alles immer lauter und hektischer wird… auf dem Land wesentlich langsamer als in der Stadt. Müsste ich z.b An einer stark befahrenen Kreuzung des Verkehrsregler geben - ich weiss nicht ob ich dann immer noch so gut damit umgehen könnte. Die Aufschieberitis ist dann eher eine Selbstsabotage. Keine Ahnung.

  • Fehlende Tagesplanung (Arbeit ohne To-Do-Liste)

Kann nur vermuten dass ich damit Probleme hätte. Gerade wenn es längere to-do-listen sind die unter anderm komplexe, mehrteilge Dinge enthalten die in der richtigen Reihenfolge erledigt werden müssen. Könnte mir vorstellen dass ich z.b bei der Präzisionarbeit in einem Gastrobetrieb gewaltige Mühe hätte. Vor allem - und das ist hier ein kritischer Punkt - wenn am Ende die "Prüfung " steht also sone Art abnahme durch den Auftrag-geber / Chef. Könnt ich echt verrückt werdne. Aber ist das eine Bestätigung ? Man könnte sicher 200 Leuten nennen die sich nicht gern an einem hektischen Ort aufhalten von wegen TMi usw. und dann organisatorisch Probleme bekämen weils zu laut ist.

  • „Verzetteln“, Unfähigkeit, Prioritäten zu setzen

Bei fehlendem Interesse früher immer. Aber das waren meist Dinge die man nicht tun wollte. Und heute - ich weiss nicht. Als ich früher unter Stress gestanden hab weil man ständig am streiten war hatt ich das Gefühl ich sollte hier die „richtigen Prioritäten kennen“ über die man zuerst sprechen sollte etc. Aber ob sich daraus eine allgemeine Tendenz ableiten lässt würd ich bezweifeln Aber ich kann mit sicherheit sagen dass das früher in einer Schule (Kaufmännische Lehre angefangen) dass das damals tatsächlich ziemlich schlimm war. Hausaufgaben vergessen , Unordnung im Schulranzen. Aber damals war ich ein teenager. Ich habe mich damals so benommen weil ich schon bei Antritt dieser Ausbildung keinen blassen schimmer hatte was ich mit dieser Ausbildung anfangen sollte . Es war mir ein komplettes Rätsel was das bringen soll ausser noch mehr ärger. Und ich glaube sagen zu können dass diese Grundstimmung danach organisatorisch alles viel schwieriger gemacht hat. Mein Hirn hat sich sozusagen geweigert sich an dem Prozess zu beteiligen. Ich weiss es nicht.

  • Chaos im Kopf

Früher sehr. Heute weniger weil ich mich aus dem ganzen Lärm ausgeklinkt habe. Früher war überhaupt alles viel schlimmer weil ich die ganze Zeit diesem „Lärm“ augesetzt war. Und damit ist nicht zwingend akustischer Lärm gemeint sondern eher Informationslärm. Das war früher wirklich sehr schlimm. Wenn ich sagen müsste wieso das weniger geworden ist (gottseidank) dann liegt es wohl am älter werden. ich habe inzwischen unter anderem mit meiner Ex - verbale Kämpfe austragen müssen die mir bewiesen haben dass ich keine Angst zu haben brauch. Gerade die Krankheit meiner Expartnerin hat mir vor augen geführt dass meine recht banalen Sorgen und Ängste um meine Existenz sehr relativ sind im Vergleich zu so jemandem. Tatsächlich habe ich mich eigentlich grundlos vor vielem gefürchtet und das erzeugte im Stressmoment das Chaos im kopf. Weil es mir schien als müsste ich an 100 Dinge gleichzeitig denken um mein eigenes Versagen zu "verhindern " - was mir in den seltensten Fällen gelungen ist.

  • Innere Unruhe und Getriebensein

Es ist weniger innere Unruhe sondern ein natürliches Interesse daran in Bewegung zu bleiben. Ich gehe jeden Tag 5 bis 10 Kilometer und die Wirkung ist enorm. Ich kann mich erinnern dass die innere Unruhe massiv abgenommen hat als ich begonnen hab regelmässig länger Strecken zu gehen. Kann von dem her nicht beureilen ob das als Getriebensein oder innere Unruhe durchgehen würde. Es stimmt allerdings dass wenn ich länger zuhause rumsitze dass mir dann die Decke aufn Kopf fallen könnte im übertragenen Sinn. Aber auch hier - ich weiss nicht. Ob sich Interesse an Bewegung als Adhs-Hinweis einstufen lässt.

  • Ständig in Bewegung (z. B. mit Fingern auf Tisch trommeln oder mit Füßen wippen), häufige Änderung der Körperhaltung.

Nö.

  • Sich schnell angegriffen fühlen

Yep. War vor der regelmässigen Bewegung auch viel schlimmer. Hat auch damit zu tun dass ich früher eigentlich fast ununterbrochen kritisiert wurde. Früher, vor allem als Kind, war ich defacto Kritikunfähig. Weil mich die konstante Kritik an meiner Person sehr belastete. Heute - mit Abstand zu den Leuten die Dauerkritik geübt haben - seh ich das alles weniger eng. Ich bin weder das mass der dinge noch unfehlbar. Was ich früher als Beleidigung aufgefasst hätte erkenne ich heute besser als konstruktive Kritik. Ob ich schon immer so war oder durch den ständigen Konflikt dazu geworden bin könnt ich heute nicht mehr sagen. Ich war jedenfalls ein A… Kind - das steht fest. Viel zu viele Sinneseindrücke aufs Mal, verbunden mit Dauerkritik etc. Daneben der Einfluss der Tabletten, der konstante Schlafmangel, der Druck bestimmte Ziele erreichen zu müssen weil sich andere sonst aufregen während es mir eigentlich egal ist…

  • Sehr schnell und sehr heftig emotional aufgewühlt sein (emotional „überreagieren“);

Die letzten Jahre waren sehr schwierig. Ex mit Narzisstischer störung setzt alles daran dass sie einem aus der Reserve locken kann. Nutzt das künstlich erzeugte Drama um ihr Ego zu polieren - so blöd das hier klingen mag. War konstant auf Streit aus. Am Beispiel dass mir wiederholt Betrug vorgeworfen wurde obwohl das nicht stimmte, die Polizei und all das. Als Teenager hätte ich darauf katatstrophal reagiert. Heute schaue ich auf die letzten 5 Jahre zurück und muss sagen: Solange mich niemand mit falschen Unterstellungen versucht für blöd zu verkaufen werd ich auch nicht emotional reagieren. Man lernt dazu und wächst über sich hinaus.
Ich habe diese Ruhe eigentlich erst gefunden als ich mich gesellschaftlich ausgeklinkt habe. Die früheren emotionalen überreaktionen haben zur einsicht geführt dass man in der Aufregeung und Wut einen grossen Teil der eigenen Sachlichkeit einbüsst - und das hat die Situation irgendwie sehr verbessert.

  • Handeln, ohne über die Folgen nachzudenken (z. B. riskante Fahrweise im Straßenverkehr)

Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin einer der vorsichtigsten Personen wenn es darum geht meine nächsten Schachzug zu planen. Früher - als ich noch halfpipe gefahren bin war das anders. Ich denke vieles davon lässt sich damit erklären dass mit dem älterwerden wohl die Hyperaktivität eher abnimmt als zu. Ich würd also eher sagen dass ich früher handelte ohne Nachzudenken - und heute denke ich nach wie ich handeln soll.

  • Schnelle und starke Gefühls- und Stimmungsschwankungen;

Nö. Auch hier… das ist mit der Zeit total abgeflacht weil mir durch Selbstreflektion klar geworden ist dass es der ständige Eindruck von Lärm und CHaos in der Aussenwelt war. In Kombination mit der ständigen Kritik in Schule, Zuhause, am Arbeitsplatz. Und überall wo man hingekommen ist hat irgendwie schon ein Verrückter auf einem gewartet. Ich wusste nach dieser Achterbahnfahrt nicht mehr wofür ich verantwortlich bin, und so hat mich damals schon die Annahme gestresst ich könnte für etwas was ich gar nicht verstehe zur Veranwortung gezogen werden. Heute hab ich das Problem danke regelmässiger Bewegung und erweiterter Lebenserfahrung nicht mehr. Hat auch damit zu tun dass man mich „aufgegeben“ hat und daher keine Kritik mehr anbringt.

  • Depressive Stimmungs-Einbrüche mit Gefühlen von Minderwertigkeit, Aussichtslosigkeit und Resignation.

Yep.

  • Sich schnell gelangweilt und antriebslos fühlen.

Wenn ich mich gelangweilt und antriebslos fühle geh ich laufen. Hat immer geholfen. Je mehr ich das getan habe desto weniger war es ein Problem. Würde ich damit aufhören zu laufen hätte ich innert Monatsfrist wieder Probleme mit Langweile und Antriebslosigkeit. Aber meine Situation ist eine sehr eigene. Aber ich würd sagen regelmässige Bewegung ist eins der stärksten Werkzeuge im Kampf mit der eigenen Antriebslosigkeit. Schwer zu beschreiben.

  • Mangelnde emotionale Abgrenzung von anderen Menschen

Absolut. Ich habe erst durch anschauen vieler Videos über Narzissmus (den ich vor meiner Ex nicht wirklich kannte) erfahren dass ich womöglich ein Empath bin. Wissen kann mans nicht wirklich. Aber ich bin bereit meine persönlichen Interessen hinten anzustellen wenn es anderen weiterhilft. Das hab ich früher weit über
das Vernunftsmass getan und wurde dafür ausgenützt. Und nach meiner Ex war klar dass das aufhören muss.
Heute grenze ich mich von anderen Menschen ab in dem ich sie im zweifelsfall gar nicht mehr an mich heranlasse.

  • Schlechte Wahrnehmung für eigene Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse

Würde sagen das Gegenteil ist der Fall. Durch die soziale Isolation ist man dermassen auf sich selber zurückgeworfen - wenn man da kein Feingefühl für die eigene Stimmung entwickelt wird schwierig.

  • Gefühle als „Knäuel“ wahrnehmen und nicht differenzieren und beschreiben können

Nö. Aber das kann daran liegen dass es mir allgemein nicht so schwer fällt Dinge zu formulieren.

  • Unregelmäßige Essenszeiten, Essen „vergessen“

Vergessen nicht, Aber jahrelange Tag Nachtumkehr mit entprechenden Folgen für die Ernährung.

  • Haltestelle verpassen, Zug, Bus verpassen

Nö.

  • Dinge verlegen, vergessen

Yep. Habe sogar schon mal mein Portemonnaie in den Kühlschrank gelegt - man glaubt es kaum. Aber heute lasse ich weder meine Schlüssel liegen noch sonst irgendwas. Es wäre zu betonen dass das auch an meiner eigen-artigen Lebensgestaltung liegt. Im Vergleich zu früher läuft es heute viel besser weil ich den Stress auf ein Minimum reduziert habe durch Rückzug aus der Gemeinschaft. Wo keine Hektik hereingelassen wird kann man sich auch konzentrieren. Falls das sinn Macht.

  • Häufiges Zuspätkommen

Nö.

  • Vergessen von Terminen/ Verabredungen

Früher ja (Kopf voll mit Sorgen und daher konstant nicht bei der Sache) Heute nein (wegen den oben erwähnten Gründen)

  • Spontane, unüberlegte Einkäufe (ohne Überblick über das Konto)

Nein

Unordnung im Haushalt

Musste im verlauf von ein bis zwei Jahren meine ganze Bude ausmisten. Früher ja, heute nein.

  • Sammelwut

Früher, Heute nicht mehr.

  • Wenige Freunde („Keine Zeit für Freunde“)

Gar keine Freunde.

Ich weiss echt nicht mehr wies damit weitergehen soll. Liegt mein Fehler darin dass ich ein für mich geeignetes leben in abschirmung .- wo es mir offensichtlich bessser geht- nicht als einzig wahren Lebenswandel akzeptiere und einfach meinen Weg gehe. Nein. Ist es ein unbewusster Versuch meinerseits mir selber einzureden ich hätte eventuell kein Adhs weil mir DInge wie sich über Dauerlärm aufregen oder konzentrationsschwäche bei hektik normal erscheinen. woher soll ein Mensch wissen was noch richtig oder falsch ist wenn ihm sogar bei einer Diagnose mit solche Testaufwand zweifel kommen. Wohin soll sich ein Mensch wenden wenn er nicht mehr weiter weiss und glaubt sein Leben sei vertan. Meine Frage wäre eigentlich: Solls das gewesen sein ? Und falls nicht - wohin sollte man gehen - was sollte man tun. Ich weiss es nicht. Aber mir kommen wirklich Zweifel ob die Diagnose korrekt ist. Was sagt ihr dazu ? Bilde ich mir das ein ? Kann ich mich nicht mehr darauf verlassen dass die Diagnose sicher ist. Es mag blöd klingen aber ich war irgendwie froh dass das Ding einen Namen hat. Und jetzt scheint es mir als würde ich mir das einbilden. die ganze nervösität von Früher - es machte solchen sinn als einer meinte das könnte Adhs sein.

Wars das für mich ? Ich hab echt keine Ahnung mehr was ich jetzt noch machen soll. Und das liegt auch nicht daran dass ich getrieben wäre und mich sozusagen gezwungen fühlen würde mich „ändern“ zu müssen.Aber muss echt sagen: Das Gefühl der völligen Orientierungslosigkeit macht mir zu schaffen. Ich werd wohl nicht darum herumkommen dass nochmals testen zu lassen. Ich weiss es nicht. Ich würde mich freuen wenn man mir helfen könnte das besser zu verstehen. Vor allem was ich denn jetzt tun soll. Ich hab echt keine Ahnung ob ich mir hier was einbilde… oder was weiss ich. Aber das kann ja eigentlich gar nicht sein dass man sich diagnostich geirrt hat - oder etwa doch. Und falls ja - wie erklärt sich dann meine Biografie ? „Pech gehabt“ ?

Danke für eventuelle Antworten. Ich hoffe meine Schilderungen machen irgendwie sinn. Ich entschuldige mich enreut bei Forum falls meine Wut den Leuten auf die Nerven gegangen sein sollte - aber ich kann mit niemandem darüber reden. Es wird mich noch einige Zeit an selbstüberzeugung kosten die Hilfe eines Psychiaters in Anspruch zu nehmen. Aber dieses Mal wird es kein staatlicher Angstellter sein.

Beste Grüsse.

PS: An die Moderation der Seite: Ich wollte auf eurer Ads-Seite die Tests machen - muss mich dafür aber einloggen und habe das Passwort vergessen. Password Reset Knopf hab ich leider keinen gesehen. Wäre froh wenn man das mit dem Passwort irgendwie regeln könnte. Danke im Voraus.

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Guten morgen lieber @Martin1

Für mich hört sich das alles zunächst mal nicht so dramatisch an, wie du glaubst (Fremd-Selbstwahrnehmung?).

Bsp: bei mir ist alles schlimmer geworden je älter ich wurde. Vorher konnte ich gut kompensieren, jetzt eher suboptimal (das ist der Grund, warum ich auch gern meine Medikamente nehme). Bei dir ist umgekehrt, das ist schonmal sehr positiv und ein Gewinn für dich :slightly_smiling_face:

Nur kurz, da ich zur Arbeit muss: ich glaube, dass du aktuell in einer dunklen Phase steckst, vielleicht bedingt durch den jahrelangen Terror mit der Ex oder der Familie oder beides.

Allein und ohne Freunde ist es nicht verwunderlich, dass du traurig und mutlos nach vorn blickst.
In Isolation findet die Wahrnehmung der Adhs Symptome nur reduziert statt, das kann schon anders sein, wenn du unter Menschen bist. Insoweit würde ich die Diagnose nicht anzweifeln.

Was du aber anzweifeln darfst, ist der getrübte Blick auf die Dinge. Das ist nicht real, in depressiven, düsteren Phasen des Lebens nehmen wir die Welt durch einen Tunnel wahr. Ich kenne das nur zu gut.

Ich möchte dir Folgendes sagen: du bist ein wertvoller Mensch, du schreibst mit Tiefgang und kannst die Dinge beim Namen nennen.
Du bist uns binnen 24 Stunden ans Herz gewachsen und ich kann aufrecht sagen: schön, dass du bei uns bist! :sunflower:

Es wird sicherlich auch wieder besser, alles ist ja bekanntlich im Flus. Unser Blickwinkel ändert sich stetig, genauso wie die Welt selbst, die Natur usw.

Versuch mal den Blick auf das Positive zu lenken, auch wenn es nur ganz klein ist.
Zum Beispiel: was an schönen Dingen nimmst du auf deinen Spaziergängen wahr?

Und schreib hier bitte unbedingt weiter. Ich finde das sehr wertvoll.

Hab einen schönen Start in die neue Woche mit vielen schönen Momenten und Menschen, die dich anlächeln.

Liebe Grüße von Lea :sunny:

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Danke. Ich könnte echt heulen. Du hast recht ich bin wieder depressiv. Ich kann mit worten nicht beschreiben was die letzten Jahre für ein Kampf waren. Und jetzt soll ich schon wieder zum Arzt gehen damit man über einen reigen aus nebenwirkungen etc eventuell mal auf ein Medi kommt dass einem 10 Minuten hilft. Und selbst wenn das jetzt ne depressive Frage ist: Wozu ? Damit ich happy in meiner Wohnung sitzen kann ? Wo soll denn - entschuldige bitte -in diesem verdammten Säuferkaff die Hoffnung herkommen ? ausm Dorfbach.

Ich lebe von einer Invalidenrente. Mit geldmitteln ist es also nicht so weit her. Aber es wundert mich auch nicht dass meine Psyche dem druck der dauerisolation offenbar nicht so gut standhält wie ich das gehofft hätte. Meine Ex lebt übrigens immer noch in der Nachbarswohnung. Also jetzt lebt sie natürlich vor allem bei ihrem neuen Lover. Ich weiss wie ihre Methode funktioniert - der arme Kerl. Und so sitze ich hier und sollte den Typen eigentlich warnen wie mich einer hätte warnen sollen. Aber das ist nicht meine Aufgabe.

Ich bin hier gefangen. Und ich schaffs einfach nicht mehr jetzt wieder zu Therapiesitzungen anzutraben. WEil da kehrt man ja nach der Sitzung einfach an den Ort zurück wo man sich gar nicht mehr aufhalten will. Aber ich hab weder das Geld noch die Nerven um einen Umzug aufzugleisen. ABER MIR HILFT JA KEINER. Warujm weil ich mir auch nicht mehr helfen lassen habe. Alles ne zweischneidige Sache.

Ich werd mal drüber schlafen.

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Ich würde dir ja schreiben dass es positive Dinge gibt. Aber eigentlich lebe ich hier in einer Wohnung die mich daran erinnert wie schlimm alles war. und ich gehe auch vor allem nachts ausser haus. Mir gehts auch gut nach diesen nach diesen Spaziergängen - zumindest kurzfristig. Aber hier und heute muss ich sagen: Wenn die Zukunft so aussehen soll wie die letzten paar Wochen …

Nur wo soll ich mich denn hinwenden - das ist ein Rätsel auf das ich keine Antwort weiss. Und bei meiner Vorgeschichte… DIESE DISKUSSIONEN !

Es hilft einem keiner. überhaupt keiner. Wenn also die Idee sein soll dass ich das im Alleingang erledige… ist ok. Aber die Kraft dafür aufzubringen … keine ahnung wie lang das dauert.

Keine Ahnung. Alles wieder von vorne.

Und sobald ich das einigermassen aufgegleist habe begegne ich irgeneiner Verrückten die behauptet mich zu lieben etc. Aber das weiss man gar nicht.

Aber hey… ich bin bereit für die nächste Katatstrophe. Wird wohl auch das beste sein in eine Behindertenwerkstatt zu gehen. Oder gleich in eine Klinik. Was gibts da zu verlieren. EIne schlechte Errfahrung mehr oder weniger "pffff

Nix für ungut. Danke für deine lieben Worte. Ich kann diese Unterstützung wirklich gut gebrauchen.
End of my Rope.

Falls es doch ADHS ist, kalkulier mal in Deine Vermessung der Welt ein, dass wir zeitblind sind.

„Jetzt ist immer“ als Grund- und Lebensgefühl.

Super Qualität, wenn gerade die Sonne aus dem Hintern scheint und das Morgen ausgeblendet werden kann.

Ganz kritisch hingegen, wenn über allem das Gefühl hängt „Wohin soll sich ein Mensch wenden wenn er nicht mehr weiter weiß und glaubt sein Leben sei vertan.

Denn dann geht man automatisch davon aus, die nächsten 40 Jahre sind auch wie auf einem Zahnarztstuhl mit Wurzelkanalbehandlung festgeschnallt und absolut kein Entkommen.

Das sieht aber nur so aus wegen des „Jetzt ist immer“-Sehfehlers.

Das Morgen kann anders sein als das Heute.

Und Dein Leben ist schon deshalb nicht vertan - und nicht einmal die bisherigen Jahre sind es -, weil Du viel Lebenserfahrung gesammelt hast. Du hast vermutlich einen Narzissmus-Radar entwickelt und kannst bald - mit etwas Abstand - besser spüren, was Lovebombing ist und was Aussicht auf echte Liebe.

Dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Du bist gerüstet.

Lass Dich überraschen. Mit unserer Reaktion hier hast Du auch nicht gerechnet. Vielleicht erlebst Du auch offline ungeahnte Unterstützung. Und falls nicht, ist das auch eine Form von Bestätigung. Win-win.

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Ich melde mich gegen 7.30 bei der telefonischen Beratungsstelle des PZL und schildere meine Situation. Mir reichts.

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Bitte… ich fang gleich das heulen an. Ich melde mich in 5 Minuten ( aus reiner Eigeninitiative beim PZL. Wenn die mir einen Termin geben können ist das immerhin ein Lichtblick. Und genau das braucht es jetzt - einen Lichtstreif am Horizont.

Es tut mir leid falls ich nicht auf alle eure liebenswürdigen Unterstützungsangebote eingehen kann. Ich kipp hier fast aus den Schuhen daran was hier abläuft. Aber die Zeit hats gebraucht. Die Frau ist weg und kommt nicht wieder. und ich trauere ihr noch nach. Was für eine Zeitverschwendung. Dieses herzlose Miststück !

Egal. Dieses kranke Weibsbild hat mich lange genug von der Mindfulness abehalten die ich fürs Leben benötige. HERR M. - ES IST AN DER ZEIT DASS SIE SICH AUS DIESER NUMMER BEFREIEN. Und genau das mach ich jetzt auch.

Und obwohl mir jetzt kotzübel sein könnte - ich danke euch allen.

Es ist jetzt Zeit für Veränderung. Ich werd mal im PZL anrufen und schauen was ist. Danach schreib ich das ergebnis hier rein und geh schlafen.

Mir wurde vorgeschlagen meinen Thread als Tagebuch zu nutzen. Und genau das werd ich auch tun. Aber jetzt erst mal anruf und mal schauen.

Bis später

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Ist ne Triage-Nummer. Fachperson ist ab 8.10 wieder da. werde gleich fragen ob die mir einen Termin geben können. Und mehr werd ich an dieser Stelle nicht planen oder „vorausahnen“. Ich muss aus dieser Situation heraus. Das ist jetzt das Allerwichtigste. Wenn das nur über einen Klinikeintritt oder Beistand zu machen ist - whatever. Aber das sind schon wieder vorannahmen. Das lassma lieber. Ich melde mich nochmals wenn das Gespräch gelaufen ist. Earthquake Day

Oder ein guter Anfang. Wenn nicht heute, dann morgen wieder. Jetzt ist einfach nicht immer.

Und es wird auch niemand darauf anlegen, „dem Mann vor Augen zu führen dass er die ganze Zeit Unrecht hatte“.

Vielleicht gibt es einen Strich darunter und ein gemeinsames Nach-vorn-gucken. Könnte spannend sein, wenn es da anders aussieht als in der Gegenwart. Nicht schwarz z.B. Dunkelgrau könnte das neue Schwarz sein, für den Anfang. Innerer Klimawandel. Ohne Katastrophe.

Gutes Gelingen.

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Ich könnt jetzt was davon erzählen wie sich das ähnlich anfühlt wie als ich aus dem Haus ausgezogen bin. Aber ich lass es. Ein Tür geht zu - die andere geht auf. Ich denke es ist jetzt an der Zeit an sich selber zu denken .Ich war in Gedanken immer bei ihr- hab mich gefragt wie es ihr wohl geht und wie ich ihr eine Hilfe sein könnte - auch wenn sie mir im nächsten Moment aus dem nîchts heraus an den kopf geworfen hat ich sei eine peinliche MIssgeburt. Aber das ist jetzt auch egal. Ich will und muss hier weg. Man wird sehen was ist. Ich denke es hilft mir dass ich jetzt bereit bin für veränderung. So weit kommts noch dass ich mich von so einer situation unterkriegen lasse. Danke für die Unterstützung.

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Habe im PZL angerufen und schon für morgen 10 30 einen Termin bekommen. Hat einer abgesagt sonst hätt ich nen monat warten müssen. Auf Anfrage für den Anmeldungsgrund hab ich „Depression“ und „Kontrollverlust über s eigene Lebensmanagment“ angegeben.
Ich gehe morgen dort hin und beschreibe meine Situation, Der Rest wird sich zeigen.

Das war das Richtige. Weitere Infos folgen wenn ich mehr weiss.

Gute Nacht.

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Testaccount ist von Forumsaccount komplett getrennt. Wir wollen bei dennTestdaten unbedingt vermeiden, jegliche direkte Personendaten (Mailadresse) zu haben. Forum braucht aber Mailadresse.
Daher:

  • Passwortreset wirds bei Testaccount nie geben
  • Testaccount muss getrennt von Forumsaccount angelegt werden

Gute Sammlung.
Hast du die Gesamtsymptomliste auf ADxS.org angeschaut?

Ich hab mir vieles durchgelesen hier auf der Seite. Aber in meinem momentanen Zustand…fällt mir dazu nix positives ein. erhöhte Wahrscheinlichkeit früher zu versterben etc. Tolle Aussichten. Aber ich will mich in meiner Depressiven Stimmung gar nicht weiter aufregen. Es war das einzig richtige hilfe zu holen. Mir fällt nix mehr ein. Es gilt einfach ruhig zu bleiben und keine Alten Ideen oder Ergebnisse auf neue Pläne zu übertragen. Frei nach dem Motto… wenns früher schon nicht geklappt hat. Dafür ist es nicht die Zeit.

Ich war gestern Orientierungslos. Seit ich um Hilfe angefragt habe und geschlafen hab ist diese Orientierungslosigkeit deutlich zurück gegangen. Es gibt einen orientierungspunkt und auf den werd ich jetz einfach zulaufen. Es ist nicht alles schlecht und es haben sich auch nicht alle verschworen. Aber übel ist sowas trotzdem.

Obwohll… wenn ichs mir recht überlege: Ich hab mich immer gefragt was wohl passieren müsste damit ich von hier weggehe. Jetzt weiss ich es. Und hellsehen kann ich nicht. Die „Eingabe“ das „laufe sowieso schief“ und am Ende käme dabei irgendein Taschenspielertrick heraus ist genau illusorisch wie der Glaube sich hier die nächsten Jahre verkriechen zu müssen weil ja alles sooo böse und sooo schlecht sei.

Ist ganz einfach: Ich hatte schon lange keinerlei Plan mehr ausser meine Wut und Trauer unter kontrolle halten zu wollen. Und jetzt geh ich an den Ort zurück wo ich ne Menge schwierige Dinge erlebt hab. Irgendwie bin ich erleichtert dass jemand erfährt wie es mir wirklich geht- nämlich entschuldigung - hundsmiserabelbesch…

Mir isses recht. Mir ist es alles Recht.

Alles Gute für gleich. Hier sind sicher ein Dutzend Daumen gedrückt. Hoffentlich triffst Du auf ein konstruktives Gegenüber.

Falls nicht, kommst Du auch klar, in der aktuellen Verfassung. Bin sicher. Mancher Drache braucht den Gegenwind zum Abheben.

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Vielen Dank ! Ich kann die Unterstützung wirklich gut gebrauchen.

Erfahrungsbericht Therapie-Sitzung bzw Aufnhamegespräch Facharzt Psychiatriezentrum

Ich war heute um 10.30 in einem Aufnahmegespräch mit einem Psychiater und hatte meine Situation geschildert. Die Sache mit dem Adhs, meiner Ex, etc.

Um meine Gedanken zu sortieren will ich hier - în aller Kürze - darauf eingehen was dort abgelaufen ist.

Also ums gleich vorweg zu nehmen - es war eine gute Entscheidung dort hinzugehen.

Es wurde - das werden hier viele nur zu gut kennen, ein Aufnahmegespräch gemacht. Der Arzt sammelt Informationen zu meiner Situation und hat mich zuerst ganz allgemein gefragt was das Problem sei.

Ich habe eingebracht dass ich seit Kindheit (ich bin heute 47) an P.o.s - dem späteren Adhs gelitten habe und bis heute damit Probleme habe. Dass ich aufgrund meines Sozialgeld_Einkommens über keinerlei Mittel verfüge um in dieser Situation irgendeine Veränderung finanzieren zu können. Wohnung, Standortwechsel - regelmässige Besuche bei einem Spezialisten. Ich würde de facto mit meiner Problematik allein gelassen.

Ich habe meiner Verwunderung darüber ausgesprochen dass es doch sehr merkwürdig sei dass ich seit Kindheit an diesem… Syndrom leide - es der Fachpsychiatrie jedoch trotz wiederholten Anlaufs unmöglich war auf meine Hilfsanfragen zu reagieren. Dass mir letztlich auch Stimulantien eigentlich recht wenig nützen wenn es danach heisst „ja wir wissen es auch nicht“. Irgendwie hätte ich den Eindruck dass diese Leute das wissen MÜSSTEN. Handelt es sich doch FACHleute.

Mir wurde vom Arzt erklärt er sei selber darüber verwundert dass (ZItat) „diese Finanzierung nicht komme“.
Ich habe gesagt es könne ja eventuell daran liegen dass man seitens der Politik meint es handle sich bei Adhslern um eine marginale Randgruppe. Leider sei das ein Irrtum. Es sei mir ein Rätsel wieso man - wenn man sich den Symptomen und Nebenwirkungen des ADHS bewusst sei - also Problemen mit Unterstimulierung etc… wie man dann auf die Idee kommen könne diese Leute in einer umfunktionierten Garage deponieren zu wollen - wo man ihnen sinnbefreite Arbeiten vorlegt und sich dann wundert wieso der Adhsler es nicht schafft sich dafür zu „begeistern“ oder längerfristig konzentriert zu bleiben. Es mache mir den Eindruck als verstehe man gar nicht was diese Störung für ein Menschenleben bedeutet.

Der Arzt (ein sehr freundlicher Mensch) meinte er müsse sich mit seinen Kollegen besprechen. Er hätte ein paar Fälle gesehen wo die Medikamente bei Adhsler richtig eingestellt worden wären und diese Leute könnten heute funktionieren. Allerdings schien das in der Gegend in der ich wohne eher ein Seltenheitswert zu sein.

Ich habe auf Anfrage hin zum Ausdruck gebracht es könne ja wohl nicht sein dass mir als „kranker“ Mensch in einer solch logistisch komplexen Gesellschaft nur die Möglichkeit übrigbleibe entweder in den ersten Arbeitsmarkt zurück zu kehren oder meine Zeit dann in einer Behindertenwerkstatt zu verbringen.
Auch scheine es mir doch sehr merkwürdig dass man mir „gute Heilungschancen aufgrund meiner Ressourcen“ prognostiziere, um dann zu sagen diese Ressourcen müssten via einer Behindertenwerkstatt „genutzt“ werden.

Ich verstehe natürlich dass es - gerade bei meiner sozialen Isolation - in einem ersten Schritt um „sozialkontakte“ gehen sollte. Mir wurde da auch angeboten eventuell vorübergehend in die Ergotherapie zu gehen. Ich habe mich dafür bedankt und gesagt dass sich in meiner Realität die Worte "Therapie "und „organische Krankheit“ irgendwie gegenseitig ausschliessen. Ich sei sehr dankbar für das Angebot - und ich freue mich auf aufrichtig wieder mit Leuten in Kontakt treten zu können. Aber es ei meine Befürchtung dass man mir einfach einen Platz in einer Gruppen- bzw Ergotherapie anbieten würde weil man letztlich nicht weiss wie man mir helfen soll. Er meinte es gehe mit Sicherheit nicht um einen Täuschungsversuch.

Ich dokumentiere das hier um später besser einschätzen zu können wie das gesagte letztlich umgesetzt wurde - falls das Sinn macht.

Ich habe auch von diesem Forum hier erzählt und davon dass ich hier die menschliche Unterstützung erfahren habe die mir von der Aussenwelt verwehrt geblieben ist.

Ich hab den Eindruck hier muss etwas getan werden. Zum zweiten Mal - nach den langen Diskussionen hier im Forum - habe ich den Eindruck in diesem Bereich liegt meine tatsächliche Aufgabe - ja fast meine Bestimmung. Ich bin der lebende Beweis dafür dass diese Situation gesellschaftlich falsch eingeschätzt wurde . Und zwar - so würde ich unterstellen - aus Desinteresse am Schicksal des Mitmenschen.

Ich denke ich werde mir ansehen was seitens der Psychiatrie getan werden kann - obwohl das natürlich unweigerlich meine Eigeninitiative und Kooperation voraussetzt. Ich will mich auch einbringen aber mir ist durch die Probleme der letzten Jahrzehnte auch klar geworden dass die Psychiatrie in diesem Bereich als „Suboptimal“ beschrieben werden muss.

Mir ist klar ich bin nur ein Staubkorn. Aber wie meinte Schwarzenegger: Don’t listen to the ney-sayers.
Ich wäre nicht der erste der meinte die Gemeinschaft auf eine Fehlentwicklung aufmerksam machen zu müssen. Viele würden einem davon abraten - weil man gar nicht zu den Leuten durchdringt die was zu sagen hätten, und selbst wenn würde es wohl Jahre und eine unglaublich starke Lobby erfordern um hier eine tatsächliche Veränderung herbei zu führen. Und mir scheint die Politik ist auch nicht der Weg. Aber publik zu machen was mir geschehen ist - weil es vom Staat verpasst wurde auf diese Entwicklung einzugehen - es wäre zumindest eine Option. Ich habe daher beschlossen meine jetzt erneut beginnende Reise durch das System zu dokumentieren (wie ich das hier tue) und daraus letztlich ein Buch zu entwerfen dass ich dann an alle ADHS-Spezialisten und alle Medienhäuser zum Nulltarif verschicke. Das Ziel wäre es eine Reaktion zu erreichenl Was sehr lange dauern kann. Aber sich für eine gerechte Sache einzusetzen ist keine Zeitfrage. Und ich will auch - wenn ich ehrlich bin - nicht in irgendeinem Betrieb so tun als wär nie irgendwas gewesesen. Ich wurde im Stich gelassen. Und nicht nur ich - sondern tausende andere - die jetzt einen xFach schwereren Lebenskampf durchleben müssen weil der Staat nicht fähig ist diesen Leuten sinnstiftende Aufgaben anzubieten. Klar rennt man da natürlich gegen eine Wand aus Abwieglerei etc. Nur dementieren lässt sich diese Fehlentwicklung halt nicht mehr. Und es hängt sich daran auf dass der „Fachgelehrte“ seine eigene Ahnunglosigkeit enttarnt wenn er einem einerseits „Ressourcen“ zugestehen will - er mir aber nur anbieten kann diese Ressourcen in einer Behindertenwerkstatt nutzvoll einzusetzen. Aber wer weiss schon was die Zukunft bringt.

Ich bin jedenfalls weitaus besser drauf als noch vor der Terminvereinbarung. Der Facharzt meinte ich würde innert wochenfrist Briefpost bekommen. Ich bin auch froh um diese Hilfe - aber wenn man sich die oberen Argumente durchliest - bin ich wohl kaum ein Wichtigtuer oder übertrieben fordernd wenn ich sage „Das mit der Èrgo ist ein Teilschritt, aber da muss weitaus mehr kommen“.

Fazit: War ne gute Entscheidung dort hinzugehen. Ich bin dankbar für die Hilfe. es ist ein erster Schritt wieder sozialkontakte zu haben. Aber täuschen lassen kann ich mich nicht mehr. Und ich bin weder paranoid noch hab ich das Gefühl man hätte sich verschworen. Aber ich habe ganz grundsätzlich etwas gegen Entwicklungen die mir das Leben kaputt machen weil man es nicht besser weiss.

Ichs sag euch wie das jetzt läuft. Ich werde mich maximal kooperativ verhalten und schauen was diese Leute aus meiner Situation machen. Ich selber werde mich mit allem einbringen was geht - und das ist so einiges.
Und wenn die Zeit dafür gekommen ist und ich genug recherchiert habe (die Recherche begann heute) so werd ich ein neues, zweites, viel besseres Buch schreiben in dem ich auf diese Fehlentwicklung eingehen und meine Lebengeschichte samt ärztlichen Dokumenten als Beweis dafür einbringen werde. Man kann das nicht in Abrede stellen . Dafür ist die Verfehlung zu offensichtlich.

Aber alles in allem ein guter Tag.

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Vllt hast du kein ADS sondern bist Hoch Sensibel
Dieses Spektrum ist ähnlich, mit dem unterschied dass hoch sensible sich an lauten vollen orten nicht konzentrieren können und überfordert sind und in stille keine Probleme damit haben
Leute mit ads haben die Unruhe eher in sich und können sich gut/schlecht konzentrieren unabhängig von der Ausenwelt sozusagen

Kann ich mir gut vorstellen gerade die situation mit dem lauten fenster dass du da keine ruhe findest
Und diese typische impulsivität fehlt dir ja auch

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Hallo Josen

Danke für deine Nachricht. Ich wüsste es zur Zeit auch nicht mehr. Auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht möchte ich eigentlich vor allem wissen was zu meiner biografischen Entwicklung geführt hat.
Mir wurde nach einem mehrstündigen Testverfahren durch einen anerkannten Spezialisten erklärt ich hätte Adhs in einer gravierenden Form. Ist halt schon komisch… wenn was du sagst stimmt… dann hat sich der Spezialist geirrt - was ja durchaus möglich sein kann.

Am ehesten könnte ich mir noch vorstellen dass da mal was war, eine Art Kinder-Adhs… aber das hat sich jetzt verändert. Vieles davon wird einem natürlich ein Rätsel bleiben. Aber ich wüsste schon gern wie es zu dieser Entwicklung kam. Die Impulsivität und alles hatte ich als Kind - war konstant am ausflippen etc. Ob es sich dabei um das Problem gehandelt hat dass mir ständig alles zu viel wurde. Kann sein. Hat sich vieles beruhigt seit ich nicht mehr dem „Anpassungsdruck“ ausgesetzt bin. Wenn ich mir anschaue wie das für andere gelaufen ist- - mir gehts nicht mal mehr um einen Titel oder eine Bezeichnung. Gibt es sowas wie eine „sichere Diagnose“ ? Ich weiss es nicht. Aber gerade in due sehr wütend-enttäuschten Posts die ich hier geschrieben hab (kann man locker nachlesen) - wo ich geglaubt hab durch irgendeine Systemanklage weiterzukommen - das hat nur sehr bedingt funktioniert. Ich glaub der einzig gewinnbringende Effekt den es hatte war dass ich mich hier - vor Leuten die einem nicht einfach automatisch jeden Schmu abkaufen - meine Wut und Enttäuschung… entschuldigung… rauskotzen konnte.

Allerdings kann ich mir schon vorstellen dass die Probleme in der Jugend etc… auch mit der Familie letztlich Biografie bestimmend gewesen sein müssen. Und man wird wohl auch nicht mehr zurückverfolgen können was wann wo ausgelöst hat. Aber dass etwas - über jahrzehnte hinweg schiefgelaufen ist - was auch weit über Hypersensibilität hinausgegangen ist - daran besteht kein Zweifel. Und ich sehs als meine Aufgabe, ja meine Verpflichtung gegenüber meinem Selbst-Respekt an herausfinden zu wollen (und wohl irgendwie auch zu „müssen“) was ich damit anfangen soll. Und dann ist da noch die Stigmata.

Ich will eine Schubumkehr erreichen -wo ich meine von mir als „Schwächen“ und „unzulänglichkeiten“ eingestuften Fähigkeiten (die mit der Problematik verbunden sind) als Stärke zu meinen Gunsten nutzen kann. Und abgesehen davon ist das ein Buch dass geschrieben werden sollte.

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Erhöhte Sensibilität (erhöhte Reizempfindlichkeit) ist ein Teil von AD(H)S.
Ich meine, dass fast jeder AD(H)S-Betroffene eine erhöhte Sensibilität hat, aber nicht jeder mit einer erhöhten Sensibilität hat AD(H)S.

(Hochsensibilität ist ein Konstrukt von Aron, dass zusätzlich noch eine bestimmte Art der Reizverarbeitung postuliert).

wenn ich euch vermitteln könnte wie sich das anfühlt…das ist sehr schwierig. Wenn einer darüber spricht er fühle und sehe Dinge die andere nicht sehen - kommt man schnell auf die Idee der bildet sich das ein, will sich produzieren und aufspielen - ist am Ende eventuell sogar verrückt geworden. Das muss ja nicht sein.

Da ist etwas… was ich bei keinem anderen Menschen gesehen hätte. Das macht mich weder aussergewöhnlich im Sinne von „was besseres“ noch sonst was. Aber da ist etwas… und auch wenn vieles Sinn macht - mein Gefühl sagt mir das geht über Adhs und alles andere hinaus. Vielleicht glaub ich das ja auch nur aus kompensatorischen Gründen. Ich könnts nicht sagen. Aber es hat auch mit einer Unterforderung zu tun die ich schon in der Schule gespürt hab. Und es liegt nicht daran dass ich irgendwie „superklug“ wäre oder sonstwas. Ich kann mich aus der Schulzeit eher an das Gefühl erinnern geglaubt zu haben man bringt mir die „falschen Sachen“ bei.

Ich wüssts nicht zu sagen. Bin jedenfalls - so scheint es mir heute - noch nicht am Ende meiner Reise angekommen. Und die Kraft gehabt zu haben den Kampf wieder aufzunehmen - nach meinem schriftlichen Brechanfall hier im Forum … ich kenn euch nicht… aber einen einflussreichen Teil davon hab ich euch zu verdanken. Weil ihr mich ernst genommen habt - anstatt wie alle anderen zu sagen „Von was für einem Schwachsinn redet dieser Idiot“

Beste Grüsse und Danke.

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