Alkohol am Abend Medikinet erhöhen

Hallo, ich habe gerade Arbeitsstress und mit dem Vermieter was mir Sorgen bereitet, ich war 6 Monate trocken und trinke abends wieder 1 Bier um runterzukommen trotz 10 mg Medikinet im 16 Uhr. Ich brauche morgens 10 mg aber glaube oder weiß das es auch ohne geht weil mir meine Arbwit Spaß macht. Mittags nehme ich nichts, brauch ich nicht aber um 16 Uhr. Soll ich die Dosis erhöhen auf 20 mg um 16 Uhr ?ich lese das die meisten abends kein Verlangen mehr habe nach Alkohol oder Zucker, eins von beiden brauche ich immer, nie beides. Ich probiere es morgen mal aus habe aber das Gefühl das 20 mg mich so ein bisschen zu sehr puscht wie auf Kokain. Ich nehme seit 4 Wochen jetzt Medikinet, habe auch erst die Diagnose seit dem. Ohne habe ich es ja auch geschafft Anfang des Jahres. Ich bin auch in Psychotherapie und frage da nach nächste Woche. Was sind eure Erfahrungen? Liebe Grüße

Das sehe ich als das größte Problem. Trocken, weil du Alkoholabhängig bist? Wenn ja, dann weißt du sicher dass da absolute Abstinenz wichtig ist - auch nicht ein Bier, nicht einmal.

Wenn du Medikinet erst seit 4 Wochen nimmst, dann würde ich dir eigentlich raten dass du es regelmäßig nimmst. Also ohne Lücke mitten am Tag, mich würde das völlig durcheinander bringen! Auch was den Stress angeht.

Lieber also eine regelmäßige Einnahme, bei der die 2. Dosis geringer ist als die 1. Dosis!
Hast du mal morgens 20mg versucht?

Edit: Abends gibt es noch die Möglichkeit, eine kleine Menge unretardiertes MPH zu nehmen. Aber ich würde dir erstmal zu einer stabilen Tagesdosis raten… Was sagt dein Arzt?

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Das probiere ich aus! Danke, wahrscheinlich merke ich nicht das ich dich mittags reizüberflutet bin, ich habe keine Depression oder Ängste und weiss innen drin das alles nicht schlimm ist. Tagsüber Denke ich auch das ich abends nichts brauche aber dann…. Ich bin völlig gegen Alkohol, war zu lange im Nachtleben und trinke seit ich 13 bin, dazwischen 10 Jahre Grass ohne Alkohol. Dann nach dem ich Grass den Rücken zugewandt habe und nie wieder gekifft habe wieder die Lust auf wieder Alkohol! Nur abends zum runterkommen. Hab als Baby schon immer ein Schuss Wein in die Milch bekommen, was ich später erfuhr um zu schlafen. Ich will den Kreis durchbrechen!!!

Hi Nik!

Unter uns beiden Gebetsschwestern mal auf ein Wort.
Entschuldigung das ich jetzt etwas kühl reagiere.
Ich bin 3, 5 Jahre trocken und das was du hier schreibst, lässt meine Gesichtszüge entgleisen.
Im ersten Moment habe ich gedacht, du meinst das nicht ernst.
Wenn du Alkoholiker bist und 6 Monate trocken warst, ist bestimmt nicht die erste Wahl für dich, die Medikamente zu erhöhen, weil du Alkohol trinkst.
Du sagst das so salopp daher, das man den Eindruck hat, du hast die Schwere des Problems nicht erkannt, aber du benennst ja auch gleichzeitig den Grund für das Trinken.
Wenn du das wirklich ernst meinst, und einen Rat suchst, dann bitte nicht öffentlich in einem Forum, wo viele Leute ein Suchtproblem haben und noch zu kämpfen haben.
Das ist wie ein Schlag ins Gesicht, ehrlich.
Nichts für ungut.

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das nennt man Suchtverlagerung und ist normal.
Irgendwie werde ich aus dir nicht schlau, wenn du völlig gegen Alkohol bist, warum trinkst du ihn dann? Laut deiner Aussage muss du doch wissen, wohin das führt?

Das wollte ich nicht . Tut mir leid. Ich meine das nicht salopp, sondern ernst. Ich will die Dosis erhöhen um kein suchtgefühl mehr zu haben. Vielleicht war das ein Missverständnis. Während das Medikament wirkt habe ich keine Lust auf Alkohol. Aber ich schreibe dazu nichts mehr wenn es hier nicht passt im Forum nur noch das :

Ich trinke ein Bier am Abend mehr nicht, davor, vor der 6 Monate Pause trank ich nur freitags 2-3 Bier, ja viele sagen vlt das ist doch kein Problem aber ich bereue auch diese Biere , es ist als wären 2 Menschen in meinem Kopf ! Straight Edge oder die Stimme die sagt, Stress dich nicht das machen doch alle. Es geht mir um dieses Verlangen nach Ruhe im Kopf

Dann gibt es nur eins, Alkohol weglassen. Vollständig. Und wenn das für dich schwierig ist, lass dir helfen.

Nur zum Runterkommen? Der Alkohol wird dir helfen beim Runterkommen, bis du ganz unten bist. Alkohol ist ein falscher Freund, einer der sich gut maskiert.

Wenn du jeden Abend oder fast jeden Abend Alkohol konsumierst, dann ist das ein riskanter Konsum, und dass du es sprachlich herunterspielst, ist ein deutliches Alarmzeichen.

Helfen kann dir eine richtig dosierte Stimulanzienmedikation, die lückenlos den Tag abdeckt. Einen Automatismus, dass du dann die Lust auf Suchtmittel verlierst, gibt es aber leider nicht. Aber es gibt gute Suchthilfeangebote, fast überall, AA oder blaues Kreuz oder Ähnliche sind sehr niedrigschwellig, auch wenn man sich noch nicht süchtig fühlt ist man willkommen.

Denn Alkohol belügt einen, viele denken sie haben die Kontrolle ja noch, also brauchen sie sich keine Hilfe holen.

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Danke, ja wahrscheinlich dachte ich mal wieder ich schaffe das alleine ! Danke! Das ist dieser Perfektionismus der mich belügt !

Ja, war es wohl, ich habe wohl in meiner Impulsivität nichts mehr verstanden. Also, du willst das Medikinet erhöhen, damit du keinen Suchtdruck hast, du willst aber nicht weiter Bier trinken dabei.
Ok verstanden, Ansicht ne logische Idee, aber die Lösung ist es auch nicht. Laut deinem Post bist du von einer Droge zur nächsten gehüpft und hast ja nie wirklich ohne berauschende Mittel den Alltag bestritten. Das geht ja dann immer so weiter und ist nicht Sinn der Sache.
ich kenne das von mir. Immer den Weg des geringsten Widerstandes, schön bequem.
Ganz dünnes Eis.

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Ich finde aber schon, dass das hier Platz haben darf… Was wäre eine bessere Handhabung im Forum mit dem Thema für dich @dienika76 ? :heart:

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Das was @Falschparker schreibt, ist auf den Punkt gebracht.

Das ist falscher Stolz, der dich in den Abgrund reißt.
Und das runterspielen mit „nur“ ein Bier am Abend gefährlich.

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Ich kam erst durch meinen krankhaften Perfektionismus auf meine ADHS Diagnose ! Ich arbeite 50 std die Woche, habe eine erfolgreiche Band nebenbei, Kinder, Haustiere, Bücher die ich schreibe und mache Kampfsport und denke eben das ich das alles schaffe und deswegen auch den Alkohol Händeln kann. Ich habe alle Arten von Drogen benutzt und war auch äbhängig von vielen. Habe aber ohne Medikamente alle hinter mir gelassen ohne verlangen mehr . Aber Alkohol ist die härteste weil es sozial so normal ist und ich mir in meinen schwachen Momenten denke, ich bin auch normal, jetzt Stress dich nicht so und sei So perfekt gesund, aber das ist das Problem mit dieser Volksdroge! Und ich war auf Opiaten und Kokain und es viel mir nicht sehr schwer damit aufzuhören. Egal, es ging mir eigentlich bei meiner Frage nur darum ob ich erhöhen sollte, weil ich eigentlich mich mit der 10-0-10 Dosis tagsüber super klar komme, das Leben ist soviel einfacher bis abends die Wirkung nachlässt und ich dann eben noch dieses eine scheiss Bier brauche. Aber es braucht eben doch mehr , durchgehende Dosis und viel psychische Aufarbeitung. Danke :pray: für eure Beiträge und gute Nacht !

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Auf jedem Fall soll das hier einen Platz finden, versteh mich nicht falsch, das Thema Sucht gehört leider für viele von uns dazu und muss und darf auch thematisiert werden.
Aber das fand ich jetzt aus dem Bauch heraus ein wenig zu gedankenlos formuliert.
ich gehe mal in mich und überlege, wie man es machen könnte. :heart_eyes:

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Das ist absolut wahr! Und als trockener Alkoholiker wird man weiterhin überall damit konfrontiert werden, das macht es so schlimm. Ich vermute, dass du Alkoholabhängig bist und da ist die einzige Möglichkeit tatsächlich absolute Abstinenz, immer und 24/7. Du brauchst Hilfe! Keine Ausreden! :heart:

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Ich habe in den letzten Wochen einige Folgen vom Sodaklub-Podcast gehört,
SodaKlub Podcast über’s Leben ohne Alkohol: alle Folgen
das sind Mia und Mika, zwei Frauen in ihren Dreißigern, die vor ein paar Jahren aufgehört haben, Alkohol zu trinken. Man fragt sich, wie kann man darüber so viel reden, aber es ist wirklich interessant.

Die beiden können auch sehr gut formulieren durch ihre journalistische Vorbildung, und Mika hat außerdem eine ADHS-Diagnose und nimmt Medikamente.

Sie decken die Mechanismen der Alkoholgesellschaft auf und hinterfragen die Normalität.

Es ist genau das, was die Alkohollobby hartnäckig aufrecht erhalten will:

Und ich glaube, dass es diese so genannte Sobriety-Bewegung ist, die der Alkohollobby in den nächsten Jahren ernsthaft gefährlich werden kann, denn diese Leute widersprechen dem Klischee, es sind junge gut gebildete Frauen (und einige Männer), die man eben nicht für Alkis gehalten hätte und die die Selbstverständlichkeiten in Frage stellen.

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Verstehe, was du meinst! Das Problem ist natürlich, dass viele das ja gar nicht merken - das brauche ich dir sicher nicht zu erklären… Mach dir gerne mal Gedanken :blush:

Versteh mich nicht falsch, ich bin da voll bei dir, aber immer vor dem wahren Leben davon zu laufen, funktioniert, bis dir alles um die Ohren fliegt.
Du musst nicht deine Medikation erhöhen oder wieder nach den Drogen greifen, sondern in gute Hände, wo man dir hilft, dein Leben auch ohne Hilfsmittel zu bestreiten.
Ja, das ist schwer, aber das Leben ist nun mal so.
Dein Vergleich mit den anderen Drogen hinkt für mich.
Und weil Alkohol ständig verfügbar ist, günstig und sozial anerkannt, muss man lernen, dem zu widerstehen, ohne Hilfsmittel!

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Ja klar ist mir das bewusst, aber gerade dann und bei diesem Thema finde ich muss man sofort klare Kante beziehen, sonst wird das ein Selbstläufer.
ja, ich denke mal nach, vielleicht mit großer Überschrift TRIGGERWARNUNG oder so. :slightly_smiling_face:

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Hallo Nik

das Thema hier anzusprechen ist ok.
Und es idt gut das Du erkannt hast dass Du ev. rückfällig werden könntest.
Den Tip mit der ärztlichen Hilfe hätte ich Dir auch gegeben.
Vielleicht wäre ja auch eine Selbsthilfegruppe geeignet.
Ich habe seit ich Medis nehme kein Verlangen mehr nach Alkohol und Schokolade esse ich seitdem auch viel weniger.
Allerdings habe ich auch nie viel Alkohol getrunken, da ich das Gefühl nicht mag durch fie Wirkung des Alkohols die Kontolle über meinen Körper zu verlieren.
Ich habe aber bis vor 18 Jahren geraucht und nicht wenig.
Und ich kann nur von mir aus sagen, das noch 5 Jahre nachdem ich aufgehört hatte noch immer wenn sich im Fernsehen jemand eine Zigarette angesteckt hatte auch eine hätte rauchen können.
Nachdem ich 10 Jahre nicht geraucht hatte verschwand das Verlangen erst.
Es war sehr anstrengend aber ich fühle mich besser und fitter seit ich nicht mehr rauche.