Alternative Behandlung

Dr. Thierry Hertoghe betrachtet Cortisolmangel als häufig übersehene Ursache für Burnout, Konzentrationsstörungen und Unruhe. Er betont, dass eine Optimierung von Schilddrüse (T3/NDT) und Nebenniere (Cortisol) entscheidend ist, um geistige Klarheit wiederherzustellen und Ablenkbarkeit zu reduzieren. [1, 2, 3, 4] [1, https://townsendletter.com/cortisol-deficiency-part-1-hertoghe/

2] https://www.hertoghe.eu/wp-content/uploads/Townsend-Magazine-Cortisol-Deficiency-Part-1-Dr.-Thierry-Hertoghe-Jan-2018.pdf

Cortisolmangel nach Dr. Hertoghe

Ein Mangel an Cortisol führt laut Dr. Hertoghe dazu, dass der Körper Stress nicht mehr abpuffern kann, was oft durch einen Überschuss an Adrenalin kompensiert wird. [1, 2]

  • Symptome & Anzeichen:
    • Psychisch: Niedrige Stresstoleranz, Gereiztheit, Erschöpfung bei Stress und „innere Unruhe“ durch kompensatorisches Adrenalin.
    • Physisch: Dunkle Augenringe, hohle Wangen, Pigmentflecken, niedriger Blutdruck, Heißhunger auf Süßes und Entzündungsneigung.
    • Kognitiv: Konzentrationsstörungen, da Cortisol die Anzahl der Dopamin-Rezeptoren im Gehirn erhöht; bei Mangel sinkt die Dopamin-Wirkung um bis zu 30 %.
  • Therapie-Zusammenfassung: Einsatz von bioidentischem Hydrocortison in physiologischen Dosen (meist morgens am höchsten), oft kombiniert mit einer Ernährungsumstellung (mehr Protein/Fett, Vermeidung von schnellen Kohlenhydraten). [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7]https://www.hormonerestoration.com/files/HRpresent.pdf

Anabole Schutzhormone & negative Folgen

Hertoghe warnt davor, Cortisol isoliert zu geben, ohne auf „anabole Schutzhormone“ zu achten.

  • Wichtige Partner: DHEA, Testosteron und Wachstumshormon wirken anabol (aufbauend) und schützen Gewebe vor den katabolen (abbauenden) Effekten von Cortisol.
  • Folgen bei Ungleichgewicht: Ohne diesen Schutz kann eine Cortisoltherapie (oder chronischer Stress) zu Muskelabbau, Osteoporose, dünner Haut und Fettansammlung im Bauchraum führen. [1]

Thyroid Optimization für das Gehirn [1]

Für maximale geistige Klarheit und gegen „Brain Fog“ (Gehirnnebel) empfiehlt die Hertoghe-Schule die gezielte Nutzung von T3. [1, 2]

HYPOTHYROIDISM
Desiccated thyroid extract vs Levothyroxine in the treatment of hypothyroidism

An examination of myth: a favorable cardiovascular risk-benefit analysis of high-dose thyroid for affective disorders

Elevated levels of circulating thyroid hormone do not cause the medical sequelae of hyperthyroidism

A favorable risk-benefit analysis of high dose thyroid for treatment of bipolar disorders with regard to osteoporosis

To T3 or Not: What’s the Story on Combo Therapy in Hypothyroidism?

Nancy A Melville, December 18, 2014

https://clinicadenutricionmadrid.es/to-t3-or-not-whats-the-story-on-combo-therapy-in-hypothyroidism/

Low-T3 syndrome: a strong prognostic predictor of death in patients with heart disease

Thyroid hormones affect recovery from depression during antidepressant treatment

Sorry .. aber als Versuchskaninchen empfinde ich mich von der Medizin seit 30 Jahren, ich habe schon die dollsten Aussagen von Ärzten bekommen, wo drei weitere Ärzte eine gaaanz andere Meinung hatten ..

sicher sollte man auf dem Teppich bleiben bei dem neusten vom neuen .. aber für mich klingt einiges was Stefan geschrieben hat schon sehr nachvollziehbar und zumindest interessant ..

allerdings fühle ich mich auch nicht kompetent genug englischsprachige Studien etc zu nutzen und bevor ich freiwillig Dinge einnehme, die für mich nicht nachvollziehbar sind, muss schon viel Regen das Dach runterlaufen ..

egal ..

2 „Gefällt mir“

allerdings frage ich mich auch, warum man sich bei so einem Thema dermaßen gegenseitig angehen muss

sicher hat Stefans Deutschen Bashing das mit ausgelöst, aber man könnte schon ein bissel auf dem Teppich bleiben gegenseitig .. so ist mir jetzt eh zuviel hier ..

Und das man hier seine Texte nicht mehr korrigieren kann, finde ich auch deutlich seltsam ..

Danke allen für eure Beiträge! Ich habe aus allen etwas Wichtiges lernen können. Ich habe geschaut ob ich auch etwas auf deutsch finde und bin auf Deutsch finde und bin auf das „Clinicum St. Georg“ in Bad Aibling getroffen, dort hat Dr.med. Friedrich R. Douwes folgenden Beitrag unter: Hormone und Hormonstörungen | Clinicum St. Georg erstellt:

„Fallgeschichte Hubert N.

Hubert N. kam in meine Sprechstunde, er war 54 Jahre alt. Er setzte sich und sagte ohne weitere Einleitung: „Doktor, hoffentlich können Sie mir helfen, sonst sehe ich schwarz für mein weiteres Leben. Sie sind quasi meine letzte Hoffnung.“

Worüber klagte Hubert N.?

  • Depressionen (und dies war ganz offensichtlich aus seinem Gesicht abzulesen)
  • schwere Unterzuckerung
  • Asthma
  • Osteoporose (er hatte im Jahr zuvor einen Oberschenkelhalsbruch, an dessen Folgen er immer noch litt)
  • Restless Legs (RLS)

Ich konnte ihn beruhigen und ihm erklären, dass wir seine Probleme ziemlich gut lösen könnten, weil er einen Hormonmangel habe. Er schaute mich etwas zweifelnd an, da er über so etwas überhaupt noch nicht gehört habe. Er habe viele Ärzte aufgesucht und viel Geld und auch Zeit in seine Gesundheit investiert. Dann legte er mir eine dicke Krankenakte vor: Er hatte Hun­derte von Untersuchungen und Eingriffen über sich ergehen lassen – kein Arzt hatte jemals das Wort Hormonmangel erwähnt, geschweige denn seine Hormonwerte bestimmt. Jetzt, innerhalb weni­ger Minuten, wollte ich das als das eigentliche Problem erkannt haben.

Dennoch stimmte er einer Hormonbehandlung zu. Ich be­stimmte seine Hormone im Speichel und seine Schilddrüsenwerte. Sie waren erwartungsgemäß niedrig. Deshalb verschrieb ich ihm Testosteron und Progesteron in einer transdermalen Formulierung sowie Thy­reoida sicca (getrocknete Schilddrüse). Nach nur acht Tagen rief er mich an, um mir mitzuteilen, dass er sich so gut fühle wie nie in den letzten Jahren. Seine Reaktion war genau, was ich erwartet hatte.

EFFEKTE DER HORMONERSATZTHERAPIE BEI HUBERT N.

Die Fallgeschichte von Hubert N. kann folgendermaßen erklärt werden: Zum einen wirkt Progesteron auf die Neurotransmitter im Gehirn und kann deshalb Depressionen schnell beseitigen. Darüber hinaus verhindert es die Überproduktion von Insulin und hilft damit schnell gegen Unterzuckerung. Außerdem wirkt es großartig bei Asthma, vermutlich aufgrund seiner „Anti-Östrogen“-Wirkung: Zu hohe Östrogenwerte sind häufig die Ursache von „Asthma“ – und auch Männer haben oft zu hohe Östrogenwerte. Dies war auch bei Hubert N. der Fall. Zudem wirkte sich das Progesteron neben dem Testosteron günstig auf seine Osteoporose aus. Und schließlich besserte sich mit dem natürlichen Schilddrüsenhormon auch sein Stoffwechsel.

Progesteron lindert darüber hinaus das sogenannte Restless Legs Syndrom (RLS). Diese Störung wird durch zu hohe Adrenalinwerte hervorgerufen. Allerdings ist das vielen Ärzten nicht bekannt: Sie gehen meist davon aus, dass die Ursache des Syndroms nicht bekannt und die Störung deshalb nicht heil­bar sei. Daher raten sie zu einer Behandlung mit toxischen Medikamenten, die ursprünglich für die Therapie von Parkinson verwendet werden. Auch hier werden also nur Symptome behandelt, nicht aber die Ursache der Krankheit. Die Anwendung von Progesteron jedoch kann die Patienten teilweise innerhalb einer Woche von ihren RLS-Symptomen befreien.

Doch nicht nur bei Restless Legs, sondern auch bei ADHS von Erwachsenen und Fibromyalgie kann Progesteron erfolgreich ­eingesetzt werden. Dies hat den Grund, dass auch diese Leiden häufig auf einem Zuviel an Adrenalin beruhen. Mit einer 3x-täglichen Anwendung von Progesterongel, kombiniert mit einer Reduktion von Kohlehydraten und einer Absenkung des Insulin­spiegels, kann diesen Patienten entscheidend geholfen werden.

Wir Ärzte lernen in unserer Ausbildung nur wenig über Hormone. Wen wundert es da, dass keiner der Spezialisten, mit denen Hubert N. über seine Probleme sprach, sein Problem erkennen konnte?

Dosierung von Progesteron bei der Ersatztherapie

Ich halte Progesteron neben Testosteron für das zweitwichtigste Hormon in einer Ersatztherapie bei Männern. Die Anwendung dieses Hormons bringt praktisch keine Nachteile. Es muss lediglich von einer Herstellungsapotheke bezogen werden. Statt Tabletten empfehle ich ein liposomales Gel, da dieses die Leber nicht belastet. Ich verschreibe in der Regel ein 5–10%iges Progesterongel mit einer Do­sierung von 50–100 mg pro Hub über einen Zeitraum von zwei Wochen. Das entspricht 1,0 ml dieses Gels täglich. Am besten wird das liposomale Gele auf die Innenseiten der Unterarme aufgetragen. Männer, die zu einer hohen Produktion von Insulin neigen, benötigen etwas mehr Progesteron.“

Fazit: Es scheinen offensichtlich auch ein paar Deutsche Ärzte, dieselben Quellen aus den USA gelesen zu haben und setzen das ganze etwas modifiziert zwar aber immer doch auch in Deutschland um.

Weiters fällt mir Frau Dr.med.Johanna Krause ein, die in einem Artikel zu ADHS und Fibromylangie geschrieben hat, dass es bei ADHS und Fibromynagie eine gemeinsame Beteiligung der „Dysregulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse im Sinne einer neuroendokrinen Stress-Reaktion gibt“ siehe:

  1. Crofford LJ: The hypothalamic-pituitary-adrenal stress axis in the fibromyalgia syndrome. J

Musculoske Pain 4 (1996) 181-200 The hypothalamic-pituitary-adrenal stress axis in fibromyalgia and chronic fatigue syndrome - PubMed

  1. Demitrack MA, Crofford LJ: Hypothalamic-pituitary-adrenal axis dysregulation in

fibromyalgia and chronic fatigue syndrome: An overview and hypothesis. J. Musculoske Pain 3

(1995) 67-73
11. Krause KH, Krause J, Magyarosy I, Ernst E, Pongratz D: Fibromyalgia syndrome and

attention deficit hyperactivity disorder: Is there a comorbidity and are there consequences for

the therapy of fibromyalgia syndrome? J. Musculoske Pain 6 (1998) 111-116
https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1300/J094v06n04_10

Man könnte es vieles gesagte kurz wie folgt beschreiben:
Schilddrüse, Cortisol und ADHS: Hormonelle Fehldiagnosen

Jemand leidet unter Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und dem Gefühl, dass das Gehirn nicht richtig funktioniert. Vielleicht hat jemand ADHS vermutet. Vielleicht haben Sie sich sogar selbst schon gefragt, ob es ADHS ist.

Aber was, wenn die Ursache gar nicht ADHS ist? Oder wenn ADHS zwar eine Rolle spielt, aber etwas anderes die Symptome verschlimmert? Schilddrüsenfunktionsstörungen und ein gestörter Cortisolspiegel gehören zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen, die ADHS-Symptome imitieren, überschneiden oder verstärken können. Sie werden bei einer Standarduntersuchung oft übersehen. Das Verständnis dieser hormonellen Fehldiagnosen ist entscheidend für eine korrekte Diagnose und eine wirksame Behandlung.

Es geht hier nicht darum, ADHS zu ignorieren. Es geht darum, das Gesamtbild zu erfassen, bevor ein Behandlungsplan festgelegt wird.

Wenn Ihre Schilddrüse ADHS-ähnliche Symptome hervorruft

Die Schilddrüse, ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ im Hals, produziert Hormone, die Stoffwechsel, Energie und Gehirnfunktionen im gesamten Körper regulieren. Schilddrüsenhormone sind entscheidend für das Wachstum von Nervenzellen, die Myelinisierung (die Isolierung der Nervenfasern, die die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen beschleunigt) und die Regulierung von Neurotransmittersystemen wie Dopamin und Serotonin.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion können die Auswirkungen auf das Gehirn gravierend sein und ADHS stark ähneln.

Hypothyreose: Der Imitator von Aufmerksamkeitsstörungen

Hypothyreose, bei der die Schilddrüse zu wenige Hormone produziert, ist die häufigste Schilddrüsenerkrankung und ähnelt oft den Symptomen von ADHS. Zu den Symptomen gehören Konzentrationsschwierigkeiten, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisprobleme, Müdigkeit, verlangsamte Verarbeitungsgeschwindigkeit und Depressionen. Bei Menschen, die bereits Aufmerksamkeitsprobleme haben, kann eine Schilddrüsenunterfunktion die Symptome dramatisch verschlimmern. Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung und die häufigste Ursache für Hypothyreose, verdient besondere Beachtung. Hashimoto kann zu Schwankungen der Schilddrüsenfunktion führen, bevor diese schließlich abnimmt. Das bedeutet, dass Symptome unvorhersehbar auftreten und wieder verschwinden können, was die Diagnose zusätzlich erschwert.

Das Problem mit dem Standard-Screening

Hier wird es aus klinischer Sicht wichtig. Das Standard-Schilddrüsen-Screening umfasst typischerweise die Bestimmung des TSH-Wertes (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) und manchmal des freien T4-Wertes. Liegen diese Werte im „normalen“ Referenzbereich, wird die Schilddrüse oft als unauffällig eingestuft.

„Normal“ ist jedoch ein weit gefasster Bereich, und eine subklinische Hypothyreose, bei der der TSH-Wert zwar leicht erhöht, aber nicht außerhalb des Referenzbereichs liegt, kann dennoch relevante kognitive Symptome hervorrufen. Studien haben gezeigt, dass TSH-Werte selbst innerhalb des Normbereichs mit kognitiven Beeinträchtigungen und ADHS-ähnlichen Symptomen in Zusammenhang stehen können. Eine umfassendere Schilddrüsenuntersuchung könnte freies T3 (die aktivste Form des Schilddrüsenhormons), reverses T3, Schilddrüsenantikörper (zum Ausschluss von Hashimoto) und das Verständnis des optimalen Funktionsbereichs im Vergleich zum Beginn des Referenzbereichs umfassen. Das ist der Unterschied zwischen „Ihre Laborwerte sind normal“ und „Ihre Schilddrüse funktioniert optimal für Ihr Gehirn“.

Hyperthyreose: Das Symptom, das Hyperaktivität vortäuscht

Am anderen Ende des Spektrums kann eine Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) die hyperaktiv-impulsive Symptomatik von ADHS imitieren. Zu den Symptomen gehören Unruhe, Angstzustände, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit und rasende Gedanken. Bei Kindern wurde eine Hyperthyreose insbesondere mit einem erhöhten Risiko für psychische Erkrankungen, einschließlich Aufmerksamkeitsstörungen, in Verbindung gebracht. Obwohl eine Hyperthyreose seltener als eine Hypothyreose auftritt, ist sie eine weitere wichtige Erkrankung, die bei Verdacht auf ADHS ausgeschlossen werden muss.

Symptomüberschneidung: ADHS vs. Schilddrüsenfunktionsstörung

Symptom ADHS Schilddrüsenfunktionsstörung

Konzentrationsschwierigkeiten Kernsymptom Häufig bei Hypothyreose und Hyperthyreose

Gehirnnebel Häufig Sehr häufig bei Hypothyreose

Müdigkeit Häufig (oft durch Anstrengung) Kernsymptom der Hypothyreose

Ruhelosigkeit/Angstzustände Häufig (innere Unruhe) Kernsymptom der Hyperthyreose

Gedächtnisprobleme Probleme mit dem Arbeitsgedächtnis Häufig bei Hypothyreose

Stimmungsschwankungen Emotionale Dysregulation Depression (Hypothyreose) oder Angstzustände (Hyperthyreose)

Schlafstörungen Häufig Schlaflosigkeit (Hyperthyreose) oder übermäßiger Schlaf (Hypothyreose)

Cortisol, chronischer Stress und die HPA-Achse

Cortisol ist das wichtigste Stresshormon des Körpers. Es wird von den Nebennieren unter der Steuerung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) produziert. Bei gesunder Funktion folgt der Cortisolspiegel einem vorhersehbaren Tagesrhythmus: Er erreicht morgens seinen Höhepunkt, um das Aufwachen zu unterstützen, und sinkt im Laufe des Tages allmählich ab. Wenn die Stressreaktion chronisch aktiviert ist, sei es durch anhaltenden Lebensstress, Traumata, Entzündungen oder andere Faktoren, kann die HPA-Achse aus dem Gleichgewicht geraten. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Cortisolspiegel einfach „zu hoch“ oder „zu niedrig“ ist; das Muster der Cortisolproduktion kann auf komplexe Weise gestört werden, was die Gehirnfunktion beeinträchtigt.

Wie sich eine Cortisol-Dysregulation auf die Aufmerksamkeit auswirkt

Der Zusammenhang zwischen Cortisol und kognitiver Funktion folgt einem von Forschern beschriebenen „umgekehrten U“-Muster. Sowohl sehr niedrige als auch sehr hohe Cortisolwerte beeinträchtigen Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und exekutive Funktionen. Ein moderater, gut regulierter Cortisolspiegel unterstützt die kognitive Leistungsfähigkeit. Studien haben wiederholt gezeigt, dass Kinder und Erwachsene mit ADHS im Vergleich zu Kontrollgruppen tendenziell niedrigere basale Cortisolwerte am Morgen aufweisen. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2025 bestätigte dieses Muster und fand signifikant niedrigere Cortisolwerte am Morgen, nach dem Aufwachen und am Nachmittag bei Kindern mit ADHS. Die Forscher beschrieben dies als ein Muster einer „HPA-Achsen-Hypoaktivität“, die zu der für ADHS typischen Untererregung beitragen könnte.

Diese Erkenntnis hat wichtige Implikationen. Sie legt nahe, dass das Stressreaktionssystem und das Aufmerksamkeitssystem gemeinsame biologische Signalwege nutzen und dass eine Dysregulation des einen Systems eine Dysfunktion des anderen Systems hervorrufen oder verstärken kann.

Anmerkung zu „Nebennierenschwäche“

Sie sind vielleicht schon einmal auf den Begriff „Nebennierenschwäche“ im Zusammenhang mit Wellness gestoßen. Er beschreibt einen Zustand, in dem chronischer Stress die Nebennieren erschöpft und zu niedrigem Cortisolspiegel sowie Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Problemen im Alltag führt. Wichtig ist: „Nebennierenschwäche“ ist keine anerkannte medizinische Diagnose. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die Nebennieren in dem Sinne „erschöpft“ werden, wie es dieses Konzept suggeriert.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Dysregulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) nicht existiert. Die Forschung belegt vielmehr, dass chronischer Stress das Muster und die Reaktionsfähigkeit der Cortisolproduktion so verändern kann, dass sich dies auf die Gehirnfunktion, das Immunsystem, den Schlaf und die Stimmung auswirkt. Der Mechanismus ist komplexer als die Annahme „erschöpfter Nebennieren“, aber die beschriebenen Symptome sind real und sollten untersucht werden.

Der klinisch sinnvolle Ansatz besteht darin, Cortisolmuster zu messen (z. B. einen Vier-Punkte-Speichelcortisoltest), die Funktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) im Kontext des allgemeinen Gesundheitszustands zu beurteilen und die Ursachen chronischer Stressaktivierung zu behandeln, anstatt sie mit einem Begriff zu bezeichnen, der wissenschaftlich nicht fundiert ist.

Warum umfassende Hormondiagnostik notwendig ist

Die in diesem Artikel beschriebenen Erkrankungen haben eines gemeinsam: Sie rufen Symptome hervor, die sich stark mit denen von ADHS überschneiden, und können durch geeignete Tests diagnostiziert werden. Das Problem ist, dass Standarduntersuchungen diese Tests oft nicht umfassen.

Ein umfassendes Hormonprofil für Personen mit ADHS-ähnlichen Symptomen könnte Folgendes beinhalten: ein vollständiges Schilddrüsenprofil (TSH, freies T3, freies T4, reverses T3, Schilddrüsenantikörper), eine Cortisolbestimmung (Morgencortisol oder idealerweise ein Vier-Punkte-Speichelcortisolprofil), Sexualhormone (Estradiol, Progesteron, Testosteron, DHEA-S) sowie die Berücksichtigung weiterer Stoffwechselmarker je nach klinischem Bild.

Ziel ist es nicht, eine ADHS-Diagnostik durch eine Hormondiagnostik zu ersetzen. Ziel ist es, hormonelle Faktoren zu identifizieren und zu behandeln, entweder weil sie die Hauptursache der Symptome sind oder weil sie eine bestehende ADHS verschlimmern. In der klinischen Praxis ist es häufig der Fall, dass ADHS und ein oder mehrere hormonelle Faktoren gleichzeitig vorliegen. Wird nur ein Faktor behandelt, bleiben die anderen unbehandelt.

Was die Behandlung hormoneller Ungleichgewichte bewirken kann (und was nicht): Wenn eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder eine Dysregulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) erkannt und adäquat behandelt wird, erleben viele Patienten eine deutliche Verbesserung ihrer Konzentration, Energie, Stimmung und exekutiven Funktionen. Bei manchen sind diese Verbesserungen so ausgeprägt, dass sie die Kriterien für eine ADHS-Diagnose nicht mehr erfüllen.

Bei anderen wiederum macht die Behandlung des hormonellen Ungleichgewichts die zugrunde liegende ADHS deutlicher sichtbar, da die verwirrenden Symptome verschwinden und das eigentliche neurokognitive Entwicklungsmuster erkennbar wird. Dies ist ein wertvolles klinisches Ergebnis: Es ermöglicht eine präzisere ADHS-Diagnose und eine gezieltere Behandlung. Die Realität ist jedoch, dass hormonelle Faktoren selten das gesamte Krankheitsbild erklären und ADHS allein ebenfalls selten alles erklärt. Der effektivste Ansatz ist die Bewertung und Behandlung aller relevanten Faktoren, um einen Therapieplan zu erstellen, der die tatsächliche Komplexität der individuellen Situation berücksichtigt.

Wichtigste Erkenntnisse:

• Schilddrüsenunterfunktion und -überfunktion können ADHS-Symptome stark imitieren, und eine standardmäßige TSH-Bestimmung allein kann eine subklinische Schilddrüsenfunktionsstörung übersehen.

• Eine Dysregulation des Cortisolspiegels durch eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) kann Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen beeinträchtigen, und zwar über Mechanismen, die sich mit ADHS überschneiden.

• „Nebennierenschwäche“ ist keine anerkannte Diagnose, aber eine Dysregulation der HPA-Achse ist real, messbar und klinisch relevant.

• Umfassende Hormonuntersuchungen sind eine wichtige Ergänzung zur ADHS-Diagnostik, kein Ersatz dafür.

• Die Behandlung von Hormonstörungen kann in manchen Fällen ADHS-ähnliche Symptome lindern und in anderen Fällen das tatsächliche ADHS-Bild klären.

• Die effektivsten Untersuchungen berücksichtigen ADHS, Schilddrüsenfunktion, Cortisolmuster, Sexualhormone und den gesamten Stoffwechsel.

Häufig gestellte Fragen

Können Schilddrüsenprobleme mit ADHS verwechselt werden?

Ja. Sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion als auch eine Schilddrüsenüberfunktion können Symptome hervorrufen, die ADHS stark ähneln, darunter Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit, Müdigkeit, Unruhe und Stimmungsschwankungen. Dies ist einer der Gründe, warum eine umfassende Schilddrüsenuntersuchung bei der Abklärung von Aufmerksamkeits- und kognitiven Problemen wichtig ist.

Welche Schilddrüsenuntersuchungen sollte ich anfordern?

Ein umfassendes Schilddrüsenprofil umfasst TSH, freies T3, freies T4, reverses T3 und Schilddrüsenantikörper (Anti-TPO und Anti-Thyroglobulin). Dies liefert ein deutlich vollständigeres Bild als TSH allein, das subklinische Funktionsstörungen und Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse übersehen kann.

Gibt es eine Nebennierenschwäche?

„Nebennierenschwäche“, wie sie in der populären Wellness-Szene beschrieben wird, ist keine anerkannte medizinische Diagnose. Die Dysregulation der HPA-Achse ist in der wissenschaftlichen Literatur gut dokumentiert. Chronischer Stress kann die Cortisolproduktion so verändern, dass sich dies auf Gehirnfunktion, Energie, Schlaf und Stimmung auswirkt. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sie die korrekte Diagnose und Behandlung der Erkrankung beeinflusst.

Kann man ADHS und eine Schilddrüsenerkrankung gleichzeitig haben?

Ja, und das kommt sogar recht häufig vor. Studien deuten darauf hin, dass Schilddrüsenfunktionsstörungen bei Menschen mit ADHS häufiger auftreten als in der Allgemeinbevölkerung. Bei Vorliegen beider Erkrankungen müssen beide behandelt werden, um die Symptome optimal zu lindern. Die alleinige Behandlung der Schilddrüse heilt ADHS nicht, und die alleinige Behandlung von ADHS behebt keine Schilddrüsenfunktionsstörung.

Wie verschlimmert chronischer Stress ADHS?

Chronischer Stress führt zu einer Dysregulation der HPA-Achse, was die Cortisolproduktion verändern und die Dopaminfunktion, die Aufmerksamkeit und die exekutiven Funktionen beeinträchtigen kann. Studien zeigen, dass Menschen mit ADHS bereits tendenziell niedrigere basale Cortisolwerte aufweisen, was auf eine Hypoaktivität der HPA-Achse hindeutet. Zusätzliche Stressdysregulation kann bestehende Aufmerksamkeitsstörungen verstärken.

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  4. Chang JPC, et al. Cortisol, DHEA, and DHEA-S levels in ADHD: a systematic review and meta-analysis. Psychoneuroendocrinology. 2021. Meta-analysis of 19 studies. Cortisol and inflammatory biomarker levels in youths with attention deficit hyperactivity disorder (ADHD): evidence from a systematic review with meta-analysis - PubMed
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  9. Constant E, et al. Cerebral blood flow and glucose metabolism in hypothyroidism: a positron emission tomography study. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. 2001;86(8):3864-3870. Cerebral blood flow and glucose metabolism in hypothyroidism: a positron emission tomography study - PubMed
  10. Zader SJ, Williams E, Buryk MA. Mental health conditions and hyperthyroidism. Pediatrics. 2019;144(5):e20182874. Ihr Browser wird geprüft – reCAPTCHA

Beste Grüße Stefan

Ich freue mich grad, weil meine Schilddrüse wegen Hashimoto auf ein Kombipräparat (Novothytral) eingestellt ist und ich seitdem ich Medikinet nehme, keine Restless Legs mehr habe. Und ADHS hatte ich mit und ohne Schilddrüsenhormone.

ABER: Ich bin eine einzige Person (denke ich jedenfalls) und würde niemals behaupten, dass man auf der Grundlage meiner Erfahrung irgendwas ableiten könnte.

2 „Gefällt mir“

Grundsätzlich nimmt deine „Antwort“ wenig Bezug auf mein Geschriebenes. Hatte ich auch nicht erwartet, war auch nicht meine Intention. Ich habe mir die Freiheit genommen, einfach mal mein persönliches Erleben in die Waagschale zu werfen.

Für Monologe sind aber Blogs empfehlenswerter, außerdem drehst du dich argumentativ (wenn man von Argumenten sprechen will) im Kreis.

Es ist auch nur bedingt sinnvoll als wissenschaftlicher Laie Studien zu lesen und als 100% verstanden anzunehmen. Die Gefahr des Cherry-Picking ist einfach zu groß, von stochastischen Feinheiten reden wir noch gar nicht. Zu jeder Studie gibt es außerdem mindestens eine, die das Gegenteil behauptet. Die sollte man, im Sinne der wissenschaftlichen Arbeit, die hier suggeriert wird, nicht unbeachtet lassen.

Wenn du das getan hast und zu einem Ergebnis gekommen bist, würde ich es gern in einer Arbeit darüber lesen.

Wenn man sich auf die Differenialdiagnostischen Methoden aus der offiziellen Leitlinien auf Basis eines Expertenkonsensus für "ADHS in Erwachsenenalter - von Ebert, Krause, Roth-Seckenheim anschaut, von 2003, Erschienen im Nervenarzt 2003; 74: 939-946. https://www.adhspedia.de/Downloads/studien/ADHS_im_Erwachsenenalter_-_Leitlinien_auf_der_Basis_eines_Expertenkonsensus_mit_Unterstuetzung_der_DGPPN.PDF

Dort steht unter
3. Ausschluss organischer psychischer Störungen.
Die Symptome einer ADHS im Erwachsenenalter können internistische/neurologische Grunderkrankungen und psychotrope Substanzen verursacht werden. Der differenzialdiagnostische Ausschluss solcher Störungen ist deshalb notwendig.

A) Krankheitsanamnese hinsichtlich organischer Erkrankungen
Erfragt werden müssen:
-Internistische und neurologische Grunderkrankungen (v.a. Schilddrüsenerkrankungen,…(…)

B) Körperliche Untersuchung
und somatische Zusatzdiagnostik
Ein internistischer und neurologischer Befund müssen erhoben werden.
Es wird als Zusatzdiagnostik eine Schilddrüsenuntersuchung und die
Durchführung eines EEG´s empfohlen. Bei Hinweisen auf eine organische Er-
krankung sind weiterführende Zusatzun-tersuchungen (z. B. ein Schädel-NMR)
durchzuführen.

Anmerkung: Wobei es natürlich unterschiedliche Definitionen gibt was eben eine Schilddrüsenerkrankung ist. Es gibt beispielsweise einen sehr viel weiter gefassten „Präventiven“, funktionellen, salugenese=Wohlbefinden=Wellness Medicine = optimierenden, Ansatz der je nach Kultur bzw. West-Küste der USA versus Deutschland wo es einen sehr engen kurativen Ansatz, sehr unterschiedlich ausfällt v.a. Califonien, Florida, Nevada, usw. Also „optimale“ Werte versus „pathologische“ Werte.

Die einen gegen kulturell bedingt erst zum Arzt wenn der Zahn schlimmes Aua macht und nennen das „wissenschaftlich“ korrektes Verhalten und die anderen sorgen durch Prävention im Vorfeld dafür, dass es erst zu keinen „Aua“ kommt.

Ich persönlich bin jetzt kein Fan von dem Novothyral, da mir das DTE/NDT= Natural Desiccated Thyroid, also der Schweineschilddrüsenextrakt besser gefällt, da er einen 24h time-release Effekt hat und nicht so rasch anflutetet und nicht so starke adrenerg Effekte hat.

Übrigens habe ich nochmal in dem „ADHS im Erwachsenenalter“ Symptome - Differenzialdiagnistik - Therapie, Johanna Krause, Klaus-Henning Krause 4.Auflage geschaut, wo unter 4. Messung von Katecholaminen und ihre Metaboliten bei ADHS, S.27 Unten steht: In einer umfassenden Metaanalyse bisher erhobener Befunde und Biomarkern bei Kindern mit ADHS wurden Auffälligkeiten gefunden: ….Cortisol, Ferritin, …, DHEA… (Scassellati et al. 2012) Biomarkers and attention-deficit/hyperactivity disorder: a systematic review and meta-analyses - PubMed ; die Autoren resümieren, dass demnach das Monoamin-System sowie die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden(HPA)-Achse betroffen erscheinen,… weiters ist ein Faktum dass gesunde E2/Östrogenespiegel sich positiv auf die Gehirnfunktion auswirken z.B. The Role of Estrogen in Brain and Cognitive Aging Jason K Russell 1,2, Carrie K Jones 1,2, Paul A Newhouse 3,4,Neurotherapeutics . 2019 Jul 30;16(3):649–665. doi:10.1007/s13311-019-00766-9. The Role of Estrogen in Brain and Cognitive Aging - PMC

Dann weiter: S336-338: Anhang 1 bei Krause, Krause, H Komorbide Störungen und Differenzialdiagnose:

Werden ausdrücklich "Fibromylangie und Chronic Fatigue Syndrome genannt! 2 Erkrankungen die in Zusammenhang mit Hormonmängeln/nicht optimalen Hormonwerten von Cortisol, Thyroid=Schildrüsenhormonen, Laut American Fibromyalgia Syndrome Association (AFSA) ist unter anderem verursacht durch niedrige Nebennierenrinden-Hormone wie Cortisol und Epinephrine, Melatonin und eine Beteiligung des Immunsystems. Front Endocrinol (Lausanne)

Front Endocrinol (Lausanne). 2018 Mar 20;9:97. doi: 10.3389/fendo.2018.00097

Higher Prevalence of "Low T3 Syndrome” in Patients With Chronic Fatigue Syndrome: A Case–Control Study

Begoña Ruiz-Núñez 1,2,*, Rabab Tarasse 1, Emar F Vogelaar 3, D A Janneke Dijck-Brouwer 1, Frits A J Muskiet 1

Higher Prevalence of “Low T3 Syndrome” in Patients With Chronic Fatigue Syndrome: A Case–Control Study - PMC

In dieser Studie wurde herausgefunden, das CFS Patienten niedrigere freie T3 Werte haben als nicht die Kontrollgruppe der „gesunden“ Patienten .

Beste Grüße
Stefan

P.S.Ich habe mich selbst persönlich mit Dr.med. J.Krause sehr lange unterhalten, Sie hat mir das alles persönlich berichtet und in ihren Büchern gezeigt, Ich wurde dort diagnostiziert und im Rahmen dessen bin ich zu den Hintergrundinfos gekommen, zu denen es viele Studien aus den USA gibt. Sorry aber die USA sind halt wissenschaftlich führend, dafür kann ich jetzt nichts. Ihr Mann übrigens em. Univ.-Professor Dr.med. der LMU München und Leiter einer Klinik der LMU hat mir das auch bestätigt, das es Zusammenhänge zu Hormonen gibt aber dass es auf die korrekte Anwendung derer ankommt. Dres. Krause schreiben in einer Studie/Aufsatz selbst, dass sie selbst Fibromylangie/… bei sich mit Hormonen behandelt haben. By the way. Das war allerdings schon etwas her… Das war damals noch die Zeit der Elterninitiative und des Bundesverbandes für ADHS…, da war ich eine Zeitlang mit dabei…also ich kenne mich schon etwas aus… Zudem habe ich zahlreiche CMEs der AMMG, ACAM, etc. zum Thema Hormone Optimization und BHRT von führenden Wissenschaftlern aus den USA gehört.

@das bernd_Mein Punkt ist, das DTE/NDT also „natural desiccated thyroid“ = „Schweineschilddrüsenextrakt“ ist bei vielen Schilddrüsenpatienten das Mittel der Wahl, da es bei ca. 90% der Patienten am physiologischten wirkt das weiß ich aus eigener Erfahrung. Zudem wirken Schilddrüsenhormone oft erst verträglich, wenn die Hormonelle Basis stimmt, vor allem das Cortisol sollte dabei nicht zu niedrig sein, da es ansonsten zu adrenergen Effekten kommen kann. Das wollte ich einfach mal teilen und das es bei Hashimoto oft eine Hormonelle-/und Immun- Beteiligung gibt. Wobei beides idR. zusammenhängt. Ich habe beides mit bei mir ausprobiert und das ist auch ein Faktum, das optimierte Hormone das Immunsystem und die Autoimmunsystem deutlich verbessern/ zw. zur Linderung führen, was viele auch wissen. Das wollte ich nur mal teilen. Bei mir wirkt Novothyral nicht, deshalb bin ich auf NDT/DTE also dem Schweineschilddrüsenextrak gewechselt, den ich viel besser vertrage. Das wollte ich einfach teilen. Darauf geklommen bin ich u.a. auch durch Link Dr. Marquardt:: https://www.sport-checkup.de/hashimoto/

Zudem Argument, dass Studien dass es immer Gegenargumente gibt und man die beachten müsste, dann wäre das ganze ja Nullsummenspiel, dann würde sich alles gegenseitig aufheben. Das ist Nonsens. Es ist ein Faktum, dass Hormone wichtige und wirksame Substanzen sind und deren Optimierung deutlich positive Effekte auf Körper und Geist haben. So sind Hormone biochemische Botenstoffe, die von spezialisierten Drüsen oder Zellen produziert werden und als körpereigene Signalmoleküle lebenswichtige Vorgänge steuern. Sie transportieren Informationen über die Blutbahn zu Zielorganen, um Prozesse wie Wachstum, Stoffwechsel, Fortpflanzung und Stimmung zu regulieren. [1, 2, 3, 4, 5, 6] Laut: Gesundheitsinformation.de ist eine Website des IQWiG. Es gehört zum gesetzlichen Auftrag des IQWiG, allgemeinverständliche Gesundheitsinformationen für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen. Wir befolgen die Standards für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen.

Nur sind eben Informationen zu Hormonoptimierungen kulturell bedingt in Deutschland recht wenig verbreitet.

Beste Grüße Stefan

Was mich interessieren würde ist, ob dann die ADHS Symptome, die bei mir bis ins Kleinstkindsalter zurückzuführen sind, und die sich kontinuierlich bis heute durch mein Leben ziehen dann von Anfang an hormoneller Ursache sind.

Hätte eine Hormonbehandlung in frühster Kindheit mir dann geholfen?

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@nelumba_nucifera: Am besten wenn schon die Mutter dafür sorgt dass die Hormonelle Situation v.a. der Schilddrüsenhormone optimal ist. Denn wenn der Fötus in den ersten 10-12 Wochen optimale Schilddrüsenhormonwerte zur Verfügung hat entwickelt sich sein Gehirn am besten. Danach produziert der Fötus selbst. Plus natürlich die relevanten Nährstoffe, Spurenelemente etc. wie Jod, Selen, Eisen, etc… für die Eigenproduktion. Schilddrüsenhormone sind in der Tat essentiell für die Gehirnentwicklung, insbesondere während der embryonalen und frühen postnatalen Phase. Sie steuern entscheidende Prozesse wie die Bildung von Nervenzellen (Neurogenese), deren Migration und die Ausbildung von Synapsen Artikel: CBBM | Center of Brain, Behavior and Metabolism

Am J Epidemiol. 2021 Nov 13;191(3):430–440. doi: 10.1093/aje/kwab272

dort sieht man dass T4 only Behandlungen nicht ausreichend waren bei Schwangeren mit Hypothese! Was auf eine Konvertierungsstörung von T4 zu T3 hindeutet. Deshalb wären T3/T4 Gaben besser wirksam gewesen.

Wenn ein Kind nicht optimale Schilddrüsenwerte hat also eine funktionelle subklinische Hypothreose wird eine Behandlung sicherlich auch die ADHS Symptomatik verbessern. Das kann sicherlich sinnvoll sein v.a. um eine optimale Entwicklung zu fördern…

Auch die NNR-Gesundheit abzuchecken würde auch sicherlich Sinn machen…

Ob das alleine hilft das würde ich bezweifeln und kommt auf die Umstände an, Dr.med. J.Krause hat ja immer gesagt und geschrieben im "Elternverband für " dass unter Umständen Kinder mit ADHS auch ohne Stimulanzien gehandelt werden können (sie hat wohl von ihren eigenen gesprochen), „sofern halt genug Geld da ist“ habe ich dann immer „frech“ hinzugefügt, was sie immer bestätigt hat.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Hormone immer individuell sind aber auch Kinder können von ernsthaften bis funktionellen Störungen betroffen sein und da Hormone biochemische Botenstoffe sind, die von spezialisierten Drüsen oder Zellen produziert werden und als körpereigene Signalmoleküle lebenswichtige Vorgänge steuern. Sie transportieren Informationen über die Blutbahn zu Zielorganen, um Prozesse wie Wachstum, Stoffwechsel, Stimmung etc. zu regulieren. Da müsste natürlich ein Spezialist auf dem Gebiet jeweils abwägen, was bei Kindern behandelt werden kann und was nicht. Bei Schilddrüsenhormonen aufgrund deren Wichtigkeit für die Gesamte Entwicklung wäre es eigentlich fahrlässig die bei Kindern nicht zu kontrollieren und ggf. zu optimieren. Grundsätzlich ist es in gesundheitsorientierten Kreise längst usus auch und gerade die Kindergesundheit zu beachten und ja, da könnte man sicherlich vieles verhindern und noch vieles optimieren. Da machen bestimmte darauf spezialisierte und erfahrene Ärzte schon seit langen.

Beste Grüße

Beste Grüße Stefan

Ich kann ja nachvollziehen, dass das Editieren von bereits bestehenden Beiträgen zeitlich begrenzt ist.

Aber wenn du nachträglich noch etwas anfügen möchtest, dann poste es bitte als Antwort auf deinen vorherigen Beitrag - aber nicht nochmal den kompletten Text + Zusatztext.

Oder finalisiere den Text zunächst in Word oder anderen Textprogrammen und poste dann erst die finale Version.

Habe oben wiedermal eine der Textwände gelöscht, weil alles doppelt.

Ich habe keine Lust mehr, zwischen zwei Textwänden die Unterschiede herauszulesen, um entscheiden zu können, welche der beiden ich löschen muss.

Zukünftig lösche ich ohne genauere Prüfung beide Text-Walls, wenn sie beim Überfliegen offensichtlich doppelten Content beinhalten


Allgemein wäre es ratsam, eine solche Masse an Text ordentlicher zu formatieren und Absätze einzufügen.

Zumindest, wenn du möchtest, dass andere deine Beiträge auch wirklich lesen.

Formatieren kann man den Text über die Auswahl direkt im Composer. Wie es dann später im Forum final angezeigt wird, sieht man da ja auch gleich.

Ich empfehle dafür die Option „Details ausblenden“.

Das wird dann so dargestellt

Dieser Text wird ausgeblendet

So kann man Abschnitte angenehm formatieren.
Das sieht nicht nur sauberer aus, man muss auch weniger scrollen und wird weniger erschlagen.

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Dann müsste das seit 2005 ja schon besser im Blick sein.

die Schilddrüse war bei mir in der Jugend schon mit im Fokus.

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Ja, stimmt schon gut dass es das gibt, aber immer wenn es um Geld geht, und Gesundheit ist eines der teuersten Güter, dann traue ich dem homo sapiens und dem Staat den sie errichtet haben nicht. Es wird geschaut, dass es nicht zu viele Schwerst-Kranke gibt, aber alles zwischen sagen wir es mal mit Hilfe der Schulnoten was gesundheitlich zwischen 1-4 ist okay. Sprich die Hormon Referenzwertebereiche werden viel zu weit angegeben. Und jeder weiß, der einen Studien- oder Ausbildungsplatz sucht, es kommt sehr wohl auf die Noten an.

Bei vielen essentiellen Hormonen wie fT3 kann ein Unterschied von sagen wir mal 10% ausmachen, ob jemand aus einem Stuhl aufstehen kann und 3-4 Schritte zum Bad gehen kann oder ob man pflegebedürftig ist, wenn man ganz weit unten am Ende des Referenzbereichs ist und der Referenzbereich ist je nach Hormon ca. 300-500% breit.

Das bedeutet also, dass ein Fötus, der im Mutterleib sagen wir mal mit einem Freien T3 Wert von 4.2pg/ml sich geistig wesentlich besser entwickeln konnte als einer der nur 2.0pg/ml Freies T3 zur Verfügung hatte.

****Erschwerend hinzu kommt dass sich die Effekte bei nicht optimalen Hormonwerten gegenseitig aufsummieren und verstärken und dass man dann schnell sehr deutliche negative Effekte trotz toller: Im normalen Wertebereich liegend erfährt. Also minus 40% hier, minus 70% dort, plus minus 50% davon usw. kann einen völlig erschöpften Menschen ergeben, obwohl er noch „voll uhrgute Werte, die total gut Aussehen“ hat laut Arzt.Das sage ich aus eigener Erfahrung und es wäre mir sehr viel lieber, wenn ich das nicht sagen müsste…

Wenn man sich die Ursprünge unseres Gesundheitssystem anschaut, da hatte ja viele Bewohner der Bergregionen in Deutschland v.a. die Bayern oder der Schweiz um 1900 herum aufgrund von Schilddrüsenerkrankungen geistige Probleme. In Ortschaften, etwa Rheinau ZH, Rumendingen BE oder Chésalles FR, war jeder dritte Einwohnerin und jeder dritte Einwohner taub, in Kaiseraugst AG waren ebenso viele geistig schwerbehindert. Quelle: https://www.ebm-netzwerk.de/de/medien/pdf/mag_2022_37_p010-mag0917_gte_jod.pdf

Ich will es mal so sagen, heutzutage sind zum Glück nicht mehr so viele Menschen schwer eingeschränkt sind, aber die Situation könnte meiner Meinung nach trotzdem wesentlich besser sein. Gerade als ADHS-Betroffener meine ich doch, dass leider viel zu wenig getan wird für unsere Gesundheit. Meine ADHS-Arzt sagte immer, schuld wäre der extrem ausgeprägte Schichterhalt der deutschen Gesellschaft. Also es hängt sehr stark ab welche Qualität an Behandlung man bekommt, je nachdem zu welcher sozialen Einkommensschicht man kommt. Das siehr man doch jeden Tag, wenn man mit offen Augen durch die Welt geht.

Oder anders gesagt, wenn man mit offenen Augen in den Supermarkt zum „Lebensmittel“ einkaufen geht, oder wieder wochen- oder Monatelang auf einen Facharzt-Termin wartet, den man auch noch aus eigener Tasche zahlen muss oder auch nicht, die „Heizungs- und Energiekosten-Abrechnung“ bekommt oder zur „Kfz-Werksatt“ (viele brauchen leider ein Kfz, weil sie am Land wohnen oder auch beruflich) dann hatte ich noch nie den Eindruck, dass der Staat, die GKV/PKV oder sonst wer es gut mit einem meinen würde. Ich persönlich weiß nicht, woher da so ein großes Vertrauen in so ein System kommt. Ich persönlich kann von nichts positiven berichten.

Beste Grüße Stefan

Verkürzt: In Deutschland wird durch dieses Minimal-Programm sichergestellt, dass die Mehrheit der Bürger zumindest nicht geistig schwer eingeschränkt ist. Vermutlich kam das Programm als Reaktion auf die in den Vorjahren massiv gestiegenen Kosten der Versorgung der Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung“ / „Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung“ .

Also ich persönlich kann hier nur für mich alleine sprechen wenn ich heutzutage der Meinung bin, „dass ich überhaupt nichts mehr, und zwar nicht mehr mal auch nur im geringsten“, noch IRGEND ETWAS glaube!", nur weil etwas aus den USA kommt.

Und das eigentlich generell, oder heisst „neben allem anderen, was alles sonst „ausserdem“ noch aus den USA kommt“, und ich den USA keinen Glauben mehr schenke.

„Aber besonders auch dann NICHT wenn es um Gesundheits Tipps aus dem „Möchtegern“ Land of the Free geht“.

Und ich heutzutage nur noch darüber weinen kann, wenn ich sehe wie kaputt dieses Land heutzutage ist, und ich denke, dass wenn es noch lange so weiter geht wie bisher, es leider nicht mehr lange gehen wird, bis dass, was die USA einmal „war“, entgültig und unwiderruflich untergehen wird.

Denn diesen Weg den die USA jetzt beschreitet ist selbstzerstörerisch, und jeder Mensch der dies heutzutage abstreitet, dessen Sichtweise ist anscheinend irgendwie „total vernebelt“.

Denn so wie es momentan in den USA aussieht ist die USA weder grossartiger, noch für jeden US-Amerikanerer:in reicher, noch ist bis Heute auch nur vor allem NICHT irgendwie „goldener“, und sei es auch nur in einem „schwacher Hauch“, von dem zuvor Vorhergesagten „goldenen Zeitalter“.

Sondern sich inzwischen sogar schlichtweg und einfach als nicht existent für ehemals „überzeugte Wähler:innen“ erweist.

Aber ja, Fanatismus für eine Person, ist halt weder rational, noch geschweige denn jemals intelligent.

Und die Folgen von einem „Rausch“ sind immer ernüchternd, wenn man danach wieder zu Sinnen kommt.

Aber wie auch immer, und selbst wenn jemand an die Macht von Sauerkraut „glaubt“, kann diese Person an der Todesursache Nr. 2 erkranken, heisst an irgend einer Form von Krebs, oder andernfalls an der Todesursache Nr. 1, heisst plötzlich, oder voraussehbar, an den Folgen von einer Herz und Kreislauf Erkrankung zu sterben.

Aber letztendlich, die USA hat in den letzten Jahren so dermassen an Glaubwürdigkeit und Ehre verloren, dass es schwer für die USA werden wird, um ihr gutes Ansehen in der Welt überhaupt jemals wieder so herstellen zu können, wie es mal war.

Abgesehen davon, dass ich die Aussage an sich absolut unsinnig halte, weil man nicht nur gegen solche Extreme bei der Schilddrüsentherapie bei uns vorgeht - aber naja…
Ich denke viele Menschen in den USA wären über eine medizinische Versorgung wie in Europa sehr froh.
Auch wenn unser Gesundheitssystem aktuell nicht so zum besten steht, ist es noch immer viel besser als in vielen Teilen der Welt - inklusive USA.
Klar mit dicker Geldbörse bekommst du überall auf der Welt eine hervorragende Versorgung. Das schaffst du auch bei uns.

Dein Grundfehler in deinen ganzen Elaboraten (die ich ehrlich - wie wohl die meisten - nur überscrolle) ist aber in meinen Augen ganz simpel, dass du überschneidende Symptome (Stichwort Differentialdiagnostik) und ADHS einfach wild vermischt und in einen Topf wirfst… und daraus dann einen Therapieansatz herleitest.

„Wer aufhört besser werden zu wollen, der hört auf gut zu sein“ Marie von Ebner-Eschenbach.

Der Unterschied zwischen Deutschland und z.B. Kalifornien, Florida, Nevada etc. ist dass in CA, FL, NV ca. 80-90%, der Bevölkerung ein eigenverantwortlicheres Leben leben wollen, viel mehr arbeiten, viel mehr Geld verdienen „double income no kids“ ist dort normal, in Deutschland lebt man nach dem modernisierten Ernährer-Modell und verdient viel weniger Geld, die CA sorgen selbst vor, investieren in die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit/Erhalt der Arbeitsfähigkeit. In Deutschland wollen hingegen 80-90% abhängig vom Staat bleiben, dieser ist aber insolvent und hoch verschuldet und privatisiert um nicht unterzugehen. Also die Rente und alles andere ist nicht sicher, dass sollte jetzt jeder begriffen haben. Der Staat will und kann das aber nicht mehr leisten. Und ein massives Problem, dass die 10-20% den engagierten Menschen nichts Wirksames bekommen um ihre Leistungsfähigkeit erhalten wollen. Dann gibt es halt einen weiteren Braindrain/Abwanderung in liberaleren Ländern, wo Eigenverantwortung weniger ein Problem sind weg aus Deutschalnd. Weiteres Problem ist die Zuwanderung was leider zur Radikalisierung der nicht so toleranten Bevölkerungsschichten führt. In den USA verdient man auch mit normalen Berufen wie bspw. Krankenschwester viel mehr als in Deutschland, in LA verdient man als registered Nurse im Schnitt $120.000,-USD bis über $350.000 USD p.a. mit entsprechenden Weiterbildungen oder und wenn man selbstständig arbeitet und zwar arbeiten idR. beide Partner Vollzeit und auch in AT, CH und zunehmend in D müssen die Krankenschwester=bodenständiger wichtiger Beruf heutzutage dafür studieren wie in den USA. In AT und CH ist es ein Studium dafür vorgesehen in D ist in der Umsetzung und das können sich auch immer weniger Menschen leisten.
Dass dann im Umkehrschluss einige Menschen weniger verdienen, die sich die College Gebühren nicht leisten können ist aber auch klar, ist natürlich nicht schön, für die gibt es aber auch den kürzeren und günstigeren Community College Weg und den Berufsbegleitenden Weg. Also auch in den USA gibt es viele Möglichkeiten. Dort gibt es auch ein Community healthy care system und ein affordable healthcare act also wieder ein System für alle. Das Gesundheitssystem in den USA ist sehr teuer und trägt sich nicht mehr selbst, das stimmt schon aber Deutschland hat gleich hinter den USA das 2t oder 3t teuerste Gesundheitssystem, dass auch insolvent ist, das schenkt sich beides nichts. Aber schauen wir mal nach Deutschland dort gibt es auch immer mehr verstärkte Armut, Zuwanderung in die Sozialsystem und leider eine sehr deutliche Gesellschaftliche Spaltung und ein insolventes Gesundheits- und Sozialsystem, dass so oder so privatisiert wird, wenn es uns nicht wie den GIPS-Staaten= Staatsinsolvenz gehen will. Europas Sozialsysteme/Gesundheitssysteme sind mittlerweile komplett verschuldet und müssen privatisiert werden.

Der Unterschied zwischen Deutschland und z.B. Kalifornien, Florida, Nevada etc. dass in. CA, FL ca. 80-90%, der Bevölkerung ein eigenverantwortlicheres Leben leben wollen, viel mehr arbeiten, viel mehr Geld verdienen „double income no kids“ ist dort normal, selbst vorsorgen, in die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit/Erhalt der Arbeitsfähigkeit investieren. In Deutschland wollen hingegen 80-90% abhängig vom Staat bleiben, dieser ist aber insolvent und hoch verschuldet und privatisiert um nicht unterzugehen. Also die Rente und alles andere ist nicht sicher, dass sollte jetzt jeder begriffen haben. Der Staat will und kann das aber nicht mehr leisten. Und ein massives Problem, dass die 10-20% den engagierten Menschen nichts Wirksames bekommen um ihre Leistungsfähigkeit erhalten wollen. Dann gibt es halt einen weiteren Braindrain in liberaleren Ländern, wo Eigenverantwortung weniger ein Problem sind. Weiteres Problem ist die Zuwanderung was leider zur Radikalisierung der nicht so schlauen Bevölkerungsschichten führt. In den USA verdient man auch mit normalen Berufen wie bspw. Krankenschwester viel mehr als in Deutschland, in LA verdient man als registered Nurse im Schnitt $120.000,-USD bis über $350.000 USD mit entsprechenden Weiterbildungen und wenn man selbstständig arbeitet und zwar arbeiten idR. beide Partner Vollzeit und auch in AT, CH und zunehmend in D müssen die Krankenschwester=bodenständiger wichtiger Beruf heutzutage dafür studieren wie in den USA. In AT und CH ist es ein Studium dafür vorgesehen in D ist in der Umsetzung.
Dass dann im Umkehrschluss einige Menschen weniger verdienen, die sich die College Gebühren nicht leisten können ist aber auch klar für die gibt es aber auch den kürzen und günstigeren Community College Weg und den Berufsbegleitenden Weg. Also auch in den USA gibt es viele Möglichkeiten. Dort gibt es auch ein Community healthy care und ein affordable healthcare act. Aber schauen wir mal nach Deutschland dort gibt es auch immer mehr verstärkte Armut, und ein insolventes Gesundheits- und Sozialsystem, dass so oder so privatisiert wird, wenn es uns nicht wie den GIPS Staaten gehen will. Europas Sozialsysteme/Gesundheitssysteme sind mittlerweile komplett verschuldet und müssen privatisiert werden.

Hormon Optimierungsbehandlungen können unter bestimmten Umständen oft als alleinige Behandlungsmethode wirksam sein und ausreichend sein und durchaus funktionieren. V.a. auch in den USA wo noch weitere Optionen wie Oxytocin und Peptide Semax, Sedlak etc. legal mit Arzt zur Verfügung stehen…In Deutschland sind aber wirksame Dosierungen und Kombinationen und individuelle Behandlungsversuche oft nur bei wenigen Ärzten und in Rahmen von Forschungszwecken in Begleitung von Wissenschaftlern möglich. Das ändert sich aber zunehmens, denn es gibt ein paar deutsche Ärzte, die sich in den USA weiterbilden und diese Methoden jetzt verstärkt nach Deutschland bringen, diese sind aber aktuell noch massiv überbelegt und haben idR. Monatelange/Jahrelange Wartelisten und Aufnahmestopps auf die Wartelisten. Die Nachfrage ist definitiv da in Deutschland, es fehlt halt noch das Angebot.

Zum Deutschen Weg: Es gibt jetzt verstärkte Forschung zu Millionen Kosten an Universitäts-Kliniken um das Thema CFS, das häufig zusammen mit ADHD auftritt, Problem dabei es gibt aktuell wirksame Behandlungsmöglichkeiten, die aber aus restriktiven, reaktionären Gründen nicht in Deutschland angeboten werden, selbst wenn Patienten viel eigenes Geld in die Hand nehmen, hat man in Deutschland das Problem, dass man trotzdem nichts Wirksames bekommt. Da bleibt für viele nur der Weg ins Ausland, da dieser oft paradoxerweise billiger und einfacher ist, da vieles in Deutschland nicht angeboten wird um überhaupt noch arbeitsfähig zu bleiben. Mein persönlicher Ansatz ist, einfach weiter arbeiten zu wollen, und eine Behandlung dafür aus eigener Tasche bezahlen.

P.S. Zur Aussage Amerikaner wären über das deutsche Gesundheitssystem sehr froh, dazu habe ich einen meiner Arbeitskollegen, der aus Florida kommt befragt, der nutzt immer noch seine medizinische Versorgung aus den USA wo er ab und an auch hinfliegt. Der war es ja auch, der mich auch auf die Behandlung in den USA gebracht hat. Der fliegt halt alle paar Monate nach Florida zu seiner Familie und schaut dort bei seinem Arzt vorbei und wir aus den USA/bzw. der int.Apo mit Medis versorgt. Und nein der ist nicht froh mit dem deutschen System sondern er nutzt weiterhin das US-System und einige deutsche Kollegen machen das jetzt auch so wegen den besseren US Hormonbehandlungen. Soviel dazu.

Best Grüße Stefan

Zu den Differenzial-Diagnostik-Thema: Ja, das ist relevant und nein das wird nicht sorgfältig in Deutschland diagnostiziert, da viele Ärzte das Thema Hormone überhaupt nicht verstehen. Dafür können die Ärzte aber nichts, das liegt an einem kurativen / Pathologischen Ansatz der finanziell sehr eingeschränkten Deutschen Kassen Medizin, die an allen Ecken und Enden sparen muss, dass heißt die Menschen gehen erst zum Arzt wenn es richtige Probleme gibt. In den USA gibt es im Privaten Selbstzahler Bereich auch teilweise mehr Freiheit in der Medizin und deshalb einen Präventiven / Salutugenese Ansatz, dass heißt Krankheiten werden verhindert. Daher kommt auch der Ausdruck Optimierung mit dem Deutsche Ärzte nichts anfangen können und zwar aus Politischen Kassenmedizinischen Gründen. Das ist kein Vorwurf, dass ist ein Faktum. Wie gesagt mir geht es um Verbesserung, ich persönlich weiß nicht warum man sich unbeliebt macht wenn man etwas verbessern will. Ein Grund könnte sein, dass andere sich nicht verbessern wollen. Das ist aber ein rückschrittliches Besitzstandsdenken. Ich halte mich da lieber an Marie von Ebner-Eschenbach: „wer aufhört besser werden zu wollen, der hat aufgehört gut zu sein.“
Un an die Dres.Krause: „Eine ADHS Behandlung ist auch ohne Stimulanzien möglich. Wichtig ist eine ordentliche=optimale Schilddrüsen, NNR und sonstige Hormonelle Funktion!“
Die Deutsch Stiftung Gesundheitswissen nennt Hormone: " Hormone sind lebenswichtige chemische Botenstoffe, die in endokrinen Drüsen produziert werden und über das Blut Stoffwechsel, Wachstum, Fortpflanzung, Stimmung und den Energiehaushalt regulieren. Sie fungieren als Signalmoleküle, die spezifisch an Zielzellen andocken, um Körperfunktionen an Umweltbedingungen anzupassen und die innere Balance (Homöostase) zu halten." Und ja auch in dem Bereich gibt es bessere und schlechtere Funktion= und Ergebnisse. Ich denke, dass es nicht gut sich mit einer hormonelle Note 4 zufrieden zu geben, wenn doch eine 1 notwendig ist um seinen Job und sein Leben im vollen Umfang „sehr gut“ meistern zu können.
und Frau Dr.med.Marianne Krug (Frankfurt am Main)in ihrem Buch Hormonbalance: „Der Frauenarzt ist ein Chirurg, der sich in seinem Studium nicht mit Hormonen beschäftigen muss, ich weiß dass ich habe das selbst so getan.“ „Der Endokrinologe zugespitzt gesagt ist ein Arzt für Riesen und Zwerge und ist überfordert mit einer Frau oder einem Mann, der wegen Konzentrationsstörungen, psychischen Beschwerden, Kraftlosigkeit, Gereiztheit und dergleichen ankommt.“
Und ja Hormone sind definitiv wichtig, da sie maßgeblich die Funktion und Leistungsfähigkeit eines Organismus bestimmen. Und schon scheinbar geringe Abweichungen können den Unterschied zwischen selbstständig und pflegebedürftig ausmachen, wenn man das so auf die Spitze treiben will.
Herzliche Grüße
Stefan