Hallo zusammen,
ich habe noch keine ADHS Diagnose, aber sollte ich sie bekommen, geht es wahrscheinlich in Richtung „vorwiegend unaufmerksam“. Bekannt ist außerdem eine generalisierte Angststörung.
Nun habe ich in den letzten Wochen mal meine Arbeitsweise beobachtet. Ich bin leicht ablenkbar, vergesslich und schiebe unliebsame Aufgaben vor mir her - so weit, so ADHS-ig. Wenn es dann aber eine Aufgabe gibt, die mich auf positive Weise fordert, also wo ich weiß, dass ich auf dem Gebiet gut bin, einen Plan habe, aber auch in relativ kurzer Zeit Ergebnisse abliefern muss, dann kann ich in eine Art Flow kommen. Dann fange ich an zu rotieren, erledige viel in kurzer Zeit und behalte besser als sonst den Überblick. Dabei bin ich aber nicht ruhig und konzentriert, sondern voll hochgefahren, sehr wach und eher im Alarmmodus. Hinterher bin ich erschöpft und nervös und muss mich erstmal beruhigen.
Ist das Hyperfokus? Oder ein intensives Maskieren, das viel Energie kostet? Ist das überhaupt ADHS-typisch? Viele beschreiben ja, dass sie plötzlich ganz ruhig und klar werden, wenn die Ereignisse sich überschlagen.
Ich kenne diese Arbeitsweise „mit rot blinkender Warnleuchte“ schon lange von mir. Nur denke ich, dass ich sie früher besser verkraftet habe. Ich war dann eher positiv aktiviert und nicht erschöpft.