Angstspiralen und extremer Rebound bei Elvanse, Hoffnung Concerta?

Hey Leute,

ich habe die letzten Tage nahezu jeden Beitrag gelesen und es gibt schon viele Beiträge zu Elvanse , Concerta und Co.

Allerdings wollte ich nun trotzdem diesbezüglich einen eigenen Beitrag schreiben und meine Geschichte hier teilen. Ich habe ADHS (laut der diagnostizierenden Psychiater sehr stark ausgeprägt). Es wurde lange Zeit fälschlicherweise als emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ gehalten und ich hatte sehr früh Probleme in der Schule und dann auch im privaten Leben gehabt. Damals im Kindesalter wurde ADHS schonmal diagnostiziert, allerdings haben sich meine Eltern damals gegen Medikamente entschieden und ich habe im Anschluss einen sehr langen Leidensweg durchgemacht ,mit vielen falschen Entscheidungen und Konsequenzen. Durch einen Sozialarbeiter wurde ich dann nochmal aufmerksam auf diese Thematik gemacht und habe erneut (nun mit 25 Jahren) die Diagnose ADHS stellen lassen.

Ich habe nun LisDex von Aristo verschrieben bekommen, was an sich sehr gut wirkt. Allerdings überwiegen leider die Schattenseiten. Zum einen wirkt es nur 3-4,5 h und zum anderen bringt es mich nach dieser Zeit in einen Zustand, der für mich nicht tragbar ist. Ich bekomme sehr negative Gedanken und steigere mich in alles Mögliche extrem rein. Zusätzlich bin ich extrem gereizt und aggressiv und meine Zündschnur ist noch kürzer als ohne Medikament. Ich muss aber auch sagen, dass es mich in den 3-4,5 h sehr ruhig macht, mir gelingt es zum ersten Mal in meinem Leben mich auf Dinge (auch wenn sie mich nicht interessieren) zu fokussieren. Ich kann andere Menschen ausreden lassen ohne permanent reinzuplatzen. Zum anderen hebt es meine Laune an und mir gelingt es ohne aufschieben Aufgaben sofort zu erledigen. Leider steht die kurze Zeit am Tag in keinem Verhältnis zu dem Rest des Tages.

Ich habe nun (unteranderem hier im Forum) viel über Concerta gelesen und das es viele Menschen deutlich besser vertragen, gerade Menschen die ähnliche Probleme wie ich haben. Ich bin sehr hippelig (schon immer gewesen) außerdem habe ich starke Probleme mit der Emotionsregulation und Impulsivität. Ich habe sehr viele Jobwechsel hinter mir und habe ebenfalls starke Probleme mich zu konzentrieren bzw. langfristig an etwas dran zu bleiben. Mein Leben verläuft sehr sprunghaft, ich brauch ständig neue Reize und habe deswegen schon viele Enttäuschungen erlebt.

Ich spreche im Endeffekt sehr gut auf die Wirkung von Stimulanzien an, viele der positiven Aspekte von Elvanse waren für mich im positiven Sinne überwältigend, da ich mich dadurch das erste Mal „normal“ gefühlt habe. Ich beginne bald eine Umschulung und möchte diese auch unbedingt durchziehen. Die positiven Effekte der Medikamente würden mir dabei sehr helfen, allerdings denke ich, dass Elvanse für mich nicht das Richtige ist.

Ich würde mich sehr über eure Meinungen dazu freuen, vielleicht kennt das jemand von euch sehr gut und kann mir einen Rat geben. Ich weiß natürlich ,dass jeder Mensch unterschiedlich ist und unterschiedlich reagiert, aber über Erfahrungsberichte wäre ich dennoch sehr dankbar!:folded_hands:t3:

Willkömmchen :waving_hand:

Welche Dosis wurde denn bisher ausprobiert und wie lange jeweils?

Der Verlauf in den ersten 3,5 - 4 Stunden nach der Einnahme der Kapsel und die Stunden danach wären sinnvoll zu beobachten.

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Ich würde mich SneedleDeeDoo anschließen

Welche Dosis über welchen Zeitraum? Wurde schon gesteigert?

Die Zeit die du angibst, die es wirken soll ist ungefähr der Zeitraum des Anflutens und somit kann die Wirkung nicht nur so lange halten, eher das das Problem mit dem Peak zu tun hat.

Ich meine, daß unterdosiert diese Gereiztheit etc. verursacht hat. Man kann ja nicht weil wahrscheinlich die erste Dosierung nicht passt das Medikament und den Wirkstoff wechseln, da lohnt es sich eher mit dem Arzt zu sprechen und mindestens 1 mal 10 mg aufzudosieren, ggf. auch noch ein zweites mal aufzudosieren, wenns dann noch nicht richtig gut ist bevor der Wirkstoffwechsel erwogen wird.

Elvanse hat einen Steady-state von 5 Tagen was vereinfacht gesagt bedeutet das es 1 1/4 Tag wirkt und nach 5 Tagen führst du dem Körper so viel zu wie er verbraucht.

Es macht Sinn täglich es zur gleichen Zeit zu nehmen

Und auf Koffein verzichtest du vollständig oder???

Andere Medikamente haben auch ihre Eigenarten und müssen genauso wie Lisdexamfetamin aufdosiert werden und nicht die erste ggf. 2te Dosis muß dann die richtige sein.

Eindosierung braucht leider einiges an Geduld um zu versuchen die richtige Wirkstoffstärke zu finden und ggf. dann noch bei Lisdexamfetamin zu schauen mit welcher Wirkstärke die Tagesabdeckung erreicht werden kann.

Bei Methylfinidat sucht man erst die Wirkstärke der Einzeldosis und je nach Medikament wieviele Dosen man braucht um eine Tagesabdeckung zu erhalten. Da muß man dann auch sehr genau schauen wie lange die Einzeldosis wirkt und muß dann versuchen mit welchem Abstand dann die Zweitdosis genommen werden muß ohne einen Rebound zu haben. Bei Concerta könnte es sein, daß ein unretardiertes oder ein anderes retardiertes anderes Methylfinidat Medikament ggf. nötig wäre um eine Tagesabdeckung zu bekommen und der Hunger könnte deutlich mehr gedämpft werden was dann andere unangenehme Erscheinungen wie Unterzuckerungen mit sich bringen kann.

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Ich danke euch beiden erstmal für eure schnelle Antwort :folded_hands:t3:

Also ich habe vergessen zu erwähnen, die ersten 1- teilweise 2 h nach dem einnehmen habe ich abgezogen. Also ich meine ab Wirkbeginn die 3-4,5 h. Man merkt finde ich bei elvanse sehr gut wann es beginnt zu wirken. Ich bin dann konzentriert, innerlich ruhig und eben die Effekte, die ich beschrieben hatte. Aber dann werde ich eben schnell auch wieder sehr unruhig und teilweise echt sehr gereizt. Ich habe im Privatleben gerade einige Baustellen und ich merke wie ich zunehmend dann in Gedankenspiralen rein rutsche, aus denen ich dann schlecht bis gar nicht raus komme.

Ich habe mit 30 begonnen, die wirken auch anfangs ausreichend gut, dann hab ich probiert, eine Dosis von 10-20 mg nachzulegen, um den vermeintlichen Rebound abzufangen. Aber ich habe dann zunehmend eher Nebenwirkungen. Bei 10 mg zöger ich den Rebound etwas raus und 20 mg fühlen sich zu viel an. Und am Ende des Tages habe ich trotzdem die genannten Probleme.

Ja auf Koffein habe ich komplett verzichtet.

Achso, ich hatte die ersten 2 Wochen 30 mg , dann ca. eine Woche mit 10 mg nach dosiert und dann ein paar mal mit 20 mg. Das war mir dann allerdings schnell zu viel. Also da habe ich recht schnellen Puls bekommen und ein unangenehmes Körpergefühl.

Ich weiß, dass das zeitmäßig nicht lange ist, aber ich bin wirklich psychisch sehr down gewesen, hatte kurzzeitig überlegt mich einweisen zu lassen. Dann habe ich es 2 -3 Tage gar nicht genommen und meine psychische Krise wurde besser. Allerdings kamen dann auch die ADHS Symptome wieder…

„Vermeintlicher“ Rebound.

Es muss kein Rebound sein. Stattdessen könnte es sogar bedeuten, dass die Dosis zu hoch ist. Das findet man durch Eindosierung mit System heraus.

Das Medikament ist zur Einmalgabe täglich gedacht.

Der Wirkbeginn ist auch nicht erst 3-4h nach der Einnahme.
Zumindest nicht, wenn die Dosis passt.

Es wird in den ersten 3,5-4,5h nach der Einnahme in den aktiven Metaboliten Dexamfetamin umgewandelt und der wird auch recht langsam abgebaut (Halbwertszeit 10-12h). So soll es dann bis zu 14h wirken.

*Die Wirkstoffkonzentration wäre zum Ende hin allerdings schon soweit abgeflacht, dass es keine therapeutische Wirkung mehr haben dürfte, daher wären bis zu 12h therapeutische Wirkdauer realistischer

Daher wäre es ratsam die ersten 3,5-4,5h beobachten, in denen der Umwandlungsprozess läuft bis die maximale Wirkstoffkonzentration erreicht wird (Peak). Dann auch die nächsten Stunden danach bzw. den restlichen Tagesverlauf.

Um es einfacher zu machen, könnte man den Tagesverlauf ab Einnahmezeitpunkt vielleicht grob in Zeitfenstern von jeweils 4h beobachten.

Man würde mit 20 oder 30 einmal täglich morgens beginnen und maximal in wöchentlichen Schritten um 10 anpassen. Allerdings einmal morgens, nicht aufgeteilt.

Den Verlauf dann in einem Eindosierungstagebuch protokollieren und rückblickend die vergangene Woche bewerten. Ohne diese Dokumentation würde man nach ein paar Wochen nicht mehr wissen, wie es je Dosis / Woche lief.

Das hilft auch dem Arzt bei Folgeterminen, um Trends zu erkennen und das weitere Vorgehen abzuwägen.

Dosierung

Die Dosierung ist nach den therapeutischen Erfordernissen und dem Ansprechen des Patienten individuell einzustellen. Zu Beginn der Behandlung mit Lisdex-Aristo ist eine sorgfältige Dosistitration erforderlich.

Die Initialdosis beträgt 30 mg einmal täglich morgens. Wenn nach Einschätzung des Arztes eine niedrigere Anfangsdosis angemessen ist, können die Patienten die Behandlung mit einer Dosis von 20 mg einmal täglich morgens beginnen.

Die Dosis kann in ungefähr wöchentlichen Abständen in Schritten von jeweils 10 oder 20 mg erhöht werden. Lisdex-Aristo ist in der niedrigsten wirksamen Dosierung einzunehmen.

Die höchste empfohlene Dosis beträgt 70 mg/Tag; höhere Dosen wurden nicht untersucht.

Die Behandlung muss beendet werden, wenn sich die Symptome nach einer geeigneten Dosisanpassung über einen Zeitraum von einem Monat nicht bessern. Beim Auftreten einer paradoxen Verschlimmerung der Symptome oder anderer unzumutbarer unerwünschter Ereignisse muss die Dosis reduziert oder das Arzneimittel abgesetzt werden.

Verteilung

Nach oraler Einmalgabe von Lisdexamfetamindimesilat 30 mg, 50 mg oder 70 mg nach 8-stündiger Nahrungskarenz über Nacht […] betrug die Tmax von Dexamfetamin etwa 3,5 Stunden.

*Nach fettreicher Nahrungsaufnahme kann es bis zu 4,7 Stunden dauern bis Tmax erreicht wird

Tmax = Maximale Wirkstoffkonzentration im Blut nach Einnahme der Kapsel.

Hier sieht man die Verläufe je Dosis:

Vielleicht wären 20mg einmal morgens ausreichend.
Vielleicht aber auch 40mg einmal morgens.

Man wird es leider nur durch ausprobieren herausfinden können. Jeder hat da individuell einen therapeutisch wirksamen Bereich.

Stichwort: Inverted-U-Prinzip

Die folgende Zusammenfassung dürfte so hinhauen.

Es erklärt:

  • warum Stimulanzien helfen können

  • warum zu viel Medikament sich wieder schlechter anfühlen kann

  • warum Stress, Schlaf und Reize die Wirkung ändern

  • warum ADHS manchmal widersprüchliche Symptome zeigt

  • ADHS ist kein simpler „Dopaminmangel“, sondern ein Problem der instabilen Aktivierungsregulation.

Grundidee des Inverted-U-Prinzips
  • Das Inverted-U-Prinzip beschreibt den Zusammenhang zwischen innerer Aktivierung (Arousal) und Konzentration.

  • Zu wenig Aktivierung:

    • Man kommt schlecht in Gang
    • Ablenkbarkeit
    • „Nebel im Kopf“
  • Optimaler Bereich:

    • klarerer Fokus
    • ruhigere Aufmerksamkeit
    • gute Reizfilterung
  • Zu viel Aktivierung:

    • Stress
    • Reizüberflutung
    • Nervosität oder Überforderungsgefühl

Wie ADHS in dieses Modell passt

Viele Menschen mit ADHS haben ein zu niedriges oder stark schwankendes Aktivierungsniveau.

  • Typische Folgen:

    • Aufgabenstart fällt schwer
    • innere Unruhe oder Leere
    • Reizsuche (z. B. Smartphone, Snacks, schnelle Reize)
    • starke Ablenkbarkeit

Dadurch starten sie häufig weit links auf der Kurve – im Unteraktivierungsbereich.


Wie ADHS-Stimulanzien helfen können

Stimulanzien erhöhen Dopamin und Noradrenalin im Gehirn und heben so das Aktivierungsniveau.

Sie verschieben Betroffene:

  • von „zu wenig Aktivierung“

  • in den optimalen Bereich

  • Wirkung im optimalen Bereich:

    • klareres Denken
    • ruhiger Fokus
    • weniger Reizüberflutung
    • emotional stabiler

Ziel ist nicht „mehr Energie“, sondern eine bessere Balance.


Unteraktivierung, Optimalbereich, Überaktivierung

Diese drei Bereiche sind wissenschaftlich gut belegt.

  • Unteraktivierung:

    • Müdigkeit
    • Antriebsschwäche
    • Ablenkbarkeit
  • Optimaler Bereich:

    • stabile Konzentration
    • angenehme Ruhe
    • hohe Leistungsfähigkeit
  • Überaktivierung:

    • Nervosität
    • Gereiztheit
    • Druckgefühl
    • Überfokussierung
    • Reizüberflutung

Warum Überaktivierung sich aber auch wie Müdigkeit anfühlen kann
  • Reizüberflutungs-Shutdown:

    • Das Gehirn schützt sich durch „Herunterfahren“.
    • Es entsteht das Gefühl von Müdigkeit, Rückzug oder Blockade.
  • Überaktiviertes Stresssystem:

    • Zu viel Noradrenalin/Cortisol lässt die kognitive Leistung einbrechen.
    • Man wirkt erschöpft, obwohl man physiologisch überaktiviert ist.
  • ADHS-typische Schwankungen:

    • Aktivierung kann schnell kippen.
    • Erst überdreht, dann müde oder „leer“.
  • Deshalb gilt:

    • Überaktivierung bedeutet nicht immer sichtbare Nervosität.
    • Sie kann sich ähnlich wie Unteraktivierung anfühlen.
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Danke, dass du dir die Zeit genommen hast! Ich war vorhin beim Psychiater und hab ihm das alles erzählt. Er meinte, dass er öfter Patienten hat die sehr schnell in den Rebound kommen und ordnet meine Symptomatik auch so ein. Da ich kurzfristig alle Symptome los bin und die dann ca. 4 h nach Wirkungsbeginn langsam wieder kommen und über die nächsten 1-2 h wieder voll da sind. Zusätzlich kommt die emotionale Komponente dazu bzw. auch massive Impulsdurchbrüche. ( Bei mir stark beim Autofahren bemerkbar). Er hat mich jetzt auf 36 mg MPH eingestellt also retard. Bitte nehmt es mir nicht übel ich kenn mich noch nicht so gut aus mit dem Ganzen, da es bei mir alles noch sehr neu ist.

Jedenfalls hab ich die erste Tablette (OROS) vor 90 min knapp eingenommen und spüre ebenfalls positive Effekte, zwar subtiler als bei Elvanse aber deutliche Verbesserung vom ADHS. Ich werde berichten und nun erstmal mit den 36 mg weitermachen. Zusätzlich kann man ja noch unretardiert nehmen, um die Wirkung zu verlängern aber erst einmal schau ich wie es solo mit der retardierten Form wird.

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Ein anderer Wirkstoff jetzt also, aber wer weiß - vielleicht klappts mit diesem und der Wirkstofffreisetzung des OROS-Prinzips ja auch und möglicherweise passt es so sogar besser zu dir :four_leaf_clover:

Bei dieser Freisetzung könnte man den Verlauf dann so beobachten:

  • 2h nach Einnahme → initialer Peak des nicht-retardierten Wirkstoffanteils aussen auf der Hülle der Kapsel

  • 6-8h nach der Einnahme → der verzögert freisetzende Wirkstoffanteil innerhalb der Kapsel lässt die Wirkstoffkonzentration stetig ansteigen bis etwa 6-8h nach der Einnahme der maximale Spiegel (zweiter Peak) erreicht sein sollte

  • 8-12h nach der Einnahme → nach der Plateauphase im zweiten Peak flacht die Wirkstoffkonzentration stetig ab bis keine therapeutische Wirkung mehr vorhanden wäre

Zu Concerta gibts zwar Generika von anderen Herstellern, wo es statt einer Art Kapsel eine Matrix-Tablette wäre, aber als Referenzpräparat wurde in Bioverfügbarkeitsstudien Concerta genommen.

Die Freisetzung funktioniert bei den Generika ähnlich wie das vom Hersteller patentierte OROS-Prinzip bei Concerta.

Also einfach die blaue Concerta-Kurve anschauen :slight_smile:

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Vielen vielen Dank!

Hilft mir sehr. Man kann ja dann noch mit 5-10 mg Ritalin unretardiert dazu nehmen um über den Tag zu kommen.

Ich werde die Tage nochmal ein Update geben, es wirkt anders aber für mich glaub ich besser, zumindest schonmal länger !

Hast du nur LisDex von Aristo gehabt oder auch Elvanse ?

Hilfreich ist hier wenn du von von deinen Medikamenten immer den genauen Namen angibst.
Z.B. Im Falle dann von „Oros“ , dass es Concerta ist .

Manche Kombinieren auch beide Wirkstoffe. Starten morgens z.B mit Elvanse und nehmen spätere ein Präparat mit Methylphenidat.

Ja genau hatte das LisDex von Aristo,

Und nicht das Original Concerta, sondern von 1A Pharma das Methylphenidat retard 36 mg.

Ich habe viel gesucht nach dieser Kombi, man findet aber relativ wenig bis gar nichts dazu, also zumindest nicht mit MPH retard. Kennst du dich damit aus ?

Du könntest noch versuchen ob du „Orginal“ Elvanse besser verträgst.

Ich hatte Elvanse und Medikinet Adult (retard) als Kombi. Viele kombinieren wenn auch mit unret. Methylphenidat.

Ich kenne mich in dem Sinne nur für mich aus. Die Medikation ist sehr individuell und man muss ausprobieren was passt. Ich nehme aktuell morgens erst 5mg unret. Medikinet, dann 36mg Concerta und dann 18mg Concerta.

Ich würde mich an deiner Stelle zunächst auf einen Wirkstoff richtig eindosieren .

Vielleicht klappt es mit Methylphenidat von 1A ja besser und es ist keine Kombination notwendig.

Das von 1A hat kein OROS , OROS hat nur Concerta. Das spielt aber keine Rolle wenn du das von 1A gut verträgst einfach dabei bleiben. Concerta wird auch nicht von jedem gleich gut vertragen.

Du bist ja noch eher am Anfang. Die Einfosierung bedarf etwas Geduld.

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Also nach ein paar Tagen MPH retard, ich muss sagen gegen meine Symptomatik half das Elvanse deutlich besser, wie ein sanftes Beruhigungsmittel für Körper und Kopf mit spürbaren Fokus und gutem Antrieb. Bei MPH ist das alles viel subtiler leider und um über den Tag bzw nachmittag zu kommen, nehm ich es immer erst gegen 11 uhr ein.. mein Doc hat aktuell Urlaub. Wäre der Crash vom LisDex / Elvanse bei mir nicht so stark würde ich am Liebsten zu dem Medikament zurück. MPH wirkt subtiler aber macht dafür kaum Rebound, bzw eher körperlich als psychisch. Ich hab aktuell starke psychische Belastung sag ich mal und während des Rebounds von Elvanse bin ich nicht mehr ich. Ich wurde richtig ängstlich manchmal schon paranoid. Find ich sehr schade und weiß gerade nicht so richtig weiter, das MPH fühlt sich nicht so smooth an wenn die Wirkung beginnt und es pusht kurz bevor es mich „ruhiger“ macht , Fokus hab ich dadurch nur teilweise. Es fühlt sich natürlicher an von der Wirkung, allerdings hab ich ja von der Dosierung her noch nicht alles ausgeschöpft, zb. könnte man noch unretardiert zusätzlich geben und sich ausprobieren. Aktuell ist es vielleicht trotzdem erstmal die bessere Wahl da wie gesagt der Rebound erträglicher ist. Aber trotzdem schade zu wissen, dass Lisdex. eigentlich super wirkt aber trotzdem scheinbar nicht das Richtige ist aktuell.

Ich habe gelesen , man könnte noch in Wasser lösen und die Dosierung von Lisdex damit gleichmäßiger aufteilen über 2 x Gabe , aber ich will nicht eigenständig rum experimentieren zwischen 2 Stoffen. Vielleicht hat trotzdem jemand Erfahrungen damit ?

Wie sah das bei dir konkret aus also Kombination aus MPH retard und Elvanse ?

Und wie empfindest du den Unterschied Elvanse vs MPH ?

Ich war zuletzt bei Morgens 30mg Elvanse und Nachmittags 10mg Medikinet Adult .

War aber vorher schon lange auf Medikinet Adult eindosiert.
Die Eindosierung auf Elvanse war bei mir etwas schwierig verlaufen und war zunächst wieder zurück auf Medikinet Adult .

Bei Elvanse fand ich die subtilere Wirkung besser und weniger schlimmen Rebound und angenehme Stimmung.

Ich bin von Elvanse wieder weg, weil mir fürs Studium Medikent Adult besser half .
Und Nebenwirkung durch meine PTBS konnte ich mit Medikinet Adult besser Händeln.

Ja mir gehts ähnlich, ich finde beim Elvanse war der start smoother und ich wurde innerlich sehr ruhig, wollte aber nicht rum sitzen und entspannen sondern irgendwas machen ,egal was ich hab mir was gesucht. Das ist sehr neu gewesen bei mir da ich ohne Medikament häufig viel machen möchte in der Theorie aber dann am Ende nichts anfange. Ich hab das beim MPH mittlerweile auch. Es wirkt mittlerweile auch sehr gut bei mir, die ersten Tage war ich enttäuscht, da ich den Vergleich zum Elvanse hatte. Aber fandest du den Rebound beim Elvanse echt smoother ? Also ich hatte LisDex Aristo muss ich dazu sagen, aber wie oben schon beschrieben, das war für mich emotional die Hölle. Vielleicht probiere ich es irgendwann nochmal, aber in der jetzigen Zeit ist MPH das bessere Medikament für mich.

Ich habe die Oros MPH mit kleinem Loch drin von 1A Pharma, oben hat jemand geschrieben ,dass 1A Pharma keine Oros hat, da muss ich aber wiedersprechen. Der Anfangspush ist für mich eigentlich sehr angenehm, allerdings wirken die 36 mg leider auch nicht wirklich lange und man merkt den Push und wie es dann krass abfällt nach 1 h. Ich hab noch Kinecteen auf meiner Wunschliste zum Probieren da es ja eine andere Retardform hat. Hast du oder andere hier damit Erfahrung ?

Ich frage mich grade warum ich so sicher war ?
Ist das von 1A in Tablettenform ?

Jaa genau , also die sind quasi typisch oros mit kleinem Loch drin, vielleicht kennst du auch andere davon aber die sollen gleich aufgebaut sein wie Concerta. Kennst du Kinecteen ? Bzw hast du Erfahrung mit den Retardfilm MPH?

Hey Leute,

es ist jetzt etwas Zeit vergangen und ich bin bei einer Tagesdosis von 36-54 mg MPH. Ich vertrage es an sich sehr gut , verstoffwechsel es trotzdem sehr schnell aber ich hab einen Weg gefunden trotzdem über den Tag zu kommen mit der Dosierung. Ich mache auch hin und wieder mal Pausentage.

Jedoch muss ich sagen, dass die eigentliche Wirkung von Elvanse für mich besser war, also auf meine Symptome bezogen. Leider hatte ich ja das Problem , dass ich nach 4 h komplett in den Rebound geschlittert bin und der sehr heftig war. Bei MPH merk ich den Rebound nicht sehr doll, manche Tage etwas mehr, aber nicht vergleichbar mit Elvanse. Ich bin hin und hergerissen. Leider wurde nun bestätigt , dass ich ein Schnellverstoffwechseler bin..

Option 1 ich geb mich mit MPH zufrieden auch wenn ich im Hinterkopf habe, dass Elvanse in der aktiven Phase besser hilft

Option 2 ich versuche es nochmal mit Elvanse ggf. Mehrfachgabe bzw. Wasserlösmethode.

Es ist nicht so dass hohe Dosen länger wirken, zumal ich mit der Wirkung während dieser Spanne sehr zufrieden bin, es geht leider echt nur um die Dauer, um über den Tag zu kommen ohne so starken Rebound , dass man wirklich in ein riesen emotionales Loch fällt.

Was nennst du denn jetzt bei mph Schnellverstoffwechseler? Soviel ich weiß wirkt Concerta nicht länger als 8st und somit etwas länger als Ritalin oder Medikinet.

Viele brauchen schon eine zweite ggf. dritte Dosis. Meist meine ich Concerta mit Medikinet bzw. unretardiertem mph für die Tagesabdeckung

Wenn du auf das anspielst ist das kein schnell verstoffwechseln