Moin moin,
ich brauche mal kurz Rat, ob ich mich zu Recht so aufrege (wichtige Frage bei ADHSlern…)
Also: mein Neurologe meinte heute, wenn ich eine Rezension, die ich vor 1 Jahr über die Praxis veröffentlicht habe (1 von 5 Sternen) nicht zurückziehen würde, möchte er mich nicht mehr behandeln, ich sollte mir eine andere Praxis suchen. Mir rutschte natürlich das Herz in die Hose, denn wir wissen ja alle, wie einfach es ist, in einer Großstadt einen neuen Medikinet-Verschreiber zu finden.
Hintergrund: “damals” ging mein Medikinet aus. Ich hatte noch 7 Tabletten. Ich ging in die Praxis, um ein Folgerezept ausgestellt zu bekommen. Man sagte, dass das viel zu kurzfristig sei, man brauche 10 Tage, um ein BTM-Rezept auszustellen. Ich meinte, dass dieses Ausmaß an Vorausplanung für ADHSler teilweise schwierig sei. Die Sprechstundenhilfe daraufhin: “Das ist nur eine Ausrede, sie müssen einfach besser planen.”
Meine Rezension war mega sachlich, aber auch sehr kritisch, und sagte sinngemäß: in der Praxis, die sehr gute Ärzte hat, ist bei den Praxishelferinnen hingegen wenig Bewusstsein für die Problemlagen mancher Patienten vorhanden. (Die Praxis hat über 50 Rezensionen und einen Schnitt von 2.0, ich bin also wirklich nicht der Patient, der den guten Schnitt versaut…)
Ich würde meine Rezension zunächst nicht löschen und abwarten, ob beim nächsten Regeltermin tatsächlich ein neuer Termin verweigert wird. Eigentlich möchte ich aber so ein Verhalten, das ich als Nötigung empfinde, auch nicht unkommentiert lassen. Es gibt ja viele Möglichkeiten, Patienten zum Überdenken einer Onlinerezension zu motivieren (“Ich würde mich freuen, wenn Sie die Rezension noch mal überdenken, wir arbeiten sehr daran uns zu verbessern” etc.), ohne gleich mit Rausschmiss zu drohen.
Was meint Ihr?
