Beruf / Novelty Seeking

Guten morgen zusammen.

Ich bin hier kürzlich über den Begriff Novelty seeking gestolpert.

Jetzt tut sich in mir die Frage auf ob es vielleicht Berufe gibt wo diese Verhaltensweise stark von Vorteil sein kann?

Würde mich freuen wenn wir hier eine Sammlung von geeigneten Berufen zusammentragen könnten.

Freundliche Grüße
Hoxy

  1. Journalist, vorzugsweise investigativ

Ich würde sagen: Alles, was in irgendeiner Weise immer wieder herausfordert.

Guter erster Vorschlag.
Fragt sich nur ob das Trüffelschwein auch aktiv dran bleibt bei Themen die einem vielleicht nicht so passen. :mrgreen:

Wie kann ich eigentlich einen Beitrag bearbeiten? Dann würde ich nämlich alle Vorschläge im ersten Post auflisten.

Freundliche Grüße
Hoxy


Solche Themen darf es einfach nicht geben, da sie sowieso nicht bearbeitet oder zu Ende gebracht werden.

Naja je nach dem kann es in einem großen Konzern, wenn man eine halbwegs brauchbare Ausbildung mitbringt, die Möglichkeit geben, nach ein paar Jahren unkompliziert wieder die Stelle/Aufgabenstellung zu wechseln.

Ich erlebe es sogar, dass durch den Wandel der Umstrukturierungen und der Technologie sogar ohne Stellenwechsel die Arbeitsinhalte sich über die Jahre ständig weiterentwickeln und ändern…

Als selbstständiger Informatiker habe ich es bei jedem Auftrag mit etwas neuem zu tun. Das ist einer der Gründe, warum ich mich für diese Laufbahn entschieden habe, es wird nie langweilig und ich kann immer was dazulernen.

Muß/Darf statt Homeoffice in einem anderem Bereich aushelfen.

Habe es wegen „stimulierender“ Wirkung bei allem neuem ohne Medikation versucht .
zugleich habe ich wenig klare Aufgaben zugeteilt bekommen , habe keine Verantwortung wo ich ansonsten dran denken oder vordenken muss.
Ebenso keinen Schriftkram.

Da alles neu ist nerven mich aktuell auch noch nicht stupide wiederholende Aufgaben. :lol:

Ich genieße jetzt mal einfach diesen Effekt. Ich weiß ja spät. in einem halben Jahr wenn ich hier fest angestellt wäre, da hätte ich mein Gehirn schon wieder überladen.

Im Vertrieb

ADHSler, zumindest die extrovertierten, die selbstbewussteren, die nicht ganz so schwergradigen eignen sich gut als Händler, Vertreter, Marktschreier. Der Basar früher, wenn da mal nicht ADHS von Vorteil war.

Anderswo hatte ich ja hier im Forum schon den Tourismus-Bereich genannt. Zu mir selber: ich arbeite als LKW-Fahrer, da ist bei entsprechender Erfahrung ganz Europa drin. Wer mit Personenbeförderungsschein und einer lärmenden Schulklasse hinten drin keine Probleme hat, Busfahrer und der Traum von Europa wird wahr. Novelty Seeking kann auch rein geographisch sein.

Insgesamt gibt es eben das Spannungsfeld zwischen Freiheit, Novelty Seeking, Abenteuer, neue Stimuli auf der einen und Ankommen auf der anderen Seite. Wohin man eher tendiert, das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Richtig. Manche finden unendliche Weiten im Mikrokosmos der Mikrobiologie, andere finden sie in der Welt der Zahlen. Ich bin mir sicher, dass man auch als Steuerberaterin einen spannenden Job haben kann (für mich wäre es der sichere Abgrund…).
Als Zugbegleiterin sieht man täglich neue Menschen. Wenn mich das interessiert, dann ist das mein Job.

Novelty Seeking, Sensation Seeking - sollte man das nicht eher als Einstellung betrachten, mit der man an jede Tätigkeit herangeht?
Entlang der Frage: Wie kann ich eine Tätigkeit ausführen, damit sie diesem Anspruch genügt?
Oder auch: wie gestalter ich meinen beruflichen Alltag, damit er - neben der Arbeit - diesen Anspruch erfüllt?
Das verweist eben dann auf den Eigenanteil, auf Eigenarbeit.
Und setzt voraus, dass man die eigenen Persönlichkeitseigenschaften auch kennt.

Hier sehe ich ein großes Problem: Meist werden „wir“ von außen aufgrund unserer Eigentümlichkeiten in eine wie auch immer geartete Schublade gesteckt. Und wie das so ist, besteht die Gefahr, diese Stereotypen zu übernehmen. Also zB. in einen kreativen Beruf zu gehen, nur weil man sich kompensatorisches Witzereißen oder Sprücheklopfen angewöhnt hat. Oder was ganz Akademisches zu lernen, nur weil man in der Schule kompensatorisch kluggesch*ssen hat, in einen pflegenden Beruf geht, weil man nicht gelernt hat sich abzugrenzen.

Was ich damit meine: zunächst einmal gilt es herauszufinden wer man ist. Was einem wirklich wichtig ist. Wo die tatsächlichen Neigungen liegen.
Das könnte ich mir vorstellen, ist das einzige, was sich entlang von ADHS verallgemeinern lässt: Dass diese Selbstaufmerksamkeit schwierig ist und erst gelernt werden muss.
Ich habe das tatsächlich erst in der Therapie gelernt, bzw. wurde dahin geführt, bestimmte Dinge wahrzunehmen.

danke für den beitrag. mit diesem thema beschäftige ich mich schon seit 1-2 jahren intensiv. leider komme ich nur wenig voran.
ich hoffe immer noch auf das ziel, auf die erleuchtung, also die beantwortung der frage: was für einen beruf kann ich machen?
Einen der mich nicht depressiv macht, indem ich aktiv sein darf, nicht dauernd sitzen, menschen kennenlernen usw usw.

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Eigentlich hätte ich den Beitrag in einem anderen Thread posten wollen, der wurde jedoch wegen allzu vieler dortiger Overthesky-Kommentare geschlossen :sweat_smile:

Dass ich mit dem in Deutschland schon wieder abebbenden Akademisierungswahn biographische wie insgesamt auf Kriegsfuß stehe, daraus hab ich nun wirklich keinen Hehl gemacht hier :grin::sunglasses:, aber dieser Beitrag von heute zu dem Thema ist erwähnenswert <LINK_TEXT text=„https://www.t-online.de/nachrichten/deu … h-an-.html“>Erfolgreich ohne Studium: "Dieses Herablassende kotzt mich an"</LINK_TEXT>

Ich kann ja verstehen, dass dich der Artikel persönlich anspricht, aber erwähnenswert?

Dass man auch ohne Studium glücklich und erfolgreich sein kann, ist eine Binsenweisheit und auch sonst, naja…

T-online und Qualitätsjournalismus sind einfach zwei verschiedene Schubladen.

Für mich sind das einfach drei Stories von Menschen die ihren Weg gefunden haben und es steht ja auch nicht im Zusammenhang mit ADHS.

Zumal dieses , "was man alles ohne Studium schaffen kann " schürrt doch genau das Thema.

Ausbildung ist Ausbildung
Studium ist Studium

und dann gibt es Begebenheiten, die einen plötzlich in eine Richtung bringen die nichts mehr mit dem Ausgangsberuf oder Berufswunsch zu tun haben.

Ich freue mich für Jeden der in seinem Beruf glücklich ist und einen Beitrag zur Gesellschaft leistet.
Mir ist eine nette freundliche Verkäuferin die das ganze Coronachaos meistern konnte lieber, wie ihr BWL-Chef der nur auf den Gewinn und nicht auf seine Mitarbeiter achtet.