Berufsleben

Welcome to my life :smiley: Darf ich fragen ob du aktuell einen Plan bezüglich der Zukunft hast? Der ständige Wechsel von Arbeit und Arbeitsunfähigkeit raubt dir doch sicher auch viel Kraft?

Mir geht es leider genauso. Etliche Schulen und Ausbildungen abgebrochen, anschließend bin ich dann sogar auf dem zweiten Arbeitsmarkt gelandet und hab stundenlang Brillenputztücher gefaltet.
Ich war dankbar für die Tagesstruktur, aber unglücklich darüber, dass ich keinen Beitrag für die Gesellschaft leisten und richtig Steuern zahlen kann.

Anschließend hab ich mich während einer „guten Zeit“ naiv für den Einzelhandel beworben und wurde eingestellt. 2 Jahre als Aushilfe, dann zwei Jahre in Teilzeit für 20 Stunden die Woche. Zwei unerwartete Schicksale und ich bin zusammengebrochen. Wieder stationäre und teilstationäre Behandlungen. Habe so gut wie nichts in die Rentenkasse eingezahlt, soll aber laut Therapeuten EM-Rente beantragen. Leider ist aber mein Facharzt dagegen. Keine Ahnung was er in mir sieht, dass er mich so einschätzt.

Mittlerweile bin ich quasi „austherapiert“, hab genug Techniken gegen meine Überforderungen und massiven Ängste entwickelt. Ich komme aber nicht dagegen an. Ich glaube an Neuroplastizität, aber denke auch, dass gewisse Strukturen, die sich da seit der Kindheit verfestigt haben, unveränderbar sind.
Eigentlich möchte ich mittlerweile einfach nur meinen inneren Frieden finden und wenigstens ehrenamtlich der Gesellschaft was zurückgeben.
Dort ist der Druck nicht so massiv, denn damit kann ich einfach nicht umgehen. Ohnehin muss ich lachen, wenn ich daran denke, dass ich mich als Sozialphobikerin jahrelang im Einzelhandel aufgehalten habe. Aber die ganzen Angstattacken und Beschwerden vor, während und nach der Arbeit sind es mir nicht mehr wert. Habe mich immer meinem Vermeidungsverhalten entgegen gesetzt und „einfach gemacht.“ Es wird nicht besser.

Habe die Diagnose AD(H)S übrigens erst vor zwei Wochen erhalten, nachdem ich mich seit meinem 8. Lebensjahr mit Depressionen, Essstörungen und Ängsten rumgeschlagen habe. Die Diagnose hat mein Selbstbild komplett verändert (Ui, ich bin ja gar nicht so dumm, für mein Verhalten und meine Defizite gibt es eine Erklärung :smiley:). Man könnte meinen, ich sehe jetzt etwas Hoffnung für meine berufliche Zukunft. Aber ehrlich gesagt, es bestärkt mich eher in meinem Gefühl, dass ich mir selber endlich trauen kann und ganz genau weiß, wann ich über- und wann unterfordert bin.

Dies ist mein erster Beitrag, hoffe ich hab alles richtig gemacht :slight_smile:

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Ich bin auch Lehrerin und nachdem ich lange mal gehadert habe mit dem Beruf, sehe ich heute auch die Vorteile. Ich bin ziemlich impulsiv und kann gut auf die immer wieder neu auftauchenden Inputs von meinen Schülerinnen und Schülern eingehen. Ich bin quirlig umd motiviert und es ist abwechslungsreich und die Themen interessieren mich.
Aber die Bürokratie… Horror… Wenigstens gehe ich jetzt nicht mehr so hart mit mir um, seitdem ich von ADHS weiß. Vorher habe ich mich zerfleischt, weil ich dachte, dass ich zu doof bin.

Tja die Suche nach dem richtigem job ist für mich echt eine große Herausforderung.
Bin gelernter Bürokaufmann.
Aber aufgrund meiner geringen auferlsamkeitsspanne von 2 h ist das schier unmöglich.
Durfte mir dann immer anhören" 5-10 min pause und es soll einfach weitergehen" aber nach 2h voll konzentration bìn ich wie eine ausgebrannte Glühbirne. Da geht kaum mehr.
Bin dann alle 5 min derbe abgelenkt.
Und ich komm nur noch langsam vorran.
Nach dem probearbeiten von 1-2 Monaten war dann immer ende…ist echt zum verzweifeln.

Ich hab über 2 Jahre lang verschiedene medikamente genommen in verschiedenen dosierungen. Hat aber nahezu nix gebracht außer das ich ich extrem gerreitz war und sehr unfreundlich wurde.

Um einen schwerbehinderten Ausweis hab ich mich auch bemüht …hab aber nur 30% bekommen und versuche derzeit den gleichstellungsantrag durchzubringen.

Mein Berater beim Arbeitsamt meinte ich sei nur schwer vermittelbar und sagen mir oft ich muss schauen das ich das ganze in den griff bekomme sonst gelte ich als „erwerbsunfähig“
Mit 26 Jahren erwerbsunfähig ?

Ewigkeiten von Harz4 abhäng zu sein ist schon etwas störend. Man möchte doch auch für die zukunft plannen /eine familie gründen/sich auch mal was erfüllen.
Mit harz4 nicht unbedingt einfach.

Gibt es eigentlich irgendwelche berufliche Beratungsstellen? Meine Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt weiß von meinem Autismus und ADHS verdacht, und sie ist da auch sehr neugierig und offen, aber helfen kann sie mir dabei eben auch nicht.

Ich würde alles dafür tun, wenn es irgendeine beratungsstelle gäbe, wo man mit all den Problemen hin kann (arbeit, finanzen, zukunft). Ich habe das gefühl, einfach nur verzweifelt im dunkeln zu stochern

Ich bin lange im Erzieherberuf gewesen und mich da durchgequetscht und ne Rolle gespielt.
Jedes Jahr ne andere Stelle, Gottseidank viel befristet.
Dann ne Umschulung für die Verwaltung bekommen ( und nur die), das durchgezogen da viel mehr Theorie als Praxis, in welcher ich total gestrandet bin.
Immer wieder Nebenjobs in allen möglichen Bereichen und auch verschiedene Weiterbildungen.
Jetzt am Postschalter für 25 Stunden pro Woche, was auch schon stressig ist und ich wieder weg will, auch wegen Mobbing.
Hatte fast immer Teilzeitarbeit und brauche viel Erholung von Menschen und Reizen.
Dazu viel Belohnung um mich zu motivieren, also zum Beispiel dass ich dann abends noch essen gehe usw.

Ich finde für mich, wie ich aufgestellt bin, am besten was mit Tieren und Natur.
Was Kreatives mit freier Zeiteinteilung.
Bibliotheken und Museen mag ich auch, wo man sich verstecken kann .

Ja, diese gibt es. Es gibt Erwerbslosenberatung, Schuldnerberatung usw. Siehe auf die Seiten der freien Träger: Caritas, AWO usw.

Die Agentur für Arbeit haben doch externe Jobcoachs, die Menschen bei der Arbeitsuche und der Erstellung von Profilen helfen. Spreche doch mit deiner Beraterin darüber.

Ich hatte tatsächlich auch überlegt, etwas mit Tieren zu machen. Ich hatte immer einen guten Draht zu Tieren. Ich finde den Umgang mit Tieren viel angenehmer als mit Menschen. Und Tiere mögen mich auch immer, weil ich sehr viel ruhe austrahle und auch nicht so verbal bin. Ich kommuniziere auch gerne nonverbal.

Es gibt ja verschiedene Berufe, allerdings muss man dafür auch eine Ausbildung machen. Ich hätte eigentlich ncihts gegen eine Ausbildung, allerdings reichen die Ausbildungsgehälter nicht aus, um davon zu leben. Von 400€ im Monat kann ich und meine Frau nicht leben. Man kann es bestimmt irgendwie aufstocken, aber selbst dann wird es wirklich schwer. Wir leben jetzt seit 2 Jahren von Kurzarbeitergeld und Krankengeld, und ohne Schulden zu machen ist es garnicht mehr möglich. Das selbe nochmal 3 Jahre, das geht einfach nicht, das halten unsere Nerven nicht aus.

Ich bin beim Arbeitsamt jetzt in einer Spezialabteilung. Die waren lange überfordert mit dem Thema „Autismus“. Sie haben dafür keine spezialisiten oder sowas.

Ich habe jetzt eine ganz nette Beraterin in dieser Spezialabteilung, die sogar von sich selbst vermutet, dass sie ADHS hat, und dem ganzen Thema auch sehr offen gegenüber ist.

Viel mehr als mit mir die Stellenangebote durchzugehen kann sie aber auch nicht. Sie hatte mir angeboten, Praktikas zu machen. Das geht aber nicht, weil ich momentan einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt habe. Bis der durch ist, darf nichts beantragt oder finanziert werden.

Ich bin darum schon sehr Froh, dass ich an so eine gute Beraterin gekommen bin. Mein letzter Berater konnte damit garnichts anfangen, und erst nachdem ich mehrere wochen lang gebeten habe, ob es nicht eine andere Abteilung gibt, wurde ich übertragen. Er war auch ganz nett, aber er hatte einfach keine Möglichkeiten für mich, er konnte mir nur Jobangebote schicken.

@Dennis82HH Du schriebst, dass du Geld brauchst, aber derzeit nicht weißt, was du beruflich machen sollst / kannst / willst. Wäre es nicht evtl. eine „Zwischenlösung bis auf weiteres“, wenn du Dienste rund ums Tier anbieten würdest? Catsitting, Hunde ausführen, Meerschweinchen während des Urlaubes füttern… sowas? Damit könntest du evtl. den finanziellen Druck etwas mindern und dir etwas mehr Zeit verschaffen, um dir über deine berfuliche Zukunft klarer zu werden.

Ich darf momentan 165€ nebenbei verdienen. Ich schaue auch schon aktiv nach Minijobs. Das ist zwar nicht viel Geld, aber wenigstens etwas. Mein Problem sind aber weniger die Tiere, mehr die Menschen. Ich kann nicht einfach Leute ansprechen, ob sie jemanden für ihr Tier brauchen. Und bisher habe ich auch kaum solche Angebote online gefunden.
Hunde sind ein wenig ein Problem, ich komme nicht gut damit klar, wenn ich auf andere Hunde und besitzer treffe, und es dann zu einem Konflikt kommt.

Ich bin aber generell die ganze Zeit am suchen. Ich kann ja auch einige Dinge. Leider werden dafür sehr oft „Werksstudenten“ gesucht, oder es sind eben 450€ Jobs, was ich aber nciht machen darf. Selbst ein 165€ könnte kritisch werden bei der Beurteilung meines Antrages auf Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Darf denn deine Frau was dazu verdienen? Du hast Kurzarbeit Geld erwähnt, also gehe ich davon aus, dass sie es bekommt. Hier gibt es doch keine Grenze an Zuverdienst?

Und auch wenn du in einer speziellen Abteilung der Agentur bist, hast du trotzdem Anspruch auf Jobcoach! Und dieser muss sich zunächst nicht unbedingt mit Autismus auskennen. Er stellt ein Profil dar und orientiert sich an ihn und deine Wünsche. Bitte sprich das an.

Okay, das Kontaktproblem und Hundekonfliktproblem verstehe ich nur zu gut :see_no_evil: :frowning_face:
Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch, per Ebay-Kleinanzeigen und per Aushang im Tiermarkt dein Angebot zu veröffentlichen. Je genauer du schreibst, was du machst und was nicht, desto weniger Fragen musst du beantworten. Hunde würde ich dann weglassen. Vielleicht dann eher Katzen und Heimtiere hüten… Leider ist das dann aber eher nur ein „Urlaubsjob“ und in nächster Zeit wohl eher mau… Ist eine K…-Situation, in der ihr da seid :frowning:

Ich habe heute wieder alle möglichen Portale durchsucht. Es ist wirklich schwierig für mich, etwas passendes zu finden. Wann immer ich etwas interessantes finde, wird irgendwas benötigt, was ich nicht habe (ein bestimmtes Studium oder Ausbildung).

Ich habe heute auch einen Berufstest gemacht, wo man hunderte von Fragen beantwortet. Schon beim beantworten der Fragen habe ich gemerkt, dass es in keine gute Richtung gehen kann. Wenn ich nämlich Fragen ehrlich beantworte, wie:

  • Arbeiten sie gründlich und genau?
  • Schauen sie sich immer alle Details an?
  • Kommen sie gut mit Stress klar?
  • Können sie gut konzentriert arbeiten?
  • Sind sie sehr zuverlässig in ihrer Arbeit?
  • Können sie nach einem anstrengenden Tag gut entspannen?
  • Kommen sie gut im Team klar?

Wenn ich all diese Fragen ehrlich mit Nein beantworte, komme ich mir schon irgendwie blöd vor. Es kommt dann natürlich auch nie etwas Sinnvolles bei diesen Tests raus.

Ich hatte einen ähnlichen Test von meiner Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt bekommen. Dort wurde die Auswertung dann nach 12 unterschiedlichen Bereichen geordnet (Sowas wie Durchhaltevermögen, Teamarbeit, Führungsqualitäten usw.). Ich habe in allen Punkten 1/5 bekommen. Außer in Prozessplanung, da habe ich 4/5. Nur dass ich mit Prozessplanung garnichts am Hut habe.

Solche Ergebnisse finde ich immer sehr frustrierend, weil ich danach eigentlich nicht schlauer bin, sondern noch mehr das Gefühl habe, für nichts gut genug zu sein.

Und mir ist aufgefallen, dass mir gerade bei vielen „einfacheren“ Berufen nötige Fähigkeiten fehlen. Ich habe oft das Gefühl, mir fehlen ganz viele „Softskills“. Ich weiß, dass ich bei einem Praktikum einmal Kaffee Kochen sollte. Ich war damit völlig überfordert. Und das ist auch das einzige, woran ich mich aus diesem Praktikum erinnere. Oftmals sind es Dinge die mich überfordern, die für andere ganz selbstverständlich sind.

Das alles macht aber auch die Jobsuche gerade so schwer. Momentan traue ich mir nichts zu, weil mir sowohl die Motivation, Energie als auch Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen fehlt. Von den Qualifikationen mal ganz abgesehen.

Oftmals kriege ich als Antwort darauf sowas wie „Jeder kann irgendwas besonders gut, du musst nur rausfinden, was dir spaß macht und was du gut kannst“. DAs Hilft mir allerdings nicht so viel weiter. Ich weiß was ich gut kann und was mir spaß macht. Es sind nicht meine Stärken, sondern meine Schwächen, die das Problem sind. Diese werden oft wegignoriert, oder es wird davon ausgegangen, dass die garnicht so schlimm sind oder von alleine verschwinden. Nach 17 Jahren Berufsjahren kann ich aber durchaus sicher behaupten, dass die Probleme da sind, nicht schwächer werden und eine starke Behinderung darstellen.

Zum Beispiel das tägliche frühe aufstehen. Meine Fantasie war es nun, dass es vielleicht leichter wird, wenn ich regelmässig früh aufstehe. Aber auch nach Jahren des frühaufstehens hat sich keine Gewöhnung eingestellt, und es ist noch immer ein Problem. Also das reine „einfach zähne zusammenbeißen und durch, dann wird es schon“ funktioniert nicht.
Genau so ist es mit dem Durchhalten von 8 Stunden Arbeiten. Meistens gehen bei mir im Kopf die Lichter aus nach 4-5 Stunden. Auch da war meine Strategie „du musst dich nur dran gewöhnen“. Auch das hat nicht geholfen.
Etwas anderes ist telefonieren bzw. Kundenkontakt im allgemeinen. Ich bin extrem unsicher und nervös, und es strengt mich total an. Selbst nach 12 Jahren täglichen Telefonkontakt mit Kunden, wurde es nicht besser.

Und das ist dann der Punkt, wo die Frustration und Depression anfängt. Wieso verbessert sich nichts? Ich kriege da auch nie eine hilfreiche antwort. Meistens heißt es nur „du musst es nur länger durchhalten, dann gewöhnst du dich daran und es wird einfacher“. Und wenn ich dann sage, dass ich das schon seit 12 Jahren versuche, dann kommt nichts mehr außer Schulternzucken.

Und das ist momentan auch meine innere Einstellung. Ein inneres Schulternzucken.

Ich wünschte, es gäbe etwas, wo man diese ganzen „Softskills“ wirklich lernen kann. Anscheinend kommen andere damit auf die Welt oder lernen es irgendwie. Das war mir immer ein Rätzel, wie andere das hinbekommen. Aber gerade diese Softskills sind bei der Arbeit wichtiger, als Fachwissen oder Fähigkeiten.

@Dennis82HH Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass du schlicht (teil-)erwerbsunfähig sein könntest?
Ich habe nicht sehr viel, aber etwas Erfahrung mit dem Arbeitsamt gemacht. Insbesondere die, dass ALLES anders ist, wenn man schwerbehindert ist: Andere Sachbearbeiter, ganz anderer Umgang, andere Angebote. In meinem Fall Angebot einer Förderung durch einen (angeblich) spezialisierten Anbieter. Passte null zu meinen Problemen, das wurde schnell akzeptiert, und: „Wir schätzen Sie aufgrund Ihrer berichteten und beobachteten Probleme als nicht arbeitsfähig ein. Wenn Sie einverstanden sind, würde ich gerne einen Termin beim Betriebsarzt zur Feststellung Ihrer Arbeitsfähigkeit vereinbaren.“
Dazu kam es dann nicht aus anderen Gründen, aber ich wollte dir hiermit zeigen, dass es sinnvoll sein kann, das in Betracht zu ziehen. Was du schreibst, kenne ich nur zu gut! Ich konnte die Berufsunfähigkeit nur sehr sehr schwer akzeptieren, aber heute weiß ich, dass alle recht hatten. Ich habe das nur mit totalem Raubbau an meiner Gesundheit einige Jahre lang „geschafft“, und dann ging es gar nicht mehr.
Ich würde dir als erstenSchritt dringend zur Feststellung des GdB raten.

Ja, das hatte ich schon in betracht gezogen. Aber nachdem ich mir angesehen habe, wie viel Geld ich kriegen würde mit einer Erwerbsunfähigkeit (auch Teilererwerbsunfähigkeit) bin ich gleich wieder depressiv geworden :wink: das dreht sich im 200-300€ Bereich.
Darum ist es keine praktische Lösung für mich. Eventuell könnte es helfen, wenn ich teilzeit arbeite. Aber ich weiß nciht, wie ich jetzt noch eine Erwerbsunfähigkeit diagnostizieren lassen soll. Ich habe ja leider keinen Arzt zuhause :wink: und ich kann nicht noch mehr Termine/Therapien/Diagnosen machen. Aber ja, es ist mir trotzdem schon in den Sinn gekommen.

Das geht auch nicht über den Hausarzt, m.W. Du müsstest das mal genauer recherchieren, ich glaube, im Aspieforum gibt es auchLeute, die das durch haben. Die Rentenversicherung redet da ein wesentliches Wörtchen mit, eine Reha wird da sicher vorgeschaltet werden.
Ja, reich wird man damit nicht :wink: Letztlich ist es Hartz4 plus ein bisschen Rente - wenig, wenn man noch jung ist und / oder wenig Vollzeitjahre nachweisen kann. Aber die Frage ist ja auch nicht, ob du lieber nicht arbeiten möchtest, sondern ob du es überhaupt kannst. Und wenn ja, in welchem Umfang. Und wie lange. Du hast wenig gewonnen, wenn du mit irgendwelchen Jobs oder einer weiteren Ausbildung irgendwann mal wieder ein paar Monate zusammenklaubst, um dann wieder aufgeben zu müssen, weil du es nicht schaffst. Davon wird die Rente nicht fetter, aber du immer kränker und die Schulden ggf. immer größer.

Sich versuchen selbstständig zu machen und/oder andere Wege finden.
Es gibt nicht nur den einen, von der Gesellschaft geforderten, Weg.

Ich habe von meinen ca. zehn Jobs die ich seit meiner (immerhin erfolgreichen) Ausbildung gemacht habe keinen länger als ein Dreiviertel Jahr durchgehalten.
Habe aber nebenbei, in arbeitslosen Zeiten, meine Grafik/Animationsskills ausgebaut und hin und wieder für Projekte was gemacht…
Meine Rettung war aber 2017 der erste Bitcoin-Hype, das hat mir über die Jahre viele neue Möglichkeiten eröffnet.
Momentan mache ich einen Animationskurzfilm für ein Kryptoprojekt welches mir schon einiges an Schotter gebracht hat und noch viel mehr bringen wird…

Ich bin eben der Typ Lebenskünstler, der konventionelle Weg funktioniert bei mir einfach nicht…

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