Bupropion vs. Methylphenidat vs. Atomoxizin

Huhu, hoffe dass es ok ist, dass ich hierfür ein neuen Thread auf mache.

Ich hatte heute einen Termin bei meinem Psychiater.

Aktuell befinde ich mich in der Einstellung mit Methylphenidat, bekomme aber wegen Depressionen noch 300mg Bupropion.

Das Ding ist: Methylphenidat hat durchaus positive Eigenschaften bei mir, vor allem Stimmungsstabilisierung, da ich nicht mehr so schnell überfordert bin und auch Trouble um mich besser weg stecken kann, und ich komme etwas besser ins machen.

Angefangen habe ich mit Methylphenidat AL 20mg (Ritalin adult Generika).

Da die Wirkung zwar da war, aber irgendwie mir zu schwach vor kam, weil ich damals vor allem die berüchtigte Stille im Kopf nicht hatte, hat man auf 30mg erhöht. Was viel zu heftig war.

Seit eine Woche nehme ich wieder 20mg. Aber auch die sind, vor allem in der Anflutung und den ersten Stunden „zu Viel“.

Mein Psychiater meinte, dass das mit dem Bupropion zusammen hängt. Da Methylphenidat grundsätzlich bei mir anschlägt, bräuchte ich eigentlich mehr.

Dazu müsste man aber mit dem Bupropion runter gehen.

Ich hab jetzt aber auch einfach Angst, dass die Depression dann wieder zurück kommt…

Es könnte aber auch sein, dass mir weniger Bupropion und eine passende Stimulanzien Dosis sogar besser tun :grimacing:

Alternativ könnte man Atomoxizin (nicht stimulierend) versuchen.

Das hat aber, so wie ich jetzt gelesen habe, auch eine starke Wechselwirkung mit Bupropion, da dieses das Enzym hemmt, welches Atomoxizin in der Leber abbaut (etwas 5x Wirkung dann)…

Hat irgend jemand Erfahrungen mit Bupropion und ADHS Medikation? Und vielleicht schon verschiedenes ausprobiert.

Ich fühle mich gerade maximal verunsichert. Und die Praxis kann ich in August für 4 Wochen nicht aufsuchen. Daher will ich eigentlich auch keine großen Experimente mehr starten.

Verordnet hat er mir, auf meine Nachfrage, 27mg Kinecteen. Da hat eine viel flachere und längere Wirkkurve. Das wäre noch eine Idee, weil bei mir ansonsten vor allem die letzten Stunden am besten wären (wo der Wirkstoff langsam abflacht und dann vermutlich irgendwann die passende Dosis ist).

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Okay ist fast alles, aber ob es nützlich ist?

Einen „ich und die Medikamente“-Thread hast du ja, in dem du vorhin ja schon von deinem Termin berichtet hattest.

Die Fragestellung ist nun zwar eine etwas andere als im Titel des alten Threads, aber der Nachteil eines neuen Threads ist, dass du möglicherweise alles von dort nochmal erzählen musst.

Ja das stimmt.

Meine Intention war, dass so vielleicht jemand aufmerksam wird, der sich genau damit auskennt/ oder etwas aus eigener Erfahrung erzählen kann, der den anderen Thread vielleicht gar nicht ganz gelesen hat/ lesen würde.

Mit der KI reden ist halt auch immer so ne Sache, wenn man im Gegensatz auch von echten Erfahrungen was lesen kann.

Moment stopp mal, läuft da gerade dein Kopf über???

Was ist für dich Indiz, daß dir 20 mg Methylfinidat Al zu viel sind. Vielleicht. agst du das etwas mehr beschreiben Vielleicht ziehst du erst mal grundsätzlich falsche schlüsse oder oder oder - wäre zum besseren Nachvollziehen für uns alke wahrscheinlich besser.

Und ne ganz blöde Frage, wieso hast du bitte nicht wie üblich mit 10 mg Methylfinidat AL begonnen?

Jeder Körper braucht grundsätzlich Zeit bei Stimulanzien um ein gewisses Gefühl wie z.B.. sich angeschwipst, angeschickett zu fühlen. Deshalb begint man eigentlich auch mit der kleinsten Dosis und steigert dann nach Patientengefühl bzw. gibt den Dosen ggf. auch mehr Zeit falls der Patienten empfindlich ist. Je schneller und je größer die Steigerungsschritte sind, desto schneller und deutlicher können Nebenwirkungen auftreten.

Das ist grundsätzlich bei allen BTM Medikamenten so, deshalb werden sie ja anders gehandhabt und was andere beschreiben können bei dir andere Dinge sein. Der eine hat Stille, der andere ist sortierter etc.

Ich hatte auch nie Stille mit der Einnahme dafür hatte ich aber vieles andere was mich störte.

Zudem könnte es auch sinnvoll sein, du schaust in die Nebenwirkungen von Bupropion vielleicht treten ja auch unerwartet mit der Eindosierung von Methylfinidat plötzlich Nebenwirkungen von Bupropion auf, weil der Körper mit dem Stimulanz einfach anders reagiert vielleicht sogar als alle erwarten, doch es ist ein Körper und theoretisch kann jeder Körper auf seine ganz eigene Art reagieren…

Zu viel nicht, aber die Freisetzungsart stimmt nicht.

Die 50% Wirkstoff die direkt ausgeschüttet werden, lassen mich anfangs eher unruhig, manchmal auch leicht schwindelig werden. Manchmal ist meine Konzentration sogar eher noch etwas schlechter.

Erst die letzten Stunden der Wirkung empfinde ich als passend. Daher jetzt auch Kinecteen, weil die Wirkkurve flacher ist, und nicht ganz so viel Methylphenidat Initial ausgeschüttet wird (6,5mg statt 10).

Bisher hat sich an dem Zustand nach der Einnahme nicht all zu viel getan.

Ich habe absolut keine Ahnung :man_shrugging: das hat der Arzt aufgeschrieben.

Genau deswegen tausche ich mich ja hier auch aus.

Vielleicht ist meine Erwartungshaltung auch zu hoch, oder falsch.

Bupropion und Methylphenidat blockieren beide die selben Transporter.

Bupropion macht das viel länger und erhöht vor allem Noradrenalin und weniger Dopamin.

Methylphenidat blockiert die restlichen Transporter, aber deutlich stärker.

Dadurch staut sich viel zu viel Dopamin und Noradrenalin im Synaptischen Spalt, was dann zu den unerwünschten Nebenwirkungen führt.

Daher braucht/ kann man mit Bupropion viel weniger Methylphenidat nehmen.

Und genau das ist jetzt die Frage die ich mir Stelle.

Ob es sinnvoller ist, Bupropion zu reduzieren (ich habe halt keine Ahnung, wie es sich auf meine Depression auswirkt) und dafür mehr Methylphenidat, oder eine eher geringere Menge Methylphenidat zu nehmen, Bupropion lassen wie es ist, dafür aber die ADHS Merkmale eher nur sehr gering verbessern.

Oder auf ein nicht Stimulierendes Medikament zu gehen, welches aber, laut KI sogar noch schlechter mit Bupropion harmoniert, dafür soll Atomoxizin von sich aus auch antidepressive Eigenschaften haben.

Zudem hatte ich die letzten Jahre EXTREM Probleme mit dem Antrieb. Also der Push vom Bupropion + jetzt Methylphenidat sorgt schon dafür, dass ich um einiges mehr gebacken bekomme und vor allem auch wieder mehr Energie und Geduld für keine Familie zu haben.

Irgendwie ist der Status aktuell, besser als vor der Behandlung (generell, also auch Bupropion). Viel besser sogar.

Aber es ist auch irgendwie nicht „gut“. Schwer zu beschreiben…

Irgendwas fühlt sich nicht ganz passend und richtig an, obwohl ich nicht das Gefühl habe, dass ich ein anderer Mensch geworden bin, sondern dass jetzt eher der Mensch raus kommt, der ich wirklich bin.

In Kombination mit Methylphenidat, zumindest wie bisher, ist es einfach ein Tick zu viel.

Aber ich weiß nicht, an welchen Stellen schrauben ich jetzt am besten drehen sollte.

Psychiater meint, Bupropion reduzieren, Methylphenidat rauf.

Ich habe Angst vor einem Rückfall.

Die letzte depressive Episode war sehr, sehr heftig, die schlimmste seit 10-12 Jahren, inklusive Suizidgedanken. Ich hab wirklich richtig Angst, da wieder rein zu kommen…

Viele sagen aber auch, dass die passende ADHS Medikation bei ihnen auch automatisch Depressionen verbessert haben…

Ja, verständlich. Du nimmst seit der letzten Episode Bupropion durchgehend?

Also, du fragst ja nach Erfahrungen mit der Kombi. Ich bin auch nicht toll mit Bupropion + Stimulanzien zurecht gekommen, war damit irgendwie zu angespannt und gestresst und habe schlechter geschlafen. Meine frühere Dosis Elvanse war in der Kombi auf jeden Fall zu viel. Mit MPH hab ich es gar nicht probiert, wäre aber ja vermutlich ähnlich.

Daher hab ich das Bupropion dann einfach abgesetzt. Ist bei mir aber vielleicht auch etwas anders gelagert, weil ich eh nie das Gefühl hatte, dass es mir so viel bringt. Ich hatte mit Bupropion keine langfristige Verbesserung meiner Depression, also kann ich mir das ja auch sparen :wink:

Aber das wäre jetzt natürlich nicht meine Empfehlung. Wenn es dir hilft, würde ich es nicht absetzen, sondern tatsächlich einfach eine niedrigere MPH-Dosis probieren. Ich finde, 27 mg Kinecteen klingen doch vernünftig.

Atomoxizin kenne ich nicht, nur Atomoxetin (vielleicht meinst du das auch?). Habe ich aber auch noch nicht genommen, aber einige andere hier haben damit wohl auch positive Erfahrungen gemacht. Ich würd aber an deiner Stelle jetzt einfach erstmal dem Kinecteen ne Chance geben. Könnte ja passen :slight_smile:

Bei mir ist es vor allem mit der Erhöhung auf 300mg deutlich besser geworden.

Aber das MPH hat meine Stimmung auch ziemlich gut stabilisiert, im Sinne davon, dass ich viel weniger „Wutausbrüche“ habe, weil ich mich insgesamt einfach auch nicht mehr durchgehend so gestresst und überfordert fühle.

Bupropion hat die Depression verbessert, aber das schnelle in Overload kommen halt gar nicht. Und aus dieser Überforderung)Reizüberflutung etc. bin ich halt oft auch unangemessen grob zu meiner Familie (verbal) und dann fühle ich mich unendlich schuldig hinterher…

Das ist vielleicht das positivste überhaupt an Methylphenidat bisher.

Und trotzdem ist es, bisher, so dass irgendwas auch einfach zu viel war. Ich merke das z.B. auch daran, dass ich gerade dauerhaft einen verspannten Nacken habe.

Genau darauf hoffe ich.

Falls das halt trotzdem noch zu viel ist, Frage ich mich, welches der beiden ich reduzieren sollte. Aber da muss ich wohl einfach jetzt ein paar Tage warten (Geduld ist keine meiner Kernkompetenzen…)

Da habe ich wohl ein paar Buchstaben durcheinander gebracht.

Ja das meinte ich.

Aber dafür müsste ich, vermutlich, auch Bupropion absetzten. ich muss noch mal darüber etwas lesen, weil ich gerade den Antriebsschub eben auch nicht verlieren möchte. Vorher war einfach jeder Tag nur eine Qual vom Aufstehen an nur dafür gelebt irgendwie durchzuhalten bis ich abends wieder ins Bett konnte.

Danke auf jeden Fall für die Antwort.

Genau auf sowas habe ich gehofft, dass jemand auch Erfahrungen mit beidem hatte, auch wenn es natürlich bei jedem etwas anders aussehen kann.

Elvanse zieht er z.B. gar nicht in Betracht in Kombination mit Bupropion, wenn mich Mph schon „Überstimuliert“.

Irgendwie hab ich das Gefühl, hier gerade zu viel mit meinem Gedankenrasen hin und her zu schreiben hier im Forum… Ich bin einfach ein extremer Grübler und zerdenke einfach alles… :grimacing:

Dachte ich mir fast, aber es gibt ja so viele ähnlich klingende Wirkstoffe und Präparate und ich war zu faul zu googeln, ob es das vielleicht auch gibt und ich dat nur nüsch kenn :sweat_smile:

Komplett abwegig ist das aber trotzdem nicht. Elvanse wirkt dann halt stärker und länger (deshalb nutzen manche Schnellverstoffwechsler diese Kombi). Für mich war das gar keine gute Kombi, weil ich mit Elvanse ohnehin schon schlecht schlafe (obwohl die spürbare Wirkung natürlich lange vor dem Schlafengehen schon weg ist… hatte ich aber ja auch bei dem langretardierten MPH). Da du aber ja gerne nur einmal was nehmen möchtest, wäre das grundsätzlich schon denkbar in der Kombi. Da müsstest du dann eben eine sehr niedrige LDX-Dosis probieren.

Aber das nur so als Gedanke für den Fall, dass das mit Kinecteen nicht so gut klappt wie erhofft. Das wünsche ich dir natürlich jetzt erstmal! Gib dem wirklich mal ein paar Tage Zeit, auch wenn du sagst

:wink: :four_leaf_clover:

Ach, und um dir vielleicht noch was Mut zu machen: Wir hatten ja im anderen Thread festgestellt, dass wir anscheinend sehr ähnliche MPH-Mengen brauchen (10 mg Ritalin Adult morgens zu wenig, 20 mg aber schon zu unangenehm). Bei mir waren die 27 mg Kinecteen (bzw. ich hatte das Retardpräparat von Ratiopharm, aber das ist identisch mit Kinecteen, obwohl es als Generikum zu Concerta zugelassen ist) von der Wirkung durchaus gut und passend. Ich hatte ja andere Probleme damit, aber die Menge MPH könnte also für dich auch gut passen.

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Ich habe tatsächlich das originale Kinecteen verschrieben bekommen.

Heute um 9 Uhr von der Apotheke geholt und direkt eine genommen.

Bisher sehr positiv. Die innere Unruhe die ich mit Methylphenidat 20mg AL (Ritalin adult Generika) hatte ist bisher komplett ausgeblieben.

Mal sehen wie es sich den Tag/ die nächsten Tage so weiter entwickelt.

Mein ehemaliger Arbeitskollegen war auch mit Antidepressiva + Lisdexamfetamin eingestellt. Ich weiß aber nicht welches AD er hatte.

Für ihn hat das ziemlich gut gepasst.

Allerdings ist das schon lange her, da hatte ich glaube gerade erst den Verdacht, dass ich überhaupt ADHS haben könnte und wir haben keinen Kontakt mehr.

Ich Versuche es!! Hatte er die Sache mit dem Bupropion nur nie erwähnt.

Jetzt habe ich das Gefühl, mit einer anderen Einstellung könnte es besser sein und sowas treibt mich immer arg um, also generell, wenn ich das Gefühl habe, von irgend etwas nicht das Optimum zu haben :see_no_evil_monkey:

Vor September werde ich aber sowieso keine großen Experimente mehr machen.

Wenn ich Kinecteen gut vertrage, bleibe ich so oder so für mindestens 6 Wochen dabei.

Das sollte dann lange genug sein, um es besser zu beurteilen.

Dann muss ich noch, vor dem 30.7. wissen, ob es bei genau DEM bleibt, weil die Praxia dann in den Urlaub geht, und ich eine Schengen-Bescheinigung brauche, um das Zeug in den Urlaub nach Italien mit nehmen zu können.

Das setzt mich jetzt irgendwie auch noch voll unter Druck.

Urlaubsreisen sind für mich extrem anstrengend (auch wenn ich schon auch Lust drauf habe, laugt es mich komplett aus) und ich hoffe, dass ich das dann einfach besser packe, oder, ganz verrückt, vielleicht sogar mal genießen kann… :see_no_evil_monkey:

Danke vielmals :smiling_face:

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Wichtig zu wissen:
Wenn ich das richtig gelesen habe, hattest du vorher 20mg Ritalin adult Generikum und jetzt 27mg Kinecteen: das entspricht einer Dosissenkung. 20mg Ritalin adult entsprechen etwa 10mg unretadiertem MPH, 27mg entsprechen etwa 7.5mg unretadiertem MPH. Die äquivalente Dosis Kinecteen zu deinen 20mg Ritalin adult wären 36mg gewesen.
Mit dem Kinecteen kannst du in Schritten, die 2.5mg unretadiertem MPH entsprechend die Dosis steigern bzw senken. Bei Ritalin adult geht halt nur 5mg. Das kann für manche von Vorteil sein

Ja das hab ich auch gelesen.

Da ich aber mit 20mg vermutlich auch minimal überdosiert war, passt das denke ich.

Der erste Tag heute war richtig, richtig gut mit Kinecteen.

Dieses Gefühl von"etwas zu viel" war gar nicht da. Keine Unruhe, keine Getriebenheit.

Der Zirkus in meinem Kopf läuft immer noch auf Hochtouren, die Konzentration ist auch nur etwas besser, dafür habe ich mich sehr ausgeglichen gefühlt.

Ich hab Dinge erledigt (Gartenarbeit die schon seit… Letzten Jahr anliegt unter anderem).

Mit den Kids gespielt ohne dauernd weg zu rennen, oder zumindest gedanklich komplett weg zu driften.

Die „ADHS Rage“ ist nicht gänzlich verschwunden, aber ich kann’s besser kontrollieren. Ist nicht so schnell und nicht so stark.

Zusammengefasst: es mildert einiges ab, verbessert anderes, insgesamt nicht so effizient, wie ich mir das vor den Stimulanzien erhofft hatte, aber es bringt tatsächlich genug, dass ich gerade Recht glücklich damit bin und, heute, besser durch den Tag gekommen bin.

Um ca 9 Uhr eingenommen. Die Wirkung scheint mir schneller einzusetzen als bei Ritalin adult. Sch9n nach 30-45 min war ich der Meinung das es los geht.

Ich merke, dass es langsam nachlässt. Aber das wären seit Wirkbegin 11 Stunden :distorted_face:

Ich hoffe, dass das nicht wieder so ein Honeymoon Effekt ist, wie die ersten Tage mit Methylphenidat.

Wenn das so anhält, wäre es Bombe :bomb::exploding_head::+1:

Tag 4 heute.

Der Honeymoon ist vorbei :pensive_face:

Der Alltag hat übernommen.

Ich merke, dass zu wenig Schlaf gefühlt auch die Wirkung von Methylphenidat ziemlich auffrisst (nicht komplett). Aber ich merke schon mau einen Wirkeintritt und auch keinen Austritt mehr.

Habe aktuell Spätschichten, was bedeutet maximal 6 Stunden Schlaf pro Nacht.

1-2 Nächte ist das ok, aber irgendwann macht es sich schon sehr bemerkbar (wäre hatte auch gedacht, dass zu wenig und schlechter Schlaf negative Auswirkungen haben).

Ab morgen hab ich Nachtschicht (auch geil, schon mit vorhandenem Schlafdefizit in den Nachtdienst starten :+1:).

Generell würde ich keinen, dass die Dosis passt.

An meinem Strukturellen Schlafmangel kann ich nichts ändern. Jobwechsel würde für uns unstemmbare finanzielle Einbußen bedeuten.

Muss bis Mai 2027 noch irgendwie so gehen, da kommt meine Kleine in den Kindi, und ich kann vormittags dann nochmal hin liegen (vorausgesetzt ich kann dann schlafen. Meistens komme ich tagsüber nicht so weit runter).

Klar kann die Medikation nicht den Schlafmangel auffangen, aber dass es fast die ganze Wirkung auffrisst, ist krass.

Ist das bei euch auch so?

Morgen, wegen der Nachtschicht, nehme ich es erst nachmittags.

Vielleicht merke ich dann ja doch den Unterschied, der mir aktuell nicht auffällt :see_no_evil_monkey:

Mit Schlaf - bei mir mehr die Qualität als die Quantität - steht und fällt viel. Das haben die Stimulanzien einfach deutlich weniger Chance, wenn das nicht passte.
Ich bin inzwischen überzeugt, dass vermutlich mehr ADHSler von Melatonineinnahme profitieren würden. Es gibt leider bisher aber keine klare Evidenz, sondern das beruht auf dem Zusammensetzen von vielen einzelnen Hinweisen.
Gerade wenn man durch Schichtdienst Schlaf zu Zeiten hat, die von der Physiologie her so nicht vorgesehen sind, könnte ich mir vorstellen, dass Melatonin da zumindest die Qualität verbessern kann. Allerdings habe ich keine Ahnung wann man es nimmt (und wann ggf es nicht nehmen sollte) und wie man es dosiert in diesen Situationen.

Leider ist Melatonin bei Erwachsenen im jüngeren und mittleren Alter nur Off Label. Für Kinder mit ADHS gibt es eine Zulassung und ab einem gewissen Alter für Erwachsene (allgemein und für einige Wochen).

Daneben: Probiere doch, auch wenn die äquivalente Ritalin Adult Dosis zu hoch war, die nächste Höhe Kinecteen aus (vielleicht dann wenn du einen Dienst hast, der die Schlafenszeit nicht zu arg verschiebt zur „normalen“ Nacht. Die verschiedenen Freusetzungsmechanismen lassen sich nicht absolut vergleichen und es ist schon ab und an so, dass bei einem Präparat eine Dosis notwendig ist, die bei einem anderen Präparat zu viel oder zu wenig war.

Abgesehen davon ist es schon grundsätzlich richtig, dass man nicht dauerhaft so ein an-/abschalten der Wirkung merkt, sondern dass die Wahrnehmung der Wirkung in den Hintergrund tritt.

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Habe ich schon probiert. Aber hab damit leider keine Erfolge gehabt. Ich hab sogar gar keinen Unterschied gehabt. Und ich hatte auch das „richtige“ medizinische Circadin, also kein noname Discounter Produkt oder sowas.

Ich habe halt aktuell drei Punkte, die meinen Schlaf oftmals verkürzen:

Spätschicht: bin kurz nach 23 Uhr Zuhause. Meistens mache ich noch die Kindergartenbox für Junior fertig, brauche dann ne kleine Weile um runter zu fahren.

Einschlafen: 0 bis 0:30.

Aufstehen: meistens 6 Uhr wenn meine Frau arbeiten muss, manchmal 7 Uhr, wenn die Kinder so lange schlafen.

Kinder: oft unruhig nachts und/oder viel zu früh wach. Selbst wenn meine Frau mit ihnen aufsteht, ich bin wach und komme nicht mehr runter. Ich kann dann auch nicht wieder einschlafen.

Mein Hirn in der Nacht… Ich schlafe meistens gut ein, werde aber gerne Mal nachts wach und wenn mein Hirn dann in Gang kommt, wars das erstmal für ne ganze Weile mit Schlaf.

Die Kinder werden irgendwann älter.

Schlafen dann vielleicht auch besser und länger.

Das werde ich ziemlich sicher auch machen.

Aber ich denke, dass ich trotzdem das Bupropion dann gleichzeitig reduzieren mag.

Und halt erst nach dem Sommerurlaub.

Prinzipiell passt die Medikation, denke ich, zumindest Verträge ich es gut. Ich mag jetzt keine Experimente mehr machen, wenn ich dann keinen Ansprechpartner hab im August.

Außerdem nehme ich es ja seit nicht mal einer Woche. Mal sehen wie es sich noch weiter entwickelt.

Ja genau so war es gemeint. Dosis doch nochmal ein oder auch zwei Stufen höher testen, dann wenn dein Setting dafür passt - also sowohl beruflich als auch privat das Stress- und Anforderungslevel als auch dein Mindest im Sinne von, ich bin bereit nochmal zu experimentieren ggf auch 2-3 schlechtere Tage durchzuhalten und zu schauen was danach passiert. Wenn das nicht passt, bringt es wenig. Am Ende weiß man dann nie sicher, war es ggf doof weil die Umstände doof waren oder weil tatsächlich die Dosishöhe unpassend ist.

Zum Bupropion: ggf könnteat du, wenn du mit der aktuellen Dosis stabil einige Wochen unterwegs bist, unabhängig von ner MPH Dosisanpassung testen, ob weniger Bupropion auch reicht, wenn gleichzeitig Stimulanzien halbwegs passend wirken. Und erst wenn du schon einige Zeit dann damit stabil bist, ne höhere Dosis MPH probieren. Falls das so klappt, könntest du besser unterscheiden, woher ggf kurzfristig auftretende Nebenwirkungen o.a. kommen, als wenn du zwei Medikamente mehr oder weniger zeitgleich änderst.

Auch bzgl Melatonin kann man nochmal probieren, ob es jetzt, wo du mit der Kombi MPH und Bupropion ne halbwegs passende Einstellung hast, doch was bringt. Vielleicht nicht nach wenigen Tagen sondern erst nach 2/3 Wochen und eher subtil.

Das sind einfach nur Gedanken von mir, die noch kamen. Ob oder ob nicht du das für sinnvoll hältst und die Lust auf Experimente hast, liegt ja ganz bei dir

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Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich froh bin, dass mich die Medikation etwas auffängt…

Ich bin doch noch weit weg davon stabil zu sein, aber ich stürze wenigstens nicht ganz so tief ab…

Daher ist es sicher gut, es jetzt erstmal einfach laufen zu lassen wie es ist :man_shrugging:

Danke für dein Feedback, fürs Lesen und deine Ideen dazu :blush:

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Notiz an mich selbst:

Nach dem dritten Versuch ist klar: Kaffe ist keine gute Idee zusammen mit Stimulanzien…

Sagt einem ja vorher auch niemand :rofl:

Aber Eiskaffee im Sommer ist halt so geil!

Es ist etwas Zeit ins Land gegangen.

Einige Wochen war es mir 27mg Kinecteen +300mg Bupropion ganz gut.

Weniger gereizt und überfordert, leichter ins tun gekommen, schlechte emotionale Phase habe ich deutlich schneller überwunden.

Das Chaos im Kopf und die Reaktion sind eher kaum besser geworden.

Vor ±3 Wochen ist dann irgendwas „kaputt“ gegangen.

Es hat sich in relativ kurzer Zeit so angefühlt, als würde ich gar kein Methylphenidat mehr nehmen.

Und so ist es auch geblieben. Ich bin wieder super schnell in Overload, permanent gereizt deswegen, durchgehend gestresst auch wenn gar nichts stressiges ist.

Also im Prinzip, ähnlich wie vorher.

Dienstag hatte ich einen Termin beim Psychiater.

Bupropion bleibt auf 300mg und Kinecteen auf 36mg.

Heute zum ersten Mal genommen und: nichts…

Keinerlei Veränderung oder Verbesserung… Oder das Gefühl überhaupt was genommen zu haben…

Bin gespannt wie das die Tage weiter geht, aber mein Hirn läuft jetzt wieder auf Alarm und hat Angst, dass die Medikation nicht mehr wirkt und ich wieder am Anfang stehe…

Zumal ich nicht weiß, ob ich ab Januar noch großartig Termine in der Praxis bekomme, dank des GVK- Sparorgiengesetz :pensive_face:

Am Empfang steht schon dran, dass es vermutlich nur noch ein Termin pro Quartal geben wird. Ansonsten muss man selber zahlen…

Nach ein paar Tagen auf 36mg Kinecteen habe ich nicht wirklich einen Unterschied gemerkt.

Deshalb habe ich es, einfach aus Neugier, zwei Tage ganz weg gelassen.

Abgesehen von (noch) mehr Müdigkeit, war kein wirklicher Unterschied…

Konzentration, Chaos im Kopf, Gereiztheit, quasi null Konzentration… Ich fühle mich quasi den kompletten Tag von allem erschlagen und überfordert…

Es ist wieder genauso, wie vor der Medikation, auch mit Medikamenten :man_shrugging:

Bupropion habe ich natürlich normal weiter genommen.

Jetzt bin ich gerade komplett ratlos… Frage mich, ob ein Umstieg auf Elvanse was bringen könnte.

Oder ob hier auch damit zu rechnen ist, dass es eine Weile hilft, und dann nicht mehr.