Concerta 72mg/ tag, zu wenig, zu kurz, bei dir auch?

Ich mache es mal ungewöhnlich kurz

Hello, Andreas, M, 35, ca. 65 kg, 175cm, oft sportlich, Kanton Zürich, Schweiz, schnell verstoffwechsler, keine nennenswerten nebenwirkungen, eingewöhnungsphase,

Concerta

18mg, nichts
36mg, nichts
54mg, kaum etwas / sehr sehr kurz
72mg wirkt erst nach 3-4 Stunden nach der Einnahme, für etwa 4 bis 8 Std, so dass es sich lohnt dies einzunehmen.

Frage 1:
Die Wirkungsdauer fühlt sich immer kürzer an, kennt ihr das auch?

Frage 2:
Kennt ihr jemanden oder ist hier jemand der 100mg plus benötigt?

Vielen Dank, echt viele tolle Erfahrungen und Tipps hier.

:smiling_face:

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Hi und willkommen hier im Forum!
Wielange hast du denn die einzelnen Dosierungen genommen und seit wann jetzt die 72mg? Hast du jemals nachdosiert? Für mich klingt das nicht zwingend nach einer sehr schnellen Verstoffwechslung, wieso gehst du davon aus? Wenn man einen hohen Bedarf hat, ist die Zeit in der man oberhalb des erforderlichen Spiegels ist einfach sehr kurz.

Ich bin mit Concerta bzw generell MPH auch nicht mit den üblichen Dosen über den Tag gekommen, jetzt nehme ich Elvanse und habe zwar das Problem auch wieder, allerdings wirkt Elvanse bei mir insgesamt sehr viel angenehmer und hat eine viel weitere therapeutische Breite und ich komme auch deutlich weiter mit den üblichen Dosen.
Soweit ich weiß, gibt es durchaus Menschen, die einfach höhere Dosen benötigen und auch dauerhaft gut vertragen, man liest hier aber nur vereinzelt davon.

Concerta (72mg) zündet bei mir sehr viel schneller als du es beschreibst und hält dann einige Stunden, genau müsste ich es nachsehen, aber die Wirkung endet irgendwann in der Mittagszeit. Dann müsste ich nochmal mindestens 36mg nachlegen um bis zum Abend zu kommen. Damit schramme ich dann meist immer noch am unteren Ende meiner Wohlfühldosis herum und rutsche immer mal wieder drunter.

Hy :slightly_smiling_face::upside_down_face::slightly_smiling_face::upside_down_face:

Hi und willkommen hier im Forum!
, Dankeschön

Wielange hast du denn die einzelnen Dosierungen genommen

, jeweils ungefähr 10 Tage

und seit wann jetzt die 72mg?

,seit ca. 3 Wochen

Hast du jemals nachdosiert?

, einmal musste sein um gut heim zu kommen

Für mich klingt das nicht zwingend nach einer sehr schnellen Verstoffwechslung, wieso gehst du davon aus?

, ich nehme seit jeher, nur wenig zu, essen ist eine Leidenschaft die mich beruhigt.

Wenn man einen hohen Bedarf hat, ist die Zeit in der man oberhalb des erforderlichen Spiegels ist einfach sehr kurz

, fühle ich auch so

Wenn du nochmals 36mg nachlegst, somit bei 108mg/ tag bist….bist du dann am Abend weiterhin entspannt und ausgeglichen oder musstest du nochmals nachlegen?

Das habe ich nicht oft gemacht, wäre halt meine Schätzung was ich bräuchte. Bei deinen Berechnungen kannst du übrigens immer ein bisschen abziehen, ich glaube es waren ca. 6% (oder3?), die beim Original Concerta immer drin bleiben, weil die Osmose die Kapsel nicht komplett leeren kann.
Ich hatte abends mit MPH immer eklige Zustände von Unterdosierung und dann noch den Rebound, deshalb bin ich zu Elvanse gewechselt. Komplett den Tag abgedeckt habe ich nie, ich weiß nicht, ob ich dann hätte schlafen können. Mit Elvanse kann ich schlafen, auch wenn noch eine Restwirkung da ist und es macht wenig bis gar keinen Rebound bei mir. Das ist aber von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Übrigens, wenn du einen Text in einem Post markierst, kannst du direkt zitieren. :grin:

Moin und herzlich Willkommen @And1

Wenn ich dich richtig verstanden habe, nimmst du lediglich eine Dosierung pro Tag?

Hab damals (vor knapp über einem Jahr) bei einem Mitpatienten mitbekommen, dass der bei zwei Einnahmen pro Tag war, um eben über den Tag zu kommen.

Erste Dosis höher als die zweite, Zeitpunkt des nachlegen so, dass du keine Lücke im Wirkpegel hast.

Hoffe dass dir das weiter hilft.

Spannend, danke dir

Ja genau,

Zuerst möchten wir meine Erstdosis herausfinden und dann weiterschauen….

aber ist 72mg nicht schon mega hoch?

Ups vergessen Danke zu sagen, also Dankeschön :smiling_face::innocent:

Naja, wenn ich mich richtig erinnere lief der Mitpatient damals hinterher mit 36/18/0.

Die höhe der Dosierung ist immer eine individuelle Angelegenheit und u.a. abhängig vom Stoffwechsel und noch vielen weiteren Faktoren.

Also ja, 72mg ist meines Wissens nach hoch, jedoch habe ich Concerta nie genommen und kann daher nur aus 2. Hand berichten.

Aber um mal ein kleines Beispiel zu bringen:

Es gibt Menschen die nur mit niedrigen Dosierungen klar kommen, dafür aber mehrere am Tag einnehmen (müssen), um über den Tag zu kommen.
(Bin bspw. bei off-Label Elvanse (Einstellung erfolgte im klinischen Setting) 3 x 20mg, eben weil ich mit höheren Dosierungen nicht hin- / und auch anders nicht über den Tag komme, zugelassen ist es jedoch offiziell nur für einmal pro Tag.)

Worauf ich hinaus möchte ist folgendes:
Auch wenn du eine relativ hohe Einzeldosis brauchst, kann das eben für dich dienlich sein.

Spaßeshalber:
Hast du vorher bereits andere Medikamente versucht?

Gibt ja auch noch „andere Fische im Teich“ außer Concerta.

Gleicher Wirkstoff ist bspw. auch noch Ritalin oder Medikinet (teilweise problematisch, da bei jeder Einnahme zwingend gegessen werden muss).

Anderer Wirkstoff wäre Elvanse (Lydexamfetamin).

Dafür bin ich u.a. hier :wink:

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:smiling_face:

Jetzt nur Concerta

aber

vor ca. 15 Jahren ein einziges mal Ritalin vom einer Freundinn bekommen (Dosis, kann mich nicht erinnern / unbekannt) war sehr entspannend, sehr beruhigend

Aber, das war das alte Ritalin mit Schnellfreisetzung etc.

Sonst habe ich keine Erfahrungen, auch nicht mit Drogen, ausser Alkohol, Kaffe, Zucker, Essen bis zum umfallen als Beruhigung.

Mein Arzt empfahl mir Concerta, dies würde vermutlich am besten zu mir passen,

somit starteten wir mit Concerta und mal schauen….

Habe zusätzlich zu anderen Tests (alles i.o)
einen 24h Blutdrucktest mit 72mg gemacht, komischerweise steigt mein Blutdruck wenn ich Schlafe an….

diese Berichte bespreche ich Morgen mit meinem Arzt

also, alles gut, eingewöhnungs/ Testphase

.,.,.,.,.steigt bei jemandem hier auch der Blutdruck an wenn sie/er/??, am schlafen ist?

Bei mir könnte eventuell eine weitere Krankheit vorliegen (gem Hausärztin), wird sich alles bald zeigen, eins ums andere…

Das ist oftmals so.
Sobald das ADHS „unter Kontrolle“ ist, kommen dann nach und nach noch andere Dinge zum Vorschein.

Bei mir zeigen sich bspw. seit der richtigen Einstellung immer mehr ASS Symptome.
Ergo, nächste Diagnostik anstoßen.

ADHS kann so manches überlagern.
Daher ist das nicht unbedingt verwunderlich wenn mit der Zeit noch andere Dinge raus kommen :wink:

Unabhängig zur der Höhe . Ich gehöre zu den Menschen mit niedriger Dosis und dass spiegelt sich auch in anderen Mitteln wieder, wie zb die Betäubung beim Zahnarzt, da reicht die Kinderdosis.

Andere haben das Gegenteil und benötigen in allem ne ordentliche Ladung bis es wirkt.

Hallo zusammen, gehts euch allen gut / besser, ich hoffe es jedenfalls :slight_smile:
Danke dir, ja ist bei mir wohl auch so, wie bei den anderen wie du beschrieben hattest…

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Update

ich hatte bei der Hausärztin Tests bezüglich Herz und Blut und Blutdruck gemacht

und bei 72mg auf einmal und dann gem. Psychiater in der 3. oder 4. Stunde messen lassen (weis nicht mehr welche Stunde, aber damals wusste ich es),

Ich habe gute Werte, jedoch zur Sicherheit haben wir noch einen 24 Std. Blutdrucktest gemacht,

diese werte sind auch prima, ich kann, darf höher gehen, soll mich aber melden und den Stand durchgeben.

allgemein habe ich keine wirklich nennenswerten Nebenwirkungen auf concerta, ausser wenn die Wirkung nachlässt, habe ich:

(leichte Kopfschmerzen (ich hatte früher nie Kopfschmerzen), leichter Kopf und Augendruck und selten mal etwas ganz leichter Schwindel).

ich habe in etwa 1 Woche erneut ein Gespräch mit meiner Hausärztin und ich möchte darüber sprechen, ob wir zur Sicherheit nochmals 24 Std. Blutdruck und ev. auch Herz für 72 Std. (2 jahre her, seit dem letzten mal) machen sollen.

Da ich jetzt gerade Heute: mit 3 Einnahmen, bei 117 mg bin (72mg um 06:00, 27mg um 14:00, 18mg um 18:00 Uhr) und das wars vermutlich noch nicht… alleine der Unterschied von 72 auf 99 mg war enorm positiv.

zur Sicherheit führe ich eine riesige Tabelle mit Stündlichen Eintragungen und grafischer Auswertung, über: Menge bei Zeit, Schlafqualität, Motivation, Konzentration, Hyperaktivität, Aggression, Einschlafprobleme, Totalmenge pro Tag/pro Woche(auch vergangene Woche) und auch pro Stunde, da ich dies auf 16 Stunden pro Tag beziehe (06:00-22:00), also dies als Grafik… weiter unterteilt: wie gemessen: (gefühlt oder gemessen), wer misst der misst der misst :)… auftretende Nebenwirkungen / Erkenntnisse / Hinweise / Erinnerungen / Vorhaben… dies hilft mir sehr, da ich mich halt schlecht / sehr schlecht erinnern kann… wahrscheinlich handhabt ihr das auch so :slight_smile:

viel grüsse Andy

Bin bis etwa 170mg hochgegangen und es war extrem positiv, und sobald ich eine Konstante gefunden hatte, damit ich eine möglichst gleichmässige Medikation über den Tag verteilt hatte, waren auch sämtliche Kopfschmerzen oder Kopfdrücke und das schwitzen in der Nacht, vorbei. Und geschlafen, habe ich unfassbar gut und auch genau dann wann ich es wollte, und in wenigen Minuten, genial…es hat sprichwörtlich den Ball ins Rollen gebracht und jetzt mit der Gesetzlichen Maximaldosierung, geht es mir trotzdem enorm besser und alles ist leichter, der Ball rollt noch, diesen effekt hätte ich nicht erwartet. Genial! Jedoch ist mein schlaf hetzt wieder schlechter, naja, aber im gesamten ist alles deutlich Besser und das leben fühlt sich leichter an, ich tendiere irgendwie auch eher zu ASS anstatt ADHS, dies wird nun weiter abgeklärt.

Auch bei sehr hohen Dosen, waren meine Blutwerte / Druck etc. im erhöhten aber noch tolerierbaren Bereich.

Aber klar, auf lange sicht gesehen, sind die Nebenwirkungen bei so hohen Dosen, nicht mehr so einfach herauszufinden und darum bin ich dann zu den langzeitfolgen bei Kokain gewechselt. Vorallem die Veränderung der Atherien, resp. der Schutzschicht darin und die folgen davon…. es ist gut so wenig wie möglich einzunehmen aber so viel wie man braucht um ein leben führen zu können/ zu dürfen.