Das hat mir heute nicht gut getan

Habe heute voller Schrecken die Nachrichten der Überflutungen in NRW und Rheinland-Pfalz verfolgt, einfach nur schrecklich und schockierend.

Mein tiefstes Mitgefühl für alle Menschen die von dieser furchtbaren Kathastrophe betroffenen sind.

Du hast recht, es ist schockierend.

Ich finde dennoch, dass man hinterfragen kann, inwieweit einen diese Sache negativ beeinflusst, obwohl man selbst (wenn ich dich richtig verstanden habe) gar nicht persönlich betroffen ist.

Würdest du selbst sagen, dass deine emotionale Reaktion auf diese Ereignisse angemessen ist oder ist sie eigentlich zu viel des Guten?

Du fragst Dich warum ich betroffen bin von diesen Ereignissen?, warum ich Mitgefühl für Menschen zeige? und ob ich das „angemessen“ finde?, ist das eine ernst gemeinte Frage an mich?.

Entschuldige bitte, wenn Du das nicht verstehst, dann kann ich Dir nicht weiterhelfen.

Auch wenn ich nicht direkt betroffen bin, so gibt es Menschen die in einer der betroffen Regionen leben, mit denen ich in persönlcher Verbindung stehe,
und natürlich denke ich dabei an diese Leute.

Wenn Dich das hier stört, dann ignoriere es einfach.

Zuviel des guten?, echt traurig wenn andere nicht so weit denken können, das die Welt nun mal klein ist, und das es Leute gibt die ausserhalb ihres Wohnortes Freunde, Bekannte, oder Arbeitskollegen haben können die genau dort leben!.
Aber auch die Leute die ich nicht kenne tun mir leid.

@Addy_Haller ich erwarte nicht das Du mich „mögen“ musst, aber etwas mehr Taktgefühl in so einer Situation wäre angebracht.

@AbrissBirne Ich denke, du kriegst da was in den falschen Hals. Wie schlimm das war, was da passiert ist, steht außer Frage… da gibt es keine zwei Meinungen! Was Addy ja auch so sieht:

Seine Frage zielte wohl eher darauf ab, ob Du, für Dich… ‚gesund‘ damit umgehst!? Ein ‚zuviel‘ an Empathie kann manchmal für den oder die betreffende/n halt auch schädlich sein, obwohl Mitgefühl zu haben ansich, eigentlich eine kostbare Eigenschaft ist. Wenn einen solche ‚Berichte‘ aber völlig aus der Bahn werfen, hilft das weder den dort Betroffenen, noch einem selbst in irgendeiner Form weiter. Ob es bei dir so ist, kann er nicht wissen. Aber Fragen wird er doch dürfen…

Ich habe selbst gute Freunde aus der Region und habe mich sofort erkundigt… ein Glück, es geht allen gut! Hoffentlich sind die ganzen Vermissten auch irgendwo in Sicherheit. Was für eine Sch… :?

Ich denke auch, Ihr kennt Euch - wg. des Einstiegs der einen in der Pause des anderen - noch nicht genug, um den Kontext mitlesen zu können. Addy ist sicher einer der ersten, die sich mit Dir zusammen empathisch die Gummistiefel anziehen würden, Abrissbirne, wo effektive Hilfe möglich ist.

Ich habe es auch eher als Hinweis auf eine Entwicklung verstanden, vor der wir uns gemeinsam und gegenseitig ebenso schützen sollten wie vor anderen Katastrophen:

Es gibt doch inzwischen Erkenntnisse, dass gerade die neue Art der Berichterstattung rund um Katastrophen geeignet ist, kollektive Traumata zu verursachen. Bis hin zur Auslösung von Belastungsstörungen nur durch Medienkonsum, gerade weil man den Bildern ausgesetzt ist, ohne etwas tun zu können. Und weil die Bilder immer häufiger so geschnitten werden, dass man sich davon kaum lösen kann. Seit ich das gelesen habe, schalte ich bewusster ab und gucke auch eher regional, was ich zum Zusammenleben beitragen kann. Wenn einen die Flut vor Ort trifft, hat man allzuoft keine Wahl. Bei der Bilderflut sieht das anders aus.

zB: <LINK_TEXT text=„https://www.heise.de/tp/features/Trauma … 26359.html“>Traumatisierung durch Medienbilder? | Telepolis</LINK_TEXT>

Mir tat es auch nicht gut. Die Menschen und ihre Familien tun mir wirklich sehr Leid und musste immer daran denken, wie nah an uns das Ganze passiert ist.

Danke für eure Vermittlungsversuche. :slight_smile:

@AbrissBirne
Es ging mir natürlich in keinster Weise darum, dich persönlich anzugreifen. Mitgefühl für andere ist wichtig, aber dabei kann man, gerade wenn man von ADHS betroffen ist, auch schnell eine Grenze überschreiten, die für einen selbst ungesund ist. Stichwörter Emotionale Dysregulation und Abgrenzung von Emotionen anderer. Darauf wollte ich dich einfach hinweisen.

Ok @Addy_Haller dann habe ich das wohl missverstanden, ich kenne Dich eben leider auch noch kaum, hatte bis jetzt noch nicht die Ehre.
:wink:
Ich habe von ein paar der Leute keine Ahnung wie es ihnen geht, habe noch nichts gehört, da macht man sich schon Sorgen, aber ich warte geduldig ab.
Wird schon alles ok sein.

Und ja, Du hast Recht, über zuwenig Empathie kann ich gewiss nicht klagen, insofern sicher „zuviel des Guten“, ich hasse mich selbst dafür das ich so bin.

Hass(en)…ist ein sehr hartes Wort…man sagt ja, wer sich selbst nicht lieben kann, kann auch adere nicht Lieben…ehrlich gesagt, bezweifle ich das.

Mir haben Nachrichten aller Art, die letzten Monate gar nicht gut getan, ich wurde ständig getriggert…seit ich mich von Nachrichten, abgesehen vom Wetterdienst, verabschiedet habe, bin ich nicht mehr so oft mies drauf.

:lovedumb schön dass sich alle Gemüter wieder beruhigt haben!!! :musical_score::notes: Kumbaja:musical_note:

Es ist wirklich schrecklich, was dieses Unwetter alles mit sich bringt. Schlimm genug, wenn Häuser unbewohnbar werden und einstürzen. Aber, dass es sogar Tote gibt, und das eigentlich „nur“ wegen Regen! Das ist echt schlimm…

@Sniper ja „hassen“ ist ein starkes Wort, das war auch übertrieben.

Mann jetzt gerade kann ich schreiben was ich will, irgendwie kriege ich entweder sofort eine auf den Deckel, oder ich reagiere über.

Deshalb ist es besser wenn ich mich erst mal etwas beruhige und erst wieder melde wenn es mir besser geht, wenn ich weiss das alles in Ordnung ist.
Macht’s gut, bis bald. :slightly_smiling_face:

Und wegen der Berichterstattung, ja das ist schon ziemlich heftig, klar das solche Bilder einen erst Recht in Angst und Schrecken versetzen.
Eine verrückte Welt in der wir leben, Mann Oh Mann.
:jammer
Habe vorallem in Rheinland-Pfalz Bekannte, und die blöden Handys funktionieren dann wenn man sie braucht auch nicht, besser gesagt das Netz das dann zusammen bricht, unglaublich sowas.

Also das war früher, mit den guten alten Telefonen besser, aber heute ist man schnell mal aufgeschmissen wenn das Netz zusammen bricht, dann geht nichts mehr, und das in Notfällen!.

Habe das selbst schon erlebt, hatte plötzlich weder Internet, noch Telefon, und das Stundenlang.

Naja jedenfalls tun mir die Leute die alles verloren haben, oder sogar Tode betrauern müssen sehr leid.
Zuerst Corona, und dann noch sowas, echt schlimm.
:jammer
Das geht mir schon nahe, kann mich dagegen nicht gut „abgrenzen“, wo ich sowieso ein extrem emotionaler Mensch bin.
Und dann, wenn die Emotionen so über mich rein schlagen, dann bin ich wahrscheinlich ein perfektes Beispiel dafür, woran man Adhs dran „erkennen“ kann, da überborden meine Gefühle einfach. :rotwerd
@Addy_Haller , es tut mir leid wenn ich Deinen Hinweis missverstanden habe, Du hast es ja gut gemeint. Du wolltest mir nur den Tipp geben, das ich mich nicht in „Gefühlsduselei“ verliere, und damit hast Du sogar Recht, das tut mir nicht gut.

Ok, ich atme jetzt tief durch, beruhige mich wieder und fahre meine Emotionen „herunter“. :wink:

Danke @Addy_Haller , Du hast Recht damit das Du mich wieder auf den Teppich geholt hast. :winken

@AbrissBirne
Alles gut! :slight_smile:

Ich hätte auch weniger konfrontativ sein können. Muss ich wieder mehr drauf achten, das kann ja schnell als Angriff interpretiert werden. :wink:

Übrigens habe ich erfahren, das die Leute an die ich gedacht habe nicht von der Flutkatastrophe betroffen sind, insofern habe ich mich da wohl umsonst in Angst und Sorgen „reingesteigert“. :rotwerd

Natürlich ist es für alle anderen, die nicht in dieser glücklichen Lage sind ein Desaster, und denen gilt natürlich nach wie vor meine Anteilnahme.

@Addy_Haller manchmal braucht es eben genau die Konfrontation, das hast Du gut gemacht, das war richtig. :+1:

Merke das ich wieder in ein tiefes Loch falle, das wird jetzt wohl wieder ein paar Tage so anhalten.
Irgendwie klappt seit 1-2 Tagen nichts mehr richtig, versinke in sinnlosen Grübeleien, bin über mich selbst genervt und nerve andere, und bin wieder extrem müde und schlapp. :frowning:

:stirnkuss

Danke, dass Du uns das tiefe Loch anvertraust.

Es gibt dieses schöne Video über Empathie im Zusammenhang mit „tiefen Löchern“, keine drei Minuten lang. Vielleicht kennst Du es schon: Brené Brown über Empathie (mit deutschen Untertiteln) - YouTube (In den deutschen Untertiteln ist Mitleid etwas verwirrend mit „Sympathie“ übersetzt, aber das ist vielleicht sogar nett gemeint, und wenn man es berücksichtigt, sind die Untertitel nicht schlecht.)

Vielleicht kannst Du das Video einmal aus der Fuchs und einmal aus der Bär-Perspektive angucken. Und kannst uns aus Deinen Erfahrungen einen Tipp oder sogar etwas Gebrauchsanweisung geben, was der Bär am besten zum Fuchs sagt oder was er fragt.

Für den Moment: Tiefe Löcher können beängstigend sein. Du bist nicht allein. Es gibt eine Leiter und einen Lichtschalter. Selbst, wenn sie noch nicht zu sehen sind.

Und da Du so ein empfindsamer Mensch bist und wir „für andere“ manchmal mehr aushalten als für uns selbst: Manchmal müssen wir vielleicht tiefe Löcher kennenlernen, damit wir uns in Zukunft hilfreich verhalten, wenn jemand Nahestehendes in einem tiefen Loch sitzt… Damit wir glaubhaft versichern können: Ich war auch schonmal in einem tiefen Loch. Ich kenne das Gefühl noch gut. Es war nicht schön. Ich bin da.

@AbrissBirne das klingt nicht so gut… ich kann dir nur einen lieben Drücker anbieten… mein Sohn hat auch manchmal so Löcher und da begleite ich ihn dann… ist gar nicht einfach, das mit diesen Löchern…

Ich hoffe, dass du tatsächlich den Lichtschalter und die Leiter bald findest !!