Diagnostik nicht auffällig- trotzdem ADHS?

Wir machen es erst kurz. Ich habe schon gutes davon gehört. Wunder sollte man sich halt nicht erwarten, aber es ist wohl eines der wenigen Dinge, das laut Studien helfen kann. Nachteil: Teuer. :face_with_raised_eyebrow:

Und das mit den vielen Therapien ist wirklich ein Thema… Du hast schon recht, nicht zu viel machen. Eines nach dem anderen.

Ja vor allem möchte ich nicht, dass er das Gefühl bekommt, dass er an jeder Ecke seines Körpers eine Therapie braucht. Osteopathie machen wir auch einmal im Monat ( wobei auch das will er immer unbedingt machen)

Wie seit ihr jetzt verblieben?
Deine Texte beschreiben komplett meine Tochter, nun 12 Jahre alt. Seit der 5. Klasse fallen die Noten konstant und ist jetzt Versetzungsgefährdet. Lehrer legte mir nahe sie vom Gymnasium runterzunehmen (ebenfalls iq von 122)
Lrs Therapeut sagt im ruhigen 1 zu 1 Setting sind keine Lrs Merkmale vorhanden. Er vermutet die Ursache in der Aufmerksamkeit bzw. Ablenkbarkeit

ADHS Diagnostik staatliche nicht möglich ( wegen unauffälliger lehrerauskunft) und das nächste Jahr kann ich es nicht Selbstfinanzieren.

Hi @Anwlie und herzlich willkommen! :adxs_wink:

Wo habt ihr die Diagnostik machen lassen? Im SPZ oder beim niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater?

Sucht Euch einen anderen Arzt. Die besten Erfahrungen habe ich mit niedergelassenen Einzelpraxen gemacht. Und der Arzt (m/w/d) sollte nicht zu alt sein. Macht es dringlich, weil das Kind trotz hohem IQ versetzungsgefährdet ist und droht, vom Gymnasium zu fliegen. Lasst Euch notfalls auf die Warteliste setzen.

Die abfallenden Leistungen, die überhaupt nicht zum IQ passen und die Aussage des LRS-Therapeuten sollten eigentlich für (irgend)eine Diagnose reichen. Mit nem IQ von 122 müsste das Kind locker flockig durchs Gymnasium flutschen und nicht versetzungsgefährdet sein. Würde der Therapeut Euch was dazu schreiben für die Diagnostik? Dann hättet ihr schon mal was in der Hand, was Eure Wahrnehmung stützt.

Die Diagnose an der Lehrerauskunft scheitern zu lassen, ist fragwürdig. Bei meinem Sohn war die auch nicht aussagekräftig - weil Lieblingslehrerin und Lieblingsfach. Da ist er immer total motiviert im Unterricht. Man muss das Gesamtbild betrachten - Elternbeobachtung, Kind selbst, Schule, Sozialkontakte usw.

Mein Sohn hat die Diagnose gerade erst im 2. Anlauf bekommen - und auch diesmal waren die Fragebögen nicht in allen Bereichen eindeutig, wie schon beim 1. Mal. Die Ärztin hat sich aber alles nochmal angeschaut, mit der Psychologin beraten, die die Tests gemacht und meinen Sohn dabei beobachtet hat und am Ende sprach mehr für ADHS, als dagegen. Deswegen hat er die Diagnose jetzt auch bekommen.

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Ich habe einen eigenen Beitrag erstellt, wo ich das sehr ausführlich nochmal dargestellt hab.