Vielen Dank für die Antwort. Nach dieser Faustregel gehen wir auch vor. Aber du kennt das ja bestimmt selbst: Man kann manchmal schlecht unterscheiden, was ADHS, Schlafmangel, Hunger oder Charakter ist !
Kann ein Vorteil sein. Ihr müsst ohnehin selbst ein Gefühl für die Wirkung bei eurem Sohn entwickeln, und wenn der Arzt kein Profi ist, aber euch machen lässt, lernt ihr eben schneller, ohne Schwimmflügel nicht unterzugehen.
noch immer in der Eindosierung und wir geben nicht auf. Unsere perfekte Dosis reicht leider nur bis zur 4. Stunde und dann kommt der Rebound. In der zweiten Klasse war das kein Problem, weil er da nur noch spielen durfte, aber nun sind die Unterrichtszeiten länger und wer den Rebound kennt, weiß, dass wir ihn so nicht in der Schule haben möchten.
Ich habe mit dem Arzt gesprochen und er hält nichts davon, dass man einem 8 Jährigen BTMs mit in die Schule gibt und der Lehrerin traut er es auch nicht zu. Deshalb sind wird jetzt auf Concerta gewechselt. Da der Kinderarzt das Medikament nicht kennt, hat er uns die falsche Dosierung verordnet. Er hat 25 mg Medikinet Retard in 27mg Concerta umgerechnet. Ich habe ihn darauf hingewiesen, aber er sah so ein bisschen seine Kompetenz untergraben und ich wollte natürlich nicht meine Quelle verlieren.
Es läuft okay mit der Dosis, aber nur, weil der Morgen mit einer zusätzlichen Gabe von Unretadiertem startet. Eine Dauerlösung ist das nicht. Am Montag müssen wir zum Blutbild und ekg. Da werde ich dann mit ihm neu verhandeln müssen und ihm eine aufgeschnittene Tablette mitbringen, um ihm das zu erklären. Vielleicht bereite ich auch noch eine PowerPoint vor😂!
Nichtsdestotrotz möchte ich hier nochmals betonen, für alle Eltern, die noch unentschlossen sind, dass die Medikamente hier ein Segen sind. Ich habe ganz tolle Eigenschaften an meinem Kind entdeckt, die vorher völlig von seinem ADHS verdeckt waren. Der Familienalltag läuft wesentlich runder. Die sozialen Kontakte am Nachmittag nehmen deutlich zu und ich bringe ihn zu den Verabredungen, ohne ein schlechtes Gefühl zu haben oder ohne mir Gedanken machen zu müssen, was die Eltern mir wieder beim Abholen erzählen werden.
Ich würde ihm nicht vorhalten, dass er falsch rechnet, kommt vermutlich nicht so gut an Ich würde eher Symptome beschreiben.
Concerta erreicht ja die stärkste Wirkung so über den Mittag. Wie sind da die Symptome? Sagen wir mal so zwischen 10-14 Uhr? Dann kannst du sagen: „Lieber Arzt, ich habe das Gefühl 27mg sind etwas zu wenig, unser Sohn hat trotz Medi immer noch folgende Symptome … Dürfen wir versuchsweise mal 36mg testen?“
Am Morgen ist unbedingt unretardiertes zusätzlich nötig, das hat aber nichts mit der Dosis zu tun, das wird auch bei höherer Dosis so bleiben. Hat damit zu tun, dass das Concerta viel langsamer zu wirken beginnt als die anderen Medis. Wieviel unretardiertes nimmt er denn?
Zur unretardieren Ergänzung am Morgen, schau mal das Video in diesem Beitrag:
Keine Angst, ich rechne ihm nichts vor. Das sollte ironisch sein! Ich habe es für mich natürlich schon ausgerechnet und mir klar gemacht.
Unser Kind sagt sehr deutlich, dass die ersten beiden Stunden gut sind, also 5mg unretadiert plus die 22 Prozent aus der Oros-Kapsel und in der dritten und vierten Stunde kognitiv nicht mehr viel geht. Er bekommt zum Mittagessen nochmal 10 mg Retardiertes und das passt super.
Die Wirkung ist so, dass es mittags die Eskalationsspitzen nimmt, aber an Hausaufgaben und Verabredungen sind dann nicht zu denken. Also denke ich, dass wir höher gehen möchten.
Ich werde es so machen, wie du es vorgeschlagen hast. Ich mag den Arzt wirklich und er ist auch echt zugewandt und er vertraut mir! Mich nervt nur dieses Eindosierungszeug und dass es immer irgendwas gibt, was dann nicht passt! Aber auch das schaffen wir! Vielen Dank für deine Antwort.
Wir starten jetzt mit 36 mg Concerta. Zähneknirschend hat er sich auf zusätzlich 5mg Unretadiertes eingelassen. Weiter kann ich das aber nicht mehr ausreizen😂.
Er hielt nichts davon, dass unser Sohn auch abends beim Fußball etwas bekommen sollte, da er sich da auspowern soll. Als ich ihn darauf hinwies, dass er dann nur auf der Bank sitzt, weil er sich dauernd zu Quatsch hinreißen lässt, hat er es mir „bei Bedarf“ verordnet.
Puh! Jetzt probieren wir es über die Ferien aus und hoffen, dass es genauso gut wie Medikinet wirkt. Mir ist klar, dass es mit der Umrechnung nicht ganz so passt, aber die nächste Stufe wäre schon überdosiert. Versuch macht klug. Könnte man auch, völlig verrückt, Concerta 36 mg und 5 mg Medikinet retardiert geben?