EILIG ! - Eigenkündigung in Probezeit wegen ADHS - Ärztliches Attest vs. ALG-Sperre

+++EILIG !+++EILIG !+++EILIG!

Ich bin bei meinem alten Arbeitgeber (war dort ca. 2010-2016) fachlich in einer Abteilung gelandet, die mir sehr gefällt. Leider ist der Fachbereich in einem Großraumbüro angesiedelet. Ich habe es jetzt ca. 4 Monate in der Probezeit durchgehalten, aber trotz Medikation „medikinet adult“ (ca. 25mg tgl.), habe ich seit ca. 1-2 Wochen so massive gesundheitliche Probleme (Geräuschkulissen !), die ich trotz Ohrstöpsel und Schreibtisch am Ende des Großraumes nicht wegbekomme !!!

Meine Fragen nun…

1.) Wenn ich in meinem Kündigungsschreiben angebe Zitat „…das ich aus gesundheitliche Gründen kündige“ muß ich daher trotzdem den Arbeitgeber von meiner ADHS-Erkrankung in Kenntniss setzten (OBWOHL DIE BEREITS GETROFFENEN VERBESSERUNGEN 1xOhrstöpsel und S1x chreibtisch am Ende des Großraumes) das Problem nicht lösen ?

2.) Ich habe zu Punkt 1.) bereits ein 4-zeiliges Ärztliches Attest von meiner Neurologin. Dort steht aber ich kann in keinem Großraumbüro mehr arbeiten - REICHT DAS FÜRS ARBEITSAMT AUS !) - Ich will dem Arbeitgeber dieses Attest nicht vorlegen, oder muß ich !?

3.) Habe nächste Woche erst einen Termin bei meinem Hausarzt bekommen. Daher meine Frage, wenn ich jetzt kündige (Datum Kündigungsschreiben !), ob das ausführliche Ärztliche Attest mit dem späteren Datum vom Arbeitsamt noch anerkannt wird ?

HILFE !

Sorry, aber ich verstehe dich wirklich nicht!
Dein Arbeitgeber kann nur an deiner Situation dauerhaft etwas ändern, wenn er von deinen Problemen und ihren Ursachen auch weiß!
Warum bitte, legst du dieses Attest nicht vor???

Und was deine Eigenkündigung angeht, kann ich dir auch keine seriöse Antwort geben. Da solltest du dich entweder an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht oder sogar einfach mal an die Arbeitsagentur direkt wenden.

Aber ich vermute mal, dass man dir bei der Arbeitsagentur auch die Frage stellen wird, warum du dein Attest nicht beim Arbeitgeber vorlegst. Denn dann hast du an deiner Situation noch eine Mitschuld.

Weil ich finde, daß meinen Arbeitgeber nix angeht !
Nicht jeder kann mit der Diagnose umgehen…man wird abgestempelt.

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Hallo MiMa,

Immer mit der Ruhe. Schritt für Schritt! Bist du denn zur Zeit krank geschrieben?

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Dann hättest du diesen Job erst gar nicht annehmen dürfen.

Nein, bin ich nicht. Meine Probezeit ist in 4 Wochen rum. Aber ich will dort nicht bleiben bei der täglichen Reizüberflutung. Habe nachts Zuckungen und regeltechte Panikaatacken, fühle mich eingesperrt wie ein Pferd.

Warum läßt du dich dann nicht lange krank schreiben?

Dann provozierst du vielleicht eine Kündigung innerhalb der Probezeit und musst nicht selbst kündigen.

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Ich habe ihn angenommen, da ich dort bereits früher ca. 4-5 Jahre erfolgreich im Großraumbüro war, aber im Call-Center mit tgl. ca. 60 Anrufen auf DEM KOPFHÖRER deshalb ging es damals gut.

Bei der aktuellen Stelle ging es 2-3 Monate gut, dann begann die Reizüberlastung. In der aktuelle Stelle muß man tgl. an die mehrere hundert Rechnungen prüfen und hockt still da (habe ich unterschätzt !).

Und nun !?

Siehe oben!

Ich habe morgen mein Probezeitgespräch.
Ich werde natürlich fragen, ob Sie mich kündigen. Wenn nicht habe ich keine Wahl. Krankschreiben, krankschreiben…sorry. Meine Probezeit geht noch 4 Wochen, da soll ich wenn das Gespräch nicht nach meinen Vorstellungen „läuft“ krankschreiben lassen !? Und wenn ich übernommen werden, danach weiterarbeiten !?

Jetzt verstehe ich gar nichts mehr! Ich denke, du willst dort sowieso nicht weiterarbeiten?!
Was hast du dann zu verlieren?

Ja, aber trotz meiner Symptomatik sind Sie sehr zufrieden mit mir - alles total „verfahren“ !

Dann erübrigt sich doch die Frage, ob sie dich kündigen wollen.

Wenn du die stellst, wird die Situation noch verfahrener.

Ich bin aber total alle. Niemand versteht mich :no_mouth:

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Du verstehst dich gerade selbst nicht und daher können wir dich leider auch nicht ganz verstehen.
Du musst erstmal wieder einen einigermaßen klaren Kopf bekommen und in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll und kann.

Hast du niemanden in der Familie oder gute Freunde, die dir da direkt zur Seite stehen können?

Also ich würde dir raten, morgen mal zu deinem Arzt zu gehen und dich rausnehmen zu lassen! Das ist doch gar nicht verwerflich. Und dann hast du vielleicht die Ruhe dich ersteinmal zu sortieren. Dem Arbeitgeber gegenüber bist du nicht verpflichtet, dass zu begründen. Hast du vielleicht jemanden in deinem Umfeld, der dir dahingehend zu Seite zu stehen? Vielleicht mal mit den Eltern reden, einem guten Freund?

Ich war mal in einer ähnlichen Situation bei meinem Arbeitgeber, da war ich grad 20 und mit allem überfordert. Ich war ein damals ein Jahr raus. (Tagesklinik, Wiedereingliederung) Ich gehe mal davon aus, dass wenn deine Probezeit vorbei ist, ein Aufhebungsvertrag gemacht werden kann.
Mach das doch vielleicht. Wenn deine Arbeitgeber so zufrieden mit dir sind, dass sie dich halten wollen, gibt es vielleicht eine Lösung?

Manchmal ist auf Zeit spielen gar nicht so schlecht. Denn in dieser lässt sich vielleicht einiges klären.
Wer weiß, vielleicht nutzt du die Zeit ja um runter zu kommen und deinen „total alle“-Zustand anzugehen.
Ich verstehe dich. :adxs_grins:

PPS: Und davon abgesehen, du würdest ja erstmal weiterbezahlt werden, müsstest keine Sperre beim Arbeitsamt fürchten und könntest mit einem klaren Kopf nochmal das Ruder umreißen, wie auch immer das dann aussieht!

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Ich sehe auch keine andere Möglichkeit, als dir morgen eine AU zu holen, um Zeit zu gewinnen.

Wie sieht es mit diesen Fragen aus…

2.) Ich habe zu Punkt 1.) bereits ein 4-zeiliges Ärztliches Attest von meiner Neurologin. Dort steht aber ich kann in keinem Großraumbüro mehr arbeiten - REICHT DAS FÜRS ARBEITSAMT AUS !) - Ich will dem Arbeitgeber dieses Attest nicht vorlegen, oder muß ich !?

3.) Habe nächste Woche erst einen Termin bei meinem Hausarzt bekommen. Daher meine Frage, wenn ich jetzt kündige (Datum Kündigungsschreiben !), ob das ausführliche Ärztliche Attest mit dem späteren Datum vom Arbeitsamt noch anerkannt wird ?

Wie gesagt, darauf kann dir hier niemand eine seriöse Antwort geben, es sei denn, wir haben hier jemanden von der Arbeitsagentur oder einen Arbeitsrechtler.

Hier darf keine Rechtsberatung durchgeführt werden und wenn wir dir hier eventuell eine falsche Antwort geben, machst du uns hinterher die Hölle heiß. Daher wird dir hier niemand auf diese Fragen eine Antwort geben.

Und bitte…Komm erstmal wieder runter und überstürze nichts, was du hinterher bereust! Du hast keine Not und kannst mit einer AU Zeit gewinnen.

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Du bist deinem Arbeitgeber keine Rechenschaft schuldig, nein. Mach BEVOR du kündigst einen Termin beim Arbeitsamt aus und lass dich beraten. Denen legst du dann das Attest vor und ihr besprecht alles weitere.
Nichts desto trotz würde ich mich morgen krank melden, dann ruf schonmal beim Arzt an das die die Krankschreibung rückdatieren sollen.

Ich rate dir dringend vor dieser Übersprungshandlung ab. Du sagst selber, dass du vollkommen alle bist. Komm erstmal zur Ruhe und dann Schritt für Schritt.
Das wird schon werden… Aber so - eher nicht!

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