Eindosierung Medikinet Adult – Abends Tief

Hallo ihr Lieben,

ich habe meine Diagnose noch nicht lange und nehme seit zwei Wochen zum ersten Mal Medikinet Adult und bin aktuell bei 20mg morgens und 10mg mittags (Abstand ca. 4h). Ich habe neben ADHS auch mit Borderline, Angststörung und Depression zu kämpfen und bin daher zusätzlich auf Venlafaxin 150mg und Elontril 150mg täglich eingestellt.

Die Wirkung vom Medikinet ist auf jeden Fall da – mein Kopf ist irgendwie „leiser“ und so kann ich mich besser konzentrieren. Nebenwirkungen habe ich bis auf weniger Appetit und erhöhten Puls keine. Allerdings rutsche ich abends in ein emotionales Tief und weiß nicht genau, ob das damit zusammen hängt?

Ich habe zwar in zwei Woche einen Kontrolltermin beim Psychiater, aber vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen damit gemacht und wisst, was ich machen kann. :slight_smile:

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Das ist der Rebound. Eventuell kannst du nochmal eine kleine, optimalerweise unretardierte Dosis abends nehmen. Bei manchen wird es auch von alleine mit der Zeit besser.
Ausreichend essen und trinken hilft auch mitunter und sonst gibt es auch noch Präperate wie Concerta, die sanfter abfallen und den Rebound damit abmildern.

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Lieben Dank für die schnelle Antwort! Dann werde ich erstmal darauf achten ausreichend zu essen und dann weiter sehen. Das habe ich wegen dem geringeren Appetit nämlich etwas vernachlässigt… :see_no_evil:

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Das könnte besser werden, oder auch nicht. Und ob du beide Antidepressiva beibehalten musst, wirst du auch irgendwann feststellen, auf jeden Fall nichts überstürzen und nicht zwei Dinge gleichzeitig machen (dann weiß man nicht, warum etwas passiert).

Ich selbst nehme abends, also rechtzeitig vor Nachlassen der Wirkung der zweiten Kapsel, noch etwas unretardiertes Methylphenidat. Bei deiner Dosis dürften dafür 2,5 mg reichen.

Wenn das nicht zur Hand ist, kannst du auch eine Tasse Kaffee oder Tee trinken. Tagsüber bitte bitte nicht, aber das weißt du bestimmt auch schon.

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Danke für den Hinweis! Das mit dem Koffein habe ich leider erst hier im Forum erfahren, aber ich achte nun darauf. :ok_hand:t2:

Ich hatte damals in der Eindosierung auch meine Schwierigkeiten im Rebound und emotionale Tiefs.

Mir hat geholfen zu wissen , das es an der Medikation liegt und grade nicht mein ganzes Leben den Bach runtergeht und das es kein Dauerzustand wird.

Die Restwirkung hat geholfen irgendwie in dem Tief mir das immer wieder innerlich zu sagen und dafür zu sorgen irgendwie was gutes für mich zu tun .

Es ist ja zeitlich einschätzbar und bei mir dauerte es auch nicht immer den ganzen Abend und ich wusste am nächsten Tag ist es bis zum nächsten Rebound wieder weg.

Zum einen muss der Körper sich dran gewöhnen zum anderen bis du ja noch in in der Eindosierung und der Tag ist noch nicht ganz abgedeckt. Das positive unter Medikation hatte bei mir auch eine zusätzliche Auswirkung auf den Umgang mit den Tiefs weil ich ja wiederum auf was positives an dem Tag zurückblicken konnte :innocent:

Normalerweise müsste sich dass mit der Zeit legen .

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