Eindosierung Medikinet - Wechsel 10mg auf 20mg

Hallo an alle,

ich hoffe, diese Frage wurde hier nicht schon gestellt, nachdem ich hier schon so viele Fragen beantwortet gefunden habe…
Ich bin derzeit etwas verunsichert: Nach kürzlicher ADHS Diagnose (Alter 34) habe ich Medikinet verschrieben bekommen. Fünf Tage 10mg morgens, dann auf 20mg morgens wechseln. Der Arzt meinte, eine morgens und eine mittags würde nichts bringen und 20mg am Morgen wäre für viele die beste Dosis.

Nachdem es mir mit 10mg morgens super ging (von einigen kleinen kopfschmerzen und Übelkeit abgesehen) und ich gut und konzentriert durch den Tag kam (mich sogar nicht gestresst gefühlt habe und mit anderen Menschen gut interagieren konnte), habe ich seit gestern 20mg genommen. Doch gestern und heute bin ich nervös, innerlich unruhig, unkonzentrierter…

Nun frage ich mich, ob das gewöhnliche Nebenwirkungen der Eindosierung sein können oder ob es sich schon um eine Überdosierung handeln kann? Sollte ich abwarten und weiter 20mg am Morgen nehmen oder auch mal eigenständig die Dosierung mit 10-10-0 probieren?

Erfahrungsberichte würden mir sehr helfen, bin da gerade frustriert, dass es mir mit 20mg schlechter zu gehen scheint als mit 10…

Vielen Dank schonmal!

Hallo!

Ich denke 10 mg Medikinet adult sind für dich eine gute Einzeldosis und mit 20 mg bist überdosiert.

Eine Dosis wirkt aber nur 5-6 Stunden - und die meisten Tage haben mehr Stunden. Deshalb nimmt man nach ca 5 Stunden die nächste Dosis!

Das würde ich so besser finden.

Aber natürlich wäre es gut, wenn du das dann auch mit deinem Arzt so besprechen kannst.

Denke daran möglichst auf Koffein zu verzichten, vor allem morgens.

Besser 10 Stunden gut dosiert als 5 Stunden überdosiert. In der Packungsbeilage steht ja auch das man Medikinet adult morgens und mittags nehmen soll.

Eigenständig ist so eine Sache. Wir können ja nicht einfach sagen, mach mal so und hör nicht auf deinen Arzt, das geht nicht.

Wenn 10 mg gut passen, freu dich doch. Die Dosis ist sehr individuell, das weiß niemand vorher, auch nicht dein Arzt. Wenn 20 mg morgens für viele die beste Dosis ist, bist du eben die Ausnahme.

Und auch wie lange es anhält, ist individuell. Ich muss nach viereinhalb Stunden nachnehmen, Justine wie sie schreibt nach fünf. Du musst selbst beobachten, wann es bei dir nachlässt, und dann immer spätestens eine halbe Stunde vorher (!) die nächste Dosis einnehmen. Denn eine Lücke sollte man besser vermeiden, wenn man das Nachlassen bemerkt, ist es schon zu spät.

Und das aber lieber, nachdem du mit dem Arzt gesprochen hast.

Und: Bei Vielen tritt nach einigen Wochen ein einmaliger (!) Gewöhnungseffekt ein. Das bedeutet, es kann sein, dass du im nächsten Monat bemerkst, die 10 mg wirken nicht mehr so gut, und du musst doch auf 20 mg (oder 15 mg?) steigern - und verträgst das dann auch gut. Keine Angst, das geht dann nicht immer so weiter, die Dosis, die du nach einem Vierteljahr gefunden hast, wirkt dann voraussichtlich für Jahre gut.

Die zweite Dosis muss übrigens nicht so hoch sein wie die erste.

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Danke euch!
Mein Arzt sagte nun auch, ich soll für zwei Wochen auf 10mg zurück. Danach kann man mal 15mg einmalig testen. Er hält nicht viel von zwei Dosen am Tag…
Danke euch für die Ratschläge! Beruhigt mich schonmal!

Eine Dosis am Tag macht leider keinen Sinn.

Jedenfalls für die allermeisten!

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Kriterium dafür, ob du zwei Dosen brauchst, ist aber die Wirkungsdauer und dein Anspruch an den Tag und nicht ob dein Arzt selbst viel davon hält.

Ihn zwingt doch niemand, eine zweite Dosis zu nehmen wenn ihm eine reicht, fast alle anderen haben auch am Nachmittag etwas zu arbeiten und abends ein anspruchsvolles Familienleben.

Sehe ich ja auch so wie ihr. Ich treffe ihn in drei Wochen nochmal, dann spreche ich mal mit ihm…

Spaßeshalber:
Woran hat er das festgemacht mit der Wirkdauer und so?

Hat er da zufällig mit irgendwelchen Werbeartikeln von medice (Hersteller Medikinet) hantiert oder darauf verwiesen?

Wenn ja, lauf so schnell und so weit du kannst!

Hat dieser Arzt deinem Gefühl nach Ahnung von dem was er tut?

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Nichts dergleichen gesehen :wink: Verstehe aber worauf du hinaus willst.
Ich warte mal auf unser nächstes Treffen und frage nochmal, warum nur 1-0-0…
Und: Neue Psyhiater zu finden dauert in meiner Gegend leider Monate :pensive:

Nicht nur da.

Die Situation ist glaube ich deutschlandweit ähnlich :zipper_mouth_face:
Deswegen frühzeitig suchen bei Verdacht und Situation am Telefon schildern.

Inzwischen sind einige Wochen vergangen und ich habe eine gute Dosierung für Medikinet Adult gefunden, die für mich super funktioniert: 15mg-5mg-x (manchmal, bei sehr langen Tagen auch abends nochmal 5).

Ich habe schon ein paar Mal versucht morgens 20mg zu nehmen, dann Mittags 10mg. Doch während 20mg morgens bisher immer zu innerer Unruhe, Fahrigkeit und fehlender Konzentration geführt hat und 10mg in der Regel auch minimal zuviel war, bin ich wieder auf 15mg-5mg-0 zurückgekehrt. Und damit geht es mir gut.

Ich bin nur unsicher, weil ich jeden Tag denke: Wird der Effekt weniger? (Ich hatte mich, wie so viele hier, am Anfang natürlich total positiv überwältigt gefühlt von all dem inneren Stress, der plötzlich abfällt.) Wie wäre es heute wohl mit 10mg mittags, wie wohl wenn ich 20mg genommen hätte, ginge es mir dann noch besser?

Wie ist das denn bei euch? Musstet ihr nachjustieren? Und wenn ja, wie habt ihr gemerkt, dass es soweit war? Und ich nehme an, es wäre klug, jetzt einfach mal eine Zeit lang bei 15mg-5mg-0 zu bleiben und das nicht permanent in Frage zu stellen?

Wenn es nachlässt, wirst du es schon merken, würde ich sagen.

Ich finde - das Material von Medice ist an sich wirklich nicht schlecht - das das jemand aufm Tisch hat sagt meiner Meinung nach noch gar nichts über die Kompetenz des Arztes aus.

ADxS.org hat jetzt einen Arzt im Fachbeirat der die Broschüren von Medice sogar zum Download anbietet - das ist mir persönlich zwar unsympathisch, sagt aber noch nicht unbedingt etwas über die Kompetenz des Arztes aus. :thinking:

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Trinkst du morgens :coffee: Kaffee???

Dann isses bei mir auch so. Ohne Kaffee nicht.

Kein Kaffee, kein Grüntee, immer mit Nahrung :slightly_smiling_face:
Hab wirklich geschaut, wie gehts mir nur mit dem Medikament…

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Naja, wenn besagter Arzt ausschließlich aus diesen Werbeartikeln zitieren würde und (wie mir passiert) anhand irgendwelcher Spielzeuge versucht zu erklären dass man sich als Patient irrt und dass das Spielzeug ja Recht haben muss, dann denke ich, dass man durchaus an der Kompetenz dieses „Arztes“ zweifeln darf.

Und @Justine du weißt wo mich genau solch ein Verhalten hingebracht hatte :zipper_mouth_face: