Eindosierung MPH (Ritalin) - Wann Dosis erhöhen?

Hallo,

meine Psychiaterin hat mir relativ freie Hand gegeben in der Eindosierung. Sie meinte, ich solle mich vorsichtig und langsam rantasten. Das ist ein guter Rat, denn ich gehöre eher (wen wunderts) zu den ungeduldigen Menschen. An den Rat will ich mich aber auch deshalb halten weil sie weiß, dass ich mal zu viel gekifft habe und ich deswegen nicht zügellos erscheinen will.

Bin schon beim zweiten Präparat, nachdem ich die Einnahme von Medikinet Retard schon nach dem ersten Tag einstellen musste wegen eines Konflikts mit einem anderen Medikament (tut hier weiter nichts zur Sache). Ist auch gut so, denn ich hatte blöde Nebenwirkungen mit dem Präparat.

Ich nehme also nun Ritalin LA 10mg.
Ich bin nun bei Tag 3. Bei Tag 1 und 2 hatte ich nur leichte Nebenwirkungen, die auch nur kurz aufkamen. Also alles im grünen Bereich, bis auf dass ich jeweils gleich zwei Rebounds hatte, denn das MPH scheint bei mir nur ca. 2 Stunden lang zu wirken. Ich warte also ein halbe Stunde bis ich was merke, dann ist es 2 Stunden okay und dann kommt ein Rebound.
Nach ca 4 Stunden flutet die Wirkung wieder etwas an (aber nicht so stark wie zu Beginn) und dann kommt nach einiger Zeit wieder ein Rebound. Insgesamt also (noch) eine eher schlechte Ausbeute.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich gerade an einem Infekt knabbere. Ich hatte aber nicht die Geduld, zu warten, bis der ausheilt nachdem ich jetzt schon 1 1/2 Jahre gewartet habe bis ich mit der Eindosierung beginnen konnte. Zum Glück bin ich heute schon fast wieder gesund und plane zu arbeiten.

Ich habe hier im Forum aber auch nichts gefunden, was dagegen gesprochen hätte. Ich habe vielleicht so nicht die volle Wirkung aber bei Nebenwirkungen hätte ich so zumindest keine wertvollen Arbeitstage zerschossen und kann mich entspannt auf das Medikament und was es mit mir macht konzentrieren.

Nun ja, jedenfalls weiß ich nun nicht so recht, wann ich hochdosieren soll. Ich hatte zuvor schon ein paar Mal testhalber MPH probiert und weiß, dass es ziemlich hart auf meinen Körper reagieren kann und will deshalb lieber vorsichtig sein.

Aber gleichzeitig bin ich sehr ungeduldig und spüre einfach noch nicht annähernd die erhoffte Wirkung. Ich merke zwar das MPH sehr deutlich (eher körperlich) aber die positiven Effekte sind nur subtil.
Vorgestern hatte ich noch ein schwieriges Telefonat mit meiner Mutter, die mir dabei fieß auf einen wunden Punkt getreten ist und den Tag gestern hab ich im Prinzip mit dem Schreiben eines Briefs verbracht, den ich aber nie abschicken werde. Ich habe gerade einfach keine Lust, mich mit diesem Konflikt auseinanderzusetzen.
Immer wenn ich sie näher an mich heranlasse verletzt sie mich. Ich halte also lieber wieder Abstand und konzentriere mich auf die Eindosierung.

Eigentlich will ich ja vor allem wissen, wie das Arbeiten damit klappt.
Aber bislang scheint es mir nicht dabei zu helfen, meine Prioritäten besser zu setzen. Statt zu arbeiten habe ich jetzt mal lieber diesen Thread hier eröffnet. :no_mouth:
Ich fang jetzt wirklich mal an! :grimacing:

1 „Gefällt mir“

Haha, da sehe ich mich wieder :sweat_smile:
Ich hab deswegen mein MPH so dosiert eine Woche 10-0-0
Zweite Woche 20-0-0 bzw 10-10-0
Dritte Woche 20-10-0
Vierte Woche 20-20-0 , wobei ich das nur 3 Tage gemacht habe, denn mMn waren 40mg dann zu viel.
Bin dann wieder runter auf 20-10-0.

Jetzt nehme ich seit zwei Tagen Elvanse 30-0-0, bin aus MPH also raus.
Mein Psychiater meinte bei MPH zu mir, ich soll jede Woche auf 10mg erhöhen und dann schauen, was meine optimal Dosis ist. Hier im Forum habe ich auch schon gelesen, dass manche Ärzte nur alle 4 Wochen um 10mg erhöhen wollen (was mir viel zu lange dauern würde haha). Andere wollen, dass man nur um 5mg erhöht…
Also da sind sich selbst die Ärzte wohl nicht einig, daher hab ich halt nach Bauchgefühl erhöht (also jede Woche) weil ich dachte, das wird schon passen.

Würde ich persönlich auch empfehlen, man merkt ja dann, wenn es zuviel ist.

2 „Gefällt mir“

Nach dem Satz könnte ich auch anders herum dosieren :slight_smile: Erst 40 und dann langsam runter.
Haha, ne quatsch, so blöd bin ich natürlich nicht. Aber jede Woche erhöhen wenn man die ganze Zeit das Gefühl hat da müsste mehr gehen sprengt meine Geduld glaube ich.

Darf ich fragen, warum Du dann auf Elvanse gewechselt bist?
Das Präparat, das Du bei MPH hattest wäre auch intessant. Du hast auf Elvanse gewechselt ohne alle MPH Präparate durch zu haben?
Interessant.

Ja die Psychiater sind sich da nicht eins, weil´s halt keine Standard Eindosierung gibt. Ich sollte auch erst in 5mg Schritten hoch dosieren aber die gibt´s nur bei Medikinet.

Danke Dir!

Uff, ich kann mich einfach nicht konzentrieren. Das geht ohne irgendwie besser. Oder ich komme schon wieder in den Rebound. Ist jetzt drei Stunden her.

Ich hatte Medikinet adult 10mg und fand das essen doof. Also im wahrsten Sinne des Wortes, ich hatte keinen Appetit mehr. Und bei der Einnahme soll man ja aber essen…und dann musste ich mittags schauen, wo ich auf der arbeit essen her bekomme…alles doof. Ich arbeite nämlich auch viel Draußen.
Außerdem hatte ich 4 Wochen schöne Einschlafprobleme, ich bin nie vor 1 Uhr nachts eingepennt.
Und diese ständigen Kopfschmerzen…brr.

Mein Psychiater meinte deswegen, MPH lassen wir mal gut sein, nehmen wir doch mal Elvanse. Elvanse war auch mein Wunsch, auszuprobieren. Ich hab jetzt keinen Sinn gesehen da noch Ritalin, Concerta und Co durchzunehmen.

2 „Gefällt mir“

Nix gegen Elvanse, hab auch irgendwie im Gefühl, dass das für mich eigentlich das Beste wäre, aber bei Medikinet gings mir auch so wie Dir. Wobei man von einem Tag natürlich noch nicht viel sagen kann.
Ritalin ist so anders, dass man glauben könnte, es sei ein komplett anderer Wirkstoff.
Respekt, dass Du das so lange durchgehalten hast!

Ja naja, es heißt ja Eindosierungsphase. Da dachte ich mir, muss ich jetzt eben durch :sweat_smile: hätte ja auch besser werden können, aber die Sache mit dem kein Appetit hat mich echt fertig gemacht.

1 „Gefällt mir“

Du scheinst jedenfalls echt leidensfähig zu sein.

1 „Gefällt mir“

Mal ein kleines Update von Tag 4:
Ich habe heute mal nach zwei Stunden nochmal eine Tablette genommen um den ersten Rebound zu eliminieren.
So far hat das ganz gut geklappt aber die höhere Dosis gerade macht mich irgendwie drowsy. Bin müde und lustlos und unmotiviert, was sinnvolles zu tun. Und natürlich etwas depri, dass ich nicht einfach zu denen gehöre, bei denen das einfach gleich gut anschlägt.

Hab immer noch das Gefühl, dass es gleichzeitig zu viel und zu wenig ist.

1 „Gefällt mir“

Ein Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: 3 Monate bei einer Dosis bleiben, obwohl ich nichts merke - ist das normal?