Elvanse 40 mg: Tag 1–5 super, ab Tag 6 extremer Crash / Müdigkeit / Brain Fog – Erfahrungen?

Liebe sinimini,

ich verfolge deine Erfahrungen mit großem Interesse. Mir ist es genauso gegangen. Was du beschreibst, ist eine noch nicht gute Auftitrierung. Die Orientierung an höhere Dosierungen (50, 60) ist nicht hilfreich. Denn absolut jeder Körper reagiert individuell. Es gibt Menschen, die bereits mit 20 überdosiert sind, andere brauchen 70mg. Du solltest dich an dir selbst orientieren. Du beobachtest dich sehr gut, was dir weiterhelfen wird. Es wäre denkbar, dass du sehr viel feiner nachjustieren musst. Es gibt Menschen, die zum Beispiel mit 20 unter, mit 30 überdosiert sind. Sogar zwischen 25 und 26 den Kipppunkt erfahren. Das kenne ich von meinen Schülern (ich bin Schulkrankenschwester), aber auch selbst. Die Müdigkeit, von der du sprichst, ist garnicht so selten. Ich hoffe, du hast noch Kapazität, weiter zu probieren. Ich würde dir übrigens 80ml Wasser für die 40 empfehlen. Da kannst du feiner justieren. Du könntest z.B. 40ml nehmen für die 20mg, und 1 Stunde später weitere 5mg (10ml). versuchen, da dir 20 nicht mehr ausreichten, wenn ich dich richtig verstanden habe. Falls dir die Abmessung von 10ml nicht gut gelingt, nimm einfach 160ml und nehme 20 für die 5 ab. Du brauchst jetzt nicht hingehen und eine Extrapipette kaufen. Es gibt Messbecher, die in 1ml Schritten anzeigen. So habe ich es gemacht. Es kann auch sein, dass du an unterschiedlichen Tagen unterschiedliche Dosis brauchst. Das findest du mit der Zeit heraus. Wenn aber die bleierne Müdigkeit und Brainfog nicht nachlassen, ist Elvanse schlicht nicht das für dich passende Präparat, worüber du mit deinem Arzt sprechen musst. Es gibt diverse Alternativen. Ich wünsche dir, dass du es hinbekommst, ganz liebe Grüße

Tausend Dank für deine Antwort !

Gestern hatte ich tatsächlich den ersten Tag mit 30 mg ohne irgendwelche komischen Nebenwirkungen. Meine Energie war den ganzen Tag über recht konstant. Abends hatte ich ein kleines emotionales Tief, das hat sich aber recht schnell gelegt. (Kann halt auch an PMS liegen)

Ich habe vom Psychiater jetzt tatsächlich eine „Rückmeldung“ bekommen. Die Rückmeldung war ein neues Rezept mit 30mg und original Elvanse Tabletten.

Schauen wir mal wie der Tag heute verläuft. Bis jetzt ist es relativ ruhig.

Elvanse hilft mir bislang einfach sehr gut mit der „inneren Ruhe“ und ich kann mein Overthinking gezielter lenken. Wenn die Gedanken kommen, kann ich mich recht schnell auf etwas anderes konzentrieren. Deshalb möchte ich den Versuch aktuell noch nicht abbrechen.

Ich beobachte jetzt weiter und wenn ich merke die Müdigkeit kommt wieder / bleibt, dann werde ich tatsächlich anfangen etwas mehr herumzuexperimentieren. Vllt ist es halt auch nicht das richtige Medikament, wie du schon sagst.

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Prima, das klingt nach einem guten Plan und du hörst dich auch nicht mehr so haltlos an. Ich freue mich sehr. Melde dich gern, wenn du Ansprache brauchst. Einen schönen 1. Mai wünsche ich dir.

Vielen Dank! Ein kleines Update: Das Abwarten hat sich gelohnt. Die 99% der Nebenwirkungen sind weg. Ich bin aber gespannt, wie es sein wird, wenn ich kein PMS habe. Dann kann ich mir vorstellen, dass ich etwas weniger brauche.

Die einzigen Nebenwirkungen die ich habe sind: Ich kann erst recht spät einschlafen. Das nervt manchmal. Wenn ich nicht ins Büro muss ist das kein Problem, da gehe ich später ins Bett und stehe später auf, aber an 3 Tagen die Woche kämpfe ich etwas damit. Da schaue ich noch wie sich das einpendelt. (Trotzdem schlafe ich solide 6 Stunden, mein Sweet Spot ist halt bei 8). Es ist jetzt nicht so, dass ich gar nicht schlafen kann oder viel zu wenig schlafe zum Glück.

Mein Nachmittagstief (normale Müdigkeit, nichts bleierndes) überwinde ich mit einem Kaffee. Ich weiß viele sagen, kein Kaffee, aber ich habe das Gefühl mir hilft es mir dann nochmal einen kleinen Push zu geben. (Trinke den aber bis 14 Uhr)

Allerdings merke ich jetzt, wo die Nebenwirkungen weg sind und ich Kapazitäten habe wirklich auch auf positive Dinge zu achten, dass ich zwar ruhiger bin als ohne Elvanse und nicht mehr das schlimme Overthinking habe, aber mich zu konzentrieren fällt mir dennoch schwer.

Heute hatten wir z.B. ein Meeting, das mich nicht wirklich interessiert hat und ich habe gemerkt wie ich immer wieder abschweife innerlich. ( Elvanse um 6 Uhr genommen, Meeting von 8 -12 Uhr, also eigentlich noch im Peak) Mir passieren auch noch Flüchtigkeitsfehler. Kann sich das auch noch bessern? Wie sind eure Erfahrungen?

Ganz liebe Grüße

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Könnte auch am Zyklus liegen? Ich glaube, dass muss man wirklich mal mind. 6 Monate beobachten um ein klares Muster erkennen zu können. Hab ich aber auch nie geschafft.

Da ich extrem erschöpft und der ganze Körper müde ist, mich nicht konzentrieren kann, habe ich Elvanse jetzt mal abgesetzt. Ich glaube, dass ich da zwar vorher schon zu geneigt habe, Elvanse aber nach der Wirkung alles nochmal schlechter macht. Keine Konstanz, sonder krass kurvig sozusagen. Hoch und Crash. Da ich aber auch nicht dauerhaft ruhen kann weil ja manchmal Dinge erledigt werden müssen, macht es mir ein schlechtes Gefühl, weil ich es ja trotzdem nicht hinbekomme. Als würde mir mein Leben entgleiten. In der Vergangenheit habe ich also dann doch immer wieder zu Elvanse gegriffen. Es hilft mir auch sehr bei meiner Stimmung. Oder Verdauung. Dinge, die vorher wie Steine im Weg wären, mache ich dann einfach. Aber zu viele Nebenwirkungen…

Hast du mal 20mg morgens und 20mg mittags versucht?

Hatte ähnliches Tief wie du nur mit höherer Dosis. Bin dann von 60mg morgens und 10mg mittags auf 40 / 20 umgestiegen. Kommt aber auch immer echt auf die Zeit der Einnahme an finde ich.

Wenn ich 40 morgens um 8uhr nehme komm ich gut hin so das ich gegen 12/13uhr 20 nehme und mein Tief dann abends kommt.

Wenn ich die morgens aber erst gegen 9/10uhr nehme wirft es alles schon wieder über Board.:joy:

Also wie du liest bin ich hier absolut kein Profi :smiley: aber ich habe gelesen, dass extreme Müdigkeit mehrere Faktoren haben kann. Unterdosierung / Überdosierung oder Elvanse verstärkt das was gerade in dir lebt. Evtl nochmal an der Dosis rumschrauben? Schläfst du generell genug? Bist du nicht so platt wenn du sie nicht nimmst?

Der Zyklus ist auf jeden Fall ein enormer Faktor.

Danke für den Hinweis, ich denke, dass es darauf hinauslaufen wird, dass ich längerfristig 2 Dosen nehmen werde.

Ich möchte nur nicht von Anfang an zuviel „rumspielen“. Ich möchte erstmal schauen wie und ob das Medikament wirkt und bis vor kurzem hatte ich ja mit solchen Nebenwirkungen zu kämpfen, da war ich mit ganz anderen Sachen beschäftigt :smiley:

Ich werde es beim nächsten Termin beim Psychiater auf jeden Fall ansprechen.

Mir ist halt bis jetzt aufgefallen, dass es mir EXTREM hilft meine Impulsivität zu regulieren und meine Stimmung konstant zu halten und nicht in Gedankenspiralen abzurutschen. Sogar jetzt während PMS und das ist für mich gerade gold wert.

Nur die Konzentration und der Antrieb sind nicht wirklich besser.

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