Elvanse 50 mg / Wirkungsverlust / Dosierung / Nachhaltige Lösung

Hallo zusammen,

seit einigen Monaten nehme ich Elvanse 50 mg. Dabei teile ich die Dosis auf den Morgen, Mittag und Nachmittag auf, um eine gleichmäßige Verteilung über den Tag zu gewährleisten. Vorher habe ich unretardiertes Ritalin ausprobiert, das zu Beginn gut funktioniert hat. Leider hat es nach einer Weile keine Wirkung mehr gezeigt. Danach habe ich retardiertes Ritalin versucht, was jedoch eine Katastrophe war, da ich zu der Zeit unter extremen Panikattacken litt und das retardierte Ritalin diese verstärkte. Seitdem nehme ich Sertralin 50 mg und Mirtazapin 15 mg, was mir sehr gut tut, und ich werde es wohl noch einige Monate nehmen.

Jetzt merke ich jedoch, dass ich wieder an einem ähnlichen Punkt stehe wie nach ein paar Monaten Ritalin. Die Wirkung von Konzentration, Ruhe und „Motivation“ lässt mit Elvanse nach, und die Rebounds werden intensiver.

Meine Frage ist nun: Wird das mein ganzes Leben so sein, dass ich immer wieder das Medikament wechseln muss, weil sich mein Körper schnell an jedes Medikament gewöhnt, oder was könnte eurer Meinung nach eine Lösung sein? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich bin mittlerweile sehr frustriert, weil zu Beginn der Medikamententherapie alles super verläuft und ich alles gut vertrage. Mein ADHS ist wirklich unter Kontrolle, aber dann kippt es nach einigen Monaten genau in die entgegengesetzte Richtung. Ich wünsche mir einfach ein Medikament, auf das ich mich verlassen kann und das dauerhaft wirkt.

Erfahrungen oder Tipps würden mich freuen. Natürlich ist mir bewusst, dass diese keine ärztlichen Ratschläge ersetzen, sondern höchstens ergänzen können.

Wie hast du aufdosiert?
Mg/Dosis, Dosen/Tag, Tage auf gleicher Dosis, Steigerungen…

Nach einigen Monaten könnte es schon sein das man eine Toleranz entwickelt und nochmals erhöhen muss. Hast du das versucht?

Hey, hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht von mir. Ich dachte auch ich müsste aufteilen um über den Tag zu kommen und habe deshalb für fast zwei Monate 70mg Elvanse auf 40/30/0 aufgeteilt. Nach 6 Wochen hatte ich genau das selbe Gefühl, dass es nicht mehr so gut funktioniert. Habe dann einiges probiert. Von Kaffee zu bestimmten Zeitpunkten, Traubenzucker und häufigere Mahlzeiten. Hat alles nicht so wirklich funktioniert.

Ich wollte definitiv nicht noch eine dritte Dosis am Abend einschieben und habe dann hier im Forum nachgefragt. Auf Grund von anderen Erfahrung habe ich dann auf 70mg am Morgen umgestellt. Das war letzte Woche Samstag und ich bin absolut baff. Ich habe eine bessere Wirkung und bin bis abends abgedeckt. Ich habe bessere Laune und das alles trotz massivem Weihnachtsstress. Ich ärgere mich schon, dass ich durch das Forum hier nach 50mg morgens auf 40/30 umgestiegen bin, anstatt erstmal die nächst höhere Einzeldosis zu nehmen.

Eventuell macht es für dich auch Sinn eine höhere Einzeldosis zu nehmen, so wie es auch vom Hersteller vorgesehen ist?

Wie kam es denn, dass du aufgeteilt hast, anstatt eine höhere Dosis morgens zu nehmen? Hast du das schon probiert?

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Nice :slight_smile:

Berichte gerne weiter in deinem Beitrag von letztens, wie es dir damit so nach 2 Wochen geht und ob sich da nochmal was verändert.

Freut mich voll für dich, dass es dir damit besser geht :partying_face::+1:t2:

Happy Holidays

Hallo, danke an alle für die konstruktiven Antworten.

Zur Aufdosierung: ich habe ganze langsam angefangen, also wirklich in sehr kleinen Schritten 10mg, 15mg usw… Ich versuche 2 Tage die Woche zu pausieren und auch hier dosiere ich am dritten Tag sehr langsam ein.

Aber ist es wirklich sinnvoll mehr zu nehmen? Hat man dann nach einiger Zeit nicht genau das gleiche Problem, weil es eben diesen Gewöhnungseffekt bei fast allen Stimulanzien gibt?

Beste Grüße

Interessant! Winkler bestätigt das tatsächlich was du schreibst:

Ich denke oft, dass im Grunde alle, die aufteilen mit kurzwirksamen Medis besser klar kommen müssten (Attentin, MpH), da die Wirkung von Elvanse „eigentlich“ anders ausgelegt ist