Elvanse - Dosierung über 70 mg möglich?

Hallo Leute,
Ich habe Medikinet nicht sogut vertragen und bin auf Elvanse umgestiegen hier bin ich derzeit bei 50 mg und seit ein paar Tagen werde ich auf 70 mg hochdosiert.

Bin gerade bei 65mg angekommen und merke es ist deutlich besser als 50mg jedoch sind in meinem Wohlbefinden noch immer Schwankungen drinnen.
Habe heute in der Früh ausversehen 2 anstelle von 1er 50mg Tablette genommen also 50 + 50 + 15 Somit war ich bei 115mg… erst hatte ich Panik und wollte mir den Finger geben um es aus dem Körper zubekommen. Jedoch habe ich dies gelassen weil es schrecklich ist den Tag ohne Elvanse aushalten zumüssen.

Und ohne mich jetzt auf die 115mg zu versteifen gab es heute keine Schwankungen wie bei 65mg sondern ich war Konstant Zufrieden und meine Depressionen waren weg. Habe sogar lust gehabt das ein oder andere „Projekt“ anzufangen aber es natürlich gelassen weil die 115mg nur ein ausversehen waren.
Mit den 115mg hätte ich direkt wieder arbeiten können (Bin Krank geschrieben)

Daher wollte ich fragen wenn ich bei 70mg angekommen bin und diese Schwankungen wie ich sie oben beschrieben habe vom Wohlbefinden noch vorhanden sind wäre eine Steigerung über 70mg möglich?

vielen dank für die
Antworten euer Kruste

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Hey @Kruste
Bitte sei vorsichtig! So eine schnelle Steigerung kann zu Toleranzen führen, da muss man sehr aufpassen! Mir ist das auch (mehrmals) passiert dass ich 100mg intus hatte, da ich versehentlich 2 Kapseln genommen habe.
Ich sag dir ich hab seid 2,5j Elvanse, 1 Jahr alles tip top (50mg), dann struggle über fast 8 Monate und heute endlich zufrieden mit 60-80.

Es gibt in Größenordnungen über 70mg, off Label Verordnungen, wenn dein Arzt das mitgeht, müsstest du mal fragen.

Aber mach bitte langsam: in der Takeda Fachinformation, im PubMed …überall gibts Hinweise auf Toleranzentwicklung bei Amp bei zu schnellem aufdosieren.

Stell mal vor, dass deine 115mg eines Tages nicht mehr wirken? Das wäre wirklich nicht gut und das will keiner. Es würde dich unglücklich machen.

Und: viele verwechseln den Kick von Elvanse beim starten der Wirkung mit der subtilen, kaum spürbaren ,leichten Wirkung, die dennoch im Hintergrund sanft unterstützend wirkt.

Das Medi soll dich nicht pushen, sondern begleiten.
Müdigkeit Erschöpfung, traurig sein, glücklich sein…ganz normaler Alltag aller Menschen …so fühlen wir uns auch mit Medikamenten. Eben einfach „normal“ statt gepushed. Das wäre ja sonst sehr Kräftezehrend.

Gib mal in der Suchfunktion „Toleranz“ ein da wirst du sehr viel Input finden.

Ich wünsche dir ganz viel Glück! Bleib geduldig, es lohnt sich :adxs_zwinker:

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bitte nicht von einem einzelnen tag auf die wirkung einer extrem hohen dosis auf eine langzeitwirkung schließen. es geht immer nur um die langzeitwirkung, nie um kurzzeitige effekte.

eine überdosierung schleicht sich über tage an und dann fühlt man sich mies. bei mir waren es damals „nur“ 60 mg mit einem anderen medikament welches die wirkung verlängert und verstärkt.

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Ich bin grade dabei, mir 90mg Tagesdosis „erlauben“ zu lassen, meine Ärztin möchte sehr regelmäßige Blutdruck/Pulsmessungen und Blutkontrollen der Leber- und Nierenwerte dafür haben, wenn da alles ok ist, kriege ich grünes Licht.
Allerdings nehme ich die 90mg nicht auf einmal, sondern 50/40. Ich habe auch mal morgens 60 und 70mg ausprobiert, mit 70mg habe ich mich aber tatsächlich überdosiert gefühlt: hibbelig, unkonzentriert, schwindelig. Das habe ich nur einmal ausprobiert, weil ich schauen wollte, ob die Wirkdauer sich dadurch signifikant verlängern lässt, denn mein Problem ist: Elvanse wirkt bei mir nur ca. 4-5h. Ich arbeite daran, das irgendwie zu verbessern um die Tagesabdeckung halbwegs zu erreichen.

Du schreibst von Depressionen, eventuell könnte dir eine Kombi mit einem AD helfen? Ich habe Bupropion ausprobiert, darunter kann ich Elvanse reduzieren, leider fand ich die Wirkung aber nicht hilfreich, ich war zwar weniger wütend und insgesamt gelassener aber hatte immer wieder mehrtägige Phasen mit sehr verstärkten depressiven Symptomen. Ich hab es dann abgesetzt, eventuell hätte ich noch eine höhere Dosierung testen sollen…

Magst du deine Schwankungen nochmal genauer beschreiben? Sind die stärker als wenn du ohne Medi bist?

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Danke für die Antwort und natürlich auch an Lea über dir

Eine Überdosierung schleicht sich über Tage an? Gut zu wissen. Dachte dies wäre direkt spürbar. Aber ich wollte fragen welches Medikament das du einnimmst verlängert bzw. verstärkt die Wirkung von Elvanse?

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Auch danke an dich für die Antwort

Ich hätte nur Angst wenn die Ärtzin Blutdruck/Puls usw. messen würde dort eine leichte auffälligkeit festellen würde und mir dann das Medikament „verbieten“ würde.

Das mit den nur 4-5 stunden ist schon schade für dich bei mir wirkt dies bei höherer Dosis entsprechend länger.

Wenn ich ohne Medis bin gibt es wenig Schwankungen weil es durchgehend unangenehm ist. Bei 50mg habe ich das Problem das ich bei unangenehmen Tätigkeiten mich unwohlfühle also das Unangenehm vom ohne Medikamente. Aber natürlich nicht so schlimm wie ohne Medikament.
Heute habe ich 65 Mg intus und fühle mich recht wohl ohne Schwankungen bis jetzt. Ich musste heute aber noch nichts machen was mir in irgendeinerweise unangenehm gewesen wäre.

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Puls und Blutdruck können in der Eingewöhnung ein bisschen höher werden, sollten sich dann aber wieder halbwegs normal einpendeln. Man kann aber da auch ganz gut mit Ausdauersport, Ernährung etc. unterstützen, wenn es nötig ist… Nichtzuletzt gibt es hier auch Menschen, die ergänzend Blutdrucksenker nehmen, da kommt es sehr auf den Arzt an.
Ich kenne deine Sorge gut, mich macht der Gedanke auch immer wieder nervös, dass man mir die Medis wieder nimmt, durch den BTM Status und das Gebaren mancher Ärzte wird das ja leider auch suggeriert… Aber eigentlich ist es doch so: Es werden jeden Tag in Deutschland Unmengen von Beruhigungs- und Schmerzmitteln verordnet, die hochgradig abhängig machen, mit extrem großer Wahrscheinlichkeit bei Langzeitkonsum Leber- und Nierenschäden hervorrufen und die den Nutzer ungewollt mental stark verändern können. Objektiv betrachtet sind die Stimulanzien dagegen viel sicherer, zumal wir ja im Normalfall relativ engmaschig überwacht werden mit Blutwerten, EKG, Gesprächen etc. Sich das vor Augen zu führen, kann vielleicht ein gesundes Selbstbewusstsein fördern und - bei allem Respekt vor der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten - ein bisschen die Verhältnisse gerade rücken.

Wie dem auch sei, ich habe meine Verordnung für 50/40/0 heute bekommen!
Ich kann dir auf jeden Fall raten, konstant mindestens eine Woche bei einer Dosierung zu bleiben und nicht einzelne Tage zu bewerten, erst dann kann man einigermaßen beurteilen, wie gut und wie lange es funktioniert. Rumprobieren ist verlockend, birgt aber das große Risiko, dass nichts mehr richtig funktioniert und man dann besser eine längere Pause einlegen muss für einen „Reset“.