Elvanse richtige Dosierung finden

Hallo, bitte um eure Hilfe. Ich versuche seit Monaten Elvanse richtig zu dosieren und bin mittlerweile schon verzweifelt. Meine Psychiaterin meint, dass ich einfach verschiedene Dosierungen probieren soll und dann selbst am besten weiß, welche Dosierung am angenehmsten ist.
Als ich begonnen habe Elvanse zu nehmen, habe ich noch geraucht+Kaffee getrunken und die Wirkung (30mg) war auf jeden Fall zu viel. Hab dann vor 3 Monaten aufgehört zu rauchen und trinke nur noch 1 Kaffe pro Tag und habe seitdem das Gefühl, dass die Dosierung noch weniger passt.
Nehme die 30mg morgens und bekomme die ersten 4 Stunden ca. einen Hyperfokus auf Themen, die mich interessieren. Schaffe es dann nicht für die Uni zu lernen und wenn ich mich zwinge, dann kommt irgendwie nichts bei mir an. Ich schweife nicht ab, aber ich lese und das Gelesene kommt nicht richtig an. Ich starre eher nur auf die Seite ohne etwas aufzunehmen. Dann nach 5/6 Stunden lässt die Wirkung glaube ich nach und ich bekomme meistens Angst und fühle mich schlecht, weil ich noch nichts für die Uni erledigt habe. Außerdem bin ich viel emotionaler, gereizter und auch aggressiv. In den Stunden danach hab ich wenig Lust etwas zu unternehmen und abends bin ich wieder entspannter und motiviert, dass der nächste Tag besser wird(wird er aber nie).
Hab schon alle Themen durchgelesen zu Elvanse Unterdosierung/Überdosierung und weiß absolut nicht wo ich mich einordnen soll. Bin zuerst von einer Unterdosierung ausgegangen, weil ich mich dann schwer konzentrieren kann und es nicht schaffe zu lernen. Aber hin und wieder (ich glaube zyklusabhängig; bin unsicher) bin ich die ersten paar Stunden extrem lichtempfindlich, mir ist schwindlig wenn ich mich bewege und ich komme in einen seltsamen Zustand, fühl mich wie in einem Rauschzustand und bin froh, wenn die Wirkung nachlässt.
Die Wirkung ist nie gleich und ich versuche schon lange herauszufinden an was es liegt, aber ich verstehe es nicht. Ich hab auch schon versucht jeden Tag gleich zu essen, aber die Wirkung ist trotzdem nie gleich.
Ich hab derzeit Prüfungsphase und muss funktionieren, deshalb hab ich auch schon versucht 30mg morgens zu nehmen und nach 4-5 Stunden 10mg; fühlt sich auch seltsam an.
Also zusammenfassen sind meine Hauptsymptome: •Nach 1h 30 merke ich einen „Kick“ bei der Wirkung bzw. Antrieb
•Ab Stunde 2-4 ca. kann ich mich nicht konzentrieren, aber nicht weil ich abschweife sondern weil das Gelesene nicht ankommt
•bei Themen die mich interessieren kommt es aber in dieser Zeit zum Hyperfokus und das Gelesene kommt schon an
•wenn ich mich mit Freunden in dieser Zeit treffe, merk ich, dass ich seltsam+ ruhiger bin. vlt ähnlich wie Rauschzustand
•bei Bewegung wird mir schwindlig und ich sehe seltsam+ manchmal lichtempfindlich
•nach 5-6 Stunden werde ich ängstlich, gereizt, aggressiv
•abends erst wieder entspannt

Bitte um Tipps, wie ich die richtige Dosierung finden könnte. Weiß wirklich nicht mehr weiter und bin sehr verzweifelt. Deuten meine „Symptome“ eher auf Überdosierung oder Unterdosierung hin?
Wie schaffe ich den ganzen Tag abzudecken? Ich erkenne nicht mal wirklich den Rebound :frowning:
Da ich auch schon lange zusätzlich Wellbutrin nehme, weiß ich nicht mehr wie es ganz ohne Medikamente war und kann das alles sehr schwer einschätzen.

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Es ist nicht möglich nur anhand der Nebenwirkungen zu sagen ob Du unter- oder überdosiert bist. Da hilft leider nur auszuprobieren.
Außer 30mg hast Du noch gar keine andere Dosis probiert, oder?
Durch die Eindosierung kann ich inzwischen einigermaßen einschätzen ob ich unter- oder überdosiert bin. Ich habe dabei fast die gleichen Nebenwirkungen und es fühlt sich nur etwas anders an.

Starte doch jetzt mit einer richtigen Eindosierung und steigere die Dosis schrittweise.
Ich würde auch erstmal die passende Dosis finden, bevor Du Elvanse 2x am Tag nimmst. Ohne die passende Dosis ist es gar nicht richtig möglich die Wirkdauer einzuschätzen.

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Wellbutrin kenne ich nur als Bupropion und hatte es selbst bis vor 3 Tagen mit 150 mg genommen. Es wirkt sich ebenfalls auf Dopamin und Noradrenalin aus. Es verstärkt die Wirkung von Elvanse. Somit kannst du mit 30 mg sehr schnell in eine Überdosierung gekommen sein.

Du kannst die Kapsel öffnen und in Wasser auflösen und so kleinere Dosierungen testen.

Dennoch finde ich ebenfalls, dass die Wirkung weniger ist, wenn man in die 2 Zyklushälfte kommt. Hast du dir die Eindosierungstabelle heruntergeladen und befüllt. Da kannst du gleichzeitig deinen Zyklus überwachen.

Ich bin jetzt erst bei meinem 2. Monat mit Elvanse und finde es auch schwer einzuschätzen. Ich hatte aber mit 20mg angefangen. Mit Bupropion finde ich es aber zu schwer einzuschätzen.

Helloouuu, also ich(20mg Elvanse morgens und 30mg mittags+med. Cannabis)
bin derzeit auch am überlegen ob ich 3x 20 mg nehmen soll. Nehm die 30mg normalerweise zwischen 12 und 1, aber komm seit ner woche (so ab 2 uhr) kaum noch von der Couch. Mein Arzt ist nich so der beste, daher probiere ich immer. Nach intensiver Recherche.

Es gibt keinen Anlass, Elvanse mehrmals am Tag zu nehmen wenn man nicht mal eindosiert ist. Das wollte ich mal so allgemein dazwischen schieben.

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Und welche Sorte medizinisches Cannabis und wie viel davon und wie viel THC / CBD Anteil hat die Sorte… wäre vielleicht auch spannend.

(da Wechselwirkungen möglich und das Thema eh aktuell spannender wird in Bezug auf ADHS Symptomlinderung durch THC/CBD)

Also habe für den Tag sativa (kein hybrid) so knapp 1,5g und für morgens und abends indica(auch kein hybrid)1g.
Sativa für den KörperKasper und den Kopf.
Indica für Hunger, RestlessLegs und zum Schlafen.
Sativa meist von Enua oder Weeco.
Indica meist von remexian/Madrecan.
Sativa 23/1.
Indica 24/1.

Mhhh… wüsstest du denn, wie Elvanse ohne THC wirkt, oder wurde das immer zusammen verschrieben?

Die wirken unterschiedlich aufs Hirn, aber beide Medikamente erhöhen Dopamin.

Bin mir nicht sicher, wie man das vernünftig dosieren und messen könnte, sodass es weder zu wenig, als auch zuviel Dopamin ausschütten würde.

Das ist eine ziemlich komplexe Kiste, wenn man beides zusammen einnimmt.

Abends, wenn die Wirkung des Amfetamins so gut wie raus ist, dürfte es zum Einschlafen wahrscheinlich weniger kompliziert sein.
Aber tagsüber zusammen… da bin ich überfragt.

Dann brauche ich auch gar nicht weiter auf die Terpene zu schauen, wenn es Sativa ist.
Dazu auch noch recht hoher THC Gehalt.

Vor der ADHS Medikation wurde ich mal 8 Monate mit medizinischem Cannabis behandelt, aber das habe ich noch vor der Diagnostik abgesetzt und könnte daher keine Erfahrungen teilen, wie das tagsüber zusammen wirkt.

Hatte für tagsüber Sativa von 18-21% THC und die haben je nach Sorte dann doch recht ähnlich gewirkt wie Elvanse nach der Diagnostik.

Definitiv hat’s ordentlich Dopamin ausgeschüttet und zu viel davon wäre halt auch nicht gut.

Andere potenzielle neurologische Aspekte lassen wir mal raus. Das würde zu komplex, aber auch dazu gibts hier paar lange Beiträge bzgl. ADHS und Cannabis.

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Guten Morgen freunde der Nacht.
Ich muss natürlich gestehen dass ich auch vor meiner Diagnose schon im drogenpool unterwegs war, und somit auch dort ein paar Erfahrungen sammeln konnte. Hab vor 3 Jahren, von heut auf morgen, mit allem aufgehört. Was mir bisher natürlich nicht bewusst war das Cannabis auch so gut als Medizin genutzt werden kann.
Hatte mich auch schon gewundert warum der Alltag mit Cannabis und Amphetamin etwas runder läuft wie ohne. Letztes Jahr dann die Diagnose, und mit der richtigen Dosis läuft wunderbar. Habe jetzt übrigens gestern die 20-20-20 probiert, ist mir dann doch etwas zu viel. Die ersten zwei Dosen gingen noch die letzte 20er um 4 Uhr war dann doch etwas zu viel.
LG de Massl

Das sind dann doch nur 1 bis 2 Stunden nach der Einnahme, oder verstehe ich das nicht richtig?

Ich habs in der Jugend nie gemocht, aber trotzdem öfter versucht. War nix. Vor allem nicht zusammen mit Bier.

Mit frischen 39 kam ich dann nochmal zum Cannabis, weil mir etliche ADs nicht ausreichend halfen und ich irgendwas zu Cannabis gelesen hatte, wonach ich es dann doch nochmal probieren wollte.

Hatte aber Schiss, den Arzt darauf anzusprechen und es einfach mal einen Monat schwarz probiert (aus Shop bezogen und mich da bzgl. antriebssteigernden Sorten beraten lassen).

Ich war halt ziemlich überrascht, wie klar und gut mein Kopf damit lief.

Von ADHS und Dopamin Mangel hatte ich ja noch keine Ahnung :man_shrugging:

Dann den Arzt drauf angesprochen und er stimmte sofort zu. Hä? Wofür hatte ich mir so in die Hosen geschissen? :see_no_evil:

Naja, auf Privatrezept als Selbstzahler dann eben und mich da von der Cannabis Apotheke ausführlich beraten lassen.

Meine Erfahrungen stehen u.a. hier.
Auch, warum ichs nicht mehr nehmen wollen würde.

Ausnahme wäre 1x abends zum Einschlafen, aber auch das ist mit unretardiertem MPH und zur Not mit Melatonin nicht nötig.

Aber tagsüber zwei Medikamente, die beide Dopamin ausschütten (wovon man die Mikrodosis Cannabis am wenigsten einschätzen und genau dosieren kann) und wie die dann kreuzwirken… das wäre mir zu heikel.

Wenn da dann (auch wenns Sativa ist) vielleicht auch noch eher sedierende Terpene mit im Spiel wären, stelle ich mir das tatsächlich so vor, als würde man im Hirn das Gas- und Bremspedal gleichzeitig betätigen.

Zu wenig Dopamin ist natürlich ebenso ungünstig, wie auch ein Dopamin Overload.

Da kann ich mir das mit dem Extreme-Couching gut vorstellen.

Beide Medikamente ohne einander eindosiert, könnte man es vielleicht besser abschätzen, was nun woher kommt.

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Japp, hab jetzt um 6, 20mg und um 12, 20mg. Passt ziemlich gut.

Hallo ihr Lieben,

Diese Woche hatte ich meinen Termin beim Psychiater. Glücklicherweise war er super nett und unkompliziert. Er hat mir von sich aus Elvanse als erstes angeboten, was auch mein Wunsch war. Happy!

Heute, zwei Tage später, habe ich die 30 mg Pille genommen und na ja, wie soll ich es sagen? So richtig habe ich nichts gemerkt. Vielleicht etwas schärferes Sehen, aber das habe ich mir eventuell nur eingebildet :-D. Ansonsten wirklich nichts, kein Aha-Effekt/ Brille, von dem viele berichten, und ich habe immer noch Hunger wie ein Elefant! Aber keine Nebenwirkungen, was mich sehr erfreut.

Na ja, es ist jetzt fast 19 Uhr und der erste Tag ist ziemlich ernüchternd. Daher meine Frage: Hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht und kann mir sagen, ob sich das mit der Zeit (Steady State) noch verändert? Oder ist die Dosis einfach zu gering für mich? Ich werde sowieso erstmal 7 Tage lang die 30 mg nehmen, aber vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Zu mir:

  • Männlich
  • 36 Jahre
  • 81 kg
  • Nehme keine weiteren Medikamente
  • Keine Drogen-Erfahrungen außer Alkohol im normalen Rahmen (kein Problem)
  • Sportlich, fahre Rennrad und gehe ins Fitnessstudio

Ich würde mich freuen!

Bei waren die Effekte erst nach einer Woche bemerkbar. Was den Aha-Effekt betrifft habe ich hier im Forum von vielen gelesen, dass sie diesen bei Elvanse nicht hatten und die Wirkung subtiler sei als bei MPH.

Da ich selbst scheinbar MPH non-Responder bin kann ich das nicht vergleichen. Aber auch ich würde die Wirkung des Elvanse als „subtil“ beschreiben. Also zumindest bei mir.

VG
SD

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Ich habe die letzten Tage versucht genau zu beobachten wann Elvanse wie gut wirkt. Ich nehme 30mg in der Früh und spüre 3-4 Stunden einen Antrieb und kann mich ca. ab Stunde 2 bis ca. 3 Stunden 30 nach der Einnahme optimal konzentrieren. Die ersten 2 Stunden reichen noch nicht wirklich um mich genug zu konzentrieren und dann ab ca. 4 Stunden nach Einnahme merke ich schon noch etwas von der Wirkung, aber sie reicht zum lernen nicht mehr aus. Da ich eben derzeit sehr viel für die Uni lernen muss, hab ich dann versucht 10mg nach 4h nach zu nehmen, aber so richtig konzentrieren auf Sachen auf die ich keine Lust hab ist nicht möglich. Hab mir jetzt gedacht, ob 30mg in der Früh vielleicht zu wenig sind? Da es die ersten 2 Stunden nicht ausreicht um mich gut zu konzentrieren und dann genau dort, wo eig der Peak sein sollte, optimal wirkt und gleich nach dem Peak wieder zu wenig ist um mich zu fokussieren?
Oder was ich mir auch gedacht habe: Vielleicht sind die 30mg schon seit Monaten zu viel (weil ich zusätzlich 150mg Wellbutrin XR nehme). Hab mir gedacht, vielleicht spüre ich deshalb die ersten paar Stunden so viel Energie und Konzentration und nach 4h eher so ein Down. Was meint ihr?
Bin noch immer verzweifelt, weil meine Psychiaterin mir da auch nicht wirklich weiter hilft und sagt, ich soll das selbst versuchen. Aber ich hab in 2 Wochen eine wichtige Prüfung, die ich nicht schaffen kann, wenn ich mich gerade mal 2-3h pro Tag konzentrieren kann. Weiß nicht, ob ich einfach mal 40mg direkt in der Früh versuchen soll? Hab auch irgendwie Angst davor.
Ist das normal, dass in den ersten 4 Stunden so viel Energie kommt? Spricht das eher für zu viel oder zu wenig?

Vielleicht erwartest Du etwas zuviel von Elvanse? Sich auf Sachen konzentrieren, auf die keine Lust da ist kann Elvanse aus meiner Sicht nicht einfach so leisten. Es hilft ja nicht grundsätzlich beim Lernen, sondern kann helfen das was daran hindert abzuschwächen. Das sind unterschiedliche Dinge.
2 bis 3 Stunden am Tag konzentriert Dinge zu lernen ist eine starke Leistung. Das fällt auch ohne ADHS den meisten echt schwer.
Sich richtig konzentrieren können will gelernt sein. Wenn das die ganze Zeit wegen ADHS nicht ging reicht ein Medikament nicht aus. Es muss mehr oder weniger ganz neu gelernt werden.

Was meinst Du denn mit zu viel Energie in den ersten Stunden?
Wenn ich mehrere Stunden konzentriert arbeite habe ich danach auch ein Down. Das ist nicht ungewöhnlich.
Wie beurteilst Du denn die Wirkung unabhängig vom Lernen? Ich denke das die aktuelle Situation mit einer bevorstehenden wichtigen Prüfung nicht die beste Zeit ist um die Wirkung von Elvanse zu beurteilen und auch nicht um da viel mit der Dosis zu spielen. Das kann auch komplett nach hinten los gehen. Ich hatte bei der Eindosierung schon Tage, da konnte ich gar nichts machen.

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