Folgen von ADHS?

Heyy,

ich weiß, ich schreibe heute echt viel entschuldigt bitte:)

Ich wollte einmal Fragen ob es sein kann dass man zb ADHS hat aber es auf andere Sachen schiebt.

Ich dachte nämlich früher ich wäre Narzisstisch oder hätte ASPD, genauso wie mit Autismus(soziale Situationen und fidgeting) und bipolar(weil ich immer voll begeistert und dann extrem depressiv war).

Also nd alles auf einmal eher so über die Jahre aber hat jmd Erfahrung damit, dass man es auf andere Sachen schiebt?

Viele Grüße

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Weiß nicht, ob es eine altersgerechte Antwort ist, aber schon die Länge dieser Liste zeigt, dass es nicht sehr zielführend ist, sich damit „auf eigene Faust“ zu befassen:

(Ist ausdrücklich keine Einladung, die anderen der dort gelisteten Diagnosen auch noch „anzuprobieren“. Wer sich schnell mit Selbstdiagnosen belastet, spricht wirklich am besten mit Haus- oder Kinderarzt. Zeigt ja auch Deine Erfahrung.)

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Kann mit ADHD zu tun haben muss aber nicht, aber im Sinne von ADHS gedeutet, kann dieser Dopaminabfall , so bald die Begeisterung vorbei ist oder etwas beendet wurde eine Minidepression auslösen. Zugleich verliert man mit dem Wegfall des Hyperfokus seine Orientierung und ist wieder mit den 1000 alltäglichen Dingen des Alltags überfordert.

ADHS kann Symptome ähnlich einer Depression auslösen. Grade da ist eine differenzierte Diagnostik notwendig.
In beide Richtungen jeweils falsch diagnostiziert kann fatale Folgen haben und leider geht auch Beides.

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Ich würde mal behaupten dass es einfach eine menschliche Eigenschaft ist.

Das Gehirn kommt nicht damit klar wenn eine Geschichte oder ein inneres Bild unvollständig ist. Zur Not vervollständigt es das einfach selbst, weshalb man sich zum Beispiel manchmal an falsche Dinge erinnert.

Aber wenn natürlich ein Weg besteht um für Vollständigkeit zu sorgen, insbesondere bei Leidensdruck, dann sucht man nach einer Erklärung, bis es sich vollständig anfühlt.

So funktioniert Politik, deshalb haben Menschen ursprünglich an Götter geglaubt (Naturphänomene konnten sie sich nicht anders erklären), deshalb glauben Menschen an eine flache Erde, etc etc.

Klar, mit ADHS und Leidensdruck neigt man mehr dazu sich dann auch immer mehr zu informieren.

Du könntest dich mal, wenn du viele Ähnlichkeiten zum Bipolaren siehst, mit dem Begriff der Overexcitabilities vertraut machen. Vielleicht erkennst du dich darin wieder. Ich finde, da gibt es sehr viele Übereinstimmungen.

Weiß nicht genau was du meinst. Bei bipolaren Störungen geht es aber nicht um leichte Gefühlsschwankungen, sondern um heftige Ausnahmezustände (Manien), wo Leute in sechs Wochen oder so ihr ganzes Leben zerstören, in dem sie nur sehr gefährliche Sachen machen und ihr ganzes Vermögen verzocken. Hier wäre einmal sehr entscheidend, ob es nur diese zwei extrem Zustände gibt und ob du die Symptome schon seit der Kindheit hast. Autismus unterscheidet sich nicht nur durch soziale Schwierigkeiten von ADHS, sondern auch der Art und Weise was diese vermittelt, die Kommunikation und Sprache, zweitens ein einschränkender Wiederholungsdrang. Zu Narzissmus und der ASPD kenne ich mich nicht aus, aber es gibt wohl viele Kinder, die eine oppositionelle Trotzstörung haben, aus der mehr werden kann. Wenn das alles nicht wirklich zutrifft, dann schiebst du deine ADHS auf andere Sachen.