Frage zum Beginn der Medikation

Ich bin ein wenig sprachlos und wenn das wirklich so ist, ist das eine Story für die Bild.
Wie kann man denn einen Patienten, der offensichtlich unter Leidensdruck steht, noch weiter leiden lassen und darüber hinaus ihm noch alle Hilfsmittel wegnehmen, die ihn bis dahin über Wasser halten.
Alkohol klar, aber darüberhinaus?
Ich bin Alkoholikerin, clean seit 2020
Ich nehme Escitalopram, trinke ab und zu Kaffee und habe sofort Medikamente bekommen im Mai, erst Medikinet, jetzt Elvanse
Ich hatte nach 3 Jahren Abstinenz noch Suchtdruck bei Medikinet, deswegen finde ich 3 Monate aus diesem Grund sportlich.

Na toll, danke für nichts, würde ich sagen.
das sieht man wieder, welchen Stellenwert ADHS einnimmt, wenn noch nicht mal ein Ersatz für die Ärztin kommt.

Wie gehts dir denn heute?

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@Maik

Ich Blicke da jetzt nicht mehr durch, du hast aber schon die Diagnose bekommen, vom ersten Arzt, der mit den 3 Monaten Wartezeit.

Sowas hat in diesem widerlichen Hetzblatt nichts zu suchen oder war das ein Witz den ich nicht Verstanden habe?

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genau der war es :rofl:

nein, ich meinte das nur, wie sagt man, unterstreichend

Ah ok, danke für die Aufklärung. Ich neige manchmal dazu, Dinge Wörtlich zu nehmen und die Bildzeitung finde ich dazu auch noch Furchtbar.

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das habe ich gemerkt :sweat_smile: deine Abneigung sprang mir ja förmlich ins Gesicht :laughing:
Habe ich alles richtig gemacht, ich habe extra die BILD genommen, weil sie so polarisiert!

Ich war schon drauf und dran, geschwind, Artikel zu suchen, die meine Abneigung gegen diese Journaille verdeutlichen. :grin:

oh man, was so ein fehlender lachender Emoji alles auslösen kann. :rofl: :rofl:

Genau so ist es. Habe ihm auch gesagt, das ich es für schwer halte, noch so lange durchhalten zu müssen.

Danke der Nachfrage. Gut geht’s mir nicht, wieder ne Nacht ohne Schlaf. Werde das noch mal über die Uniklinik versuchen. Ich weiß auch nicht, ob der Doc meinen Leidensdruck einfach nicht ernst genommen hat.

Uniklinik war leider auch ein Fehlschlag, ADHS behandeln die nicht.

Hast du eine Vermutung, woher die Schafstörungen kommen?

  • Nimmst du noch dein AD und wenn ja, welches? Es kann sein, dass es schuld an deine Schlafstörungen ist.
  • Hast du eher Probleme einzuschlafen oder durchzuschlafen?
  • Arbeitest du zur Zeit? Wenn ja, würde ich überlegen, mich krankschreiben zu lassen, sonst kommst du aus der Spirale nicht raus. Besonders wenn dein Beruf dich sehr stresst.
  • Hast du Routine und Struktur in deinem Alltag? Sehr sehr wichtig, auch wenn man nicht gerade die Kraft dafür hat.
  • Wie sieht deine Schlafhygiene aus? Vor dem Schlafengehen nicht du am Handy hängen, sondern ein Podcast oder sowas wie Schlafhypnose hören, oder was anderes entspannendes.
  • Am Abend viele Kohlenhydrate essen, jetzt nicht unbedingt Zucker Sachen, aber Kartoffeln, Brot, Reis, etwas dunkle Schokolade zum Nachtisch oder Bananen. Aber bitte kein anderes Obst oder Rohgemüse.
  • Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte am besten bei 18 Grad liegen.
  • Gewichtsdecke
  • Melatonin? Vielen hilft es.
  • Versuche lange Spaziergänge, am besten zwei Mal am Tag oder mindestens nach dem Abendessen.

Ich habe das Gefühl, dass du dir zu viel von den Stimulanzien versprichst. Sie könnten natürlich eine sehr gute Stütze sein, aber die Wenigsten von uns, kriegen mit der ersten Tablette ihr Leben sofort im Griff. Und Schlafstörungen dadurch kennen viele am Anfang auch ganz gut. Und wenn man das Unglück hat, nicht sofort die perfekte Dosis zu erwischen, könnte der Leidensdruck anfangs eher schlimmer sein.

Ich will dir damit die Hoffnung nicht nehmen und dir keine Angst machen, aber du solltest schauen, was du parallel ändern könntest. Es ist und bleibt harte Arbeit, mit und ohne Stimulanzien.

Und noch was: hast du mit deinem HA gesprochen, vielleicht könnte er/sie für dich bei einem anderen Arzt eventuell schneller einen Termin ausmachen, oder dir vorübergehend was verschreiben bis du einen guten Arzt findest?

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Die AD hab ich abgesetzt. Krank schreiben lassen möchte ich mich eigentlich nicht lassen. Arbeit ist im Moment das einzige, wo es mir ganz gut geht. Problem ist halt, das es mir gerade zu Hause nicht gut geht.

Die Schlafstörungen kommen wohl von Zukunftsängste und Depressionen. Nachdem meine Frau sich von mir getrennt hat, vermutlich auch wegen meiner ADHS-Eigenheiten. Spaziergänge, Gewichtsdecke, Melatonin ohne Erfolg. Lange Zeit zum Einschlafen und nicht durchschlafen.

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Welches Antidepressivum hast du denn genommen? Bis wann und wie hast du es ausgeschlichen?

Doxepin, bis vor ca ein 7 Wochen, ohne Ausschleichen. Es hat allerdings auch so gut wie keine Wirkung gehabt.

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Keine Sorge, Du nimmst mir nicht die Hoffnung. Das Stimulanzien nicht das ganze Leben von jetzt auf gleich wieder in Ordnung bringen. Ich habe nur die Hoffnung, das es mich dabei unterstützt.

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@Maik: Die Schlafstörungen würde ich auch auf die Depression zurückführen. In meiner schlimmsten Zeit bin ich oft erst morgens um 5 eingeschlafen. Zum Glück musste ich da nicht mehr arbeiten, das wäre nicht gegangen. Aber ich kann verstehen, dass du weiter arbeiten möchtest. Vielleicht kannst du dir alle paar Nächste mal eine Schlaftablette gönnen? Aber wirklich nur ab und zu.

Ich finde 3 Monate auch sehr lange. V.a., da er doch gar nicht kontrollieren kann, ob du in der Zeit wirklich keinen Alkohol trinkst.

Da Privatrezepte auf Dauer ganz schön ins Geld gehen (oder würde er dir Kassenrezepte ausstellen?), würde ich mir auf jeden Fall auch einen Kassenarzt suchen.

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Es tut mir Leid. Ich glaube, auch nicht Betroffene würde es so ergehen. Es ist etwas, was Zeit braucht und natürlich viel Grübeln mit sich bringt.

Wie lange hast du es versucht? Melatonin würde ich allerdings auch lassen, denn es könnte die Depressionen auch verschlimmern.

Hast du in deiner Umgebung eine Selbsthilfegruppe, wenn nicht Adxs spezifisch, dann für Menschen mit Depressionen oder die eine Scheidung/ Trennung durchmachen? Oder hast du zumindest Menschen um dich, mit denen du sprechen kannst?

Bist du in einer Therapie? Oder suchst du danach? Ich persönlich habe die Hoffnung an Therapien aufgegeben, allerdings glaube ich, dass ich für mich einfach die falsche Form ausgewählt habe. Keine VT mehr für mich :rofl:

Und noch eine letze Frage, wer hat dir das AD verschrieben?

Die Weiterbehandlung würde über die Kasse laufen. Schlaftabletten helfen ja leider auch nicht, bewirken eher das Gegenteil.

Selbsthilfegruppe hab ich nicht, nur einen guten Freund, mit dem ich ab und an reden kann.

Auf Therapie warte ich auch. Dauert halt alles.

Hallo Zusammen. So, seit gut einem Monat bekomme ich Medikinet. Angefangen mit 10 mg, jetzt erhöht auf 20. Eine extrem leichte Wirkung kann ich bemerken. Zusätzlich Pipamperon. Vom Hausarzt hab ich mir zusätzlich Escitalopram verschreiben lassen, um Angst und Schlafstörungen in den Griff zu bekommen. Hilft auch nur ein bisschen, aber besser ein bisschen als gar nicht.

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