Für immer joblos?

Hallo liebe alle :raising_hand_woman:t2:
Ich bin einfach nur frustriert und hoffe, dass sich hier jemand findet, der ein ähnliches Problem hat - oder mir zumindest Rat/Hoffnung geben kann …
In meinen 28 Jahren habe ich in Bibliotheken, Altenheimen, Kliniken und als Zeitungsbote gejobbt und jeweils einige Monate Japanologie, Biologie, Anglistik und Interior Design studiert. Alles sehr interessant und alles ohne einen Abschluss.
Mein Problem ist, dass ich keine Ausbildung durchhalten kann und Angst habe, dass ich nie „wirklich“ arbeiten gehen kann, obwohl ich mir das SEHR wünschen würde - diese Normalität regelmäßig und über Jahre hinweg ins Büro zu gehen, sich mit Kollegen anzufreunden, Weihnachtsfeiern … aber alle Berufszweige langweilen/überfordern mich schon nach kurzer Zeit extrem und ich merke das jedes mal, versuche dem entgegen zu wirken, trotzdem scheitert es immer :disappointed:

Hat/hatte jemand ein änhliches Problem? Was hat geholfen?
Aktuell warte ich auf einen Therapieplatz und hoffe ehrlich gesagt auf eine Wunderpille, die mein Problem löst. Verhaltenstherapie hatte ich schon einmal gemacht (zwei Jahre lang wegen Sozialphobie, was eher Zeitverschwendung war) und würde das eigentlich ablehnen. Außer, es hat jemand gute Erfahrungen damit machen können …

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Hallo @DieJana ,

herzlich Willkommen in unserem Forum!

Darf ich zunächst einmal fragen, warum du dich hier angemeldet hast? Vermutest du, dass du AD(H)S hast oder gab es vielleicht schon eine Diagnose in der Kindheit, die nicht weiterverfolgt wurde?

Eine Wunderpille für deine Probleme gibt es leider nicht, aber - falls du wirklich AD(H)S haben solltest, wird eine Kombination aus Medikation und Therapie wenigstens etwas helfen.

Bekommst du gar keine Unterstützung von deiner Familie?
Um deine Situation besser beurteilen zu können, wäre es schön, wenn du vielleicht noch etwas mehr über deine Situation berichten könntest.

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Herzlich willkommen auch von mir! :adxs_happy:

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Hi @DieJana ,
den Fragen schließe ich mich an. Es geht nicht darum, dass du zwingend AD(H)S haben musst, um hier ernst genommen zu werden. Ganz und gar nicht. Aber um ein besseres Verständnis für deine Situation zu bekommen, ist ein wenig mehr „Kontext“ hilfreich. Allerdings klingt das was du schon gemacht hast, echt spannend (auch wenn es für dich eher frustrierend ist). Von Ende Realschule bis zur abgeschlossenen Ausbildung hat es bei mir 12 Jahre gedauert. Diese Ausbildung war aber dann auch genau mein Ding und ich habe sie mit 1,6 abgeschlossen. Ich blieb dann auch insgesamt 10 Jahre bei meinem alten Arbeitgeber und bin seit 16 Jahren bei meinem jetzigen. Es gab Zeiten, da habe ich mir nicht vorstellen können jemals eine Ausbildung abzuschließen und es gibt immer noch Krisen. Aber es gibt eben auch Hoffnung!!!

Edit: Herzlich willkommen! :slightly_smiling_face:

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Danke euch schon mal für eure Antworten. Was @ads66 schreibt, macht ein bisschen Hoffnung.

Ich habe vor einigen Monaten die Diagnose ADHS bekommen, nachdem ich Symptome dafür bei mir erkannt hatte (die größtenteils schon in der Grundschule bestanden), habe das dann dummerweise nicht weiter verfolgt. Wegen des zunehmenden Leidensdrucks stehe nun aber auf der Warteliste für einen Therapieplatz.
Unterstützung von der Familie gibt es keine, nur Druck, dass ich endlich mal was fertig machen solle, „alle anderen schaffen da ja auch“. Mein Mann hat dafür hingegen viel Verständnis und ist eine mentale Stütze - auch finanziell, aber ich denke, dass mir das schon sehr gut tun würde selbst arbeiten zu gehen. Gut fürs Selbstwertgefühl, aber auch wegen der Sozialphobie (wegen der z.B. Selbsthilfegruppen eher nicht möglich wären, deshalb hatte ich auf die „Wunderpille“ gehofft).

…und wenn es eine Online-SHG wäre?

So alleine über einen Chat ohne Video ginge das schon :confused: Dadurch, dass die Diagnose ja noch so frisch ist, habe ich mich noch nicht so viel damit beschäftigten können - dieses Forum ist gerade meine erste Anlaufstelle.

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Liebe Diejana,

ich kann jedenfalls, was die medikamentöse Therapie angeht, von sehr guten Erfahrungen berichten.

Ob du damit kurzfristig eine Ausbildung abschließen können und einen Arbeitsplatz lange behalten wirst, kann dir natürlich niemand versprechen, aber schrittweise Verbesserungen wird es, hoffentlich, geben.

Was mich nach vielen Jahren immer noch verblüfft, ist wie das Medikament die Wahrnehmung verbessert, ich kann Situationen klarer sehen und habe mehr Überblick. Der Begriff Wunderpille ist gar nicht komplett falsch, aber ich würde das niemals jemand so anpreisen, um keine falschen Hoffnungen zu wecken.

Ich habe ziemlich lange für mein Studium gebraucht und hatte zwischendurch mehrmals Zweifel, mein Einstieg ins Berufsleben war auch lange holprig. Meinen ersten Arbeitsplatz, wo ich länger als ein Jahr bleiben konnte, fing ich mit 32 an (meine ADHS-Diagnose bekam ich erst mit 37), vorher waren mehrere befristete und welche wo ich in der Probezeit gekündigt wurde. Von daher kenne ich was du beschreibst in Ansätzen, wenn auch nicht ganz so krass wie bei dir.

Ich habe (und hatte auch damals schon) ähnlich wie du eine sehr verständnisvolle und ermutigende Ehepartnerin.

Viele Grüße
Falschparker

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Dann schau dich hier erstmal um. Es gibt vieles zu entdecken und viele ADHS-schlaue Gehirne, die dir gerne deine Fragen beantworten werden…

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Ja, das kommt mir bekannt vor. Und es dauert auch erstmal, bis man selber nicht mehr an diesen Quark glaubt. Manche Dinge können wir halt tatsächlich nicht. Und das liegt daran, dass unser Hirn anders arbeitet. Nicht mehr und nicht weniger. Die Sachen, die wir zu erledigen haben, dürfen nicht interessant sein und dürfen nicht Spaß machen…sie müssen es!!! Die Medikamente können dafür sorgen, dass oft auch ein „dürfen“ ausreicht. Handeln müssen wir trotzdem immer noch selber. Einiges wird leichter gehen und die Diagnose ist ein erster richtiger Schritt in eine gute Richtung.

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Hallo @DieJana
Willkommen.
3x Ausbildung abgebrochen
2x Fachabi abgebrochen
Abi im 4. Anlauf
zig Jobs abgebrochen
Studium kurz vor Ende abgebrochen.
Du siehst, hier gibts einige Leute die dein Problem so oder so ähnlich kennen, du bist nicht alleine damit.
Ich habe nach dem Abi, wo ich wieder vor der Frage stand „Was machen?“ mal alle Hauptinteressen von mir zusammengetragen und dann geguckt in welchem Studienfach sie sich wiederfinden. Die Wahl war dann auch die richtige, das Studium habe ich mit Interesse durchgezogen …bis die Punkte nicht mehr auszublenden waren die ich nicht bedacht hatte. Dann hab ich die Diagnose ADS bekommen. (und Bologna hat mir den Rest gegeben).
Inzwischen weiß ich, das es wichtig ist, nicht nur etwas zu finden das möglichst viele Interessen abdeckt sondern auch genau zu gucken, wo die Dinge liegen, die einem schwer fallen oder die man eben nicht kann und das auch zu akzeptieren.
Deshalb meine Frage: hast du schonmal genau geguckt was im einzelnen zu deinen Abbrüchen geführt hat? War es wirklich ein Abflauen des Interesses (ein Problem was ich kenne, will das hier nicht kleinreden), waren es bestimmte Umstände (gerade im Hinblick auf soziale Phobien möglicherweise ein großer Punkt), waren es bestimmte Anforderungen oder Tätigkeiten die mir Schwierigkeiten bereitet haben? An welchen Punkten habe ich keine Schwierigkeiten/Stärken? Welche Tätigkeiten kämen für mich also in Frage/nicht in Frage.
Die Beantwortung dieser Fragen ist sicher sehr schwierig, aber sie könnten dabei helfen dich besser kennenzulernen und dich auf schwierige Situationen besser vorzubereiten oder sie eben zu vermeiden, damit du dann vielleicht etwas findest auf das du dich durchgängig einlassen kannst.
:woozy_face: :pleading_face: das ist jetzt der dritte
Anlauf zu Antworten und jedesmal denke ich ach nee, schick das lieber nicht ab, aber das Problem ist so nah an mir, das es mich immer wieder triggert doch wieder einen Text zu schreiben, also schick ich den jetzt ab :see_no_evil:.

Denke ich auch, aber mach dir keinen Druck, wenn es (noch) nicht geht, dann ist das so, und würde dich am Ende mehr stressen als es gut tut.

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Ich denke das ist normal.
Und lass dir bloß nichts einreden und dich runtermachen deswegen!

Bei mir ganz genauso…
Ich halte kaum etwas lange aus, mit Regelmäßigkeiten und Gleichförmigkeit habe ich auf Dauer enorme Probleme.
Bei mir kommen dann noch Abdriften, Motivationslosigkeit und Konzentrationsprobleme dazu die zu immer mehr Fehlern führen - was schließlich zu Problemen mit Kollegen führt und meine Laune immer garstiger werden lässt. Das war alles allerdings noch ohne Medikinet!

Meine letzten regulären Jobs habe ich meist nach 3 bis 4 Monaten abgebrochen, einen immerhin 8 Monate durchgehalten. Schule gerade so abgeschlossen, Fachabi auch abgebrochen. Nur die Berufsausbildung habe ich irgendwie durchgezogen obwohl ich in dieser Zeit wirklich kein Mensch mehr war und mich wie ein Zombie da durchgeschleift habe.

Ich träume heute noch öfters davon dass ich nur noch zwei Monate aushalten muss und dann mein Fachabitur in der Tasche habe… Obwohl mir das heutzutage nicht mehr wirklich was bringen würde. Es ist aber irgendwo im Unterbewusstsein als Schande oder Versagen oder verpasste Chance eingespeichert und unverarbeitet , deswegen kommt es immer wieder durch Träume nach oben.

Ich denke auch dass die Zukunft für reguläre Jobs eh nicht sehr rosig aussieht. Steuerabgaben werden zunehmen, Inflation, mehr und mehr Arbeit wird automatisiert und KIs übernehmen…

Aber, es gibt ja Jobs die zu ADHS passen: das sind die wo jeden Tag etwas Neues passiert, wo man rumkommt, wo es Action gibt, wo sich etwas bewegt. Denn das ist es was Interesse, Motivation und Konzentration dauerhaft aufrechterhält und für manche eine echte Bestimmung werden kann.

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Ich stimme dir in Vielem zu, aber hier nicht. Wir haben jetzt schon einen empfindlichen Fachkräftemangel in vielen Bereichen, und das wird in 10 bis 20 Jahren noch viel dramatischer aussehen. Einfach weil viel mehr Leute in den Ruhestand gehen als junge Menschen nachkommen. Das wird durch KI und Automatisierung nicht kompensierbar sein, und durch Zuwanderung auch nicht.

Das heißt nicht, dass demnächst kein ADHS-ler mehr seinen Arbeitsplatz verlieren wird. Aber Menschen mit jeglicher Beeinträchtigung in den Arbeitsprozess zu integrieren, wird nicht nur für diese selbst, sondern auch für den Wohlstand insgesamt entscheidend werden.

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Nach einigen Kommentaren melde ich mich auch noch mal zu Wort.

Auch ich habe sehr lange studiert, einmal den Studiengang gewechselt und das 2. Studium kurz vor Abschluss geschmissen.
Mein Onkel hat immer gescherzt, dass ich das Studium als „natlosen Übergang vom Kindergeld zur flexiblen Altersrente“ nutzen würde.

Dennoch möchte ich, was den Druck angeht, meinen Vorrednern nicht ganz anschließen. Ich bin jetzt 54 und habe erst vor 7 Jahren durch sehr viel Glück einen Job bekommen, in dem ich gut verdiene. Und rückblickend kann ich sagen, dass es mir doch gut getan hätte, wenn mir jedmand etwas Druck gemacht hätte.

Durch deine Ehe und deinen verständnisvollen Mann bist du scheinbar finanziell so gut abgesichert, dass du keinen Druck arbeiten zu müssen verspürst. Das war bei mir leider damals auch so und für diesen Luxus zahle ich heute in sehr hohen Preis.

Auch wenn ich bereits während des Studiums gejobbt habe, hatte ich meinen ersten sozialversicherungspflichtigen Job auch erst mit Anfang 30. Und trotzdem rate ich dir, jetzt langsam in die Puschen zu kommen und nicht noch länger zu warten. In deinem Alter habe ich das auch alles noch nicht so eng gesehen, aber trotzdem kann nicht ganz verstehen, dass deine Situation hier einige Ältere immer noch recht locker sehen.

Um überhaupt einen einigermaßen gut bezahlen Job zu bekommen, musst du eine Ausbildung machen oder ein Studium beenden. Ob du dann in diesem Bereich bleibst, steht auf einem anderen Blatt, aber du brauchst eine Basis, von der du ins Berufsleben startest und mit jedem Jahr, das du verstreichen lässt, schwinden deine Chancen. Fachkräftemangel hin oder her. Als Personalerin kann ich dir sagen, dass selbst wir - die ein Herz für verkorkste Lebensläufe haben - eine Altersgrenze für Studienabbrecher haben und Bewerbern, denen jeder rote Faden der Orientierung zu fehlen scheint, dann doch eine Absage erteilen.

Suche dir vielleicht einen Coach, mit dem du deine Stärken herausarbeiten und eine Perspektive entwickeln kannst oder lass dich beim Arbeitsamt beraten. Die haben machmal auch besondere Programme für berufliche Integration. Aber bitte tue dir selbst einen Gefallen und mach was!

Ich habe meine Diagnose übrigens erst erhalten, als ich bereits das Ruder herumgerissen hatte und kurz vor Abschluss meiner Umschulung stand. Also habe ich das auch ohne Medikation oder Therapie gewuppt. Und da sich deine Soziale Phobie ja scheinbar sehr gebessert hat, könntest du ja jetzt an einer Perspektive arbeiten.

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@Andromache Ja! Kann ich nur unterstreichen! Und werfe dazu mal das Stichwort „Rente“ in den Topf!

An Druck scheint es doch nicht zu mangeln:

Es geht doch evtl. gerade darum, dass es paradoxerweise trotz Druck nicht geht?

Ob es jetzt ausgerechnet aus dem Kreis Betroffener noch Schilderungen braucht, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, weiß ich nicht.

Vielleicht sind es manchmal eher ein Zuspruch und eine Ermutigung, die das Stück Bewegungsfreiheit zurückgeben, sich nicht mehr wie in einer Müllpresse mit Druck von allen Seiten zu fühlen. Und dadurch geht es dann manchmal weiter. Wenn aus 3 Seiten Druck kommt und aus einer nicht, dann muss das nicht als Verharmlosung wirken.

Sackgassen sind nach oben offen. Manchmal muss jemand das aufzeigen, der auch diesen Ausweg brauchte.

Das ist sehr respektabel, wirklich, aber lässt m.E. keine Schlussfolgerung auf die Lage von @DieJana zu.

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Das ist ja wohl in erster Linie verbaler Druck, denn wenn der Mann Verständis zeigt und sie finanziell abgesichert ist, welchen realen Druck sollte ihre Familie denn dann noch auf sie ausüben können?

Und mein Hinweis darauf, dass ich ohne Diagnose und Medikation die Kurve gekriegt habe, sollte nicht der Selbstbeweihräucheung dienen, sondern bezog sich auf diesen Kommentar:

Ich halte es für extrem gefährlich, solche Gedanken und Hoffnungen unkommentiert stehen zu lassen, denn das suggeriert, dass man nichts anderes tun muss, als auf Therapie und Medis zu warten und dann lösen sich alle Probleme in Luft auf.

Ich denke, wir alle hier haben die Erfahrung gemacht, dass dies leider so nicht passiert, sondern eine Menge Eigeninitiative aufgebracht werden muss und häufige Rückschläge einzustecken sind, bis es einigermaßen rund läuft.

Und ich finde, da ist ein Weckruf von Betroffenen vielleicht hilfreicher, als ein „Passt schon, irgendwann findest du schon was, das dir Spaß macht und du dran bleibst.“

Hallo, ich finde diese Herangehensweise, bzw. diese Gedanken eher schwierig. Du sagst es fehle der „reale“ Druck. Was genau meinst du damit? Willst du, dass ihr Mann ihr ein Ultimatum stellt? Entweder sie findet Arbeit oder fliegt aus dem Haus? Damit hilft man nicht, das macht in aller Regel alles nur viel Schlimmer. Mag sein, dass es ein paar Menschen gibt, für die so ein Ultimatum funktioniert, aber der kollektiven Erfahrung nach zu urteilen, das was man immer wieder hört und liest, ist so eine Verfahrensweise eher der genau falsche Weg.

Auch wenn du es vielleicht nicht so gemeint hast, aber zu sagen „Ich habs auch ohne Medis geschafft“ ist genau der grausame Scheiße, den man immer wieder aus der Umgebung hört. Das ist gleich zu setzen mit einem „Machs doch einfach“, „konzentrier dich doch einfach“, „Zieh doch einfach durch“.
Auch wenn du es bestimmt nicht so meinst, zumindest aus meiner Perspektive suggeriert so ein Satz nur, dass man sich ja einfach nur genug anstrengen müsse und dann sei das AD(H)S ja kein Problem mehr.

Ich weiß nicht, wie das auf @DieJana zutrifft, meinen Zustand vergleiche ich gerne so, wie wenn man eine Person mit Eisenketten an einen Stuhl festketten würde, bis diese Person völlig Bewegungslos ist und man dieser dann sagt, sie solle „einfach aufstehen“. Wenn du also von deinen Erfahrungen so berichtest - Ohne Therapie, ohne Mediakmente - dann hört es für mich so an, als hättest du entweder nicht so ein großes Problem mit der Erkrankung, oder hast massive Ketten aus Eisen einfach durchgebrochen.

Aber ich möchte mich jetzt auch zurücknehmen, ich habe jetzt versucht zu veranschaulichen, wie es sich für mich liest. Die Schwere deiner AD(H)S möchte und kann ich ja auch nicht beurteilen.

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Hatten wir in einem anderen Thread ja auch schon.
Na, ich dachte, ich bin so, weil ich ADXS habe.
Das da ziemlich toxische Muster hinterstecken könnten wird die Person nie erfahren. Sie hat ja schon die „Lösung“ ADXS.
Und ich glaube genau hier liegt die Ursache begründet, warum eine ADHS Therapie immer multimodal sein sollte
Damit man nicht auf solche Irrwege gerät.

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Schön wärs!

Nur noch eines und dann gebe ich Ruhe:

Zwischen „Suche dir einen Coach und erarbeite eine Perspektive und eine Strategie“ und „Reiss dich zusammen und zieh endlich einen Job durch“ liegen Welten oder? :wink: