Hänge in der Luft

Stimmt schon, andererseits musste ich mich ja auch mein Leben lang anpassen und von mir wurden auch Dinge verlangt, die ich nicht nachvollziehen kann oder gar nicht leisten konnte.
Also ich glaube schon daran, dass das Zauberwort generell in dieser Gedellschaft, Verständnis füreinander heißt.
Und wenn das halt nur bedeutet, man weiß davon und hat ein paar Eckpunkte, die man in Zukunft beachtet.

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Das unterschreibe ich sofort, es fällt mir ja schon nicht leicht, alles zu begreifen, geschweige denn, meinem Umfeld zu vermitteln.

Ich gehe auch mit @Nelumba_Nucifera ich bin, wie ich bin und es sind meine special skills, ich habe ja noch nie wirklich in eine Schublade gepasst :adxs_grins:

Sicher geht jemand in jungen Jahren auch ganz anders damit um, als ich Silversister. Für mich ist es jetzt eher eine Karte, die ich nur im äußersten Notfall ziehen würde.

Mir hilft es, mich & mein Leben zu verstehen. Wem ich es aus welchen Gründen, vielleicht einmal erzählen würde, diesen Kreis möchte ich ganz klein halten.

Leider habe ich die Erfahrung gemacht, daß jede Erkrankung/Behinderung auch eine Achillesferse darstellt und Menschen…die sind…manchmal einfach böse, aber das ist meine ganz persönliche Erfahrung.

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Hi, ich drücke dir die Daumen. Aber du warst jahrelang in therapeutischer Behandlung und jetzt kannst du dank Selbstermächtigung nach 2 Wochen die Diagnose stellen? Und sofort muss ein Termin her? Die Diagnostiken sind so überlaufen, weil zig Leute dank Sozial Media sich ermächtigt fühlen, selbst Diagnosen zu stellen. Das ist auch der Grund, warum die negativen Ergebnisse der Diagnoseverfahren rasant seit den letzten 2 Jahren ansteigen. Bei einer Selbsthilfegruppe für Erwachsene ADHS waren beim letzten Termin über die Hälfte nicht diagnostiziert und hatten bis jetzt auch keine Komorbitäten. Viele Spezialambulanzen vergeben bei uns in NRW nur Termine, wenn Arztbericht einer Psychiater:in (Therapheut:in reicht nicht) und ein Online-Fragebogen vorliegt und von ihnen positiv bewertet wurden. Und dann sind die Termine für das Erstgespräch erst nach mehreren Monaten bis zu einem Jahr zu bekommen. Du bist in therapeutischer Betreuung und bei deinem Sohn würde ich auf Pubertät tippen.

Das finde ich jetzt ein bisschen hart.

Dass man in therapeutischer Betreuung ist, bedeutet nicht zwingend, dass man dort die Behandlung bekommt, die man bräuchte, FALLS man tatsächlich neurodivers ist.

Und tägliches stundenlanges Weinen eines 12-jährigen nur auf die Pubertät zu schieben halte ich für gewagt. Kann sein, muss aber nicht. Und gehört jedenfalls ernstgenommen und abgeklärt, egal ob es nun adhs ist oder nicht.

Ja, es mag da einen Boom geben. Und auch ein paar Leute, die sich das nur einbilden und dadurch anderen die Plätze wegnehmen. Fakt ist aber auch, dass es ganz, ganz viele neurodivergente Menschen gibt, die nicht oder sehr spät diagnostiziert werden und es ist GUT, dass es diesbzgl. endlich mehr Awareness gibt, weil rechtzeitige Diagnosen viel Leid verhindern können. Dass unser Gesundheitssystem damit überlastet ist, ist nicht die Schuld der Menschen, die zu Recht nach einer Erklärung und in weiterer Folge Hilfe für ihre Probleme suchen. Da wurden halt vorher jahrelang nötige Investitionen in das System verschlafen. Diesbzgl. wären halt unsere Entscheidungsträger*innen in der (Gesundheits-)Politik gefragt.

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Und das kannst du jetzt nachdem du meinen Text gelesen hast beurteilen? Alter… Genau wegen so Leuten wie dir hat das ganze einen schlechten Ruf. Ich bin eine erwachsene Frau und durchaus in der Lage meine Lage und die meines Sohnes realistisch einzuschätzen. Fehlen mir echt die Worte… denk nochmal darüber nach.

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Fühlt sich echt nicht gut an deine Beurteilung von Außen. Klar, kann ich nichts vorweisen. Ich gehöre nicht zur „Gang“, ich bin auf der Suche nach Antworten um mich besser zu verstehen und meinem Kind endlich helfen zu können. Und ja, Social Media und Aufklärungsvideos auf Youtube sind super hilfreich um überhaupt mal mit den Symptomen vertraut zu werden. Erklärt dir ja keiner. Heißt nur immer durch die Blume, du bist faul, du bist nichts wert, du bist unzuverlässig, du passt hier nicht hin. Nicht mal mein Therapeut hat Ahnung davon. Dass das System scheiße ist und die Wissenschaft so hinten nach dafür können die Leute nichts, die sich fragen, was mit ihnen nicht stimmt. Und ja der Termin muss bald sein. Ich kann einfach nicht mehr. Ich habe einen extrem hohen Leidensdruck, mein Selbstwertgefühl ist im Arsch, mein Kind leidet und ich kann durchaus reflektieren und nach jahrelanger Therapie auch viele Dinge ausschließen. Es ist sogar sehr oft so, dass man selbst nach Antworten suchen muss, weil die Ärzte nicht helfen können oder wollen.

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Ich finde Deinen Beitrag echt heftig. :astonished:

Ja, sowas gibt es. Nicht nur bei ADHS, sondern auch in anderen medizinischen Bereichen. Bei Frauen viel häufiger als bei Männern.

Muss man Komorbiditäten haben, um ADHS haben und darunter leiden zu „dürfen“? :thinking:

Wie viele neurotypische Pubertisten kennst Du, die Probleme in der Schule haben und abends weinend im Bett liegen, weil sie keiner versteht?

@shroom
Lass Dich von sowas nicht runterziehen.
Höre auf Deinen Bauch, Deine Intuition und vertraue Dir selbst.
Ich wünsche Dir, dass Du bald Termine für Dich und Deinen Sohn bekommst und man Dich dann auch ernst nimmt.

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@Jesse67 An sich finde ich deine Aussage richtig: „Wir müssen alle Geduld haben“, „Warte ab bis das Diagnoseverfahren abgeschlossen ist“.

Nur dass der Sohn wohl „nur Pubertätsprobleme“ hat, ist mindestens genauso unsicher wie die „Selbstdiagnose“.

An @shroom Hoffentlich geht es dir bald besser. Zum Glück hast du einen Therapeuten der hoffentlich bald wieder Zeit für dich hat. „Reiß dich am Riemen“ willst du nicht hören, aber wichtig ist schon, nicht in eine Opferrolle zu geraten, denn das wird dir und deinem Sohn nicht weiterhelfen.
Ich bin gespannt wie es bei euch weitergeht und wünsche dir viel Kraft und Erfolg.

Ergänzung: Dies schreibe ich weil deine Nachrichten so traurig und negativ sind, somit ist es ein Tipp und keine Kritik.

Danke. Ich fasse es auch nicht als Kritik auf. Nur mit dieser Zuschreibung Opferrolle sollte man vorsichtig sein. Ich hab hier nicht alles geschrieben, was in meinem Leben gerade alles auf einmal aufploppt und bearbeitet werden will. Da ist die Vermutung nur ein kleiner Bereich, der mich gerade in die Knie zwingt. Ich finde es unter diesen Umständen durchaus berechtigt mal traurig und wütend zu sein. Opferrolle wäre, wenn ich darin stecken bleibe und mir keine Hilfe suche, aber das tue ich doch. Ich stehe jeden Tag auf, funktioniere und kümmere mich gut um mein Kind. Mehr kann ich momentan einfach nicht leisten. Und das ist völlig okay.

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@shroom wie geht es dir jetzt, hat sich in den zwei Wochen was getan?

Sind im SPZ auf der Warteliste und wegen mir bin ich noch am Verhandeln. Rollen alle mit den Augen wenn ich sage warum ich anrufe. Es nimmt mich keiner ernst und es ist anstrengend af. Zumindest bei meinem Sohn geht es bissl vorwärts.
Hab mir scheinbar ne Depression eingefangen (laut Therapeuten) und jetzt reiten alle darauf rum. Symptome sind ja ähnlich.
Ich halt jetzt einfach meine Klappe und warte was passiert. Treff aber gute Entscheidungen und box mich da durch was mir Selbstvertrauen gibt. Hab meine Selbständigkeit „gekündigt“ und konzentriere mich darauf stabil zu bleiben und die Baustellen abzuarbeiten. Bin die einzige die mir den Rücken stärkt und es ist scheiße.

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Sagste nix, ist Mist, sagste was, ist auch nicht richtig.

Ich stell mich jetzt virtuell einfach zu dir, hinter deinen Rücken, so für die Stärke :four_leaf_clover:

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Danke tut gut und wäre so einfach.

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