Hilfe mein Beruf, ist er gefährdet?

Haloo ich bin Lisa und habe adhs
Ich bin eingestellt auf 20 mimi Medikamentabult.
Und habe nach meinem entfinden leichte Symptome.

Ich war heute bei einem amtsarzt und habe dort offen gelegt das ich adhs habe… Ich mußte dahin und mich untersuchen lassen da ich bald bei meiner statd in einer städtischen Kita als Erzieherinnen arbeiten möchte… Und der amtsarzt soll jetzt prüfen ob ich geinget bin… Für den Beruf…

Ich habe jetzt so Angst das ich 2 Jahre meiner Ausbildung umsonst gemacht habe. Und habe Angst das die sagen das ich wegen den adhs. Vlt doch nicht in der Kita arbeiten darf was glaubt ihr?
Habt ihr ein Rat.

Es geht gerade um meine Existenz und mein Traum Beruf

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Hallo Lisa. Herzlich Willkommen.
Dauert die Erzieher*innenausbildung nicht 4 Jahre?
Ich bin Heilerziehungspfleger, was ja ähnlich wie Erzieher ist.
Mein ADS stellt kein Problem für den Arbeitgeber da. Natürlich hängt
es auch immer davon ab wie beeinträchtigt man ist, aber wenn du es
geschafft hast, die Erzieherausbildung erfolgreich abzuschließen, sollte
es doch möglich sein, eine Stelle zu bekommen. Fachkräfte werden doch
sehr gesucht. Dein ADHS könnte ja auch im Umgang mit Kindern, die ebenfalls
davon betroffen sind, ein Vorteil sein.

Wünsche dir viel Erfolg!

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Hallo Lisa

Ich kann dich beruhigen ich habe über 30 Jahre in meinem Beruf als Pta gearbeitet ohne überhaupt zu wissen dass ich Adhs habe!
Ich bin 54 und habe meine Adhs Diagnose vor einem Jahr bekommen!
Vorher habe ich mich ohne Medis durchgemogelt!
Wenn Du Medikamente nimmst, Achtsamkeitsübungen machst, und eventuell noch Joga Qui gong oder meditierst und Dir dazu noch Zeit für Dich nimmst sehe ich da überhaupt kein Problem

Liebe Grüße
Ratte

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Vielleicht ist dieser Thread eine Beruhigung für Dich: https://adhs-forum.adxs.org/t/hilfe-adhs-berufsfeuerwehr-verbeamtung/1444

Der begann ähnlich mit Panik um den Traumberuf und endete mit der Mitteilung einer Verbeamtung bei der Feuerwehr.

Sollte es Probleme geben, gibt es immer noch die Möglichkeit, das mit anwaltlicher Hilfe prüfen zu lassen. Du bist da nicht so ausgeliefert, wie Du Dich gerade fühlst.

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Oder man holt sich Hilfe bei der Gewerkschaft.

Ja ich habe das allgemein geschrieben also ich bin kinderpflegerin nich Erzieherinnen weil viel die nicht von Fach sind wissen nicht was eine Kinderpflegerin ist. Deswegen habe ich Erzieherinnen geschrieben meine aus Bildung Gin 2 Jahre und ich bin jetzt staatlich geprüfte Kinderpflegerin. Und es geht um eine Einstellung in der Kita

Es ist auch so das die vom artzt jetzt meinen also von amtsarzt /betriebes artzt… Die wollen jetzt noch mal eine Stellungnahme meines neurologen ob ich geeignet bin ist das so rechtens?

Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Einstellungsuntersuchung handelt. Hat dich denn dein zukünftiger Arbeitgeber nicht über deine Rechte und Pflichten aufgeklärt?

„Der Arbeitgeber hat gegenüber der Bewerberin bzw. dem Bewerber keinen Anspruch auf die Kenntnis des Gesundheitszustandes. Diese Information unterliegt dem Persönlichkeitsrecht und der ärztlichen Schweigepflicht. Die ärztliche Bescheinigung an den Arbeitgeber enthält deshalb nur die Angaben über die Eignung oder Nicht-Eignung des Mitarbeitenden, ohne sie einzeln zu begründen oder Befunde mitzuteilen.“

Hast du solch eine Information nicht erhalten?

Also ich habe ja bei diesen betriebsartzt angegeben das ich adhs habe. Und jetzt stellen sie aufgrund des adhs mich ja in Frage ob ich mich konzentrieren kann… Und so jetzt wollen die auch ne Stellungnahme von meinem neorolgen ob ich durch das adhs Einschränkungen habe?.. Und die wollen so lange die die Stellungnahme nicht haben.,mir noch nicht mitteilen ob ich geeignet bin oder nicht… Ich frage mich halt ob die das dürfen weil ich fühle mich total diskriminiert…zwar sagt mein neurologe auch das er mir das zutraut… In der Kita zuarbeiten.
Aber es hängt ja trotzdem irgendwie von denn amt/Betriebs artzt ab…

Darum geht es ja leider.
Du hättest deine Diagnose nicht erwähnen sollen.

Daher nochmals die Frage: Hat dein zukünftiger Arbeitgeber die Einstellungsuntersuchung angeordnet?

Ich kann das auch nicht mit Sicherheit beantworten, ob das rechtlich ok ist, dass du deinen Neurolgen, von der Schweigepflicht entbinden sollst. Denn Einstellungsuntersuchungen werden ja gerade deshalb durchgeführt, weil der Arbeitgeber - auch im Interesse der Allgemeinheit - ein besonderes Interesse daran hat, dass seine Arbeitnehmer/-innen auch geeignet sind.

An deiner Stelle würde ich auch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen, denn Rechtsberatung können und dürfen wir hier nicht durchführen.

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ADHS ist nicht meldepflichtig, selbst wenn du Medikamente nimmst, hat das keine Bedeutung. Wenn du bei einer Einstellungsuntersuchung gefragt wirst, ob du eine Krankheit hast, die deine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, kannst du mit Nein antworten und das Thema ist erledigt. Nun hast du aber mit Ja geantwortet und der zuständige Arzt fragt bei deinem Neurologen nach. Ich kann das nachvollziehen. Wenn dein Neurologe dich für einsatzfähig hält, kannst du nicht wegen ADHS abgelehnt werden. Er sollte ruhig erwähnen, dass du deswegen sogar Befähigungen hast, die für den Job relevant sind. Gerade als Zweitkraft sollte es kein Problem sein.

In dem oben verlinkten Thread zur Berufsfeuerwehr ist eine Kanzleiseite mit „ADHS und Recht“-Informationen genannt: https://www.kanzleipfeffer.de/post/adhs-und-beruf. Spricht zumindest mal für Nähe zu dem Thema, auch wenn wir die Qualität nicht beurteilen können.

Ggf. kannst Du dort auch mal nachfragen, was eine Beratung kosten würde und Dich dann dort konkret beraten lassen oder eine Empfehlung in Deiner Nähe erhalten.

Wir können hier m.E. nicht guten Gewissens sagen, was Du bei Deiner Untersuchung hättest sagen müssen oder sollen oder nicht. Das ist ähnlich bei Versicherung, Verbeamtung, usw.

Wenn Du etwas nicht gesagt hättest, was Du hättest sagen sollen, und dann stolpert ein Kind unglücklich von der Rutsche, hast Du vielleicht mehr Probleme als jetzt.

Versuch, die Nerven zu behalten. Der Traumberuf ist es wert, sich konkret Unterstützung zu holen und nichts übereilt und ohne Beratung zu verweigern oder offenzulegen.

Du kannst ja im Feuerwehr-Thread nachlesen, dass es mit einem besonnenen Vorgehen alles noch auf die Reihe kommen kann.

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Hier geht es nicht um die Meldepflicht einer Krankheit, sondern darum, ob der Betriebsarzt das Recht hat, die Krankenakte des Haus-bzw. Facharztes einzusehen bzw. den Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerin zwingen kann, den Arzt von der Schweigepflicht zu entbinden, um seine Beurteilung zu erstellen.

Der Arbeitgeber bekommt ja sowieso nur das Ergebnis der Beurteilung, d.h. „geeignet“ oder „ungeeignet“ in die Hände. Alles andere fällt unter die ärztliche Schweigepflicht auch für den Betriebs-/Amtsarzt.

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Wenn der Betriebsarzt der Ansicht ist, dass er die Informationen benötigt um eine entsprechende Bescheinigung ausstellen zu können, muss er wohl fragen, oder?

Und dann muss das ganze ja auch nicht an den AG gehen. Wie @Andromache schon geschrieben hat, ist das Ergebnis geht oder geht nicht. Und hier wäre für mich dann die Frage, welcher Grund steht hier entgegen ? nix.

ADHS ist für mich nix was dem Beruf entgegensteht.

Daher mal abwarten und noch keine Panik auf der Titanic machen.

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Ja, aber es gibt meistens einen Fragenkatalog, der der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer oft schon vorher zugeht, um diesen in Ruhe zu beantworten. Damit hat man die Möglichkeit, die Antworten bzgl. Vorerkrankungen vorher mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Der Fall hier ist nicht ganz eindeutig, da es sich zwar um eine Tätigkeit für eine Kommune, aber ganz sicher nicht um eine bevorstehende Beamtung handelt.
Da ist die rechtliche Ausgangslage ganz bestimmt etwas anders.

Die Frage ist hier nämlich auch die, was gefragt werden darf und ob wahrheitsgemäß geantwortet muss…und dann besteht noch die Frage von möglichen arbeitsrechtlichen Konsequenzen, wenn die Frage nach Vorerkrankungen nicht wahrheitsgmäß beantwortet wurde und dann aufgrund der Erkrankung etwas passiert und jemand geschädigt wird.

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Und ich bin überzeugt, für eine Erzieherin ist es ein großer Vorteil, durch eigene Betroffenheit genau zu wissen was ADHS ist!

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Das ist die Frage… @Lolzfghjlissa : warst du beim Amts- oder beim Betriebs-Arzt? Da es hier um deine berufliche Eignung geht, vermute ich mal ersteres… aber dann müsste es eigentlich um eine Verbeamtung gehen, ist das so? Hier kurz die Unterschiede: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.dahag.de/c/ratgeber/arbeitsrecht/arbeitsunfaehigkeit/betriebsarzt&ved=2ahUKEwijoZa9idH4AhUOiv0HHVC2AGoQFnoECAQQAQ&usg=AOvVaw0E0bfKCXVQ2KnZe0V7xxc9

Bestehende Diagnosen darf man beim Amtsarzt nicht verschweigen. Da aber auch hier die ärztliche Schweigepflicht gilt, erfährt der Arbeitgeber nicht die genaue Diagnose, sondern nur, ob geeignet oder nicht.

@Lolzfghjlissa Mach dir nicht so viele Gedanken… da ich selbst auch ‚mit Menschen‘ arbeite kann ich dir sagen: Der soziale Bereich ist ein Sammelbecken für Ad(h)s- Persönlichkeiten, mit mehr, weniger oder gar keinem Krankheitswert… nur, dass die meisten gar nichts von ihrer eigenen Betroffenheit wissen. (Das hast du, denen schon mal vorraus) Ohne Leute wie ‚uns‘, würde dieser Bereich definitiv zusammenbrechen… also lass dich nicht von deinem Weg abbringen. Bitte deinen Neurologen, eine Beurteilung für den Amtsbetriebswasauchimmerarzt zu schreiben und harre der Dinge, die da kommen. Sollte die Beurteilung wirklich negativ ausfallen… findest du ganz sicher auch wo anders einen Job praising

Liebe Grüße, Andreas hi

Könnte auch noch eine Anlaufstelle sein: Der Betriebsarzt in der Kita – und die Schweigepflicht? – Die Kitarechtler

Die bieten unverbindliche Anfragen ausdrücklich an. Vielleicht hat auch schon Dein Neurologe Erfahrung mit dem, was jetzt ansteht, und kann Dir als erster etwas raten.

So wichtig der Zuspruch ist, dass hier niemand in ADHS einen Hinderungsgrund für die Eignung sieht - vielleicht sogar einen Vorzug und ganz besonders bei schon bekannter Diagnose: Das ist doch ein bekanntes Problem, mit der Diagnose in gewisser Weise „bösgläubig“ zu werden. Also scheint mir schon wichtig, sich dazu Gedanken zu machen, rechtzeitige und richtige.

Der Amtsarzt muss eben offenbar jetzt entscheiden über die Eignung. Wenn - völlig ohne Dein Verschulden - ein Kind morgen aus der Zweier-Reihe ausschert und etwas passiert, steht in der Bild-Zeitung „Krankheit der Aufsichtsperson war der Behörde bekannt“.

Vielleicht muss der Amtsarzt eben geeignete zusätzliche Informationen bekommen, dass er sich abgesichert genug fühlt, grünes Licht zu geben… Wird Dir sicher jemand mit Detailwissen am besten beantworten können.

Und woher soll die Zeitung von der Krankheit erfahren? Was in der Zeitung stehen könnte, hat den Amtsarzt nicht zu interessieren.

Der soll die Eignung feststellen. Und ich sehe keinen Grund, der dagegen sprechen sollte.

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