Immer neue Nebenwirkungen Methylphenidat

Hallo,

Ich bin gerade dabei mit meinem Arzt die passende Dosierung mit Methylphenidat zu finden.

Concerta mit 27mg war zu wenig.

Danach hat er 36 und 54mg aufgeschrieben. Die folgenden Tabletten hab ich wegen Lieferproblemen bekommen. 36mg Methylphenaxiro Al und 54mg Methylphenidat Al.

Unter 54mg hat es mich gefühlt die Woche zerrissen innerlich.

Magen Schmerzen, Kiefer und Zahnschmerzen, Mundtrockenheit, Schlafstörungen, Husten, Halsschmerzen, Taubheit Finger, Kiefer/Zähne zusammenpressen Tag und Nacht unterbewusst.

Leider erst nach der Woche hab ich nochmal den Beipackzettel Zettel gelesen und etliche Übereinstimmungen gefunden bei Nebenwirkung.

Hab dann mal 2 Tage nix genommen und dann auf die 36mg.

Zu den Nebenwirkungen Magen Darm und auch Zahnschmerzen und Kiefer zusammenpressen kommen immer wieder neue Nebenwirkungen.

Seit 2 Tagen hab ich Schmerzen im Bereich zwischen Kiefer und Hals linksseitig, vermutlich Lymphknoten…

Kurz vor Weihnachten hab ich den nächsten Termin beim Psychiater um die Erfahrungen zu besprechen .

Meine Frage wäre, ist es bei dem Medikament normal in „“ das immer wieder neue Nebenwirkungen auftreten?

Als Laie kann man schwer einschätzen ob es neue Nebenwirkungen sind oder ein ernsthaftes Problem nun besteht.

Letzte Woche hatte ich mehrere Tage wo ich rechte Seite Bauchbereich Schmerzen bei Stressempfinden hatte, sobald der innerliche Stress sich gelegt hatte waren die Schmerzen weg. Die Beschwerden sind wieder verschwunden.

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Medikament und immer wieder neue Nebenwirkungen? Man kann ja nicht wöchentlich beim Hausarzt auftauchen und das gegen checken lassen.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Tobias

Du könntest mit 18mg+27mg noch 45mg als Zwischenstufe erreichen.

Als ich auf Concerta eindosiert wurde musste ich auch auf drei verschiedene Generika ausweichen und jedesmal hatte ich andere Nebenwirkungen.

Wobei definitiv nicht so krass . Hattest du bei den Concerta 27mg auch schon Nebenwirkungen?

Vielleicht nicht zum Hausarzt sondern den Psychiater um Rückmeldung bitten.?

Ich hätte jetzt gesagt, vielleicht zu schnell hochdosiert? Wie lange hattest du denn 27 und 36mg?

Und ja, dann als nächstes

Hallo,

Bei 27mg hatte ich nur Nebenwirkungen in Form von Magen Darm Problemen. Aber keinerlei positive Wirkung.

Psychiater meinte zu mir solle wochenweise wechseln und zu sehen wie und was sich ändert und hilft.

Meine Hausärztin ist um Welten einfacher zu erreichen wie der Psychiater. Entweder hinfahren und Termin machen oder Tage lang hinterher telefonieren und wahrscheinlich gäbe es keinen früheren Termin da die Praxis total überlaufen ist.

Hallo,

hier ein paar allgemeine Infos zur Eindosierung von Stimulanzien bei ADHS.

1. Koffein komplett vermeiden
Wirklich wichtig: kein Koffein bei der Eindosierung von Stimulanzien. Nicht nur weniger, sondern ganz konsequent: Gar keines.

Koffein ist ein Adenosinantagonist, d.h. es hemmt Adenosin. Und Adenosin hemmt Dopamin. Im Ergebnis fördert Koffein Dopamin.
Oft werden Koffein und Stimulanzien jeweils allein gut vertragen, führen aber bei gemeinsamer Einnahme zu Kreuzwirkungen (z.B. einer Zittrigkeit wie bei einer Stimulanzienüberdosierung und/oder anderen gravierenden Nebenwirkungen).

Nach der Stimulanzien-Eindosierung, also wenn das passende Medikament und die passende Dosis gefunden wurden, kannst du bei neuem Koffeinkonsum problemlos erkennen, falls Nebenwirkungen aus diesem resultieren und nicht aus den Medikamenten.

Koffein findet sich in Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Cola, Energydrinks; verwandte Stoffe finden sich in dunklem Kakao.

2. Eindosierungsleitfaden lesen

3. Eindosierungshilfetabelle verwenden
Besonders wichtig für Frauen aufgrund des Monatszyklus.
Download hier:

https://adhs-forum.adxs.org/t/ein-dosierungshilfetabelle/7270

Dokumentiere deine Einnahme, Symptome und Nebenwirkungen täglich.
Bewerte immer nur den Durchschnitt von 3 Tagen und frühestens ab dem 5. Tag auf derselben Dosishöhe.
Bitte sieh von Anfragen im Forum zur Wirkung von Medikamenten ab, wenn du die aktuelle Dosis noch keine 5 Tage nimmst.

4. Arzt ist der Maßstab
Und klar: Alle Hinweise und Informationen hier im Forum und bei ADxS.org dürfen nie dazu führen, ärztliche Anweisungen zu missachten, sondern dienen stets nur dazu, mit dem Arzt besser kommunizieren zu können.

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Ich hatte bei Ritalin Adult auch manchmal komplett keine Wirkung und das mit Verdauung und Aktivität in Verbindung gebracht.

Concerta habe ich nie probiert.

Trotzdem ein Gedanke: Vielleicht ist es anders herum, Verdauungsprobleme durch Virus, Ernährung, ja vielleicht auch MPH und davon dann Wirkungsschwankungen?

Um nicht zu viel durcheinanderzubringen und zu sehen, was sind vielleicht Probleme, die du so hast, was kommt von MPH und was vom konkreten Medikament: Den Eindosierungsleitfaden lesen, kein Koffein und wenn möglich mit unretardiertem MPH anfangen und langsam steigern.

Beschwerden durch Stress und vergrößerter Stress unter MPH, spricht denke ich für Überdosierung.

Hausarzt ist gut um sicher zu sein, dass du generell gesund bist. Für Fragen bezüglich ADHS Medikation aber nicht richtiger Ansprechpartner –> Psychiater und hier einlesen. Und so nervig es ist: Alles dokumentieren: Was war an den Tagen ohne Wirkung sonst los, etc. Möglichst systematisch vorgehen um dann evtl herauszufinden was die Wirkung stört und was Nebenwirkungen verschlimmert.

Nicht aufgeben. Ich bin nach etwa einem halben Jahr auf ne ganz brauchbare Dosierung bei MPH gekommen. Dazwischen gab es viele Momente, wo ich aufgeben wollte, aber durch Recherche und Dokumentation ging es immer besser.

Letztendlich bin ich auf Elvanse umgestiegen (vielleicht wechsel ich aber auch wieder zurück).

Die Eindosierungsphase ist kompliziert und es gibt so viele Faktoren, auf die man achten muss und die Wirkunge beeinflussen, gib nicht auf.

Oh ja, Koffein weglassen, sehr wichtig!

HI, hab nun Konsequent Koffein weggelassen. War der Meinung nach dem der Wirkstoff raus ist bzw verbraucht kann man mal eine Tasse Kaffee trinken. Ok, dem war wohl nicht so. Die Nebenwirkungen sind teils weniger geworden oder verschwunden zumindest bei 27 und 36mg. Dabei mir mein Kiefer und Zähne echt zu schaffen machen.

Werde diese Woche nochmal die 36mg ausprobieren und kommende Wochen 54mg. Ich weis ist nicht optimal aber das ich einen Vergleich ohne Koffein habe und übernächste Woche ist der Termin beim Doc. Dann sehen was sein Plan ist.

Danke Euch

Tobias

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Hi,

da ich aktuell noch mit zwei drei Nebenwirkungen Kämpfe,

hab ich nun Elvanse mit 50mg zum testen verschrieben bekommen.

Kann ich “einfach” von einem zum anderen Tag wechseln ?

Muss ich bei Elvanse auf etwas speziell achten? Koffein ist seit Wochen Tabu und “komischerweise” vermisse ich es auch garnicht.

Danke

Tobias

50mg klingt zum Einstieg sehr hoch ??

Eigentlich sollte man bei einem Wirkstoffwechsel wieder langsam von unten her eindosieren. Ja, dabei kann erst mal Wirkung fehlen. Es geht aber auch darum, den Körper an den Wirkstoff zu gewöhnen, um Eindosierungsnebenwirkungen zu vermeiden.
Bei einem Präparatewechsel (gleicher Wirkstoff) reicht es, wenn man etwas unter dem bisherigen Dosisniveau bleibt.

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