Medikation unter Einfluss von Stress/Schlaflosigkeit - schusseliger als davor?!

Liebe Community,

ich bin nun seit gut einem Monat in der Medikamente-Experimentierphase. Mit Concerta hatte ich schlaflose Nächte, nun nehm ich 5mg Focalin um 6:30 Uhr. Ich würde jetzt übertreiben, wenn ich sagdn würde, dass ich wirklich eine positive Veränderung verspüre. Anfangs dachte ich die Wirkung sei sehr subtil und angenehm, nun habe ich das Gefühl, dass sich meine Symptome darunter verschlimmern. Ich bin schusseliger geworden, jeden Tag passiert mir irgendein Sch**** - gerade eben habe ich die ganze Tüte mit der Milch, für die ich extra noch schnell in den Laden bin, zwischen den Regalen stehen gelassen - hab mich in der Spielzeugabteilung “verloren”. :roll_eyes: Habs erst bemerkt als ich schon im Auto sass. Dann zieh ich meinem Hund das falsche Halsband an (jenes vom grossen Hund), leere das Hundefutter statt in den Napf in die danebenstehende Bratpfanne, lasse ein ganzen Salatglas zu Bruch gehen und ganz schlimm letzte Woche: Handbremse vergessen und Auto ist vom Parplatz auf die Strasse gerollt als ich zurückkam. :flushed: Glücklicherweisd wars eine nicht nicht sllzu sehr befahrene 30er Zone. Das alles innerhalb einer Woche. Ich muss dazu auch sagen, dass mich diese ganze Therapie und die Eingewöhnung fast verrückt macht. Ich lauere regelrecht darauf, welche Symptome/ Nebenwirkungen sich zeigen, wann die Wirkung anfängt/aufhört, lese dann ständig hier nach, ob irgendwas einen Zusammenhang mit etwas hat - vor einer Woche hatte ich dann tatsächlich einen Kollaps, als mich mein Partner gefragt hat wie die Therapie liefe und dann mit seinen “Ratschlägen” daherkam. Bin ausgerastet und lag die nächsten 30 Minuten weinend ‘, schwer atmend und total verkrampft auf dem Bett… ging mir gar nicht gut. Der Krieg belastet mich nun auch noch zusätzlich, so dass ich auch nicht wirklich schlafen kann. Also ich frage mich auch wie sehr sich Müdigkeit und psychischer Stress auf die Wirkung der Medikamente auswirkt? Vor allem in der Eingewöhnung? Auf der Arbeit hatte ich schon positive Erlebnisse, aber nicht nur… Ps: Komme aus der Schweiz .

Liebe Grüsse

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Ich habe mal eine Studie gelesen, wonach bereits eine Stunde zu wenig Schlaf die ADHS-Symptome bis zu 40% stärker werden lassen kann. Einen solchen Effekt bemerke ich bei mir auch und meine Partnerin meint, dass ich sehr empfindlich auf Schlafmangel reagiere…

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Bin gerade im Diagnostikprozess für ADHS, aber kann das 100%ig unterschreiben…

Wenn ich die 8h nicht voll mache, dann bin ich ein anderer Mensch. Also wirklich ganz extrem.
7h gehen auch mal, aber darunter ist Ausnahmezustand.

Hab deswegen auch viele Rituale zur Schlafhygiene.
Also kein Kaffee ab 15 Uhr, abends nichts großes mehr essen und keine aufregenden Sachen gucken.
Im Winter geh ich oft baden und das signalisiert meinem Körper, dass der Tag beendet ist. Dann werde ich automatisch müde.

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Für mein Empfinden spielt Schlaf eine Rolle. Bin mal wegen meines kleinsten Sohns erst zwischen 2 und 3 ins Bett (konnte vorher nicht schlafen, da permanent das Babyphone gerauscht hat…) und ich war ein Furie als ich dann um 7:30 oder so wach war. Das war irgendwie schlimmer als ohne Medikamente. Seitdem achte ich darauf, dass ich zeitig ins Bett komme. Wenn die Wirkung Abends gänzlich nachlässt werde ich eh sehr müde. Übersieht man jedoch den Punkt, dann schlafe ich wieder schlechter ein…

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