Plötzlich ohne Medikamente, neue Praxis finden

Hallo :wave:

Ich nehme Medikinet seit letztem Jahr. Die Rezepte habe ich bisher von der gleichen Praxis bekommen, die auch die Diagnose gemacht hat. Sie ist weiter weg, weil hier bei mir gibt es einfach keine Anlaufstellen :smiling_face_with_tear: Die Ärztin hat aber jetzt aufgehört und ein anderer übernimmt, auch die bisherigen Patienten angeblich. Doch plötzlich war niemand mehr zu erreichen und meine Medis leer. Ich brauch erst einen neuen Termin, habe ich dann endlich erfahren aber bis zum nächsten freien Termin vergehen min. 4 Monate. Meine Fragen:

Habt ihr schon mal eine längere „Pause“ gemacht und habt ihr Tipps? Ich hab endlich viele Dinge in den Griff bekommen und jetzt macht mir das schon Angst von jetzt auf gleich ohne da zu stehen…

Dürfen Hausärzte das auch verschreiben? Die Meinungen gehen da im Internet auseinander. Finde es unangenehm zu fragen, wenn es sowieso nicht erlaubt ist.

Ist es komisch, dass es so negative Gefühle bei mir auslöst erst mal ohne Medis zu sein?

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Ja, natürlich dürfen die das. Die dürfen halt bloß keine Eindosierung machen.

Macht meine Praxis ganz normal wenn sie was schriftliches vorliegen hat. Manche blocken halt ab wegen dem gelben Rezept.

Lass dir deine Unterlagen senden und reiche die dem Hausarzt weiter und mache einen Termin da.

:arrow_right:EuGH zur Patientenakte: Die erste Kopie ist kos­tenlos

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Liebe(r) Laurinski,

nein, das ist überhaupt nicht komisch, in meinen Augen wäre es katastrophal, plötzlich vier Monate ohne Methylphenidat da zu stehen. Ich würde beruflich nur noch die Hälfte auf die Reihe kriegen, Frau und Kind und mir selbst durch wechselnde Launen und Streitlust auf die Nerven gehen, und Angst mit dem Fahrrad zu verunglücken hätte ich auch.

Und ich würde alles Mögliche tun, um sofort ein neues Rezept zu bekommen. Entweder vom Facharzt, der die Praxis übernommen hat - wenn er erst in vier Monaten einen Termin hat, meinetwegen, aber warum solltest du in der Zwischenzeit dein Medikament nicht bekommen? - oder eben vom Hausarzt. Du schilderst ihm die Situation, und er springt ein. Notfalls auch ohne Bericht, wenn du so schnell keinen beschaffen kannst. Was sollte er sonst machen, schließlich brauchst du deine Medizin?

Das ist weder verboten noch sollte es dir unangenehm sein, zu fragen.

Wenn der Kardiologe oder der Diabetologe aufhört, brauchen die Patienten doch auch ihre Tabletten weiter und können nicht einfach monatelang verzichten. Solche Situationen sollte dein Hausarzt kennen.

Was ist denn das für ein Facharzt, der einfach aufhört und den Patienten weder Ansprechpartner nennt noch ihnen Unterlagen aushändigt? Ein Bisschen vorbereiten sollte man seine Praxisaufgabe schon (wenn man nicht gerade selbst plötzlich schwer erkrankt).

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