Psychotherapie irritiert mich gerade

Danke Mona,
für dein Antwort. Mit der Dosis werde ich nochmal ein wenig spielen. Mit meinem Psychiater abgesprochen.

Aktuell bin ich in einer VT. All die Fragen stelle ich mir tatsächlich auch gerade. Ich werde das zu meinem nächsten Therapietermin mitnehmen und überlege gerade ob mir das alles noch was bringt oder lieber mal beenden und eine zeitlang „Therapiepause“ zu machen. So nach 3 Jahren inkl. Klinik- und Rehaaufenthalte.

Dafür suche ich mir eine SHG vor Ort um mich vielleicht besser über das Thema ADHS austauschen zu können.

Was macht Algenöl bzw. wobei war es der Game-Changer?

Ursprünglich war es von mir einfach als Omega-3 Quelle gedacht, da ich zu wenig Fisch esse. Im Selbstversuch habe ich dann bemerkt, dass es mich besser hat konzentrieren lassen. Die fehlende Konzentration ist auf der Arbeit mein größtes Problem. Der Hersteller schreibt dazu auf der Webseite (Resilienz) im Konjunktiv. Ist also vermutlich noch nicht ausreichend in klinischen Studien belegt worden, wie es wirklich wirkt. Da es keine Nebenwirkungen bei mir zeigt und es hilft, mache ich damit weiter.

Google einfach mal „ Wirkung Algenöl Psyche epa dhd“ da zeigt Dir das Internet schon einiges an Info. Ich denke das hier:
„Omega-3-Fettsäuren sind an der Bildung von Hormonen beteiligt und beeinflussen den Hormonhaushalt positiv. Sie können sich auf die Produktion von Testosteron bei Männern und auf die Regulation von Östrogen und Progesteron bei Frauen auswirken“
wird der Ursprung der positiven Wirkung sein.

Alles Gute für Dich!

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Ich habe mich auch schon öfters dran gedacht, wie angenehm es wäre in einer Kommune mit ADHS lern zu leben…..
Ich war letztes Jahr stationär und war mit 2 auf einer Station!
Ich habe mich seit langer Zeit wieder super lebendig u wohl gefühlt!!
Hoffe dass du Deinen Kollegen lange behältst .Das ist viel wert!!
Ich hab sogar schonmal nach einer gegoogelt,leider ohne Ergebnis.
Alles Gute Dir!
Moni!

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Ich habe in der Klinik meine Frühwarnzeichen kennengelernt. Es gibt sie mental, emotional und körperlich. Kennst du deine?
Mir hilft es, mich mit meinem körper zu verbinden, wenn ich zu viel fühle und gar nicht mehr weiß, was eigentl los ist oder wo es herkommt. Alle somatic experience übungen können hilfreich sein. Der körper ist mein anker. Er lügt nie. Mein kopf leider oft.

An guten oder besseren tagen ist es wichtig, zu reflektieren, was heute dazu beigetragen hat. Warum war heute ein guter tag? Bei mir fängt das schon mit regelmäßigem essen und gutem schlaf an und endet meist mit viel natur/licht und ruhe, keine bildschirme/handy/tv …
Nach lebenslangen einschlafschwierigkeiten haben melatoninspray, hochdosierter magnesiumkomplex, b-vitamine und gaba meine einschlafzeit auf unter 10 Minuten verkürzt. Tagebuch schreiben und lesen (papier!) am abend, um die gedanken zu beruhigen, wirken ebenfalls wunder. Melatoninspray kann wirklich nur wirken, wenn die augen keinem blaulicht mehr ausgesetzt sind. Algenöl ist nie verkehrt. Gut für und gegen alles mögliche. Ich nehme es, um Entzündungen zu reduzieren.

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Hast Du schon einmal überlegt neben der Therapie Dich auch einmal einer Selbsthilfegruppe zu ADHS in Deiner Nähe anzuschließen? Dort sind andere, denen es geht wie Dir und die Methoden entdeckt wie Landgänge und Wasseraufenthalte gut laufen. Die Psychotherapeuten kann Dir nur Anregungen gebe was DU alleine machen kannst. In der Selbsthilfegruppe sind Gleichbetroffene, die Dich dabei unter-stützen können. Und vor allem „Tag und Nacht“ bereit sind, Dir zu helfen.
Hier kannst Du nach einer Gruppe in Deiner Nähe suchen: Herzlich Willkommen beim Internetauftritt des ADHS Deutschland e.V. | ADHS Deutschland e. V.

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Meine erste Frage ist, ob deine Psychologin sich mit ADHS auskennt, denn ich habe über Jahre hinweg versucht Tipps für Neurotypische umzusetzen und konnte daran ja nur scheitern..
Sowas wie „Geh raus in die Natur / mach Sport /triff dich mit Freunden“ hilft natürlich super gegen Depressionen, aber eben nicht bei einem AuDHS bedingten Burnout.. Nur das ich damals noch gar nicht wusste, dass ich betroffen bin..

Seitdem ich weiß, dass ich grundlegend anders ticke und was ich wirklich brauche, kann ich erstmals wirklich Pause machen. Sprich diese Zwangspausen sind erstmals tatsächlich erholsam und sie dauern dadurch gefühlt nicht mehr ganz so lange bzw ich starte bei derselben Länge mit mehr Energie..
Das Wissen darum habe ich mir durch eine Psychoedukation zu ADHS, dieses Forum, Gespräche mit anderen Betroffenen und das bösartige tik-tok zusammengestückelt…

Natürlich bleibt immer noch der Frust darüber, dass ich nicht einfach auf meinem Niveau durchpowern kann, aber aktuell versuche ich mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass das eben nie mein Niveau war.. In dem Sinne, dass das, was ich früher unter extremen Druck geleistet habe, eben nicht meine 100% sind, sondern Raubbau an meiner Gesundheit.. Zumal man ja niemande 100% durchgängig schaffen kann..

Und ich weiß ja, dass ich damals dieses Level nur mit Drogen (Nikotin, Koffein en masse, teils illegal besorgten Amphetaminen) für kurze Phasen halten konnte und dass ich da auch gar nicht wieder hin will.. Geht ja auch gar nicht, weil ich damals noch alleine gewohnt habe und dazwischen eben nicht funktionieren musste.. Deshalb hat es irgendwie funktioniert - dass ich mich regelmäßig krankschreiben lassen musste und ich jedesmal zum Ferienbeginn/Urlaub erstmal ne Woche lang richtig fett krank war, ist eben nicht normal…

Ich könnte mir vorstellen, dass es bei dir - wie bei vielen von uns - eine Mischung aus „sich selbst besser kennen lernen“ und Akzeptanz ist, aber ich gehöre definitiv zu denen, die nur das akzeptieren können, was sie verstehen.. Zumal mir ein Symptom-Tagebuch zu führen einfach nicht gelingt.. Wer das schafft, findet vielleicht schneller Antworten..

Etwa was ich zudem gerade versuche umzusetzen ist ein Tipp den ich immer anderen gebe.. Versuch freundlicher mit dir selbst umzugehen.. Überlege, wie du reagieren würdest, wenn es nicht um dich ginge, sondern dein:e beste:r Freund:in dir davon erzählen würde.. Wir sind uns selbst gegenüber soviel härter und das einzige, was wir damit erreichen ist, dass unsere Energie noch schneller versiegt..

Und nun am Schluss noch ein ganz praktischer Tipp… Ich kenne so Nächte, in denen ich einfach nicht einschlafen kann.. Kopfkissen liegt nicht richtig, die eigenen Haare nerven, ein Tinnitus und jedes Geräusch von außen treiben mich in den Wahnsinn.. Und auch mit geschlossenen Augen werde ich einfach nicht müde, sondern kriege immer schlechtere Laune.. So quasi mit dem falschen Fuß ins Bett gegangen..
Eine minimale Dosis unretadiertes Mph (etwa die Hälfte einer normalen Dosis), Raum komplett abdunkeln, NC-Kopfhörer auf plus weißes oder braunes Rauschen an und sobald das mph anfängt zu wirken, schlafe ich wie ein Baby..
Und am nächsten Tag sehe ich zu, dass ich meine Pläne so gut es geht entschleunige.. Lieber Pläne bewusst verschieben, als das alles crashed.. Das passiert nämlich sonst eh über kurz oder lang.. (und je länger ich das hinauszögere umso schlimmer wirds).. Das ist meine rote Warnleuchte.. Irgendwann lerne ich bestimmt auch noch diese konsequent zu beachten :eyes:

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Hattest du eigentlich gesagt was du nimmst, sprich ein Generika von Ritalin oder Ritalin oder nimmst du wegen 20 - 10- 10 Medikinet? Wenn es Medikinet ist, gibt es übrigens auch 5 mg Kapseln.

Hast du das Gefühl das dir das Medikament gut tut?

Ich rede nicht davon ob es hilft oder nicht, ich meine wirklich gut tun? ? ?

Weil wenn nein könnte, wenn du Medikinet nimmst ggf. Ritalin und Generika besser tun. Gleicher Wirkstoff andere Retardierug/ Freisetzung, dadurch gefühlt wie völlig anderes Präperat.

Was dann ggf. einen Versuch wert wäre, kann ja sein, daß es dann für Empfinden besser ist.

Ich glaube eher nicht das man neuer Tag neues Glück, weil ich halt auch schnell ein **„Störgefühl“ **habe aber gar nicht direkt weiß was es ist und manchmalauch ganz planlos rumstochere. Das war auch am Anfang meiner Traumatherapie weil bei mir erstBilder und das Wissen hochkommen und Wochenspäter halt irgendelche Emotionendie einfach nicht zu den Lebensumständen passen. Bis wir mal in der Therapieraus hatten, das die Emotionenund die Bilderzusammengehören aber so abgespalten sind, daß ich beides nicht in Verbindungbringe und solche netten Dinge

Vor vierzehn Tagen hatte ich „einen Disput“ mit meiner Therapeutin, weil sie an was, woran ich mich aufhing ran wollte ich nicht, ich glaube das war auch wo ich versehentlich 1 Einnahme Elvanse zuviel genommen hatte - sie muß den Trigger und den kommenden Flashback gewußt oder gespürt haben - aber auch sowas gehört dazu und teils haben wir auch Probleme, weil sie mir wohl zustimmt in anderen Worten, Dinge in anderen Worten ausdrückt verstehe ich das nicht, ich brauche die Exaktheiit meiner Worte sonst verstehe ich es einfach nicht.

Habt ihr, wo du meinst du trittst auf der Stelle ggf. auch nur ein Kommunikationsproblem weil du es ggf. mit anderen Worten ausgedrückt brauchst? ??

Warum meinst du denn das? Therapie hat ja nix mit anpassen zu tun.
Therapie soll erst mal Selbstakzeptanz schaffen, die richtigen Fragen stellen, die dich dazu bewegen darüber nachzudenken und dich und Situationen so zu hinterfragen, daß du für dich Antworten findest, du für dich einen Weg finden kannst, du ggf. mehrere Möglichkeiten siehst über die du nachdenken kannst um für dich eine Antwort, eine Lösung, deine tiefen inneren Bedürfnisse zu finden.

Wenn deine Therapeutin meint, daß du dich oder die Situation akzeptieren solltest, dann mußt du irgendwas wohl vermitteln was einem Kampf der Selbstzerstörung, einem Verrennen in was was dich tiefer in die Probleme führt und du das mut Gewalt bekämpfst.

Du könntest, vielleicht solltest du deine Therapeutin fragen, warum sie meint, daß du es nicht akzeptierst sondern daraus willst und eine positivere Veränderung willst. Sie sollte dir darauf eine Antwort geben und vielleicht verstehst du dann etwas besser was sie ggf. auch Außenstehende wahrnehmen, was du an dir nicht wahrnimmst

Danke für deinen Hinweis, darum habe ich mich schon gekümmert und Kontakt aufgenommen. Ich hoffe ich schaffe es diesen Monat zeitlich mal bei der SHG vorbeizuschauen. Ich bin auch schon in einer SHG in der es vorrangig um Depressionen ging, dort sind auch schon 3 ADHSler dabei. Die konnten mir bis jetzt allerdings wenig weiter helfen…. Vielleicht sollten wir den Aspekt ADHS ein wenig mehr mit einfließen lassen.

Danke für deine Tipps, ich werde es mal ausprobieren.

Mein Therapeutin ist gegenüber ADHS sehr offen und beliest sich auch immer wieder darüber. Wir haben über die letzte Stunde gesprochen und da kam raus, dass ich wohl nach außen ganz anders wirke, als das was in mir vorgeht. Und ich das in dem Moment auch nicht so verbalisieren kann, dass das rüber kommt wie es mir wirklich geht. Wir haben aber jetzt versucht alles nochmal genau zu analysieren und sie will sich jetzt nochmal Gedanken machen und informieren wie sie mir weiterhelfen kann. Ich bin auf die nächste Stunde gespannt und finde gut dass wir irgendwie die Kurve bekommen haben.

Deine Worte haben mir geholfen mich besser auf meine letzte Therapiestunde vorzubereiten. Danke dafür. So konnten wir die Missverständnisse in der Kommunikation klären.

Ich habe mit methylphenidat AL von aluid begonnen, dann hatte ich das Original Ritalin (AL nicht lieferbar) und bin jetzt wieder zurück zu AL. Ich merke, dass ich mit AL besser klar komme. Wirkung besser spürbar und irgendwie angenehmer. Versuche jetzt dabei zu bleiben.

Das ist das was hier manch einer kaum glauben mag. Nicht nur das Original wird bevorzugt es gibt genug die mit einem Präperat eines anderen Herstellers besser klar kommen.

So sagt meine Schwerpunktpraxis auch, das es sich bei Problemen mit Medikamenten (Stimulanzien) immer lohnen würde alle Hersteller auszuprobieren weil sie bei jedem doch so unterschiedlich wirken und sie damit gute Erfahrungen gemacht haben und immer irgendwann das Passende Medikament vom passenden Hersteller für jeden Patienten gefunden haben…

Wenn du Ritalin nicht gut fandest könntest du auch beim nächsten Lieferengpass fragen welche Hersteller denn liefern könnten und könntest einen anderen ausprobieren- vielleicht findest du so noch eine Alternative bei Lieferschwierigkeiten oder gar einen Hersteller der noch besser passt…

Manchmal möchte das Leben das so - zumindest finde ich das es sich manchmal so anfühlt (nicht nur auf Medis bezogen)

Das hat sich in den letzten Monaten aus meiner Sicht aber geändert. Ich habe nicht das Gefühl, dass hier noch „Orginal“ pauschal als besser propagiert wird.

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Mittlerweile habe ich meine Therapie beendet und Medis sind auf Elvanse umgestellt. 40mg morgens. Damit komme ich deutlich besser klar. Aktuelle Situation ist für mich zufriedenstellend.