Ich bin zur Zeit bei 50mg und habe auch nach ca. 4 Stunden meinen Rebound, bei mir äußert der sich vor allem durch Reizüberflutung. Hast du das Gefühl das du deine Optimaldosis erreicht hast? Bei Elvanse kann sich die Wirkdauer bei einer Dosiserhöhung ebenfalls erhöhen. Eine zweite Dosis macht natürlich hinsichtlich der Wirkdauer und des Rebound Sinn, ich will damit jedoch warten bis ich mir sicher bin was mein Tagesbedarf ist. Falls die Wirkdauer und der Rebound bei einer höheren Dosis nicht besser sein sollte gibt es noch andere Erklärungen und Ansätze.
Ich verstehe nicht warum hier oft so allgemeine Informationen reingeschrieben werden wenn es um Wirkdauer/Wirkstoffkonzentration geht. In der Theorie erreicht Elvanse nach 4 Stunden seinen Peak, das gilt jedoch nur in der Theorie. Es wird in Fachtexten immer wieder darauf hingewiesen dass diese Werte in der Praxis nicht aussagekräftig sind. Dass diese theoretischen Werte für jeden gelten würde vorraussetzten dass jeder Mensch die selben für die Metabolisierung zuständigen Genvariationen hat und den selben pH-Wert im Körper hat, was nicht so ist.
Mein Optimum ist nun 60mg, aber nur für diese kurze Zeit. Merke, dass ich ruhiger werde, Konzentration da ist wie nie zuvor. Ängste und ähnlicher Mist, sind nun für diese Zeit auch weg.
Dann könnte es auch sein das deine Ernährung nicht passt und der pH-Wert deines Körpers zu sauer ist. Das würde dazu führen dass das Dexamfetamin zu schnell ausgestoßen wird und nicht vollständig aufgenommen werden kann. Da ich ja auch nur eine Wirkdauer von 4 Stunden habe werd ich mir mal pH-Streifen bestellen und meinen Urin testen und dann gegebenenfalls mit der Ernährung rumexperimentieren, vielleicht kann ich dann was berichten
Hast du deinem Arzt denn versucht zu erklären, dass die Wirkdauer gering ist ? Ich meine es spricht dafür, dass auszuprobieren. Letztendlich dient die Medikation dazu deine Lebensqualität zu bessern. Hatte auch das selbe Problem. Teile seitdem meine 60mg in 2 Dosierungen auf.
Ich verstehe deine Irritation. Diese Diskussion kommt sehr häufig auf, und natürlich gibt es individuelle Unterschiede. Trotzdem wäre ich vorsichtig damit, aus Problemen nach 3–5 Stunden direkt zu schließen: „Elvanse wirkt bei mir nur 3–4 Stunden.“
Elvanse/Lisdexamfetamin ist als lang wirksames Medikament konzipiert; in offiziellen Informationen wird eine Wirkung über etwa 13 Stunden beschrieben, und in Studien wurden Effekte bei Erwachsenen teils bis 14 Stunden nach Einnahme gemessen. Gleichzeitig heißt das nicht, dass sich die Wirkung den ganzen Tag gleich anfühlt. Der subjektiv angenehmste oder deutlichste Effekt in den ersten Stunden ist nicht automatisch die „Zielwirkung“, die man über den ganzen Tag erwarten sollte. (Takeda Produkte)
Gerade wenn Angst eine Rolle spielt, würde ich besonders vorsichtig sein. Es kann sein, dass die ersten Stunden zusätzlich angstlösend oder emotional stabilisierend wirken. Wenn diese Phase dann nachlässt, fühlt es sich schnell wie „Wirkverlust“ an, obwohl noch Wirkstoffwirkung vorhanden ist.
Probleme nach 3–5 Stunden können verschiedene Ursachen haben:
Peak/Überdosierung: Der Dexamfetamin-Spiegel erreicht ungefähr nach einigen Stunden seinen Höhepunkt; je nach Person kann genau diese Phase auch unangenehm werden. Dann wirkt es subjektiv schlechter, obwohl die Wirkung nicht weg ist. Das passt auch zum sogenannten invertierten-U-Prinzip: Zu wenig kann instabil machen, zu viel aber ebenfalls.
Unterdosierung: Die Dosis reicht eventuell nicht aus, um stabil durch den Tag zu tragen. Dann fühlt es sich früh brüchig oder unklar an.
Empfindlichkeit auf den Abfall nach dem Peak: Auch wenn das Medikament noch wirkt, kann der Übergang vom stärksten Effekt in eine flachere Phase als Einbruch erlebt werden. Das ist nicht automatisch ein echter Rebound oder eine „nur 3–4 Stunden“-Wirkung.
Deshalb würde ich empfehlen, Probleme zwischen Stunde 3 und 5 nicht vorschnell als kurze Wirkdauer zu interpretieren. Sinnvoller wäre: mehrere Tage beobachten, Schlaf, Essen, Koffein, Stress und Angstniveau mit einbeziehen und Dosisänderungen nicht impulsiv aus einzelnen Stunden ableiten.
Mir persönlich hat geholfen:
akzeptieren dass die Wirkung der ersten Stunden unmöglich den ganzen Tag zu erreichen ist
Übergang von Peak zu langsamen Wirkabfall akzeptieren und integrieren
Unterscheidung zwischen Angst und ADHS Symptomen
Später , bei mir frühestens nach 6h evtl ergänzung wie nicht retadiertes MPH, aber das sollte erst in Erwägung gezogen werden, wenn man wirklich den eigenen Wirkverlauf versteht.
Gerade bei ungeduldigen oder sehr selbstbeobachtenden Personen kann die Annahme „es wirkt nur 3–4 Stunden“ schnell dazu führen, ständig an der Dosis zu basteln. Das macht die Einschätzung oft chaotischer statt klarer.
Danke für den Tipp. Hab ich auch schon gelesen, deswegen trinke ich den entkoff. Kaffee erst 30-45min später nach dem Medi.
War heute auch besser. Hab den Eindruck, dass die Anflutung dann später und langsamer erfolgt. Hatte manchmal nach 30-40min eine stärkeres und schnelleres Anfluten. DW. Scheinen schnelle Kohlenhydrate und zu wenig Fett im Frühstück es auch negativ zu beeinflussen und den Rebound und extreme Sensibilität dann zu verstärken und die Wirkzeitdauer zu verkürzen.
Bei 50mg ging es bei mir mit oder auch ohne kleinem normalen Kaffee und Nutella Brötchen morgens kurz hoch und nach 1,5-2h kam schon ein leichter Rebound.
Trinke morgens nur entkoffeinierten Kaffee und nie nüchtern. Bin sehr an Koffein gewöhnt. Hab mich vorher morgens krass mies drauf und extrem angespannt immer nur mit Espresso Doppio im Gange bekommen.
Da bei mir Schlafqualität, Stress und Wetterwechsel eine große Rolle spielen hab ich immer sehr lange gewartet mit aufdosieren, um ein besseres Bild zu bekommen. Die 60 nehm ich jetzt seit ca 3-4 Wochen. Puls geht nur minimal hoch. Jetzt nur 5 statt 10 Schläge/min mehr.
Bin aufgrund des abrupten Wirkendes im Alltag so erschöpft und ausgelaugt worden, sodass ich jetzt krank geworden bin mit verschieden Entzündungen im Körper. Echt heftig.
Deswegen warte ich auch länger mit der Dosis und gucke, dass ich ein breiteres Bild bekomme.
Eine Vermutung ist, dass die „Amphetamin Wirkung“ mir im erschöpften Zustand Fitness vorgaukelt, und ich im Alltag über meine Verhältnisse gehe und der Körper, neben dem eh schon höheren Energieverbrauch, nochmals zuviel Energie verbraucht und ich in einen Energiemangel rutsche.
Daher hau ich mir 2-3h danach ne Banane und Nüsse rein und esse immer was. Problem ist, dass ich absoluten Appetitverlust hab. Appetit kam gestern nach 5-6h wieder, sonst 7-9 nach Einnahme.
Also habe ich aktuell sehr große Schwankungen. Der Wirkverlust zeigte sich zuletzt aber immer nach 3-4h in Form von hoher Sensibilität und hoher Anspannung usw.
Ich vermute auch eine grundsätzliche große Erschöpfung, weil ich 30-45 min nach Einnahme bei 50mg ne Entspanntheit fühle, aber halt null Antrieb.
Die Leistungsfähigkeit stieg aber erst mit 60mg, sodass ich auch nachmittags in Ruhe ohne Ablenkbarkeit mal konzentriert arbeiten konnte.
Also aus der Ferne ich es natürlich schwierig zu beurteilen, aber nachdem was du schreibst klingt es für mich, dass 60mg zu viel für deinen Körper sind.
Wenn du bei 50mg Entspannung gefühlt hast, ist es doch schonmal viel Wert.
Bei den allermeisten steigert Elvanse maximal vormittags den Antrieb (zumindest den deutlich spürbaren Teil). Es soll auch nicht Sinn der Sache sein 10h am Stück durchpowern zu können.
Ich empfehle eine Woche zurück auf 50mg und dann evtl mit dem Arzt besprechen wie das Problem mit Nachmittags gelöst werden kann.
Ich nehme 50mg Elvanse gegen 6:00 morgens.
So ca. 15:30-16:00 hab ich dann so max 60min. wo irgendwie mein PC runterfährt und ich auch entsetzlich müde werden. So müde das ich nichtmal gereizt seien kann. Das geht dann aber spätestens nach 60 min. wieder und ich bin wieder da.
In dieser zeit ist aber auch absolut nichts mit konzentrieren etc. Ich hänge wirklich in den Seilen.
Ich wirke dem mit 10-20mg Medikinet entgegen. Das funktioniert bei mir. Kommt drauf an wie lang mein Tag noch wird nehme ich 10 oder eben 20mg.
Habs auch mal mit mehr Elvanse versucht, aber da hatte ich so Probleme zu schlafen.
Muß ich aber nochmal versuchen. An dem Tag hatte ich auch wieder Emotional den Kanal offen.
Die Periemenopause und der Amok laufende Zyklus spielt da auch noch mit rein wie stark der Rebound ist.
Nur Medikinet alleine funktioniert bei mir auch nicht, die Rebounds waren vernichtend. Ich war derart gereizt das ich mich krankmelden mußte damit ich weder anderen noch mir ein Unglück zufüge.