Rebound mit Elvanse

Meinen Notizen nach haben 50mg mich nur etwas entspannt. Einbruch kam aber eigentlich zur gleichen Zeit wie mit 60.

Heute Merke ich: nach 3h geht die Sensibilität hoch, Stimmung weiter gut, nach 3,5-4h gehen Antrieb und Stimmung weg, Wärme nervt, müde und das nur mit rumgammeln. Also ist nach 4h der heutige Ausgangszustand wieder erreicht worden.

Vielleicht war 50 auch zu viel. Wie wars zwischen 20-40mg?

Gerade reizbarkeit is häufig ein überdosierungsssymptom

Nein, das kam immer erst mit plötzlicher Sensibilität 4h nach Einnahme.

Mit 40mg merkte ich irgendwann keine Wirkung mehr, mit 50mg war’s anfangs okay, aber plötzlich nach 4h war’s der Horror, wenn ich unterwegs war, brauchte ich Ruhe.

Mit 60mg genauso, interessanter Weise bei vorher guter Leistungsfähigkeit.

Kann zum ersten Mal im Leben meine Empfindungen besser in Worte fassen. Der Brain Fog ist weg. Man ist aber nicht drüber wie auf Koks, oder anderen „Drogen“. Ohne Elvanse fühlt es sich an, als wäre ich dümmer.

Vermute nach 4h Rebound, weil der Zustand viel mieser ist als morgens vor der Einmahme.

Klingt für mich weiter eher nach zu viel ab 50mg.

Du meintest bei 40mg irgendwann keine Wirkung mehr. Wie lange hattest du die genommen? Kennst du den Honeymoon effekt?

Ja. Hab’s über viele Wochen langsam aufdosiert. 4-5 Wochen oder so, um ein gutes Bild zu bekommen.

Zu viel wird es nicht sein, da ich derzeit keine Überdosierungssymptome habe. Habe nur das Problem, das Schlafmangel, Stress und Negatives das Gleichgewicht vermutlich komplett durcheinander wirbeln und das ZNS dann auf Notlauf geht.

Glaube, dass ich die Einnahme vielleicht an miesen Tagen reduzieren sollte, dann haut der Rebound nämlich extremer rein, wie gestern. Und das gleichbleibend seit 2 Wochen.

Ich hatte das ja eingebracht, weil eben dass was du beschreibst sehr wohl Anzeichen von zu hoher Dosis sein können.

Gerade wenn du dich nach 3-4h nach Einnahme schon schlechter fühlst als vorher, wenn dort gerade so der Peak erreicht wird. V.a Reizbarkeit, schlechte Stimmung, Verschlechterung der ADHS Symptome sind häufig Merkmal einer Überdosierung.

Und auch dies klingt mir nach normaler Gewöhnung der 40mg, welche als Wirkverlust interpretiert werden, und die anschließend höheren Dosen schlechter wirken.

Das gibt es schon, dass die Zieldosis höher liegt, aber wenn beide höheren Dosierungen schlechter sind als vorher, geht man zurück auf die Dosierung mit weniger Nebenwirkungen.

Ich fände weiter interessant, wie der Verlauf war von den 40mg, also was war gut/ wann wurde es schlecht?

Hab ich gestern auch so gedacht. Nach dem heutigen Tag spricht wenig dafür :roll_eyes: war im Büro in ruhiger Umgebung.

Stimmung ging nach 3h wieder runter, wurde müde und war halt so verpeilt drauf wie ohne Medikation. Hunger kam nach 5h wieder.

Als ich dann später kurz in der Sonne war ging’s wieder heftig abwärts. Glaub das der Panik und Rebound ähnliche Mist aufgrund der Überreizung (Hitze, Krach) auftritt. Die hab ich heut vermieden und ging.

Es ging einfach der Herzschlag nach 3,5h auf 90 kurz hoch. Als wenn da was Vollgas gibt, das Hirn aber streikt.

Und oh Wunder, ich habe zur Besprechung der Problematik einen Termin schon für Ende August statt Oktober bekommen :face_with_bags_under_eyes:

Mit 40 hatte ich vor 3 Monaten ne sehr leichte Entspannung. Nach irgendwas kleinem nervigem, oder kurzer Anspannung war die Wirkung komplett weg. Daher ging der Arzt direkt nach 5 Wochen auf 50mg. Konzentrieren und brain fog waren nicht besser.

Das sind eindeutige Symptome einer Überdosierung

Wie war es bei 20-30mg?

Ich finde das klingt ganz klar danach, dass die Probleme schon recht früh bestanden und durch die Erhöhung (ab 40mg) die Probleme noch schlimmer wurden, was für eine zu hohe Dosis sprechen würde.

Wenn 20-30mg auch in Ruhe getestet wurden, würde ich auf ein anderes Medikament wechseln. Falls nicht würde ich nochmal bei 20mg anfangen.

Was genau ist für dich eine Überdosierung?

Ja, schon vor der Eindosierung. Durch diese Art Rebound wird es halt nur noch verstärkt. Mein ZNS is vermutlich durch, mangelnde Erholung der letzen Jahre. Hatte mit Medikenet diese Probleme auch, halt nur noch zig mal schlimmer. Da gabs nach 2-3h einen Fall ins Nichts, das wünscht man nicht seinem ärgsten Feind.

Eine Überdosierung zeigt sich durch entsprechende Symptome wie erhöhte Herzfrequenz, gereizte Stimmung, getriebenheit, aber auch Müdigkeit/ Abgeschlagenheit.

Oftmals verschlechtern sich auch die ADHS Symptome wieder Stichwort "inverted-U- Prinzip.

Gerade bei dir klingt es so, dass du nach 3-4h in einen für dich zu hohen Wirkstoffspiegel gerätst und du dann entsprechende Symptome bekommst.

Entsprechende Grafik finde ich hilfreich. Dort ist zu erkennen, dass der maximale Wirkspiegel nach ca 3-5h erreicht wird und dann langsam abfällt. Große Abweichungen sind unwahrscheinlich.

Ja das ist gut. Müsste bei einer Überdosierung aber nicht nach Absenkung der Wirkspitze der Zustand von 1-3h zurück kommen? Oder allgemein auch bei geringerer Dosis nicht ein sehr langsames spürbares abfluten zu sehen sein? Das Ende ist bei mir immer schneller als der Anfang.

Bei mir war es bei Wirkverlust ob Ritalin oder Medikenet immer nach spürbarer kurzer Wirkung ein schneller Komplettabsturz.

Heute nach 7h der Einnahme ist jegliche Wirkung auch negatives weg, nur leicht erhöhter Puls von 60, statt 70-80 am Morgen, also „trockener“ normaler Zustand. Bin ratlos.

Werde jetzt da der Arzt nicht erreichbar ist allein was ändern. So geht’s nicht weiter.

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Nein, eine überdosierung ist anstrengend für den Körper, deßhalb fühlt man sich nicht plötzlich gut auch wenn man wieder in den individuell therapeutischen Bereich kommt

Das sollte im bestcase so funktionieren

Hallo @Pralle ,

ich nehme 40 mg, teile sie aber auf für eine verlängerte Wirkung (2. Teil 4 Stunden nach dem 1.).

Was ich aber auch zu bedenken geben möchte - du hast es oben selbst schon irgendwo angesprochen: Erholung!

Und zwar im Kleinen: keiner kann sinnvoll den ganzen Tag, privat und beruflich, durchpowern. Es braucht häufigere kleine und 2-3 größere Pausen.

Und im Großen: Hast du dich von deiner Erschpfung von vor der Medikation schon wirklich erholt? Eine tiefergehende Erschöpfung kann Monate brauchen, bis die inneren Reservetanks wieder aufgefüllt sind.

Elvanse ersetzt keinen aufmerksamen und mitfühlenden Umgang mit sich selbst…

Erholung ist der springende Punkt. Ich erhole mich seit Jahren nicht richtig im Urlaub. Ich muss da vermutlich einfach mal zu Hause bleiben.

Habe auch das Gefühl, dass Elvanse mir viel Energie zusätzlich zieht und ich mehr futtern muss, aber leider grundsätzlich wenig Appetit habe.

Merke mit Elvanse, dass ich erstmals entspannen kann, aber bisher immer nur für 3h Stunden. Der Antrieb fehlt dann wohl als Nachholeffekt.

Wie teilst du es auf? Habe heute um 45mg und 4h später noch 20mg genommen. Habe erstmal ne erträgliche Wirkung.