Ressourcen, Trost, Erbauung...

Doch, doch. Ist doch an sich eine positive Aussage. (Geht in dem Lied auch noch etwas weiter.) Gibt eben noch keine Abwrackprämie für mich.

Danke, dass Du gefragt hast.

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@Elementary , Du weisst, ich schätze Dich, Du bist mir wichtig, Nein!, mehr als wichtig!, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, das Beste, was ein Mensch sich wünschen kann, mein Sonnenstern. :heart:
Und ich weiss, wie gerade Menschen, wie Du und ich, mehr als pladitüte Worte brauchen.
Bitte sei Dir gewiss, ich denk an Dich. :hugs:
Bis morgen. :sun_with_face:

Und gerade wieder, habe ich das Gefühl, das ich gegen Wind Mühlen kämpfe, hatte Don Cichotte Adhs, oder ASS?, würde mich nicht wundern. Bin müde, gute Nacht, klipp klapp macht die Mühle am rauschenden Bach.

Habe heute mal nachgelesen, wie diverse Prominente Adhs’ler* mit ihrem Adhs umgehen.

Obwohl es im deutschsprachigen Raum, im Vergleich z. B. zu den USA, leider nur wenig Prominente gibt, die sich zu ihrem Adhs bekennen, dennoch interessant, wie positiv sich einige der Prominenten über ihr Adhs geäussert haben.

Jedenfalls will ich mich weiterhin damit auseinander setzen, mich mehr auf meine Stärken, als auf meine Schwächen, zu konzentrieren.

Es liegt zwar in der menschlichen Natur, immer zuerst die negativen Aspekte einer Sache zu sehen, die positiven werden oftmals sogar fast ganz ausgeblendet. Aber mit dieser Sichtweise, kann man am Schluss, immer nur verlieren, sabotiert sich selbst.

Man kann immer wieder sehen, wenn man Leute befragt, sie z. B. 10 Punkte die sie an sich gut finden, und 10 Punkte die sie an sich schlecht finden aufzählen sollen, dass viele Leute dann schneller und einfacher, zuerst ihre schlechten Punkte aufzählen können, als ihre guten.
Vereinfacht gesagt, es fällt einem leichter, immer erstmal das schlechte zu sehen.

Dieses Verhalten wurde unter anderem auch bei Paaren beobachtet, befindet sich ein Paar in einer Krise, sehen die Partner, oder einer der Partner, nur noch überwiegend die negativen Aspekte in der Partnerschaft.

Sogar die Gründe warum das Paar einmal zusammen kam, also Verliebtheit, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, ect., geriet in Vergessenheit, der Fokus lag nur noch auf den negativen Aspekten, also sehr einseitig.

Ist man erst mal auf diesen negativen Fokus justiert, gelingt es kaum noch, seine negative Sichtweise zu ändern, obwohl es möglich wäre.
Wie auch immer, ich bleibe aufjeden Fall dran. :sun_with_face:

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Den Podcast von Lanz und Precht fand ich oft etwas boomer-ig und selbstgerecht. In der aktuellen Folge aber werden ein paar Fragen gewälzt, die wir auch hier schon als sehr relevant erlebt haben, u.a. rund um Sensibilität, Ablenkung und in der Welt „nicht mehr mitkommen“ (bezogen auf einen aktuellen Stern-Artikel von Kester Schlenz). Als Zugabe inspirierende Formulierungen wie „sein Gehirn in Sicherheit bringen“, an deren Umsetzung ich mich mehr versuchen werde.

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Ein weiteres wunderschönes Buch - außen wie innen -, das ich von Herzen zum Trost und Sammeln von Ressourcen empfehlen möchte:

Allein - von Daniel Schreiber

Schreiber hat schon „Nüchtern“ geschrieben, ein Buch, das wohl vielen Menschen geholfen hat, nüchtern und trocken zu leben.

„Allein“ übernimmt diese Aufgabe nun, für das Allein-Leben. Formulierungen, die diffuse Zweifel und Unbehagen endlich so zusammenfegen wie Monster unter dem Bett. Am Ende werden sie greifbar wie eine wohlwollende Wollmaus.

Z.B. das Gefühl, von seinen Freunden in der Pandemie nicht ausreichend gesehen zu werden… Sich allein zu fühlen und sich enttäuscht und trotzig noch mehr zurückziehen zu wollen.

Oder das Gefühl, von einigen Lebensträumen Abschied nehmen zu müssen. Er beschreibt z.B., dass er mal eine Therapie abgebrochen hat, weil er eine Liste machen sollte, was er sich im Leben erträumt. Der Therapeut wollte ihn dann in eine „Wenn ich das wirklich will, schaffe ich das alles“ - Stimmung bringen.

Aber Schreiber wollte sich lieber von ihnen verabschieden (können)… weil er spürte, dass er zur Umsetzung einer bestimmten Schicht angehören muss, aus bestimmten Regionen stammend, einer Hautfarbe und sexuellen Orientierung zugehörig, also "wenn man bestimmte biographische und psychische Voraussetzungen mitbrachte. Ich gehörte nicht zu diesen Menschen und wollte auch nicht mehr zu ihnen gehören." Und er widmete sich dann der Frage, wer er ohne seine Wunschliste sein konnte. „Wie konnte mein Leben ohne die Verwirklichung dieser Vorstellungen aussehen?“

Meine ADHS-Tolpatschigkeit - oder einfach nur Pech - hat bewirkt, dass eine voller Selbstfürsorge gefüllte Wärmflasche erstmals undicht war und sich teils über dieses wunderschöne Buch ergoss. Nun hat es Wasserwellen und die Farbe des Umschlags diffundiert so etwas in die letzten 30 Seiten rein.

Das Buch hat mich gelehrt, hier nicht zu versagen und mir besser ein paar Buntstifte zu nehmen in den Farben des Umschlags… die bräunlichen Fleckenränder mutig und genau anzuschauen und sie mit den Farben des Buchumschlags nachzufahren. Manche der Flecken haben sogar ein Gesicht und sehen aus wie tollkühne Drachen. Wie Kintsugi - die altasiatische Technik, die Sprünge im Porzellan mit Gold repariert. So wird das Buch einzigartig. Und vielleicht auch das Leben.

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Ein Mensch frißt viel in sich hinein:

Mißachtung, Ärger, Liebespein.
Und jeder fragt mit stillem Graus:
Was kommt da wohl einmal heraus?

Doch sieh, Nur Ressourcen, Trost und Erbauung.
Der Mensch hat prächtige Verdauung…

(frei nach Eugen Roth)

PS: Merlin ist mal kurz aus dem Zauberthread rübergekommen und hat mit seinen Zauberbesen, hier gründlich durchgekehrt…
wizard „In die Ecke, Besen, Besen! Seids gewesen…“ blökte er noch, dann isser wieder rüber… unknw

Sachen gibts… smile

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wizard
@Anders, bezaubernd.
Du Master of emojis.
@Koo fühlt sich erbaut.

Dankes-Haiku 21-11-21
:adxs_koo:

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Hier spricht der Autor zum Thema in einem hörenswerten Podcast: Daniel Schreiber über Freundschaften, Einsamkeit und das Alleinsein » Gin And Talk

Auch hier wieder sehr schlau, belesen und mit vielen Nachweisen und m.E. ein gutes Rüstzeug für den nächsten Pandemie-Winter und all die „psychischen Veränderungen, die wir nicht kontrollieren können“.

Für mich ist das Buch ein großer Wurf. Weil es Raum verschafft zur Erforschung, ob „allein“ wirklich ein Problem im eigenen Herzen ist oder ein Problem eher durch soziale Zuschreibung entsteht und mit einem anderen Narrativ eigentlich in Ordnung ist oder sogar mehr als das.

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Seit letzter Woche ne Freundschaft wieder zum Leben erweckt, die letztes Jahr im November wegen einem „künstlichen Drama“ in gegenseitigem Blockieren auf WhatsApp geendet hatte…

…als ADHSler ist man doch meistens ne Person, die andere emotional positiv stimmt, man ist fröhlich, unterhaltsam, soziale Ader und selbstlos…
…man hat Einsamkeit als ADHSler nicht nötig und man kann sich als ADHSler (abseits von Personen mit zusätzlicher Persönlichkeitsstörung zumindest und bei ca. 70% der ADHSler ist das nicht der Fall) aktiv gegen Einsamkeit entscheiden…

…im Grunde braucht man mit ADHS nur eines gegen Einsamkeit: AKTIV werden!… den Rest, den man dagegen braucht, hat man eh schon (Frohnatur, Humor, soziale Ader, Gerechtigkeitssinn, Unterhaltsamkeit etc.)…

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Stimme Dir im Wesentlichen zu für Einsamkeit. Vielleicht ist der Podcast aber auch was für Dich. Es geht nämlich zentral auch um den Unterschied zwischen „allein“ und „einsam“.

Und wunderschön und zart war schon „allein“, dass so ein feinsinnig schreibender Mensch vergleichbaren Herausforderungen begegnet. Fühlt sich ein bisschen an wie in ein Spiegelkabinett zu gehen, bei dem man sich nicht irgendwie krumm machen muss, um sich sehen zu können. Oder wie eine Badewanne, die Verhärtungen löst.

„Wir starten nicht alle bei Null“ sagt er zum Beispiel zum Gepäck, das manche von uns mittragen.

Man stelle sich vor, so ein Narrativ würde für ADHS geschrieben … oder erzählt. In allen Ambivalenzen.

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Also bei solchen Aussagen wie: MAN hat Einsamkeit nicht „nötig“, und: MAN kann sich „aktiv“ gegen Einsamkeit entscheiden, entschuldige bitte, aber mir persönlich, stellen sich da gerade die Nackenhaare auf.
Und Adhs’ler pauschal als Frohnaturen zu bezeichnen, die Einsamkeit „nicht nötig“ haben, finde ich ehrlich gesagt schon etwas fragwürdig.
Ich denke vorallem, MAN sollte nie von sich auf andere schliessen, denn jeder Mensch ist anders, ob mit Adhs, oder ohne.

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In meinem Skills-Training ist so ein großartiger Cartoon zu der (sicher sogar im Kern weisen) Pauschal-Weisheit „Jeder hat sein Päckchen zu tragen“. Habe ich hier abrufbar gefunden:

https://www.pzmag.ch/fileadmin/user_upload/documents/2020/Wir_fuer_Sie/VortragDBT_Leihener_Mu__nsingen_2020.pdf#page=4

Wie elegant und würdevoll die Dame vorn ihr Pralinenschächtelchen trägt - traumhaft, oder? Aber letztlich weiß man nie, was drin ist. Vielleicht ist ihr Zeigefinger auch einfach extrem stark geworden im Lauf der Zeit. Oder sie nutzt auch den Mittelfinger zur Unterstützung?

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Unbestreitbar schön finde ich, dass Euch das gelungen ist - und gelingen kann, sehr oft. Und manchmal wie die Tasse mit repariertem Sprung, die vielleicht überall nochmal kaputtgeht, aber nie mehr an der Pattex-Stelle.

Erinnert mich daran, dass uns mal ein Team-Coach mit absoluter Zuversicht und Sicherheit sagte „Es leben ja alle Beteiligten noch. Solange das der Fall ist, ist auch Versöhnung eine Option.“

Dieser Ausspruch hat mich lange sehr konstruktiv begleitet. Dann war da irgendwie ein bisschen zwischenmenschliches Geröll auf die Zuversicht geflogen in den letzten Jahren. Ich schicke mal die Bernhardiner los. Trinkt Zuversicht wohl Rum? Andererseits: Sie mag bestimmt die Stille unter der Schneedecke.

Warum habe ich ihr nicht so einen Lawinenrucksack angezogen? Man spart immer an der falschen Stelle… Es ist aber auch immer so eine anstrengende Berg- und Talfahrt mit diesem „vergeben, nicht vergessen“ und „Fool me once shame on you. Fool me twice shame on me“.

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Also ICH persönlich, bin ja zu alt dafür, um nicht „vergeben“ und vorallem auch „verzeihen“ zu können.

Allem voran, weil ICH selbst, schon ziemlich viel Porzellan, in MEINEM Leben zerschlagen habe, und auch JETZT, nicht davor „gefeit“ bin, dies auch heute, LEIDER, immer mal wieder, zu tun.

Wenigstens EINS kann ich über MICH sagen, dass ich tatsächlich, noch NIE „vorsätzlich“ einen Menschen verletzt habe, dass ist MEIN einziger Trost.

Doch ich sehe es so, dass wir Menschen sind, und Menschen machen Fehler, deshalb ist eine der grössten Fähigkeiten, die wir haben, die VERGEBUNG.

Denn wer wäre ich, wenn ich selbst, anderen ihre Fehler nicht vergeben kann, obwohl ICH selbst, doch voller Fehler bin, täglich aufs neue Fehler begehe, denn das gehört zum Mensch Sein, wie das atmen.

Niemand ist perfekt, niemand ist frei davon Fehler zu machen, jeden Tag aufs neue.

Jedoch gibt es EINEN Unterschied für MICH, und dieser liegt darin, wenn etwas „vorsätzlich“, also mit ABSICHT geschieht, dies ist für MICH persönlich, ein bedeutender Unterschied, der schwerer wiegt, als ein unbedachter Fehler, Quasi aus dem Affekt passiert ist, dafür zeige ich grosses Verständnis, natürlich auch hier, kommt es trotzdem, auf die Schwere eines „Fehltritts“ an.

Wie auch immer, letztendlich sitzt ja wahrscheinlich jeder Mensch, in seinem eigenen Glashaus, und sollte deshalb gut nachdenken, bevor er auf andere mit Steinen wirft, diesen Gedanken rufe ICH persönlich, mir immer wieder in Erinnerung.

Und wichtig dabei, finde ich, ist auch immer, dass man sich selbst begangene Fehler eingesteht, und dann ehrlich und aufrichtig um Verzeihung bittet.

Und dann darf sich der Mensch, den ICH verletzt habe, selbständig und frei, dazu entscheiden, ob er mir Verzeihen „möchte“.
Und wenn er das NICHT „möchte“, dann MUSS ich das akzeptieren und respektieren, auch wenn ICH das selbst, vielleicht nicht „verstehe“, so ist es nun mal die Entscheidung, dieses Menschen, die ich dann akzeptieren muss.

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Dazu muss man sagen, in dem Fall ist diese Freundschaft geendet wegen eben einem KÜNSTLICHEN Drama… eher so eine Art Stolz, Eitelkeit etc…. man ging nicht in kaltem Hass auseinander, sondern eher Zorn…

Natürlich ist ADHS nicht gleich ADHS und es spielen auch Komorbiditäten wie Depression ne Rolle, dennoch: ADHSler sind tendenziell eine angenehme und beliebte Gesellschaft…

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Hilfe :sweat_smile: , was macht man gegen Ohrwürmer?.
Ich habe die ganze Zeit das hier im Ohr:
„La La Li Lah, La La Li La La La, La La Li Lah, La La Li La La La“, und das, in der Dauerschleife ! . :woozy_face:

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Das ist hart.

La Le Lu wirkt da jetzt auf den ersten Blick wie ein gutes Gegenmittel? Oder - immer hilfreich in diesen Tagen - David Bowie? David Bowie – Space Oddity (Official Video) - YouTube

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Ich kenne das so gut, nicht nur mit Melodien, sondern auch Wörtern, kurzen Gedankenfetzen - ist mein kleiner Hirnwurm :wink: Er gehört wohl einfach zu mir, lässt mich auch gerne jeden Kram zählen :smirk: Ich komme am besten mit ihm klar, wenn ich ihn freundlich und unaufgeregt zur Kenntnis nehme und ihm keine weitere Beachtung schenke. „Ach ja, der schon wieder, alles okay“ und Fokus zurück lenken. Manchmal ist er sehr hartnäckig. Manchmal nicht so sehr. Er ist vielleicht eine sie und hat so ihre Tage. Die langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass aktive Bekämpfung erfolglos ist und mehr Energie kostet, als ihn halt machen zu lassen.

Kurz: Ich mache nichts gegen ihn.

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Das Lied „Be my lover“? Das hab ich jetzt zumindest in Kopf :see_no_evil:
Da hilft wahrscheinlich nur ein neuer Ohrwurm. Wie wäre es mit was von Die Ärzte? :thinking:

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