Ritalin Adult - bitte um Infos

Hallöle,

ich bekomme seid Samstag Morgen Ritalin Adult 10mg.
Ich habe im Internet viel von einem Ahaaa und Erleuchtungseffekt gelesen.
Leider spezifizieren die Leute nie was Genau damit gemeint ist und in welcher Situation unter welchen Bedingungen das passiert.

Ich hatte gestern die Hoffnung auf ein Woaaa effekt.
Gemeint ist damit bei mir: Ich kann mich auf den punkt genau konzentrieren, das Hibbelige ist weg, die innere Unruhe die mich umtreiben ist weg, ich stehe nicht wie ein Robboter der einen fehler hat im raum und und zucke weil ich hin und her switche zwischen 2 dingen die ich erledigen muss aber der kopf sich hin und her entscheidet im sekundentackt was er machen will, nachdenken bevor ich den Mund aufmache, mein Zeitmanagment besser funktioniert, ich es mitbekomme wenn man mit mir redet in einer situation in der ich gerade etwas tue.

Das war meine hoffnung, das es mit der einnahme von Ritalin bessert und zu einem Ahaa und Woaaa effekt führt.

Das einzigste was ich bemerkt habe seid gestern ist, ca 1h nach Einnahme werde ich extrem hibbelich in mir und umtreibig.
Das flacht ne halbe stunde spähter wider ab und ich habe so etwas wie (wie beschreibe ich das jetzt ohne das man denkt ich wäre ein psycho) ein etwas ruhigeres innere, anstatt 27 Personen im kopf durcheinander quasseln und brüllen, sinds jetzt nur noch so 24.

Ok ich nehme nur 10mg.
Um 9 Uhr eingenommen gegen 13 Uhr quasselte es in mir wieder mehr und ich wurde unruhiger, dann um 15 Uhr eine Tablette nachgeschoben gleiches spiel wie am anfang.

Ich währe super dankbar wenn mir betroffene die auch Ritalin Adult nehmen ein bissel schildern, welche symthome sie haben und welche wie und in welcher weise besser werden bei einnahme von Ritalin.

Hallo, ich nehme seit Januar Ritalin Adult. Auch ich habe mit 10 mg angefangen. Die ersten Tage merkte ich nocht viel. Ausser das ich weniger reizoffen war und innerlich ruhiger, weniger impulsiv. Konzentration war nicht so dolle. Hatte anfänglich auch Nebenwirkungen. Die Wirkung ließ auch nach 6-7h nach.
Je höher ich mit der Dosierung ging, desto besser wurde es. Es braucht Zeit. Ab 30 mg wurde die Konzentration dann auch besser. Ich war nicht mehr so zappelig. Bei.mir äussert sich die Hyperaktivität in Fuß wippen, an Fingern rumspielen, an Fingerhaut knabbern, Füße scharren. Da mein Job sowieso eher wenig Ruhe abverlangt merke ich es nur in Dienstberatungen.
Jetzt bin ich bei 40 mg und 10mg nach Bedarf. Am Wochenende nehme ich gar nicht oder nur nur die Hälfte. Ich merke es aber, wenn ich es nicht nehme. Dann bin ich wieder ungeduldig und impulsiver.

Wenn du deine Dosis gefunden hast, wird es alles leichter.

Ich hoffe ganz stark darauf.

Mein Problem ist, ich habe eine etwas unangenehme Psychaterin, die das mit der Dosierung finden erschweren wird.
Aber ich bin großer hoffnung, das ich trotzdem bald eingestellt bin.
Wie hast du deine Dosierung gefunden, wie lief der findungsprozess ab, welche hürden gab es?

Wie kommst du darauf, dass sie es dir erschweren wird? Du wirst sicher gefragt, wie es dir erging. Was besser wird und wo man nachjustieren muss.

Mir war klar, dass es etwas dauert und das es nicht sofort wird. Also hatte ich Geduld und im Gegensatz zu dir ,eine tolle Psychiaterin, die mir grünes licht gab etwas rum zu probieren.
Bei.mir kommen noch die ollen Hormone dazu,die wahrscheinlich sich ungünstig auf die Dosierung auswirken. Das will ich beim nächsten mal besprechen.

Hürden sind bei mir das ich vergesse zu essen und zu trinken. Das befördert mi h oftbin ein Loch. Das war auch schon vor Ritalin so und nun noch schlimmer Ich muss wirklich bewusst was essen und trinken, sonst gibt es blöde Wechselwirkungen. Kaffee hatte ich am anfang gegen entkoffeiniert getauscht. Mittlerweile traue ich mich auch mal einen normalen zu trinken,weil ich Kaffee liebe. Aber eher die Ausnahme.

Hey @Sascha85,

Ich nehme auch Ritalin Adult. Ich wurde erst (das ist aber oft nicht so üblich) mit unretardiertem Ritalin eingestellt und bin dann auf Ritalin Adult gewechselt.

Ich hatte keinen „Aha-Effekt“ oder habe plötzlich alles ganz klar gesehen… oder was auch immer da oft beschrieben wird. Ich habe eine Veränderung in kleinen Dingen gemerkt, so nach und nach. Im riesigen Lebensmittelladen war ich nicht mehr so reizüberflutet und überfordert, etwas mehr abgeschirmt.

Je konstanter ich eine Dosis eingenommen und dann erhöht habe, desto mehr sind mir solche Dinge aufgefallen. Ich konnte leichter Aufgaben erledigen, die Startschwierigkeiten waren einfach nicht mehr so extrem. Generell habe ich auch auf andere gelassener gewirkt und mich auch so gefühlt. Bei Konflikten konnte ich mir überlegen, wie ich reagiere anstatt sofort zu reagieren.

Deshalb war das Eindosierungstagebuch für mich auch so wichtig. Da konnte ich sehen, was sich verändert hat und habe es oft erst rückblickend gemerkt.

Daher auch der Rat, nicht den einzelnen Tag zu bewerten sondern rückblickend ein paar Tage :slight_smile: Kann ich dir nur empfehlen!

Während der Eindosierung hatte ich ein paar Tage Kopfschmerzen/Druckgefühl auf den Schläfen. Und ich habe immernoch (ich nehme es seit fast 1 Jahr) Mundtrockenheit und verminderten Appetit.

Hoffe, das konnte dir ein bisschen helfen!

Meine Eindosierung war zum Glück recht unkompliziert.

Methylphenidat ratiopharm mit veränderter Wirkstofffreisetzung (sollte Ritalin adult entsprechen), kein Koffein oder andere Stimulantien nebenher

4 Tage: 10 - 0 - 0 Konzetrationsverbesserung, aber teilweise Kopfschmezen, die ersten zwei Tage wie auf Kaffeeentzug. Ich konnte um 16:00h noch sinnerfassend meine Mails sichten. :slight_smile:
7 Tage: 20 - 0 - 0: die ersten zwei Tage wieder wie auf Kaffeeentzug, dann manchmal matschig im Kopf. Bessere Konzentration, deutlich weniger Prokrastination.
7 Tage: 30 - 0 - 0: schon fast optimal, keine Nebenwirkungen mehr. Insgesamt ruhiger, konzentrierter, auch ausdauernder, Prokrastination lässt sich deutlich besser steuern, Impuls, etwas anzufangen ist da.
7 Tage: 30 - 10 - 0: gut, noch etwas Luft nach oben.
3 Tage: 40 - 10 - 0: das war zuviel, ich werde hippelig
4 Tage: wieder 30 - 10 - 0
danach: 30 - 20 - 0, bei sehr langen Tagen auch 30 - 20 - 10. Dazwischen liegen jeweils etwa 4,5h.
Keine Schlafprobleme.
Nach einigen Wochen vormittags wieder Kaffeeentzugsgefühl, nochmal 40 - 20 - (10) probiert, das ist es jetzt.

Ich hoffe, das hilft dir. Ich hatte vom Psychiater viel Freiraum, er hat mir nur grob das Schema gesagt und mir empfohlen nach meinem Gefühl zu gehen (verkürzt: „Sie merken schon, wenn es nicht passt, lassen Sie immer ein paar Tage Zeit zwischen Änderungen“) . Ich habe die Erfahrungen aus dem Forum mit einfließen lassen, und mich dran gehalten, auch wenn ich manchmal ungeduldig war. Hat sich aber gelohnt.

meine Psychaterin mag mich nicht, war von Anfang an patzig und wollte mir kein Ritalin geben sondern nur Sachen die mich beruhigen und dröge machen.
Es war ein kampf mit der Frau auf einen halbwegsen nenner zu kommen.

Oh ok, ich brauche ohne Ende Kaffee mit 4 Löffeln Zucker um überhaupt denkfähig zu sein.
Ich trinke über den Tag so 12-20 Tassen in dem format am Tag.
Muss ich den Kaffee weglassen ?

Meine Dame will mich 1 Monat auf 10mg belassen so wie ich das verstanden habe.
Sie weiß das ich früher mit Drogen meinen Geist beruhigt habe und der ist leider alles egal sie geht strickt nach Leitlinie oder sowas…

Habe jetzt die 2 Tage 2 mal 10mg genommen, mit einem abstant von ca 4-6h, aber der burner ist halt echt nicht bisher.

Danke für eure erfahrungen und hilfe, ich werde mich einfach rantasten egal was die Dame sagt, sonst bin ich in 3 jahren noch nicht eingestellt.

Nein, einen Monat auf 10 mg ist nicht nach Leitlinie.

Erstmal ja.

Ja klar, die Wirkung wird dadurch ja nicht stärker, sondern du hast sie dann eben auch am Nachmittag.

Aber wenn deine Ärztin sagt, nimm nicht mehr als 10 mg, dürfen wir dir leider nicht sagen, nimm mehr.

Man steigert zwar nicht erst nach einem Monat, aber 5 Tage bis eine Woche bei jedem Dosisschritt bleiben sollte man schon. Dann kommt der Aha-Effekt eben später.

Habe ich am Anfang gemacht, aber nach 2H brauchte ich einen, sonst hätte bei mir garnix mehr geklappt und dann hab ich bestimmt alle 1-2H einen getrunken, ist bissel weniger gewesen, gestern noch mal weniger, aber ganz weglassen kann ich den nicht bisher.

Das war der Plan, ich bleibe bei 10mg so wie die Ärztin das will aber über einen weiter gefächerten Zeitraum.
Muss heute mal mit Ihr Telefonieren (wenn das klappt) ob ich erhöhen darf oder nicht.
Das Ihr mir natürlich nicht sagen könnt/dürft „nimm halt mehr“ is ganz klar.
Das ist ein BTM und muss/sollte nach Ärztlicher anweisung eingenommen werden und natürlich auch überwacht werden um eine einregulieren möglich zu machen.

Bin mal gespannt, wie der Erste arbeitstag heute mit Medikamentation so abläuft.

Nachtrag:
Ich merke das Einfluten und Nachlassen der Wirkung nur noch, wenn ich mich darauf konzentriere, und selbst dann nur wenig. Es wirkt sehr im Hintergrund, das ist ja auch gut so.
Meine Empfehlung: schreibe dir jetzt am Anfang auf, wie die Eindosierung läuft, wie lange das Medikament wirkt, welche Wirkungen und Nebenwirkungen du hast. Als Tagebuch, als Handzettel, vielleicht mit der Eindosierungstabelle, je nachdem was für dich passt.

https://adhs-forum.adxs.org/t/ein-dosierungshilfetabelle/7270

Es hilft dir auch im Gespräch mit Psychiaterin konkret zu sagen, was deine Fragen, Sorgen oder Änderungswünsche sind. Und sie merkt, dass du das ernst nimmst.
Für mich wäre es jetzt deutlich schwerer, die Wirkdauer explizit festzustellen, oder die Wirkart zu benennen.
Und hier hast du viele Tipps und Erklärungen:

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