Sinnvolle Studiengänge bei ADHS, Studium oder Ausbildung, Akademisierungswahn, Perspektiven nach dem Studium

ich selber sehe es mittlerweile sehr kritisch, sich auf Unversitätsabschlüsse zu fokussieren, gerade bei ADHS

Dr. Biomed - arbeitslose „Elite“ | 29.04.2016 16:16:11
Re: Sinnhaftigkeit des und Perspektiven nach dem BIologie/Biochemie/Biotechnologie/Molekulare Medizin-Studium
Ich kann mich den negativen Berichten hier anschließen sad smiley. Mit einem Abi von 1,1 habe ich 2003 ein „sehr modernes und vielversprechendes Studium“ der Biomedizin angefangen. Ich hatte damals auch eine Zulassung für Medizin, nach vielen Gesprächen mit den Profs habe ich mich jedoch wegen „Ärzteschwemme“ und „hervorragenden Jobaussichten“ (ich wollte forschen…) für Biomedizin entschieden.

Super Abi, Master 1,3, Promotion in nur drei Jahren. Jetzt bin ich arbeitslos bzw. studiere notgedrungen Medizin.

Hätte mir vor 13 Jahren einer die Wahrheit erzählt, wie es mit den Jobs für Biologen aussieht (als Biomediziner ist man ja nichts anderes, auch wenn die Profs und die Studiengangkoordinatoren gerne was anderes behaupten), hätte ich nie Biomedizin studiert.

Das alles ist natürlich nur meine Schuld, und dafür muss ich jetzt Zeche zahlen. Und ich bin froh einen Medizin-Studienplatz überhaupt bekommen zu haben, so habe ich zumindest eine Chance.

P.S.: Vier Doktoranden, die mit mir zusammen promovierten, sind jetzt Langzeitarbeitslose, zwei arbeiten im Vertrieb, eine im Consulting, drei sind momentan noch Postdocs.

ich selber habe mal genau dasselbe, nämlich Biomedizin in Würzburg für ein Semester studiert… danach hab ich dann eine noch weniger durchachte Idee verfolgt und durchgezogen, nämlich das Medizinstudium, was ich heute sehr bereue…

…hier das nun als Starter für diesen Thread über die in Deutschland überzogene Mode, dass man unbedingt studieren müsse… (das ebbt zwar schon langsam aber sicher wieder ab, aber die Auswirkungen auf die jeweiligen Biographien sind gravierend)…

das hier die Quelle von dem Biomediziner <LINK_TEXT text=„https://www.studis-online.de/Fragen-Bre … 8,page=128“>Sinnhaftigkeit des und Perspektiven nach dem BIologie/Biochemie/Biotechnologie/Molekulare Medizin-Studium [Seite 128] - Forum</LINK_TEXT>

Der Akademisierungswahn mit Julian Nida-Rümelin - YouTube

<LINK_TEXT text=„https://www.amazon.de/Akademisierungswa … 3896841610“>https://www.amazon.de/Akademisierungswahn-Krise-beruflicher-akademischer-Bildung/dp/3896841610</LINK_TEXT>

<LINK_TEXT text=„Kommentare - Aktuelle Kommentare & Leitartikel - WELT … ldung.html“>Bildung: Der Akademisierungswahn ruiniert die duale Ausbildung - WELT</LINK_TEXT>

<LINK_TEXT text=„https://julian.nida-ruemelin.de/tag/aka … rungswahn/“>https://julian.nida-ruemelin.de/tag/akademisierungswahn/</LINK_TEXT>

<LINK_TEXT text=„https://www.fazschule.net/article/aHR0c … gxMC5odG1s“>https://www.fazschule.net/article/aHR0cHM6Ly93d3cuZmF6Lm5ldC9ha3R1ZWxsL2JlcnVmLWNoYW5jZS9jYW1wdXMvZmFjaGtyYWVmdGVtYW5nZWwtcHJvZmVzc29yLXNwcmljaHQtdWViZXItYWthZGVtaXNpZXJ1bmdzd2Fobi0xNTk4OTgxMC5odG1s</LINK_TEXT>

abseits davon halte ich diesen Beitrag zum eher kulturell begründeten Status der Arbeit im Leben des Menschen für inspirierend <LINK_TEXT text=„https://www.karriere.de/sinnsuche-nicht … 37364.html“>Sinnsuche: "Nicht jeder Mensch ist für Arbeit geboren"</LINK_TEXT> , darin geht es nicht darum, dass man nicht arbeiten sollte, sondern darum, welchen Stellenwert Arbeit im Leben haben sollte und weshalb…

ebenfalls sehr inspirierend fand ich in dem Kontext auch das Buch der ehemaligen Palliativ-Krankenschwester Bronnie Ware „Regrets Of The Dying“ oder auf Deutsch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ …darunter auch, „…ich wünschte, dass ich nicht so viel gearbeitet hätte…“

<LINK_TEXT text=„https://www.amazon.de/Dinge-die-Sterben … 3442341299“>https://www.amazon.de/Dinge-die-Sterbende-meisten-bereuen/dp/3442341299</LINK_TEXT>

<LINK_TEXT text=„https://www.welt.de/vermischtes/article … auern.html“>Einsichten: Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern - WELT</LINK_TEXT>

wie schon erwähnt, sehe ich die Fokussierung auf Universitätsabschlüsse hinsichtlich späterem Erfolg in Beruf und im Leben insgesamt sehr kritisch… nun stelle ich mal in den Raum welche Studiengänge bei ADHS denn nun Sinn machen könnten (natürlich ist ADHS nicht gleich ADHS und man muss immer das Individuum betrachten): ich hatte schon zuvor auf adhs-anderswelt genannt der Tourismus-Bereich…

…über Meinungen, weitere Vorschläge und Input freue ich mich jederzeit… also nurzu…

Ich habe Links nicht alle angeschaut. Aber ich frage mich, wie sinnvoll es ist, nach DEM oder DEN sinnvollen Studiengang/gängen für ADxSler zu suchen. Ist es nicht vor allem wichtig, dass man sich für sein Studium interessiert? Bei ADxSlern ist ja anscheinend die intrinsische Motivation besonders wichtig für den Erfolg. Und natürlich die Frage, ob es einen weiter bringt.

Als Mensch mit ADHS hat man es aber auch in vielen nicht-akademischen Berufen nicht leicht: Ich möchte mich nicht als Fluglotsin sehen oder verantwortlich sein für die Bremsen an fremder Leute Autos. Bedienung in einem Lokal wäre nicht nur mein Untergang, schon beim Gedanken daran bekomme ich Schweißausbrüche. Das Ganze könnte man fortschreiben.
Die Verbindung zur Akademisierung sehe ich nicht - ganz im Gegenteil: Höhere Bildungsabschlüsse ermöglichen in der Regel auch eine große Wahlfreiheit - solange man nicht an bestimmte Arbeitskontexte gebunden ist. Da sehe ich eher den Punkt.
Letztlich ticken wir doch alle unterschiedlich. Da gibt es sicher die, die gerade einen eng gesteckten Rahmen brauchen, der sie „einhegt“ - und evtl. an einer Hochschule gut zurecht kommen, andere brauchen mehr Freiheit und brauchen eine Uni ohne Anwesenheitspflicht.
Manche wollen ihre kreativen Fähigkeiten ausleben weil diese rein zufällig auch ihren Neigungen entsprechen, funktionieren aber nicht in sozialen Kontexten. Da braucht es in Bezug auf die spätere Verwertbarkeit dann den einen oder anderen Gedanken darüber hinaus.
Manchmal braucht es aber auch den neutralen Blick von außen, um dann mit überschaubarem Aufwand eine Passung herzustellen. ADHS ist da nur ein Aspekt.
Jeder sollte sich nach seinen Bedürfnissen bilden können. Eine Allokation im Sinne einer Abstimmung zwischen Hochschulzugängen und späterer Marktverwertung ist heute ohnehin noch schwieriger als früher, dafür haben sich viele Berufsbilder aber auch ausgeweitet und bieten entsprechend andere Nischen. Das dreht sich heute alles derartig schnell … bald wird es auch weniger Ingenieure in der Automobilindustrie brauchen. Wer hätte das gedacht.
Da bleibt einem nur - wie Schnuppi schon schrieb - sich auf die eigenen Fähigkeiten und Interessen zu besinnen, das ist das, was für uns tatsächlich relevant ist, und dann irgendwie das beste daraus zu machen.

„…hat man es aber auch in vielen nicht-akademischen Berufen nicht leicht…“, in der Tat… bei der Wahl des Studiengangs oder der Ausbildung spielen eine Rolle die persönlichen Ressourcen assoziiert mit ADHS und unabhängig von ADHS… letztendlich sind weder das Studium noch die Ausbildung das Entscheidende… entscheidend ist, was nach dem Studium kommt… und die Tätigkeit, die nach dem Studium kommt, die sollte einem liegen… nicht verwechseln sollte man den bloßen Wissenserwerb im Studium mit eben jener Tätigkeit, die man nach dem Studium ständig macht… nächster Punkt: Fluglotse sollte man mit ADHS natürlich besser, besser nicht werden… zu Akademisierungswahn nochmals: das ist in meinen Augen wie die Lemminge, die alle hirnlos auf die Klippe zurennen, schlicht deshalb, weil alle anderen es auch machen… in sehr, sehr vielen Fällen kommt dann das böse Erwachen nach dem Studium… es gibt extrem viele prekär beschäftigte Juristen beispielesweise, die für 1200 netto oder weniger als Juristen sich durchkämpfen… bei dem Massenfach BWL ist es genauso immer mehr… dafür muss ich nicht studieren, die Metallindustrie in Ba-Wü dagegen z.B. zahlt Löhne von im Schnitt 60.000 Euro pro Jahr auch für ungelernte Arbeiter, es kommt da schlichtweg darauf an, dass man längere Zeit im Betrieb, z.B. in der Produktion tätig ist und da die Abläufe kennt…

<LINK_TEXT text=„Nachrichten aus Stuttgart: News aus der Region - Stuttgart - Bild.de … .bild.html“>Stuttgart 21: 100 Türken ziehen die Kelchstützen hoch | Regional | BILD.de</LINK_TEXT>

„So viele Eisenflechter auf einmal findet man bei der aktuellen Marktsituation nicht in Deutschland. Nur in der Türkei ist unsere Baufirma fündig geworden.“ In der Masse gibt’s dort die weltbesten Eisenflechter…"

was denkt ihr, wie scheiß viel Geld diese nicht-studierten Eisenflechter auf der S21-Baustelle jeden Tag machen… die haben alle nicht studiert, aber trotzdem oder gerade deswegen sieht ihre materielle Situation viel besser aus… die Lemminge dagegen, ja, das böse Erwachen kommt wie gesagt ganz oft direkt nach dem Studium…

die Kriterien, aus denen hervor geht, wie viel man im Beruf verdient, diese Kriterien sind nicht etwa wie angesehen, wie aufwendig, wie schwierig , anstregend und komplex das Studium war oder wie der NC (der NC sagt zunächst einmal nur etwas darüber aus, wie beliebt der jeweilige Studiengang ist, aber er sagt nichts darüber aus, wie die Perspektiven nach dem Studium sind… ich selbst habe mal ein Semester Biomedizin in Würzburg studiert, da war der NC ebenfalls 1,1… zu den Perspektiven nach dem Biomedizin-Studium siehe das Schmankerl zu Beginn von diesem Thread) im jeweiligen Studiengang war…nein, die Kriterien, die ausmachen, wie viel man verdient, das sind ganz banal ANGEBOT UND NACHFRAGE… und Handwerksmeister, Installateure usw. da ist die Nachfrage eben schlicht höher als nach den unzähligen, im Überfluss bzw. Übersatz vorhandenen BWLern , Möchtegern-Managern und Möchtegern-Big-Bossen… was sind eigentlich die Dinge, die im Beruf wirklich zählen?.. ich persönlich rate nachdrücklich davon ab, Selbstverwirklichung über den Beruf anszustreben bzw. Selbstverwirklichung als maßgebliches Kriterium bei der Berufswahl zu nehmen… das wird in der überwältigenden Mehrheit der Fälle nicht funktionieren… man kann sich selbst verwirklichen abseits des Berufes in Hobbies, Vereinen, Selbsthilfegruppen, ADHS-Internet-Foren usw… aber Selbstverwirklichung über den Beruf (da nenne ich insbesondere das Psychologie-Studium, was immer wieder u.a. auch aus gerade diesem Grund (oder um sich selbst zu therapieren) ergriffen wird aber natürlich auch diverse Orchideen-Fächer wie Archäologie aber auch ganz oft Sprachen (ja, mit „hablo Espanol“, da fällt es den 23-jährigen Obere-Mittelschichts-Girlies beim Erasmus in Granada leichter, die Antonios abzuchecken) ist in der großen Mehrheit der Fälle eine Fata Morgana, durch die junge, orientierungslose Leute in eine biographische Sackgasse gelockt werden… ich bin zwar klar dafür, eine halbwegs interessante, auch bei ADHS einigermaßen erfüllende berufliche Tätigkeit sich zu suchen… aber: anders als Ché Guevara sagt („Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“): „Seien wir realistisch, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche.“…

auch noch ein Punkt, den ich in den Thread noch einbringen will: ein maßgeblicher Treiber des Akademiserungswahns ist die OECD (sowie andere neoliberale, globalistische Think Tanks)… PISA-Studie und darauf folgende Umwälzung des Bildungssystem in Deutschland, Studierendenquote (anderswo und gemäß dem Willen der OECD studiert eine Krankenschwester Krankenpflege, mir soll niemand sagen, dass die deutschen Krankenschwestern, die eine Krankenpfleger-Ausbildung über das Duale System absolviert haben, schlechter wären)), Kita-Kultur usw., an all dem waren bzw. sind OECD, Bertelsmann-Stiftung, Robert-Bosch-Stiftung und wie sie alle heißen, als Berater bzw. Einflüsterer für Politik und öffentliche Meinung maßgeblich beteiligt… die OECD propagiert von ihrem Sitz in der globalistischen Weltstadt Paris ein dienstleistungsorientiertes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das konform ist für die glitzernden Fassaden der Weltstädte mit ihren Hochhäusern aus Glas wie London, New York, Paris, Singapur, Amsterdam, Stockholm, Barcelona, Mailand, Tokio, San Francisco usw… die große Masse der jeweiligen Volkswirtschaften befindet sich aber auf dem flachen Land oder in der Peripherie… der Idealtypus Mensch gemäß dem Geist der OECD ist letztendlich der studierte,kosmopolitische 4-sprachige NGO-Mitarbeiter bei einer der vielen NGOs in London bzw. der Banker in London oder Paris… die Volkswirtschaft in Deutschland und aber auch den meisten anderen Ländern, das ist überwiegend aber nicht diese Gateways bzw. diese kosmopolitische Dienstleistungsgesellschaft, das sind vielmehr Schwerpunkte der Autoindustrie im Großraum Stuttgart, Industrie im Rhein-Neckar-Dreieck oder in NRW… Industrie, Industrie, Industrie… und zwar in Deutschland wie auch in Italien, in Frankreich, in Belgien, in Holland… diese Volkswirtschaften sind in Wahrheit gar nicht ausgelegt auf das Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das OECD und Konsorten propagieren… und dieser Akademierungswahn in Deutschland, der exakt dem Geist der OECD entspricht, der ist genau so wenig ausgelegt auf die tatsächliche Realität der Volkwirtschaften abseits der Weltstädte wie New York, Paris oder London… das hier noch als Ausführung, welche Ideologie eigentlich hinter diesem in Wahrheit höchst neoliberalen Akademiserungswahn in Deutschland steckt…

diese Ausführung von einem Soziologie-Professor in „Die Zeit“ meint genau dasselbe <LINK_TEXT text=„ZEIT ONLINE | Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl. … loekonomie“>ZEIT ONLINE | Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.</LINK_TEXT>

Also sollte man nicht studieren, um sich zu verwirklichen, auch nicht um einen guten Job zu finden…
Soll man dann eine Lehre machen, mit der man sich auch nicht verwirklichen kann und auch keinen guten Job findet? Schauen wir mal in 10 Jahren, wie da der Mittlere-Neckar-Raum aussieht. Da kracht es ja jetzt schon gewaltig.
Ich habe damals auch so einen Eisenflechter-Beruf (im sehr übertragenen Sinne) gelernt. Du glaubst nicht, wie schnell der abgewickelt wurde, eben aufgrund der hohen Bezahlung. Wir hatten damals Einstiegsgehälter nach der Lehre von 3000 bis 4000 DM (die Jüngeren erinnern sich :mrgreen: ) - das hatte sich ratzfatz erledigt.
Das kann man m.E. einfach nicht planen, dazu dreht sich zuviel. Vor 15 Jahren hat man jeden Arbeitslosen in eine Umschulung zum Web-Designer gesteckt. Beruf mit Zukunft. Haha. Vermutlich dieselbe Geschichte wie bei Deinem Studium.
Ich finde, Bildung an sich ist ein Wert. Daher sollte man darauf achten, dass man sich damit etwas Gutes tut und die Zeit nutzt, um den Horizont zu erweitern, die Welt für sich auszuloten. Danach kann man ja dann immer noch Klempner werden. Oder Eisenbieger. Kein schlechter Beruf, solange die Knochen mitmachen…

ich glaub, noch viel mehr krachen als bei Porsche in Zuffenhausen, bei Daimler in Untertürkheim oder BASF in Ludwigshafen tut´s innerhalb der nächsten 10 Jahre bei den Finanz-BWLern in Frankfurt… da entsteht wohl mit Fintech usw. auch einiges an neuen Jobs… aber die Jobs, die wirklich wegrationalisiert werden durch KI u.a. , das sind Jobs, bei denen man als BWLer Excel und irgendwelche Tabellen bedient… und in der Fläche: die Jobs am Schalter bei Sparkasse oder Volksbank, die sind schon jetzt durch „technische Lösungen“ zu 80% wegrationalisiert…und die bei den VR-Banken, die, die hinten am PC und nicht am Schalter hocken, auch das wird da immer weniger… KI etc… es sind weniger die Hände des Menschen als viel mehr das Gehirn des Menschen, was durch KI und Computerisierung wegrationalisiert wird…

die möglichen oder wahrscheinlichen Auswirkungen von KI auf Wirtschaft und Gesellschaft, siehe hier: <LINK_TEXT text=„https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpol … 00425.html“>Künstliche Intelligenz: Bundestags-Enquete will Berichte in Teilen zurückhalten - DER SPIEGEL</LINK_TEXT>

plus: um den Horizont zu erweitern, dazu muss man nicht studieren… dazu gibt es Wikipedia, Backpacker-Touren… ich hab mir über die Jahre quasi alles über Geschichte angelesen, zuletzt die spanische Reconquista (kleine Empfehlung: <LINK_TEXT text=„phoenix … 92335.html“>phoenix</LINK_TEXT> , Reconquista – Wikipedia ), ja, Bildung an sich ist definitv ein Wert… und den gibts universell verfügbar im Internet oder indem man die Welt bereist…

…den gesellschaftlichen Irrweg des Akademiserungswahns hat mittlerweile auch die Politik als solchen erkannt und steuert gegen bzw. wieder zurück: siehe dazu von heute <LINK_TEXT text=„https://www.spiegel.de/karriere/bundest … 00957.html“>Bundestag beschließt Meisterpflicht in vielen Berufen - DER SPIEGEL</LINK_TEXT>

was ich hier noch reinbringen wollte: das Thema Start ups…
dazu: <LINK_TEXT text=„https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha … 7e1f1.html“>https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.innovation-foerdern-hype-um-startups-ist-nichts-fuer-die-flaeche.f4933c5a-38c5-4d85-9489-1c8a5d47e1f1.html</LINK_TEXT>

<LINK_TEXT text=„https://www.3sat.de/gesellschaft/politi … e-100.html“>Start-ups - Hinter dem Hype - 3sat-Mediathek</LINK_TEXT>

<LINK_TEXT text=„https://selbstaendig-in-mitteldeutschla … -den-hype/“>https://selbstaendig-in-mitteldeutschland.de/start-up-revolution-der-hype-um-den-hype/</LINK_TEXT>

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/start-up-hype

„…Viele dieser selbst ernannten Disrupter sind BWLer, die einfach nur mit dem Trend gehen. Das Problem: Mit der Masse gehen und auf einen Trend aufspringen ist so ziemlich das Gegenteil von Disruption. Echte Innovatoren folgen keinen Trends. Sie erschaffen sie…“

der Hype um Start ups ist zum einen medial hochgepusht, aber er ist auch ein Strohhalm der Hoffnung für viele in Wahrheit sehr perspektivlose Jung-Akademiker aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften, der auch gesellschaftlich gewünscht wurde… um eben eher perspektivlosen Akademikern eine Perspektive vorzugaukeln, die sie in Wahrheit gar nicht haben… 9 von 10 Start ups sind früher oder später wieder weg vom Fenster btw (mit allen persönlichen und materiellen Konsequenzen für die meist eher jungen Leute von Mitte bis Ende 20, die ihr persönliches und finanzielles Engagement dort hinein gesteckt haben)…

…und auch wiederum OECD und Konsorten haben den Hype um Start ups gepusht… Start ups passen noch einigermaßen in die glitzernden, weltoffenen, internationalistischen Gateways wie London, New York, Paris und Berlin mit ihren Dienstleistungsgesellschaften mit eben Start ups, zahllosen NGOs, Agenturen usw… auf der Fläche abseits von London oder Paris (und damit meine ich nicht das Land oder die Pampa, sondern jede stinknormale 100.000-Einwohner-Stadt in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien) funktioniert diese Wirtschaftsmodell überhaupt nicht…