Sohn (5) ADHS, EMS und verdacht auf Autismus, soll stationär eindosiert werden

NRW-Duisburg

Guten Abend zusammen.

Unser Sohn ist 5 hat ADHS, EMS und unbestätigten Autismus.
Zudem ein Fremd- und Selbstverletzendes Verhalten.
Uns wurde vom SPZ geraten einen stationären aufenthalt in
Betracht zu ziehen um ihn medikamentös einzustellen.

Jetzt haben wir natürlich zig Fragen.

Dürfen wir uns eine Klinik aussuchen oder gibt es Einzugsgebiete etc.?
Wie lange dauert sowas?

Wäre Eltern/Kind oder Kinder-Reha eine alternative?

Ich selbst habe auch ADHS. Würde da eine Reha für
mich und den kleinen Sinn machen, also gemeinsam
behandelt werden.

Die nächstliegende Klinik hat mal soas von schlechte Bewertungen
und Ruf in Sachen Kinder, das wir da natürlich ungern hinwollen.
Ja natürlich ist immer alles objektiv und individuell, aber die
Angst/Befürchtung ist halt da.

Gibt es eventuell Beratungsstellen oder der gleichen?

Jemand vieleicht Tipps oder Ratschläge für Uns?

Vielen Dank schonmal

Matze

Nimmst du Medikamente?

Hättest du eine Chance ggf. Über- Unterdosierung zu erkennen?

Könnte sein, das sowas besser hilft als eine Klinik.

in der Suchfunktion kannst du mal danach suchen, da gibt es auch ein paar Berichte wie es nicht gut verlaufen ist, was vielleicht eine Hilfestellung bieten könnte mit:

-worauf muß ich achten, daß sowas nicht passiert

  • was wenns nicht so gut läuft
    • welche Möglichkeiten gibt es insgesamt
      etc.
1 „Gefällt mir“

Hallo liebe/r Matze,

stationär? Bei einem 5-jährigen? :adxs_ai:

Okay, also wenn ihr schon verschiedene Medikationsversuche durch habt und es zu Hause gar nicht klappt - und selbst wenn es so ist, dann liegt es vielleicht an falschen Ratschlägen bezüglich Medikamenten und Dosis - dann vielleicht.

Aber in dem Alter könnt ihr gar nicht so viel versucht haben, wann denn auch??

Ich würde mich dagegen wehren. Die Medikation muss im Alltag funktionieren und nicht außerhalb. Und die Trennung von der Familie macht das Problembündel bestimmt nicht besser. Es sei denn, ihr seid das Problem und macht so krass viel falsch, dass das Kind vor euch geschützt werden muss.

Aber solche Eltern suchen hier selten Hilfe und würden auch nicht so strukturierte Fragen stellen, sage ich jetzt mal.

Normalerweise werden 5jährige in Kliniken in Begleitung eines Elternteils aufgenommen.

Aber Stimulanzien soll man ja sehr langsam steigernd eindosieren. Wie soll das in zb 3 Wochen Klinik gehen?

Höre genau, was die Profis für Ideen haben und schau, ob das für dein Kind und dich funktionieren kann.

Eigentlich hat man freie Arztwahl. Uneigentlich haben die Kliniken so viele verzweifelte Anfragen, dass sie eigene Regeln haben, wer wie dran kommt. Hilft nur nachfragen…

Vielen Dank für deine Antwort.

Ja, nehme selbst auch Medikamente.
Jedoch würde ich sowas lieber “vermeintlichen
Profis” überlassen.

Natürlich, aber die können das doch auch ambulant?

Ja leider.

Weder wir noch der Kindergarten könnte auch nur ansatzweise behaubten “das richtige”
Medikament gefunden zu haben. Da es aktuell immer schlimmer wird vom Verhalten etc.
wurde halt angeregt stationär zu gehen.

Wir wollen natürlich das best Mögliche für den kleinen.
Wenn das nun bedeutet das wir mit ihm stationär gehen
müssen, dann ist das wohl so. Ich würde ja eh mit in die
Klinik gehen. Das ZSP hat aber auch keinerlei alternativen
parat.

Vielen lieben Dank.

Einige Kliniken haben direkt am Telefon gesagt
das wir uns an “unsere” Klinik wenden sollen.

Okay, aber wer sagt denn, dass man es stationär besser kann als ambulant? Jede Medikation muss im Alltag des Kindes funktionieren, und eine Klinik ist das nun mal nicht.

Was wurde eigentlich bisher probiert?