Späte Diagnose - ADS

Hallo ihr Lieben, ich bin 31 und vor ein paar Monaten habe ich meine Diagnose erhalten.
Was eine absolute Erleichterung war.
Neben dem ADS habe ich wohl auch autistische Züge, nur leider ist eine Testung in meinem Wohngebiet nicht möglich, da die Wartezeiten zu lang sind oder man keine Erwachsene behandelt.
Da beides in meiner Kindheit/Jugend nie wirklich Ernst genommen wurde (ich wusste schon relativ früh, dass irgendwas anders ist), dauerte es nicht lange und es schlichen sich Depressionen und Zwangsstörungen ein.
Erstere habe ich mittlerweile sehr gut im Griff bzw. sie sind quasi weg, mit den Zwängen ist es ein auf und ab.
Aktuell bin ich in therapeutischer Behandlung, was mir gut tut. Seit einem Monat nehme ich täglich Efalex, was ich einfach ausprobieren wollte und merke untertags tatsächlich einen postiven Effekt. Auf Arbeit bin ich weniger ablenkbar und kann immerhin eine Aufgabe anfangen und direkt zu Ende bringen.
Ich habe mich primär hier angemeldet um mich auszutauschen :slight_smile:

Viele Grüße
Anne

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Ein ganz großes Willkommen von mir. :slight_smile:

Ich finde das immer noch so heftig wenn ich denke wie ich mich all die Jahre, besonders in der Kindheit verhalten habe und es allen irgendwie völlig egal war. Ist eigentlich kein Wunder dass dadurch mehr und mehr Folgestörungen entstehen. Umso mehr fand ich die Diagnose derzeit extrem hilfreich. Ich weiß noch bei mir in der Kindheit sagte man ADHS sei halt nur derartiges rumzappeln und schreien nach Aufmerksamkeit und irgendwann wenn die Kinder Erwachsen wären höre das ganze auf. Bin wirklich froh dass man mittlerweile anders drauf schaut.

Lieben Dank für deine Antwort :slight_smile:
Ja genau so geht’s mir auch.
Die Diagnose war mehr Erleichterung als eine negative Erfahrung und ich weiß nun die Ursache vom Übel und kann versuchen daran mit meiner Therapeutin zu arbeiten.
Über die Jahre sind auch Neurosen entstanden (Kontroll- und Zählzwang), welche mal schlechter und mal besser sind. Je nach dem wie es mir selbst geht.
Ich bin auch froh, dass man das Ganze nun umfassender betrachtet als nur auf den „Zappelphilipp“ zu schauen.

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