Starkes Kribbeln bei Kinecteen 18mg

Hallo,

Ich nehme nun seit zwei Wochen Kinecteen 18mg, erstmal zum Testen, wie mein Psychiater sagte.
Die ersten Tage waren richtig toll und ich habe mich sehr über die Wirkung gefreut, ich war sehr entspannt und trotzdem aktiv, nach der Arbeit gar nicht mehr so erschöpft wie sonst und im allgemeinen einfach sehr ruhig und ausgeglichen.
Die einzige Nebenwirkung die ich hatte, war ein trockener Mund.

Irgendwann letzte Woche fingen dann aber meine Beine an zu kribbeln und ich glaube, seitdem hat das auch nicht mehr wirklich aufgehört. Ich habe dann über das Wochenende die Tabletten weggelassen, in der Hoffnung, dass sich das kribbeln legt, denn es ist wirklich sehr unangenehm. Geholfen hat das leider nicht, also habe ich gestern morgen wieder eine Tablette genommen. War ok, das kribbeln wurde nicht ganz so schlimm.
Heute ist es aber wirklich nicht auszuhalten. Meine Beine sind wie ein riesiger Ameisenhaufen, Hände und Füße schwitzen.
Nervig ist, dass ich früher mit Panikattacken zu kämpfen hatte, die alleine aber gut in den Griff bekommen habe, diese aber durch solche körperlichen Symptome nun wieder da sind. Ich bin überhaupt nicht fähig dazu, irgendetwas zu tun, weil dieses kribbeln mich so sehr einschränkt.

Hat da jemand Erfahrungen mit gemacht? Hört das nach einer gewissen Zeit auf?
Ich werde später auf jeden Fall mal bei meinem Psychiater anrufen und das abklären, aber vielleicht war ja noch jemand davon betroffen.

Lg :slight_smile:

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Ja ich habe auch das gleiche Problem mit Stimulanzien und bin ebenfalls auf der Suche nach einer Lösung. Bei mir ist es allerdings nach Wirkungsende so. Wenn ich abends im Bett liege, vibrieren meine Beine.

Wann spürst du diese Symptome? Immer oder auch erst nach Wirkungsende?

Was hat dein Psychiater gesagt?

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Ich habe von den Stimulanzien auch ein Kribbeln/Ziehen in den Beinen und auch leicht in den Händen/Armen bekommen. Mit Elvanse war es bei mir schlimmer als mit Ritalin, aber es geht leider nicht ganz weg. Habe bisher leider auch noch keine Lösung.

Momentan ist es zum Glück nicht so, dass es mich einschränkt, also bspw. vom Schlafen abhält. Aber es ist schon etwas unangenehm. Ich habe es sowohl tagsüber, also während der Wirkung, als auch außerhalb der Wirkung. Außerdem ist das Kribblen auch mal für Tage lang komplett weg und kommt dann irgendwann wieder. Auch in einer zwei wöchigen Einnahmepause war es so. Von daher würde es mich echt interessieren, was da noch mit reinspielt.

Sind die Symptome bei euch durchgehend gleich stark?

Beim Restless Legs Syndrome gibt es außerdem Vermutungen, dass auch Eisenmangel eine Rolle spielt. Da ich vor Jahren bereits einmal extrem niedrige Serum-Ferritin-Werte hatte, substituiere ich jetzt gerade wieder regelmäßig Eisen. Muss den Wert demnächst mal wieder checken lassen.

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Also mir ist im Nachhinein auch aufgefallen, dass es erst bei Wirkungsende kribbelt, bzw. an den Tagen, die ich ausgelassen habe sehr schlimm wurde.

Mein Psychiater hat mir empfohlen, die Tabletten jeden zweiten Tag zu nehmen, das habe ich jetzt eine Woche gemacht und fange ab heute wieder an mit einer täglich, wir probieren da ein bisschen rum.

Er ist aber sehr entspannt damit umgegangen, wahrscheinlich auch in Bezug auf die Panik, die das in mir ausgelöst hat, um mich da ein bisschen runterzuholen. Komischerweise war das Kribbeln direkt nach dem Telefonat besser. :smiley:

Er nannte das eine „sehr anregende Wirkung“, da Durchblutungsstörungen aber ausgeschlossen sind und das Kribbeln eher nervlich bedingt ist, muss ich mir da keine großen Sorgen machen und wenn es mich zu sehr einschränkt, testen wir ein anderes Medikament.
Ich nehme jetzt zusätzlich noch Magnesium und diverse B-Vitamine ein, da die Werte laut meiner Hausärztin etwas zu niedrig waren, vielleicht hilft auch das dabei.
Es ist auf jeden Fall sehr viel besser geworden, nur wenn ich mich extrem darauf konzentriere, merke ich manchmal ein ganz leichtes kribbeln. Denke, bei mir hat die Psyche da auch einen großen Teil ausgemacht.

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Interessant. Ich war heute bei meinem Arzt und er meinte dass es von einem Dopamincrash kommt. Also wenn die Wirkung vom MPH nachlässt, sind die Dopamin-Rezeptoren nicht mehr so empfindlich. Daher hat er mir Elvanse empfohlen, da die Wirkung sanfter ausläuft.

Habe mal Attentin probiert und hatte zwar während der Wirkzeit das Kribbeln, danach aber nicht mehr.

Die Theorie mit Magnesium und Eisen kenne ich. Allerdings supplementiere ich die Sachen ziemlich lang und habe gute Spiegel im Blut.

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