Start in der ADS Behandlung

Hallo Zusammen,

so seit Anfang der Woche habe ich nun meine gesicherte Diagnose von ADS. Einerseits ein weiterer Punkt, andererseits kommen hier dann weitere Fragezeichen auf, das kläre ich aber auch mit den Ärzten / Psychologen.
Aber wollte mal fragen hier in der Runde.

  • Eindosierung Medikament kommt nach der Blutuntersuchung etc. Aber eine Psychotherapie ist evtl. nicht nötig. Ist das so ? Hat hier jmd. die ähnlichen Erfahrungen gemacht ? Verhaltenstherapie habe ich wegen Hintergrund Depression / Angst schon gemacht, aber halt nicht auf die ADS Diagnostik. Die Eindosierung wird dann Ende März sein

  • So nun bin ich ja bei Psychiater 1 in Behandlung wegen Depris / Restless Legs und nun Psychiater 2 wegen ADS. Habe nun auch gefragt, ob Psychiater 2 auch die Depris und RLS Thematik mit abdecken würde. Wäre mir ja lieb und weniger Stress, aber gut, wenn nicht dann auch OK. Hat damit einer Erfahrung mit verschiedenen Psychiatern ?

  • Meine alte Psychologin, die mir einige Sondermöglichkeiten macht im Moment, da ich einer Ihrer ersten Patienten war, ist auch mit im Boot. Die hilft mir ein wenig die Koordination zu behalten. Aber die hat das ADS / ADHS nicht so super auf dem Schirm. Da muss ich mir ihr aber nochmal reden.

  • Zusätzlich mein Hausarzt, der mich ja bis Mitte Februar zum Glück rausgenommen hat. Im Moment schwanke ich auch hier. Was weiter machen ? Bin ja raus weil ich einfach nicht mehr konnte. Zum Teil legt sich der Stress nun nach und nach, aber dann wieder voll einsteigen ? Konzentration etc. und Reizüberflutung ist so ein großes Thema bei mir.
    Hier stelle ich mir die Frage, Restart mit Medis oder ohne ?

Danke für jegliche Erfahrungen oder Antworten.

VG
Lucky81

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Hi Lucky81,
ich habe auch gerade letzte Woche mit der Medikation gestartet. Lese mich aber seit einiger Zeit in die THemen ein… ( übertreibe da gerne immer ein wenig :wink: )

Die behandlungs Richtlinien empfehlen eigentlich das die behandlung aus 3 komponenten besteht:

  • Psychoedukation
  • Medikation
  • Verhaltenstherapie

Aber bei mir ist leider auch nur die Medikation und ne Broschüre über die Medis dabei gewesen…
Die Edukation bekomme ich selber hin und bei der VT ist das grösste problem irgendwo einen Termin zu bekommen, da gefühlt die Psychotherapeuten fpr ADHS noch seltener sind als die Diagnosetermine… Sprich am besten deinen Arzt an und frag ob er helfen kann oder Therapeuten empfehlen kann

Ich war auch wegen einer Depression krank geschrieben und bin darüber erst auf die Idee gekommen das es ADHS sein könnte. Letztendlich liegt es an dir wie du dich fühlst und ob du es dir zutraust. Die Medis sollten helfen, sind aber keine Zauberpillen. Sie eröffnen dir nur die Möglichkeiten, die Veränderungen sollten dann von dir kommen. ( was aber mit Medis definitiv leichter fallen sollte)

Halt die Ohren steif,
Hagbard

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Hi Hagbard,

an was erinnert mich das nur?!

Danke für Deine Antworten. Bin gespannt was die Praxis auf meine Fragen antwortet und wie es weiter geht. Geduld werde ich ebenso haben müssen wie auch alles andere.

Wie geht Ihr / denn Du mit Personen um, die eher sagen Du suchst ja nur nach einer Ausrede oder einer weiteren Pille ? Das beschäftigt mich nun auch ein wenig mehr.

Klar wäre dann eine Info / Gespräch mit der Psychologin / Arzt sinnvoll. Andere Ideen ?

VG Lucky81

Na ja, ich hatte zeitweise das Gefühl bei meinem Psychiater ehrlich gesagt. Zuerst bringt er mich auf die Idee das es ADHS sein könnte… dann mache ich mich schlau, merk: Oh Shit deshalb bin ich immer so gewesen… Lese mehr, sauge alles in mich auf… und beim nächsten Termin sagt er das er es doch nicht denkt (sonst wäre ich nach >20 Jahren schon längst von meiner Frau getrennt) … WTF…
Ich hab dann gesagt das ich mich etwas intensiver darüber informiert habe und mich eigentlich total darin wiedererkenne und hol meine die letzten Wochen erstellte Liste mit Symptomen raus wo ich das in meinem Verhalten/Leben überall sehe… zum Glück hat er sich überzeugen lassen und nen Testtermin bei einer Psychologin in der Praxis dort gemacht.
Als das positive Ergebnis da war hat er mir Medis gegeben aber ich hatte trotzdem das Gefühl das er das nicht gerne gemacht hat…(warte bereits auf einen Termin bei einem Spezialisten für ADHS bei Erwachsenen)

Letztendlich erzähle ich es nur ausgewählten Personen. meine Frau und Kinder wissen es, ein paar enge Freunde und Kollegen und das war es auch schon.
Wenn ich merke das jmd denkt ich rede mir da was ein oder will die Medis oder so versuche ich es sachlich zu erklären wenn es nicht fruchtet ist es mir auch fast egal. Ist zwar irgendwie verletzend, aber ich will ja nicht ADHS als eine Entschuldigung oder so letztendlich ist wichtig das WIR daraus lernen und damit klar kommen. Falls andere damit ein Problem haben dürfen sie es gerne behalten.
Mann sollte es sich gut überlegen wem man davon erzählt. (eigentlich schade, habe schon das Bedürfnis mit Leuten drüber zu reden)

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ja so geht es mir auch. vor allem wenn es halt enge Freunde und Familie ist. Ich will denen ja erklären warum ich denn nun so bin / war wie ich bin.

Und ich sag mal, wenn ich mir so einiges Revue passieren lasse, da passt schon vieles auf mich. Und naja, welch eine Kraft wir AD(H)S ler haben, doch solange so zu funktionieren, zu kompensieren oder halt leider auch in Süchte abzurutschen.

Aber gut, es geht voran.

VG

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Zum erklären zumindest eines Teilaspektes der ADHS und warum mann Medikamente nimmt fand ich diese Methapher von reddit ganz gut:

Exekutive Dysfunktion

Da ist eine Sache, die getan werden muss. Sie beinhaltet zwei Schritte:

  1. Die Entscheidung wie etwas getan werden muss

  2. Die tatsächliche Ausführung der Sache

Diese zwei Schritte sind wie unterschiedliche Räume, die durch eine Tür voneinander getrennt sind. Für viele Leute ist dort nicht einmal eine Tür, sondern nur ein Durchgang. Die Entscheidung etwas zu tun und es dann tatsächlich auszuführen, ist wie vom einen Raum in den anderen zu gehen.

Das Problem ist die Tür: Sie ist immer geschlossen. Manchmal sogar abgeschlossen. Manchmal ist der Türgriff auf wundersame Weise verschwunden. Diese Tür ist riesig, schwer und klemmt. Ich möchte wirklich in den anderen Raum gehen, zuerst muss ich jedoch diese Tür öffnen. Und das braucht eine Menge Anstrengung.

Eine Tür ab und zu ist machbar, aber denk mal daran, wie viele Türen du in deinem Leben schon geöffnet hast. Wie viele Türen hast du alleine heute schon geöffnet?

Aus dem Bett aufstehen? Öffne die Tür. Sich anziehen? Öffne die Tür. Frühstück vorbereiten? Öffne die Tür. Zähne putzen? Öffne die Tür.

Manchmal ist es einfacher in dem einen Raum zu bleiben, den Schlafanzug anzulassen und sich abgrundtief dafür zu schämen.

Du denkst, dass jeder seine Tür genauso fest aufdrücken muss wie du und wenn du dein Türlimit erreicht hast, fühlst du dich faul oder schwach. Jeder ist schon viele Räume weiter als du und es scheint ihnen keinen Aufwand zu machen. Jedoch weißt du nicht, dass sie die Türen nicht einmal bemerken, wenn sie überhaupt vorhanden sind.

Es kann jedoch ein Notfall eintreffen, ein Feuer zum Beispiel. Daraus entsteht Panik – kämpfen oder fliehen – und für einen kurzen Moment hast du die Kraft die Tür mit roher Gewalt aufzustoßen.

Dieses Feuer ist eine Deadline für die Schule/Arbeit, die erreicht werden muss. Dieses Feuer ist ein unangekündigter Besuch von jemandem und die plötzliche Notwendigkeit zu putzen und aufzuräumen. Dieses Feuer ist jemand, der dich um Hilfe bittet.

Das Feuer ist das Stresshormon Cortisol, das den Mangel an Dopamin in deinem Hirn überwindet und durch schiere Panik diese Aufgaben zu bewältigen, ist ein Weg wie viele Menschen durch ihr Leben kommen.

Manchmal bist du in einem Raum voller geschlossener Türen, du weißt mit Sicherheit, dass sie geöffnet werden müssen, jedoch klemmen sie alle. Dies sind die Aufgaben die bewältigt werden müssen.

Dann – plötzlich und aus dem Nichts – taucht ein wunderschöner, glänzender Flur voller Licht auf und hinter ihm liegt ein riesiger offener Raum völlig ohne Türen. Jetzt kannst du dich plötzlich frei bewegen, kannst rennen, dich austoben und absolut NICHTS kann dich stoppen. Das Problem ist, sobald du diesen Raum betrittst, verschwindet der Flur hinter dir uns es ist schwierig ihn wieder zu verlassen.

Du musst auf die Toilette? Keine Zeit dafür. Du brauchst etwas zu essen? Keine Zeit dafür. Du musst schlafen gehen? KEINE ZEIT DAFÜR, HÖR AUF MIR AUF DIE NERVEN ZU GEHEN; KANNST DU NICHT SEHEN; DASS ICH ENDLICH MAL SPASS HABE?

Dieser weite, offene Raum ist Hyperfixierung. Ein plötzliches, willkürliches und kurzes Interesse, das dein Hirn mit Glückshormonen überschüttet. Aber es ist, was es ist: kurz. Irgendwann gehen die Lichter in dem Raum aus, Hindernisse tauchen auf, Wände werden schief, die Decke stürzt ein. Mittlerweile ist es kein Ort mehr, an dem du Zeit verbringen möchtest, in welchem du nicht einmal mehr verweilen kannst. Du verlässt den Raum abgeschlagen und hoffst, dass du irgendwann wieder zurückkehren kannst. Dieser Tag wird wahrscheinlich nie kommen.

Was sind nun diese Türen? Sie sind Rezeptoren im Frontallappen deines Hirns. Damit sie arbeiten können, brauchen sie Glückshormone, zum Beispiel Dopamin. Mit ADHS/ADS gibt es entweder nicht genug Dopamin oder die Rezeptoren wissen nicht, was sie damit anfangen sollen.

Daher suchst du Dopamin überall wo eine Möglichkeit dafür besteht.

Schokolade? Auf jeden Fall! Nahrungsmittel, bei denen du weißt, dass sie schlecht für dich sind? Je mehr umso besser! Eine neue, gute Serie? In einer Reihe durchsuchten! Rauchen, Alkohol, Drogen? Direkt in die Vene damit! Wie ein Irrer durch den Straßenverkehr rasen um etwas zu fühlen? Sicher, es kann ja nichts schief gehen!

Alles oder Nichts!

Meistens jedoch, sitzt du in einem Raum aus dem du um jeden Preis verschwinden möchtest. Wieder einmal ist da aber diese verdammte Tür aus Blei, ohne Klinke und sie ist ja auch sowieso abgeschlossen. Es kann sein, dass du gegenüber jemandem erwähnst, wie schwierig es ist, diese Tür zu öffnen und derjenige antwortet: „Ja, das kenne ich, man muss ein klein wenig ziehen!“

Nun, um einem das Leben leichter zu machen, muss man die Menge an Türen möglichst gering halten.

Geschirr in die Spüle stellen und dann in die Spülmaschine = 2 Türen. Geschirr direkt in die Spülmaschine stellen = 1 Tür.

Werde herumstehendes Zeug los. Mach alles zugänglich. Minimiere die Anzahl der Schritte, die benötigt werden um eine Aufgabe zu erfüllen. Platziere Wäschekörbe und Ständer dort, wo Kleidungsberge auftauchen. Wenn es möglich ist, kauf dir einen Saugroboter. Verwende Benachrichtigungen und Apps um deine Aufmerksamkeit zu leiten. Anstatt frisches Gemüse zu kaufen, das Vorbereitungen wie Schneiden benötigt, kauf gefrorenes und vorgeschnittenes, das lange hält und schnell gekocht ist. Die Liste ist unendlich.

Das Leben ohne Medikamente leichter zu machen ist möglich, die Anzahl der Türen zu reduzieren ist erreichbar. Bedenke jedoch, dass es immer Türen geben wird, die schwer zu öffnen sind.

Hier ist es wo Medikamente ansetzen. Sie sind keine magische Lösung, die alles ins Lot bringt, aber ein wichtiges Instrument von vielen. Alles was sie tun ist es, die Türen zu ölen, manchmal aufzubrechen und sie vielleicht sogar vollkommen aus den Angeln zu reißen. Sie sind jedoch kein Mjölnir von Thor, die dir göttliche Kraft verleihen, sondern bringen dich auf den gleichen Stand mit allen anderen, einen Ort an dem dich die Türen nicht mehr weiter zurück halten.

[Link zum Original]

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Ach, es ist so schön hier mitzulesen, einfach herrlich.
Ich bin ja eigentlich schon lange ohne Medikamente, ihr seid jung, tut euch das nicht an wenn ihr es nicht müsst, ich muss es in letzter Zeit, die Geschichte WARUM zu erzählen ist zu kompliziert und Zeitintensiv, aber wenn ihr Hilfe braucht, dann nehmt sie in Anspruch, hadert nicht länger mit euch.
Ich selbst komme schon klar, auch wenn ich manchmal ziemlich anstrengend bin, das tut mir leid, dafür möchte ich mich bei jedem hier entschuldigen, weil ich ein tierisch anstrengender alter Adhs’ler bin, eine Adhs Oma.
Aber ich will hier niemand etwas böses, auf keinen Fall, bin nur in relativ „verzwickten“ Lebensbedingungen gefangen, besonders seit Ausbruch der Pandemie, aber das wird schon wieder, irgendwie.
Jedenfalls wünsche ich jedem hier, nur das Beste.

Apropos ohne Medikamente: NICHT zu empfehlen wenn ZUSÄTZLICH zum Adhs (oder: + ASS) eine Depression vorliegt!, dann lieber mindestens so lange bis man aus der Depression wieder raus ist entsprechende Anti-Depressiva + begleitende Psychotherapie in Anspruch nehmen, denn ALLEINE kann man das dann NICHT schaffen!.

Ich kann das momentan „nur“ bis zu einem gewissen Grad, weil ich schon Medikamente + Psychotherapie hatte, weiss WIE ich auf mich achten muss, weiss wo meine Schwachstellen sind und wie ich damit umgehen MUSS.
Deshalb: wenn jemand ALLEINE nicht mehr ZURECHT kommt, dann MUSS er: sie sich unbedingt HILFE suchen, und auch annehmen!.

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Hallo, danke für Deinen Einwurf. Das Annehmen ist gar nicht das Thema. Eher das finden von entsprechenden Ärzten, Therapeuten und zeitnahen TErminen etc. Das zermürbt einen, oder mich zumindest. Geduld oder zu wissen da ist was und ey da könntest was machen, und dann ach vielleicht in 3-4 Monaten oder wenn überhaupt dann erst später oder gar nicht… Das macht einen schon auch Mutlos…

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@Lucky81
Bevor Du voll wieder einsteigst, könntest Du mit Deinen Vorgesetzten über eine Art Wiedereingliederung sprechen. Also mit Medis für 2-3 Wochen bei reduzierten Stunden/Aufgaben und dabei schauen wie sehr es Dich stresst.

Ist aber eine Frage wie weit Du deinen Arbeitgeber über Deine Situation informieren möchtest und wie weit er sich dann darauf einlässt.

Aber denk immer daran das die Medizin nur ein Werkzeug und keine Lösung ist, es hilft Dir lediglich fokussierter, ablenkungsresistenter an Deine Aufgaben heranzugehen.
Dein Verhalten musst Du dann aber trotzdem noch anpassen. :wink:

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Hi Dogma, danke für die Rückmeldung. Ich schau nun nach und nach was wie wo. Lieber wäre es mir auch mit Medis einzusteigen und dann schauen.

Ich geh da offen mit um mit meinem direkten Vorgesetzten. Wir kennen uns sehr lange.

Und Therapie und oder was anderes läuft auch schon an. Vielleicht hab ich Glück und hab da Ende März Anfang April was. Und wegen Depri und Angst kenne ich es zum Glück schon das die Kombi es macht. Medis und Therapie.

Alles an Tipps etc nehme ich gerne an und mit.

Ich lerne ja nun neu dazu.

VG Lucky 81

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Das Schöne mit den Medikamenten ist, dass Du quasi nach 30min merkst ob sie wirken.

Mein erster Arbeitstag auf Ritalin war der Hammer!
Thema aufnehmen, abarbeiten, nächstes Thema, abarbeiten, …
Kein Kopfkino, kein Gedankenkreisel, kein sich ins Klein-Klein verlieren, kein Abschweifen weil noch der Wetterbericht, der Fusspils der Partnerin und irgendwelche anderen Weltherrschaftsübernahmepläne mit im Kopf rumschwirrten.

Ok, Mittags gab es dann Kopfschmerzen und ein Wirkungs-Loch, aber für die ersten 10mg Ritalin adult in meinem Leben war das wie die Mondlandung!
Die richtige Dosierung/Einnahmeschema, das richtige Medikament zu finden ist dann Fleißarbeit.

oh das wäre ja ein Traum. Ich bin gespannt, das ist echt so mein Problem und die Jahre davor war es dass schon mal mehr oder weniger. Durch intensiven Nikotin konsum konnte ich das echt hier abmildern. Aber fertig war ich mehr als häufig nach intensiven Arbeitstagen. Aber gut mit EnergyDrinks, PowerNapping im Zug etc hab ich mich Jahre über Wasser gehalten. Wie auch ?! Aber je älter desto schwieriger wird es diese Dauer Kraft zu haben und bereit stellen zu können.

Danke für den Hinweis. Vielleicht hab ich Glück und komme in eine Gruppe mit rein.

Du hast die Flatrate bei der Kaffeebar unterschlagen! :rofl:

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naja von sagen wir mal 8-10 Kaffee und früher vor der Schlafmaske 2x RedBull, bin ich nun im Moment bei 1-3 Kaffee plus mal ne kleine Pepsi. Also relativ entspannt. :slight_smile:

Plus 30-40 Kippen da war das Duracell Häschen nix… :sunglasses: :cowboy_hat_face:

@Lucky81
Ich war ja nach einer langen und anstrengenden Reise durch das Leben im letzten Jahr beim Psychiater, eigentlich wegen Depression und zum guten Schluss war es doch die ADHS. Nach dieser Diagnose, begann ich mit Medikinet und beantragte direkt eine Reha in einer psychatrischen Klinik mit ADxS Fachbereich. Ich war sieben Wochen dort und im Anschluss habe ich auf der Arbeit eine achtwöchige Wiedereingliederung gemacht. In dieser Wiedereingliederungszeit habe ich mir zeitgleich einen Therapeuten gesucht, der Verhaltenstherapie macht, aber sich selbst auch als Wald- und Wiesentherapeut bezeichnet, sprich, er macht auch noch andere Sachen. Dort fühle ich mich gut aufgehoben und habe schon kleine Fortschritte gemacht.
Was nur Tabletten nehmen angeht, da schaue ich immer ganz gerne auf die Kinder mit ADxS…und dann werde ich richtig wütend!
Kind fällt in der Schule/zu Hause auf, ADxS Diagnose, Tabletten rein, Kind ist ruhig, nach einem Jahr Absetzprobe, Kind wieder auffällig, wieder Tabletten rein und am besten noch eine höhere Dosis…was hat das Kind in dieser Zeit im Umgang mit ADxS und seinen Auswirkungen gelernt? Richtig: nichts!
Es bringt nichts, das Kind „vollzupumpen“ und ihm keine neuen Wege aufzuzeigen. Denn das ist dann nur dafür da, dass das Kind lernt, dass es so krank ist, das es tablettenabhängig ist. Die unterstützende Wirkung des Medikaments geht unter, es wird nur als „Downer“ benutzt.
Ich merke es ja selbst auch, ich nehme zwar mittlerweile Elvanse, weil es positiv auf mein Gemüt wirkt, besser wie Medikinet und dennoch merke ich, dass es mit dem Medikament alleine nicht getan ist. Auch hier gibt es nach wie vor viele Lebensbereiche, wo ich anecke, einfach weil ich „anders“ bin und da helfen mir eben die therapeutischen Gespräche. Diese bringen das Hirn in neue Bahnen und lassen mich über Dinge nachdenken, andere Sichtweisen entwickeln und schlussendlich mein Verhalten ändern. Es geht nicht darum sich gefügig zu machen, sich absolut anzupassen, sondern darum, dass ich besser mit mir selbst klarkomme, denn das ist eines meiner größten Themen. Natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, ich habe eben für mich gemerkt, dass nur Medikamente nehmen, nicht so der Bringer ist.

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Hi@ MaSc danke für deine Rückmeldung. Kalt stellen ist ja keine Lösung. Bei Depri und Angst ja nicht anders. Lösungen entwickeln, auch selbst akzeptieren und dann werden Leute in dein Leben treten, aber auch Leute aus dem Leben treten. Ist schade aber gut so ist das manchmal.

Drücke dir alle Daumen für den weiteren Weg.

Viele Grüße