Stimulanzien bei komorbider Suchterkrankung

Man sagte mir, es sei nicht erlaubt, Patienten mit Suchterkrankung in der Anamnese Stimulanzien (ambulant) zu verschreiben.

Wisst ihr etwas von dieser Regelung? MPH wirkt bei mir super, 0 Suchtdruck. Es gab zwar einen Rückfall, aber vorher clean. Rein formal erfülle ich die diagnostischen Kriterien für Sucht gar nicht mehr.

Will mich nicht mit Strattera abspeisen lassen, was nicht 1. Wahl und nachweislich nicht so wirksam ist wie ein Stimulans. Mal lese ich Suchterkrankung bei MPH Kontraindikation, mal nur relative. Wie sieht es aus, wenn man sich stationär einstellen ließe?

Versteht mich nicht falsch, wenn es nicht so lang brauchen würde, bis es wirkt, wäre Strattera einen Versuch wert. Aber vorher müsste mein AD ausdosiert werden, außerdem dürfte ich selbst kein Medikinet mehr nehmen. Das packe ich nicht…das MPH beziehe ich übrigens momentan aus unlauteren Quellen, ist auch nicht ganz billig, aber es hält mich stabil. Ich nehme immer die gleiche Dosis genau so wie man es nehmen solle, protokolliere das sogar jeden Tag.

Mfg CHAOS

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Also bei mir war es kein Problem. Bei zwei verschiedenen Ärzten nicht. Ich habe durch Medikamente auch weniger Suchtdruck. Falls dir der Arzt dir das so gesagt hat, würde ich wechseln…:v:

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Wenn du drei bis sechs Monate nachweislich trocken bzw. clean bist, was sollte dann dagegen sprechen?

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Ich habe gelesen, dass es darauf ankommt wie lange die Suchterkrankung zurück liegt. Sind es zb Jahre bzw ist man stabil, dann sind Stimulanzien nicht kontraindizert.

Das sind meines Wissens nach Vorsichtsmaßnahmen der Ärzte (dazu findet sich auch im Beipackzettel der Hersteller ein Hinweis).

Wenn die Ärzte nicht sicher sein können, dass der Patient clean ist (gerade bei ehemaligem Gebrauch von chemischen Drogen), dann riskiert er, dass der Patient bei gleichzeitiger Behandlung mit Stimulanzien und Drogenkonsum eine hochgradige Psychose erleidet, ganz zu schweigen von den Gefahren für das Herz-Kreislaufsystem!

Kein Arzt würde den Patienten (und sich selbst )in so einem Fall gefährden wollen, was ja mehr als nachvollziehbar und verständlich ist.
(–In dem Zusammenhang ist es nicht ganz unkritisch das Medikinet privat zu beziehen ohne ärztliche Verordnung, solltest du dem Arzt sagen, bevor du ein anderes Medi bekommst, Stichwort Wechselwirkung!)

Sprich mit dem Arzt ehrlich über deine Sorgen und Ängste und bitte ihn um Hilfe. Diskutiere das Für und Wider und lass dich ausführlich beraten. Manchmal kommt man über Umwege zum Ziel, dafür nachhaltig.

Ich wünsche dir viel Glück :v: :sunny:

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