"Überdosen" Elvanse wirken besser ?! (ADHS + ASS) + allg. Fragen

Hallo liebes Forum, :green_heart:

dies ist mein erster Beitrag; bin männlich, 21 Jahre alt, habe seit ~1 Jahr eine ADHS-Diagnose und kümmere mich gerade um die ASS-Diagnose (Autismus-Spektrum). Ich nehme seit ca 3 Monaten täglich Elvanse (LDX) ein, allerdings schwanken meine Dosen irgendwie hin und her. Deshalb hab ich ein paar Fragen, da ich leider noch keinen für mich passenden Umgang mit dem Medikament gefunden habe :frowning::

  1. Habe mit 20mg gestartet, dann 30, 40, 50, 60, 70 und im Bereich 5-20mg auch etwas getestet (und inoffiziell hab ich auch 80, 90 und 100+ getestet, mit Spritze abgemessen…). Dabei ist mir aufgefallen, dass höhere Dosen (70mg+) bei mir mehr die gewünschte Wirkung hervorrufen, als niedrigere Dosen; die Nebenwirkungen scheinen geringer auszufallen, die Wirkung hält länger und konstanter an…!! Kann das sein? Zugelassen sind ja nur max. 70mg/Tag… (das Ding ist, dass ein paar Male auch niedrigere Dosen einen guten Effekt hatten - allerdings nicht so lang und vor allem nicht jedes Mal ?! Oft haben die niedrigen Dosen sogar zu verstärkten Symptomen geführt…)

  2. Vitamin C bewirkt ja die schnellere Ausscheidung von LDX aus dem Körper - wie sehr sollte man da drauf achten? Hatte schon das Gefühl, dass dem so ist, wenn ich mal ausversehen was mit Vit.-C gegessen hatte. Will halt keinen Vitamin-C-Mangel - reicht es dem Körper wenn nur abends V.-C aufgenommen wird???

  3. Zucker (bzw. Blutzucker-Spiegel) und seine Auswirkungen auf die Wirkung von LDX: welchen Umgang empfehlt ihr? Hab gehört, dass ein konstant niedriger Blutzucker-Spiegel besser sein soll um eine konstante Wirkung zu erzielen… (welche Nahrungsmittel empfehlt ihr generell? Gibts da Listen bzw. vorgefertigte Pläne von jemandem? :sweat_smile:)

3.1. Was macht ihr gegen (starke, Elvanse-bedingte) Appetitprobleme? Zucker bekomm ich problemlos runter, aber will eigentlich gar keinen Zucker konsumieren… Der Mund ist auch sehr trocken und Kauen + Schlucken dauert ewig & ist eine Qual :frowning:

  1. Das Anfluten empfinde ich als sehr angenehm und (Anfluten + die ersten 2-3h) es liefert mir auch den besten Effekt (hinsichtlich Konzentration u. innerer Unruhe). Oft nehme ich dann eine zweite Dosis ein, um diesen „Anfluteffekt“ zu verlängern… Was haltet ihr davon bzw. kennt ihr das?

  2. Habe zusätzlich noch Depressionen (bzw. bin stark entwicklungs-traumatisiert aus meiner Kindheit u. Jugend) - kann man die „wegdrücken“ mit Elvanse?

5.1. Als ich mit Dosen von 30 - 70 herumgespielt habe, musste ich beim „Crash“ (Runterkommen/Nachlassen d. Wirkung) sehr oft weinen, wurde also sehr emotional (war vor der regelmäßigen Einnahme von Elvanse sehr „innerlich tot/leer“, unemotional, konnte nicht weinen. Ich weiß, dass ich viele Emotionen unterdrücke und das Weinen hat sich immer sehr befreiend angefühlt. Meine Frage ist nun, ob die Gefühle „echt“ oder „substanz-induziert“ sind, die da hochkommen…? Bin nämlich schon länger im Prozess der „emotionalen Heilung“ (ein Konzept) und versuche unterdrückte Emotionen wieder fließen zu lassen (Trauma-Arbeit/Heilung), da wäre das Medikament dann ein echter Game-Changer :smiley:

Vielen, vielen Dank fürs Lesen und sorry für den vielen Text - würde mich sehr über Antworten freuen :slight_smile:!

Herzliche Grüße, 3 :eye:

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Ich antworte dir auf paar Aspekte. Zu mir: ADHS-Diagnose im Herbst 2022. Nehme Elvanse jetzt über ein Jahr. ASS-Diagnose liegt mittlerweile auch vor.

Bei mir wirkten höhere Dosen auch besser, bis ich nach paar Tagen überdosiert war. Ich war abgestumpft. Habe funktioniert. Aber das war’s dann auch. Das war kein Leben. Entsprach vom Gefühl dem, was bei behandelten Kindern mit Ritalin als Vorurteil bekannt ist: Ruhigstellung mit Medikamenten, dabei war die Dosis zu hoch.

Die Wahrscheinlichkeit einen VitC-Mangel zu haben ist minimal. Das Zeug ist ja überall drin. Auch in Salami ( :arrow_right: siehe hier). Daher ist der tägliche VitC Bedarf eher minimal und das Thema überbewertet.

Wäre mir neu dass ein niedriger Blutzuckerspiegel besse sei. Er soll eben nicht zu niedrig sein, weil Elvanse die Dopaminproduktion im Gehirn anfeuert und damit eher mehr Blutzucker aufgebraucht wird. Ist der Spiege zu niedrig, reduziert sich die Wirkung und Dauer vom Elvanse. Einfach am Nachmittag einen Apfel, Banane essen. Wirkt als Elvanse-Booster bei mir zumindest ganz gut.

Du musst mehr trinken. Gerade jetzt wenn es wärmer wird. Wasser reicht aus, manchmal mache ich in die Karaffe Obst rein (Zitrone, Orange, Himbeeren…). Ich koche vor und muss mich zum Essen weniger überwinden. Als Backup hab ich auch Schlemmerfilet (nicht das mit der Panade oben drauf) in der Truhe. Das ist von den Inhaltsstoffen ganz okay.

Das kommt eher vom Herumspielen. Das Gehirn kommt aus dem Gleichgewicht und die Botenstoffe kommen durcheinander. Dosis auf und ab bedeutet Botenstoffe auf und ab.