Unschlüssig bezüglich der Medikation

Hey ihr da draußen :slight_smile:
Ich habe vor einiger Weile meine ADS Diagnose erhalten (nachdem mir schon mehrere Ärzte zur Testung reiten ist dann irgendwann auch endlich mal was passiert) und habe seitdem Methylpheni TAD ausprobiert (was bei mir überhaupt nicht gewirkt hat) und Elvanse adult.

Mit Elvanse adult bin ich jetzt seit letzter Woche bei 50 mg - Wirkung aktuell schwer zu beurteilen, da ich zurzeit Venlaflaxin ausschleiche.
Bevor ich aber mit dem Absetzen angefangen habe, lief Elvanse ganz gut- zumindest hat es meine Aktivität gesteigert und die Impulsivität verringert. Was mir jedoch komplett fehlt, ist die Fähigkeit, mich bei Gesprächen zu konzentrieren /bzw. allgemein bei akkustischen Dingen.
Bestes Beispiel ist immer noch, dass ich, nachdem mein Gegenüber anfängt zu reden, innerhalb von wenigen Sekunden raus bin. Ich merke zwar, dass sie etwas sagt,
aber es ist, als hätte ich eine Gasmaske auf… Ich sehe das Gas (es interessiert mich auch), aber durch die Maske kommt es eben nicht bei mir an.
Ich kapiere also überhaupt nicht, was mein Gegenüber von mir will, bzw. weiß nach dem Gespräch auch nicht mehr, um was es ging.

Zudem lasse ich mich furchtbar leicht ablenken… Während mein Gegenüber reden, ist das Blatt da draußen an dem Baum interessanter oder ich gehe in den Keller, will Milch holen und sehe, dass da irgendwo ein Fleck an der Wand ist, den ich mir erstmal anschauen muss. Die Milch ist dann natürlich vergessen, aber das ist ein anderes Problem. grummel

Fehlen würde also etwas Konzentrations-/Aufnahmesteigerndes…
Im Moment ist mein Antrieb auch wieder komplett verschwunden, aber das kann auch am Absetzen liegen…
Ihr kennt nicht zufällig ne gute Kombi, die meine Schwerpunkte (Antriebslosigkeit, Trauer/bedrückte Stimmung, Konzentrationsschwierigkeiten) abdecken? :<

Nach Venlaflaxin möchte ich gerne mal spezifischere Medikamente wegen meinen Depressionen ausprobieren… Was ich bisher hatte, war bisher eher für leichte und mittlere Depression und das deckt sich eben nicht so ganz mit einer schweren depressiven Episode…
Bisher hatte ich Duloxetin, Paroxetin, Citalopram, Sertralin und eben Venlaflaxin… Aber entweder wirken die Medikamente nicht, verlieren ihres Wirkung rasch oder die Nebenwirkungen sind dann doch zu stark… Und ich bin da eigentlich echt nicht zimperlich.

Also- ich würde mich echt freuen, wenn jemand von euch vielleicht eine gute Idee hat oder hier allgemein ein bisschen Brainstorming stattfindet, damit ich meinem Therapeuten vielleicht noch etwas vorschlagen kann, auf das er so erstmal nicht gekommen wäre.

Liebe Grüße und gute Nacht euch allen. :relaxed:

Hallo und herzlich willkommen,

Ich habe damals den Fehler gemacht gleichzeitig Sertralin abzusetzen und Elvanse zu nehmen. Die ersten Wochen liefen gut bis mich die ganze Depression und komische Sachen eingeholt haben. Zu den komischen Sachen will ich mich nicht äußern.

Ich bin der Meinung, dass ein gleichzeitiges Absetzten eines SSRI/SNRI und eine Einstellung auf Elvanse und co. bei vielen Patienten zum Scheitern führt. Man kann die Wirkung von Elvanse schlecht dann beurteilen bzw. wahrnehmen.

Für mich war Sertralin das beste Medi ever, hätte ich davon keine tausend Kilos zugenommen und mich extrem müde gemacht, wäre ich nie auf die Idee gekommen es abzusetzen.

Jetzt nehme ich Duloxetin und bin einigermaßen zufrieden. Und die Wirkung von Elvanse und co. ist so wie es sein sollte.

Also mein Arzt hat mir jetzt Fluoxetin verschrieben,
welches ich nun zusammen mit Venlaflaxin und Elvanse nehme. Venlaflaxin schleiche ich nebenbei weiter aus (bin nun bei 75 mg) und Elvanse bleibt erstmal bei 70 mg. Da das Ausschleichen von Venlaflaxin so hart war, gehen wir nun so vor.

Venlaflaxin wollte ich absetzen, da ich das Gefühl hatte, es hilft mir nicht mehr… Tägliche Traurigkeit bis weinen und einfach permanente Geteiztheit, sowie keinerlei Antrieb.

Hallo Catixx und herzlich willkommen,

das ist natürlich ungünstig, während der Einstellungsphase mit Elvanse am Antidepressivum herumzuschrauben.

Wobei ich deine Not natürlich verstehe, wenn das Antidepressivum nicht richtig wirkt. Nur leider kannst du jetzt gar nicht wissen, ob 70 mg Elvanse die richtige oder eventuell sogar schon zu hohe Dosis ist. :oops:

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute! :knuddel

Viele Grüße
Falschparker

Guten Abend,
seit dem Fluoxetin kann ich noch weniger schlafen als sonst, wie man vielleicht merkt… Vielen Dank dir für deine Antwort @Falschparker - ich hoffe, dir geht es es soweit auch gut. :blush:

Was ich aber eigentlich fragen wollte ist, ob es Sinn macht, ein anderes Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat auszuprobieren, wenn man, wie in meinem Fall, bei Methylpheni TAD keinerlei Wirkung bemerkt hat. Also zum Beispiel zusätzlich zu Elvanse etwas wie Medikinet nehmen (als Kombi) oder etwas mit einem anderen Wirkstoff wie Strattera oder Attentin.

Ist von vornherein eine positive Wirkung anderer Methylphenidat-Medikamente ausgeschlossen, wenn eines damit bereits nicht geklappt hat?

Würde mich sehr über eure Hilfe/Rückmeldung freuen,
gute Nacht euch allen. :sleeping:

Hi,

Ich habe vor ca 4 Wochen im Alter von 38 die Diagnose bekommen und werde gerade auf mph eingestellt.

Voran, zu deiner Frage catixx: es gibt das mph von verschiedenen Herstellern und bei MIR sind definitiv Unterschiede festzustellen.
Ich sollte lt. Arzt mph von hexal bekommen, die Apotheke gab mir aber metylpheni TAD (von kirka oder so), weil dieTechniker KK mit denen n Deal hat. Aus verschiedenen Gründen, bezahlte ich nachdem die erste charge leer war die zweite stumpf selber und bestand auf das mph von hexal. Dies ist btw auch als metylphenidatCHLORID ausgezeichnet.

Ich stellte vor ca 3 Tagen innerhalb eines Tages von 20mg kirka auf 20 mg hexal (x3 pro Tag) um und konnte direkt Unterschiede feststellen, die sich nun über die Tage erhärten.
Kurzum, hat es bei mir definitiv locker nur halb so starke Nebenwirkung und ich habe das Gefühl es wirkt etwas stärker, wobei ich nur ersteres mit absoluter Bestimmtheit sagen kann.

Insbesondere hatte ich von metylpheniTAD immer von schläfendrücken bis leichte , teils sogar mittelstarke Kopfschmerzen. Mit dem hexal Produkt null komma null.
Auch ist die Appetitlosigkeit in etwa halbiert, keine leichte Übelkeit mehr.
Sehr auffällig war auch: Ich bekam von metylpheniTAD einige male Abends/ nachts sehr heftige rebounds. (Ca 5-6 std nach letzter Einnahme für ca 2 bis3 std).
Mit dem hexal bisher nicht.

Tja aber was die Wirkung angeht ist es für mich nicht klar greifbar. Deswegen bin ich auch in diesem Forum gelandet um mir die persönliche Erfahrung anderer anzuhören.

Ich wuerde mich dazu gerne klar ausdrücken, aber ich kann die Wirkung einfach nicht genau benennen / beurteilen. Sie ist irgendwie zu subtil und häufig sogar widersprüchlich!
Warum? Naja, es gab in den letzten Wochen zb. ca 2 oder 3 Tage an denen ich mich zb eher ein bisschen gepusht gefühlt habe, als haette man n bisschen zuviel kaffee gehabt. An den meisten anderen Tagen würde ich mich aber eher als tendenziell ruhiger bzw weniger volatil bezeichnen (eher ein Eindruck als wirklich mit Sicherheit festzustellen) und konnte ausser minimaler Antriebssteigerung bei bestem Willen keinen Push feststellen. (mir geht es hierbei natürlich vor allem um die Validierung der Diagnose und die paradoxe Reaktion). Ich kann auch komplett ohne Probleme schlafen, auch wenn ich 1-2 std davor 20 mg unretardiert eingenommen habe.

Ich , männlich, wiege 79kg auf 182, die tägl, maxdosis ca 80 mg. Bin mit 60 mg / Tag doch sicher schon im signifikant wirksamen Bereich oder nicht? Ich sollte doch wenigstens den Push spüren, weswegen es wohl angeblich einige als Partydroge nehmen? Ich habe mal testweise 30 mg unretardiert eingenommen und konnte keinen Unterschied zu 20 mg feststellen.
Ich spüre auch, dass ich nicht „nüchtern“ bin, bzw spüre das Medikament irgendwie subtil aber nicht klar fassbar. Aber auch wenn ich ein paar leichte körperliche Veränderungen wahrnehmen kann, scheint es geistig nicht wirklich zu wirken. (Stichwort: non responder <>Falschdiagnose , falsche Erwartungshaltung, ADHS subtypen??)

Ich habe exakt das gleiche Problem in Unterhaltungen wie mein Vorredner( gasmaske etc).
Meine Gedanken sind immernoch Feuerwerk, schnell und kurzlebig. Und - das letzlich eigentliche und größte Problem: Es hilft mir nicht meine Alltagskleinigkeiten endlich zu bewältigen.
Mit den anderen Dingen kann ich irgendwie leben, ging ja bisher auch irgendwie, ausserdem kann ich unter starkem Druck oder bei Begeisterung sehr gut hyperfokussieren, was mir auch oft zum Vorteil gegenüber "normalen " gereicht. Ich muss nur eben mit Bedacht wählen zu was ich mich bereit erkläre.
Aber ich bin eben nach wie vor Impulsgetrieben. Wenn ich etwas nicht „Spüre“ dann tu ich es nicht. Egal was es ist, egal wie wichtig es eigentlich wäre.

Ich bin häufig geradezu wie ferngesteuert, folge immer meinem tagaktuellen Bauchgefühl und kucke mir häufig kopfschüttelnd selber dabei zu, wie ich mir fest vornehme irgendetwas zu tun nur um mich dann dabei zu beobachten wie ich etwas komplett anderes(interessantes) tue, manchmal aus schusseligkeit aber häufig auch sehenden Auges. Welche dämlichen und höchst gravierenden Probleme das mit sich bringt brauche ich wohl niemandem zu erklären.

Ich bin also insgesamt etwas enttäuscht von der vermeintlichen „Zauberpille“.
Ich habe mir zumindest erhofft, das ich einen " Dinge-Erledigungs-impuls" verspüre, bei Dingen die ich normalerweise aufschiebe ( also 95% von allem) natürlich erhoffte ich mir auch weniger impulsives , unbedachtes plappern/handeln und bessere Konzentration und innere Ruhe, weniger suchtdruck, aber das stellt sich eher nicht, oder bestenfalls subtil ein aber ok, das sind eher Luxusprobleme. Das Ferngesteuert sein verhagelt mir aber regelmäßig seit Kindestagen mein Leben.

Ich habe gelesen, dass elvanse also LDX bei einigen Erwachsenen besser anschägt als mph und wollte daher vor allem mal eure, gerne ausführliche, Erfahrung in und nach der Einstellungsphase hören.(mph , und /oder ldx)
Auch was ist bei welcher Dosierung passiert und was könnt ihr klar als Unterschiede feststellen.
Mir wäre es hierbei aber wichtig, eine bitte zu äußern: Bitte versucht (soweit überhaupt möglich) im Kern, evidente Dinge anzuführen oder Dinge die für euch ohne Zweifel wahrnehmbar sind oderdieandere an euch bemerkt haben. (Stichwort placebo usw).
Klar interessieren mich auch eure „Eindrücke“ aber kennzeichnet diese vielleicht als solche.

Vielen Dank, liebe Grüße!

Hi

Ich würde nicht Medikamente ausschleichen und neue testen. Ich finde es wichtig, dass man das systematisch macht und alle Dosierung eine gewisse Zeit beibehält.

Es gibt auch AD(H)S Medikamente, die gut bei Depressionen helfen können. Mein Psychiater würde dir bestimmt Wellbutrin (Bupropion) empfehlen. Könnte mir vorstellen, das es ein Versuch wert ist. Er hat damit jedenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht und es ist sein Medikament erster Wahl bei AD(H)S und Depressionen.

Hallo Pinkiesbrain,

manche Neulinge sind einfach zu bescheiden, einen eigenen Thread aufzumachen, aber das wäre schon besser wegen der Übersichtlichkeit.

Herzlich willkommen im ADXS-Forum! :knuddel

Nein, mit Einzeldosis 20 mg unretardiert (!!) bist du in einem eigentlich viel zu hohen Bereich für jemand, der vor 4 Wochen erst angefangen hat. :shock:

Hat dir das dein Arzt echt so verordnet? Und mit welcher Dosis hast du angefangen? Vielleicht hast du die für dich richtige Dosis schon verpasst?

Darauf zu warten, sich „gepusht“ zu fühlen, war eventuell der falsche Indikator?

Da ist irgendetwas schief gegangen, würde ich sagen.

Hi, danke und sry für den „threadsteal“
Ich dachte es passt ganz gut in das „unschlüssigkeits“ thema des threads. Ggf mache ich oder ein admin einen neuen auf und verschiebt?

Zu deiner Frage :

Wir haben mit 3x 5mg angefangen, ca 1 Woche, dann 3x 10, zweite Woche.
15, 15, 10 dritte Woche und in der Woche darauf habe ich mich nicht rückgesprochen und auf 20, 20, 15 und inzwischen auf 20,20,20 erhöht.

Da augenscheinlich häufig das retardierte Produkt adult in 60 mg für Erwachsene verabreicht wird hielt/halte ich das für relativ unbedenklich.
Ich habe inzwischen auch an 2 tagen 30, 20, 10 ausprobiert bzw 10,20,30 und konnte feststellen, dass ich bei der 30mg gabe dann wiederholt tatsächlich einen leichten aber eindeutigen push spüre.
Deswegen versuche ich gerade so den Bereich 15 bis 20 mg. Und das ist ganz ok. Wobei nach wie vor meine erhoffte Wirkung ausbleibt wie oben beschrieben. Dennoch würde ich sagen es geht mir ein bisschen besser mit den Tabletten.
Ob das eine Langzeitmedikation rechtfertigt kann ich aber gerade noch nicht sagen.

Ob das Fühlen des pushes der falsche Indikator ist oder nicht, kann aufgrund des komplexen Themas und der auch sehr subjektiven selbstwahrnehmung wohl nicht ohne Weiteres final beurteilt werden.

Fakt ist jedoch, dass zumindest Teile der adhs Symptomatik wohl nach aktuellem Stand ( wie viele / alle hier sicherlich auch wissen)auf den Dopaminmangel im Synaptischen Spalt zurück zuführen ist und es sich wohl so verhält, dass ein zu niedriger Wert zu "push/ inneren Spannungen/ Suchtdruck etc führt, ein zu hoher Wert aber eben auch zum euphorischen push / redseligkeit etc., wie bei jedem anderen Menschen auch. Es wäre unter dieser Annahme also schlüssig, das ein adhs ler zunächst paradox auf mph bzw auch gewisse Drogen reagiert, aber bei hoher Dosis dann eben genauso wie andere ohne adxs auch.

Das würde in der Folge theoretisch bedeuten, zumindest war dies meine Schlussfolgerung auf der ich meinen „Selbstversuch“ aufgebaut habe, dass man sich in der Dosis mehr oder weniger knapp unter dem push einfinden muss um einen Indikator für einen „normalen“ Spiegel zu bekommen. Es gibt eben meines Wissens keine evidente, nicht klinische, Möglichkeit den Dopaminspiegel zu bestimmen und gezielt zu korrigieren.

Also bleibt alles subjektiv - und während der eine vllt eine medizinisch weitgehend insignifikante Dosierung von 5mg durch den placebo als hilfreich bewertet, wird jmd anderes vllt den „push“ den er dann bei 20,30 oder40mg hat, evtl aufgrund von Komorbiditäten nicht als solchen erkennen.
Es ist wirklich ein schwieriges Thema.

Hallo Pinkiesbrain,

ich hätte deinen Beitrag schon von mir aus verschoben, aber wir haben zur Zeit ein ungeklärtes Problem damit - es sind schon mal Beiträge verschwunden, die wir eigentlich verschieben wollten, und das wäre gegenüber einem neuen Teilnehmer nicht so nett. :lol:

Von daher lass uns einfach hier weitermachen, wenn neue Antworten an Catixx kommen, wird man das schon auseinanderhalten können.

Häufig? Also ich kenne da niemand, der mehr als 40 mg retardiert nimmt.

60, 80 oder sogar etwas mehr als Tagesdosis ist absolut nicht selten, aber dann eben aufgeteilt in 2-3 Retardkapseln oder 5-6 Tabletten.

Warum bekommst du denn eigentlich Tabletten? Und wie sieht es mit der Wirkdauer aus - hast du dann zwischendurch wieder Lücken?

Das jedenfalls wäre schlecht - generell solltest du lieber lückenlos niedrige Dosen nehmen als mit Lücke hohe.

Als die Kapseln für Erwachsene noch nicht zugelassen waren, habe ich 5 Tabletten am Tag genommen - alle zweieinviertel Stunden. Das ist natürlich etwas lästig.

Bzgl. Häufigkeit, nja- ich „kenne“ ohnehin niemanden, der mph o.ä. nimmt. Ich habe das lediglich im Rahmen meiner Recherche irgendwo gelesen, das bei erwachsenen „häufig“ 60mg oder mehr pro Tag verschrieben wird. Ob das jetzt wirklich stimmt, bzw representativ ist weiß ich tatsaechlich nicht.
Ob dies jetzt in 2 retard 40 mg oder 1x 60 oder wie auch immer stattfindet weiß ich auch nicht. So wie ich es bisher vernahm, soll das Retard ja mit einer Dosis morgens auskommen - ich hätte da aber tatsaechlich Bedenken wegen des Rebounds.

Die Frage warum ich Tabletten bekomme verstehe ich nicht ganz- bei mir wurde halt ein adhs festgestellt und dies bereitet eben einige Alltagsprobleme, die man mit den Tabletten hoffentlich mildern oder ausmerzen kann.
Die Wirkdauer ist ja in der Theorie 4 std inkl. an und abschwellen, Ich nehme es aber eher als ca 6 stunden wahr, da dies in etwa der Zeitraum ist, nachdem sich langsam der rebound einstellt. In der Regel versuche ich also alle 4 std 20mg. das war auch die Basis, die mir der Arzt mitgab.
Im Alltag , abgesehen von dem nervigen ständigem Tablettenschlucken, fand ich etwas weniger alle 3 Stunden irgendwie auch angenehmer weil insgesamt gleichmäßiger. Allerdings sind 3x 4 eben nur 12- und mein Tag ist in der Regel eher 18 bis 19 Stunden lang.
Daher nehme ich die erste Dosis meist eeeetwas später, und die letzte ebenfalls, damit ich quasi noch ins Bett komme während das Zeug wirkt. Sonst wars auch schon ein paar mal dann essig mit schlafen.
Das „neue“ mph (von Hexal- vorher Methylpheni TAD von kirka oder so) ruft aber auch keinen ganz so heftigen rebound hervor wie das „alte“.
Und wenn ich da so hin und her schiebe habe ich aber schon so leichte lücken hier und da.
Das eine oder andere mal hab ich aber auch stumpf nochmal 10mg genommen so ein zwei stunden vorm schlafen gehen, dann wars auch kein Ding.

Nein, mit einer Retardkapsel pro Tag kommt niemand aus. Da ist man dann am Nachmittag ohne Wirkung. Wer 60 mg am Tag MPH nimmt, verteilt dies in aller Regel auf mindestens zwei Retardkapseln oder mindestens vier Tabletten.

Deswegen sollte die letzte Dosis geringer ausfallen. Und zwischendurch eben keine Lücke auftreten.

Zum Schlafen reichen 5 bis 2,5 mg unretardiert, da braucht man viel weniger als tagsüber für die Aufmerksamkeit.

Klar, vier- bis sechsmal am Tag Tabletten nehmen ist lästig, deswegen gibt es ja die Kapseln. Ich nehme morgens und mittags jeweils eine Kapsel und abends eine Tablette (aber dann nur 5 mg).

Wie üblich im Forum - du musst dich natürlich daran halten, was dein Arzt vorgibt, und nicht was wir empfehlen.

Aber sonderbar finde ich deinen Arzt schon. Kurios ist ja, dass Manche in diesem Forum gerne unretardierte Tabletten nähmen, Arzt/in oder Krankenkasse aber nicht mitmachen. Ich muss meine halbe Tablette selbst bezahlen, was allerdings zu verschmerzen ist (17 Cent/Tag).

Hm ja das sind ganz gute Infos.
Warum jetzt die Leute keine unretadierten Tabletten bekommen, kann ich dir nicht sagen. Krankenkassen bezahlen die, wenn auch in der Regel nur ein bestimmtes generika - die haben da idR so Verträge etc.
Ausserdem muss man zum Einstellen eiin unretardiertes Präparat nehmen. Alles Andere wäre relativ dämlich. Daher verstehe ich deine Verwunderung nicht so ganz. Da finde ich dann eher die anderen Ärzte komisch ehrlich gesagt :smiley:

Aber klar ist natürlich das leute mit ads häufig Komorbiditäten aufweisen, eben häufig auch Substanzmißbrauch. Daher empfiehlt es sich eben diese Gruppe nur stationär einzustellen ohne Ihnen direkten Zugriff zu gewähren.
Darüber hinaus kann es ja auch theoretisch gedealed werden. Da ist der eine oder ander sicher auch etwas vorsichtig ob er sowas bestimmten Personen mal eben verschreibt.
Das Einstellen mit einem Retard halte ich aber für fahrlässig. Wird das echt gemacht?

Krankenkassen zahlen in der Regel die unretardierten nicht auch keine Generika und wenn dann nur auf Antrag. meiner wurde abgelehtn. Das Einstellen mit unret wird zwar empfohlen aber das Wissen mache Ärzte nichtmal .
Letztendlich sind die unretardierten für Erwachsene nicht mal zugelassen und man muss sie priv. zahlen .

Es werden schon viele mit retardierten MPH eingestellt und das steht unabhängig zu den Komorbitäten und stationär habe ich es bisher einmal erst gelesen dass jemand so eingestellt wurde.

Mein Arzt stellt immer erst mit retardierten ein und wenn das funzt geht es mit unret. weiter. Ich denke der geht auch auf Nummer sicher und testet erst den Umgang damit.

Woher hast du dein Wissen bezüglich der Medikamente ? Weil es so konträr zu dem ist was man so ließt.

Nein, muss man nicht und die wenigsten Ärzte tuen es.

Das ist ein gefährliches Halbwissen und solche Einstellungen seitens der Ärzte hat einigen UserInnen ziemlich geschadet bezüglich Diagnose und Medikamente.

Übrigens stelle ich mir ein Missbraucht mit unretardierten Medis viel einfacher vor.

@nelumba,

Was welche KK nun zahlt und was nicht und wie ist mir im Detail nun auch nicht bekannt.
Die Zulassung ist aber gegeben.
Außerdem ist es nunmal Fakt, dass meine KK (TK) die Kosten für das unretadierte Präparat ohne irgendeine notwendige Kommunikation übernommen hat und übernimmt. Ich wurde lediglich in der Apotheke darauf hingewiesen, das ich eine andere Marke nehmen muss.

Das dein Arzt erst mit retardiert einstellt und dann auf unretardiert umstellt ist für mich nicht nachvollziehbar und der Grund dafür würde mich schon interessieren.
Hat dein Arzt das wortwörtlich gesagt, dass er das immer so macht oder evtl nur unter bestimmten Umständen?

Meine Informationen habe ich von verschiedenen Quellen.
Hauptsächlich von Fachvorträgen/seminaren, andere aus papern sowie einiges aus diversen trivial Quellen wie Foren, Blogs oder YT. Außerdem ist meine Frau Psychaterin und wir reden natürlich auch. Wobei sie jetzt auch nicht im Schwerpunkt ads arbeitet.

@ allmighty

Ich weiß nicht wie die Ärzte das häufig machen. Es ist auch schwer dies zu verallgemeinern, weil es da einige strukturelle Probleme gibt, zum einen lässt sich kaum einschätzen ob die Fälle von denen du gehört hast signifikant oder repräsentativ sind, zum anderen passieren eben auch viele komische Dinge durch den schlechten Forschungsstand, Verschreibungen durch Hausärzte ohne fundierten psych Background etc. Auch bekommt ein Arzt so wenig Geld für die Behandlung eines ads Patienten, dass ein dem Problem angemessener Zeitaufwand nicht möglich ist.

Dennoch bleibt es Lehrmeinung, dass unretadiert eingestellt wird und dann auf retardiert gewechselt wird. Wie bereits gesagt, erschließt es sich mir auch nicht warum man das andersherum machen sollte.

Leider erschließt sich mir auch nicht, was in dem von dir erwähnten Abschnitt gefährliches Halbwissen ist. Der Abschnitt ist groß und das meiste davon ist relativ trivial logisch oder gemeinhin bekannt.
Ich verstehe leider auch nicht, was daran für jemanden schädlich sein sollte.

Natürlich ist der Mißbrauch mit unretardiertem Präparat einfacher. Ich dachte, das hätte ich deutlich genug formuliert. Anscheinend nicht :grin:

Wir hatten das Thema hier schon das eine oder andere Mal - es ist, wenn ich das recht erinnere, tatsächlich die Regel, dass Erwachsene mit den retardierten Mitteln eingestellt werden. Vermutlich, weil es die sind, die für Erwachsene offiziell zugelassen sind und entsprechend auch so beworben wurden. Mehr ist da auch nicht zu erwarten.

So aus meiner Erfahrung würde ich Dir mit der Dämlichkeit in jedem Fall beipflichten - vor allem bei Erstmedikation und bei MPH…
Daher: Lehrmeinung wird es wohl nicht sein - und wenn es doch so wäre, dann hätte sich diese noch nicht zu den behandelnden Ärzten rumgesprochen.

So macht „man“ es halt und das wird auch nicht hinterfragt.
So lange der „Markt“ so ist wie er ist - frisst der Hibbelvogel halt was er kriegt.

Was den Substanzmissbrauch betrifft - den betreiben auch die ohne ADHS.

Sei froh wenn deine KK zahlt aber stelle es bitte nicht als allgemeingültig für alle Krankenkassen dar.
Du gehörst wirklich zu den seltenerer Fällen.
Ärzte können natürlich unrt. einfach verschreiben, aber Krankenkassen können dann Regressansprüche stellen.
Mein Hausarzt hatte mir auch mal wegen Unwissen unret. verschrieben und ich hatte es so bekommen, aber wenn er Pech hat kommt da noch was.

So wie @Hibbelanna schon sagte. Die Adulten retrard Medikamente sind zugelassen und die unret halt nicht .
Die Krankenkassen schären sich doofer Weise ja auch nicht nach der allgemeinen Empfehlung.
Ein Arzt der es ohne K-K Zulassung verschreibt bekommt ggf , Probleme oder er muss zuätzliche Berichte für einen Antrag an die KK schreiben und dann ist es nichtmal eine Garantie. Warum soll er sich das antun, zumal es auf privat Rezept dann ja unkompliziert ist.

Wie gesagt meine KK hat den Antrag abgelehnt.

Wir Erwachsenen können froh sein das es überhaupt was für uns gibt.


Also wie wortwörtlich er es nun gesagt hat, dass weiß ich nicht mehr. Mein Psychologe hatte sogar unretardiert im Vorbericht und dem Medikationsplan angedacht.
Er hat gesagt dass er mich nach seiner Einschätzung und Erfahrung eindosieren wird und das er in der Regel mit retariertem startet und wir erstmal die Eindosierung damit machen. Ich bin dann mit 5mg Medikinet Adult gestartet.
Ein sehr wichtiger Grund für ihn ist einfach auch dass er den Patienten Unkosten ersparen möchte. Er hat viele Patienten mit wenig Geld. Ich danke dazu kommt auch das er Subtsitutionspraxis ist und deswegen auch vorsichtiger. Er hat schon gut geschaut wie mein Umgang mit der Medikation ist.
Als ich dann eingstellt war und er mich besser einschätzen konnte bekam ich auch die unretardierten verschrieben.

und ich war nicht in Umständen :wink:

Nein Scherz beiseite , wenn es andere Umstände gegeben hätte, dann hätte ich das auch beschrieben , also es gab keine.

Seit wann bist du denn mit dem Thema unterwegs ?Mich verwundern halt deine Äußerungen , weil auf den Kanälen wo ich bisher unterwegs war es sich anders darstellt.

Nur weil deine Frau Psychiatern ist , ist das ja keine Garantie dafür dass sie ADHS gut kann zumal du ja sagst, dass es nicht ihr Schwerpunkt ist.

Es gibt die dollsten Geschichten die man so hört was Menschen in Kliniken und mit Psychiatern , Ärzten und Psychologen im Bezug zu ADHS erleben.

Wenn du deine Erfahrungen schreibtst, dann achte bitte drauf das es nicht allgemeingültig klingt. Medikation ist ein sehr individuelles Thema, sei es in der Verordnung oder der eigenen Erfahrung.

Noch mal zu deinen Erahrungen bezüglich des Medikamentenwechsels.
ICh habe bisher drei verschiedene unrt. Präperate getestet und alle wirkten unterschiedlich, Es gibt Leuet die auch auf die unterschiedlichen Trägerstoffe reagieren. Mein Arzt hat auch vereinzelt so Patienten.

Bezüglich der Adulten retrad Medikamente , gibt es wenige wo eine am Tag reicht. Ich bin sogar auf 3x täglich eingestellt, wobei ich das von der Abendgestaltung abhängig machen. Ich passe die Medikation mit unret. und retardierte den Tag an.

Was hibbelanna schreibt, kann natürlich gut sein, dass einige aus Sorge vor der Kostenübernahme bei der Einstellung zu retard Produkten greifen.
Ich finde das zwar immer noch nicht ganz schlüssig, weil 100 - 200Tabletten jetzt ja nicht die Welt kosten und man damit ja recht weit kommt. Klar, wenn man die ±60 € nicht hat, aber nja. Fachlich erschließt sich mir das weiterhin nicht.

Das bei den Ärzten ist nicht nur Sorge sondern auch Tatsache, dass kann glaube ich auch noch ein zwei Jahre später ein Problem werden.

Es erschließt sich keinem warum das so ist, aber es ist so. Ich habe meiner KK auch genau vorgerechnet wieviel die dadurch sparen , wenn ich zusätzlich unretardierte bekomme. Die Erhaltung der Teilhabe am Leben zählt nicht sondern nur dann wenn ich so weit unten wäre und es mir zum erreichen der Teilhabe am Leben helfen würde.

Ich hatte aber auch kein Bock auf Wiederspruch, ich habe echt andere Hobbys. Den Stress nicht zu haben ist es mir wert selber zu zahlen.