Wenn ich irgendwo hingefahren bin und etwas schief ging, weil ich wichtige Sachen vergessen habe, dann habe ich schon öfter gesagt „ich bin ein Opfer meiner schlechten Planung“. Also ich weiß es eigentlich, dass ich es besser vorbereiten müsste, aber die notwendigen Handlungsschritte verschwinden im Dschungel der vielen täglichen Aufgaben, gehen unter, sodass ich oft nicht daran denke, geschweige denn mir überlege, was ich vorbereiten müsste und es dann auch nicht umsetze. Deshalb bin ich bei manchen Dingen dysfunktional. Bei anderen Dingen klappt es auch mal, auch abhängig von Prioritäten.
Was ich immer mache: mir bei Fahrten an unbekannte Orte vorher die Route bei google Maps anschauen und evtl. auch Bilder/Fotos von dem Ort oder Haus, wo ich hinmuss.
Ich vergesse oft die Zeit, deshalb programmiere ich mir Erinnerungen oder lasse mich wecken. Ist auch bei „Kuchen im Ofen“ empfehlenswert, ich backe aber eh nur selten. Ich hab kein Zeitgefühl und beim essen kein Sättigungsgefühl.
Danach was mich am wenigsten stresst , besten Falls wenig Verkehr , und die , wo ich am fließendsten fahren kann. Mein Partner umfährt gerne Hauptstraßen über Nebenwege. Mich nervt das anstoppen und wieder anfahren an jeder Kreuzung, und rechts vor links aus Nebenstraßen, so wie parkende Autos am Wegesrand.
Spannendes Thema. Folgende Eigenarten sind mir bei mir aufgefallen:
wenn ich mich morgens für die Arbeit fertig mache, MUSS irgendwas auf dem Handy laufen. Das gibt mir Struktur - fällt das weg, laufe ich rum, wie ein zerstreutes Huhn
beim Telefonieren muss ich in Bewegung sein - im sitzen ist das undenkbar. Nebenbei am Handy rumspielen geht auch
ich habe im Schlafzimmer immer einen Haufen, auf den ich meine Sachen lege - diesen aufzuräumen ist eine für mich fast unüberwindbare Aufgabe. Wenn ich sie geschafft habe, kommt am nächsten Tag gleich ein neuer
ich muss beim Fahrradfahren immer alle überholen, kann schlecht hinter jemandem fahren - dabei fühle ich mich richtig unwohl
Zähneputzen, Abschminken, Duschen muss gemacht werden - nervt aber und kostet jedes Mal Überwindung
Frühstück nervt mich auch - mache ich meist auch nur auf den letzten Drücker, wenn mein Körper gefühlt entkräftet zusammenbricht
wenn jemand Unordnung in mein System bringt, ist das jedes Mal wie ein Stich ins Herz
ich habe einen kleinen Pflanzentick und sobald eine Pflanze ein neues Blatt kriegt, freue ich mich, als würde ich Mutter werden - das ist für andere immer etwas skurril
ich platze immer mit allem raus, was mir durch den Kopf schießt - im beruflichen Kontext ist das natürlich oftmals etwas schwierig
Fehlende Objektpermanenz lässt grüßen.
Wenn Pflanzen Bellen oder Miauen könnten… oder sich einem wenigstens Lebensgefährlich in den Weg stellen würden..
Ok mit Fischen komme ich auch nicht so gut aus. Die sterben zwar nicht aber man sieht sie in ihrem Becken schnell nicht mehr. Ich hatte damals das Wasser seeehr nahrhaft gemacht. Verhungert sind die nicht, gestorben zum gluck auch nicht.
Aber der Besitzer mußte nen kompletten Wasserwechsel machen. Das haben die Pumpen/ Filter nimmer geschafft.
In meinem Wohnzimmer muss es immer ziemlich dunkel sein, weil es mein Rückzugsort ist, um runterzukommen und mich zu erholen, dass kann ich nur wenn es nicht so hell ist. Es wirkt auf mich einfach beruhigend.
Im Schlafzimmer steht im besten Fall nur ein Bett.
Kleiderschrank ist nur aus Platzgründen im Schlafzimmer.
Ansonsten, Fernseher etc. kommt mir da nicht in die Hütte.
Das einzige ich hab nen HomePod darin und eben das Handy als Wecker und mein Kindl zum lesen.
Ich hab auch ein eigenes Zimmer. Wir haben ein gemeinsames Schlafzimmer, aber auch für mich ein eigenes das ich mich zurückziehen kann. Das wird auch mal Gästezimmer und in seltenen Fällen hat mein mann mal das Bedürfnis sich zurück zuziehen. Dann geht er in meine Zimmer. Das ist auch ok.