Weshalb Mobbingopfer?

Hallo,

ein Frage zu einer möglichen Krankheitsfolge.

ADHS-Betroffene sind überdurchschnittlich oft Opfer von Mobbing.

Weshalb ist das so, jenseits aller Klischees?

Grüße Ralf

Hey @Mowgli

Spannende Frage!
Ich vermute mal es ist die Summe vieler Einflüsse.

Außenseiterdasein aufgrund Andersartigkeit ist sicherlich ein wesentlicher Faktor.
Das daraus resultierende geringe Selbstbewusstsein macht zusätzlich angreifbar. Andere wittern diese „Schwäche“ regelrecht. Und eine adäquate Abwehr gegen diese Angriffe erfolgt meist nicht oder nur in abgeschwächter Form, was den "Spass " der Angreifer oft nur befeuert…ein Teufelskreis!

Schau mal, hier wird das Thema mMn gut erklärt:
https://www.adhspedia.de/wiki/Mobbing_und_ADHS

"… ADHS: Mögliche Prädiktoren für die Opferrolle
Erwachsene Mobbing-Opfer mit ADHS
Entsprechend des genannten Persönlichkeitsmerkmals Ängstlichkeit ist das Risiko, als ADHS-Betroffener unter bestimmten situativen Voraussetzungen in eine Mobbing-Opferrolle zu gelangen, erhöht, da Angststörungen zu den häufigen Komorbiditäten der ADHS zählen (40 % - 60 % über die Lebensspanne).

Aber auch bereits die allgemeinen Symptome der ADHS können Risikofaktoren für Mobbing darstellen. Je nach Ausprägung können sich die Symptome kognitiv sehr einschränkend auswirken, was sich belastend auf das allgemeine Leistungsniveau und die soziale Anpassungsfähigkeit auswirken kann und am Arbeitsplatz die Wahrscheinlichkeit einer Außenseiterposition, und damit die Gefahr, Mobbings und sozialen Stigmata ausgesetzt zu werden, erhöht.

Häufige Fehlattributionen von Vorgesetzten, Kollegen und anderen Personen im Umfeld des Betroffenen begünstigen die Entstehung und Ausweitung sozialer Stigmata weiter…"

Spannend ist, dass es durchaus auch anders herum sein kann, das war mir garnicht so geläufig (Zitat aus dem selben Artikel):

"… ADHS: Mögliche Prädiktoren für die Täterrolle

Angesichts des breiten Spektrums und der Häufigkeit komorbider (vor allem depressiver und delinquenter) Störungen, die mit ADHS einhergehen und eine schwache Entwicklung des Selbstvertrauens begünstigen, kann je nach Situation das Risiko erhöht sein, dass Betroffene eine Neigung zum aktiven Mobbing entwickeln…"

Schönen Abend wünsche ich dir :sparkles:

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@Mowgli ich denke, da einige auf der einen Seite den Klassenclown/Entertainer spielen und auf der anderen Seite Probleme haben, Aufgabenstellungen umzusetzen oder richtig zu verstehen, obwohl sie doch sehr selbstbewusst nach außen hin scheinen.

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ich denke, da einige auf der einen Seite den Klassenclown/Entertainer spielen und auf der anderen Seite Probleme haben, …

Sind denn ADHS-Betroffene oft der Klassenclown?

Meiner Erinnerung nach waren die Klassenclowns zwar nicht cool, aber irgendwie akzeptiert und eher weniger Mobbingopfer.

Bei mir war/ist es definitiv eine Mischung.

Zunächst tue ich mich schwer mit Small-Talk und sage lieber gar nichts bevor ich mich verhaspele, was in der Vergangenheit schon mal als Arroganz gedeutet wurde.
Dann wiederum zeige ich bei speziellen Themen volle Begeisterung und kann nicht nachvollziehen warum das Gegenüber dem nichts abgewinnen kann.
Dazu kommt dann noch, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, eine latent provokante Art.

Das sind alles Sachen denen ich mir bewusst bin, aber direkte zwischenmenschliche Kommunikation ist für mich derart anstrengend, dass ich in dem Moment in dem sie statt findet keinen vollen Zugriff auf dieses Wissen habe.

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Ich glaube warum man mit Adhs mitunter eventuell gemobbt wird kann an der Hypersensibilität liegen, weil man eben „empfindlicher“ auf Situationen oder Menschen reagiert als andere, dann vielleicht auch daran das man durch die Unfähigkeit seine Aufmerksamkeit über längeren Zeitraum aufrechterhalten nicht „richtig zuhören“ kann, einem dann Dinge entgehen die eigentlich für den oder die anderen wichtig gewesen wären, oder man deshalb eine Aufgabe nicht korrekt erfüllen oder erledigen konnte.
Dann möglicherweise weil man oft durch das Tagträumen geistig nicht anwesend ist, dadurch abwesend, uninterressiert, verträumt wirkt, oder weil man oft sehr dumme Witze nicht versteht oder auch nicht darüber lacht, oder in manchen Dingen hoch interressiert und fokussiert ist und dann als Streber abgestempelt wird, oder weil man sich anders gibt, anders kleidet, auf andere Dinge als die meisten steht, ehr der Typ ist der sowohl äusserlich als auch vom Typ Mensch nicht dem allgemeinen Mainstream entspricht weil man Wert legt auf Individualität.
Keine Ahnung ob solche Dinge für einen Mobber* ausreichen um jemand anderen zu mobben da ich selbst noch nie andere gemobbt habe weiss ich nicht wie Mobber ihre Opfer aussuchen.
Ausserdem wird immer wieder gesagt das es das typische Mobbingopfer nicht gibt, dass es JEDEN treffen kann.
Aufjedenfall sind Mobber ja Feiglinge da sie immer eine gewisse Anzahl von „Untergebenen“ um sich horten müssen die sie in ihrem tun bestärken müssen, allein kriegen die ja nichts hin, grosse Klappe nichts dahinter, viel heisse Luft um nichts.
Ich wurde in der Schulzeit zwar eigentlich nicht gemobbt, ehr ausgeschlossen, was mir aber ehrlich gesagt irgendwie Scheissegal war, die meisten in meiner Klasse waren entweder Idioten oder Langweiler, jedenfalls konnte ich eigentlich mit den meisten von denen nicht viel anfangen, die Jungs waren extreme Kindsköpfe, die Mädels sind mir mit ihrem albernen zickigen Getue auf den Nerv gegangen, mit ihren schmalzigen Liebesfilmchen und ihrem Interesse an so typischem Mädchenkram, pinke Klamotten mit Schleifchen und Rüschen dran.
Während ich mehr der Typ war wo in verissenen Hosen, verlöcherten Shirts, gefärbten Haaren, voll gekritzelten Turnschuhen, kurz gesagt etwas punkig, in die Schule kam, und auch nicht auf den Sound von Boy Georg oder den Pet Shop Boys abgefahren bin, sondern dann doch lieber solche Bands wie Depeche Mode oder Tears for Fears hörte, oder halt auch rockige oder punkige Sachen wo die wahrscheinlich nicht mal wussten das es sowas gibt, oder Mammi oder Papi ihnen das nicht erlaubte.
Wie auch immer, jedenfalls habe ich mich damals sozusagen freiwillig von den anderen distanziert weil ich wie gesagt mit den meisten irgendwie nichts anfangen konnte, von daher war es mir recht egal was die über mich dachten oder so machten, weil ich nie mit denen abgehangen bin, war mit meinen eigenen Leuten unterwegs, so einer handvoll Freundinnen und Freunden die mir wichtiger waren als meine Klassenkameraden.

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Ich kann von mir aus sagen, dass ich bestimmt gemobbt wurde, es mir ansich aber egal war, da ich mich schell denen zuordnen kann, die mir gut tun.
Ich war trotzdessen oft der Vermittler, das hat mir sehr viel ärger eingebracht, da ein Mitschüler nicht verstanden hat, dass ich einfach keine menschen nur nach ihren schlechten Eigenschaften bewerten kann.
Das war dann das Ende meiner guten schulbahn, die schon auf abwegen war. Besagter Mitschüler hat mich nur noch verpetzt, bei Sachen die ich heute weiss, dass ich versucht habe, mit meinem 14 jahre später diagnostizierten adhs umzugehen. Cola zum ruhig bleiben (lehrer hat mir die Flasche aus der hand gerissen und weggekippt), ein hörer im Ohr um mich in physik halbwegs auf die Aufgaben konzentrieren zu können, mittags vom schulgrundstück- alles verpetzt, nur, weil er meinte, ich mobbe mit.
Wurde vom schulleiter fast köroerlich angegangen.
Der besagte schüler hat sich mal bei mir entschuldigt, jahre später im Supermarkt, als er kassiert hat.
Trotzdem fällt es mir sehr schwer von außen zu beurteilen, ob nun jemand nur opfer ist, der andere es auch ist oder ob das mobbing von den Lehrern ausging, der den anderen schülern die schuld gegeben hat oder … oder oder.
Dafür braucht es bei kindern/ Jugendlichen keine Diagnose. Im Umgang damit, mögen die Zahlen eventuell recht gebeb, heißt bei weitem aber nicht, dass andere nicht die selben Erfahrungen gemacht haben.
Damit möchte ich auf gar keinen fall Mobbing beschönigen und die psychischen Auswirkungen.
Ich kenne wie gesagt beide Seiten, in eine bin ich durch nicht genaues gucken der lehrer hinheingeraten.
Dass Schüler haltlose Sanktionen sich an einem schüler rächen, ist grausam, aber keineswegs allein die schuld von 13-14 jährigen.
Eventuell wäre sowas nicht passiert, würde man aufhören kinder / Jugendliche aufhören zu erzählen wie man zu sein hat, anders sein zu bestrafen und zeitgleich zu verlangen, dass jemand der anders ist akzeptiert werden muss, ohne zu erwähnen, dass dieses anders eigentlich auch normal ist.
Aber: wer passt sich dann noch an?

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Die Kombination aus Hypersensibilität, Impulsivität und Übererregbarkeit scheint für Mobber attraktiv zu sein.

Der Mobber provoziert (leicht), und der Gemobbte reagiert stark, was der Angreifer natürlich registriert.

Der Mobber bekommt das gewünschte Feedback, und der Gemobbte ist unfähig sich adäquat zu wehren.

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Naja.
Die eigenschaften die du gennant hast sind ja auch starke Reaktionen und im Kindheitsempfnden ungerechte Handlung.
Stell dir vor, dein chef schreit dich an, aufgrund einer Erkrankungen, von der du nichts weißt.
Dein erwachsenes ich, würde eventuell zum Betriebsrat gehen. Kinder wissen aber nun nichts über adhs (wie soo vielee Erwachsene auch nicht).
Heißt, sie wissen nicht mal, dass dieser mensch krank sein könnte.
Also wehren sie sich natürlich, was -und das finde ich ein sehr großes übel- nur als mobbing abgetan wird und dem erkärten gemobbten, nicht hilft.
Weshalb handelt keiner? Wieso muss der Schüler mit einem opfer status leben?
Wieso setzt man einem kind Situationen aus, in dem es dauhaft übereizt ist?
Es gibt menschen die solche Situationen provozieren ja, auf jedenfall, dann gibt es aber auch sehr viele Menschen die auf ungerechtfertigte Reanimationen, auch ebne krank reagieren. Wieso werden alle in einen topf geworfen?
Hat der schüler mit einer fassade nach außen kein Anrecht auf Hilfe?
Man weiß nicht, ob dieser mensch außerhalb der schule von den eltern den ganzen tag erniedrigt wird und der erklärte gemobbte, unbewusst getriggert hat.
Wenn man mal ganz bewusst in sich hört, ist es dann nicht eine art doppelmoral, dass der eine "austicken " fdarf, weil er „ja anders ist“ und der schüler als direktes Feedback dem erklärten gemobbten, sachen klaut?

ja, das ist allgemein eine gute frage, ob da was dran ist…

ich kann nur zu meinem fall sagen, das ich sehr oft nen opfer der mitschüler war. am ende war es teilweise so, dass sich sogar beste freunde gegen einen gerichtet haben.
ich war nicht sehr „hyperaktiv“, wie man es bei nem zappelphillip erwarten würde oder wie alle denken „adhs sieht so aus“
ich war immer die in sich gekehrte und innerlich brodelnde unruhige schülerin, die träumend mit oftmal leeren blicken in die gegend starrte und dann zu fragen nichts antworten konnte, weil sie nicht wirklich im kopf was auf die reihe bekommen hat und dann häufiger einfach irgendwas antwortete, was keinen sinn ergab.
das war aber oft ausreichend genug grund, mich auszugrenzen.
ich war nicht sonderlich geschickt mit meinem körper und dementsprechend auch nichtz sonderlich gut im sportunterricht. ich bin heute immer noch übergewichtig. nicht schwer, aber man sieht es mir an. mein bmi liegt bei 30 pi mal daumen.
in der schulzeit war es schon immer über dem normalgewicht und das war oft genug auch ein grund mich, wenn ich mir in aller seltenheit in der sommerzeit ein eis besorgen konnte, weil mein taschengeld mal ausgereicht hat, ein eis beim eisman kaufen konnte, dann duech die egend zu schubsen und dafür nieder zu machen, als fette dumme.
ich hatte immer gewisse aggressionen gegeüber, inbesondere männlichen, mitschülern und fühlte mich sehr oft bedrängt und genervt.
einmal flogen meine schuhe, weil ich mich bedrängt fühlte und meine emotionen und aggressionen nicht unter kontrolle hatte. irgendwann saß ich kauernd und heulend in der ecke. es kam auch oft genug vor, dass „freunde“ einen nur gegen einen ausspielten und provozierten.

sehr eindeutig, dass ich nicht dazu gehörte war halt der sportunterricht, wenn die lehrer der meinung waren: „die schüler müssen ja teambuilding lernen, also lassen wir die einfach teams auswählen.“
ich frage mich bis heute allen ernstes, ob lehrer überhaupt wissen, was die mit solchen „maßnahmen“ erreichen, oder den schülern antun? es war nichts anderes als das wöchentliche roulette mit „wer war der coolste diese woche? und wer ist nach wie vor der absolute versager?“ das muss doch irgendwann auffallen, dass immer die gleichen schüler zuerst genommen werden und immer die gleichen schüler zuletzt auf der bank sitzen? Wieso ist das heute immer noch so? wieso lernt man einfach nichts dazu?

also ja, ich war oft genug das opfer und ich weiß, dass viele meiner freunde aus dem neurodiversen kreis ebenso sehr oft das opfer waren. ob es ne korrelation gibt, weiß ich nicht. meiner erfahrung nach ist andersartigkeit oft nen grund, dass jemand gemobbt wird.

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Provozieren denn ADHS-Betroffene oft, ohne es zu wollen oder ohne es zu merken ?

Ich denke viele adhsler provozieren oft unbewusst einen Konflikt durch ihre verhaltensweisen, weil diese eben oft anders sind.
Oft haben ADHSler mangelnde kontolle über ihre emotionen, das zieht mobber geradezu magisch an.
wenn ein adhs betroffenes kind plötzlich laut lacht über etwas, was keiner so „richtig“ lustig fand, oder total ins geheule ausbricht, weil jemand einen geneckt hat und das kind es zu sehr persönlich nimmt. Zuweilen können sich adhs betroffene auch nicht gut beruhigen.

„Ah der/die ist immer so empfindlich! Kann man sicherlich gut ärgern!“

Also ja unser verhalten provoziert mobbing von anderen auf uns. Das heißt nicht, unser verhalten ist falsch. Das heißt, dass mobber gezielt verletzlichkeit ausnutzen.

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Gemobbt wird, wer „anders“ ist. Andere Hautfarbe, andere Religion, andere Sprache… Oder eben anderes Denken und / oder Handeln. Manche Menschen lehnen ab, was sie nicht kennen und womit sie nichts anfangen können. Teils aus einer irrationalen Angst, teils aus Unwissenheit, evt. bedingt das eine das andere. Da muss gleich Mal gezeigt werden, wer hier das Sagen hat. Und wer halt selbst eigentlich ein kleines Licht ist, muss den anderen noch kleiner machen, um sich größer und besser zu fühlen.

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Mobbing ist oft n Kreislauf der Gewalt.
„Kleines Licht“ find ich darum ein wenig unglücklich gewählt - was willst du damit andeuten? Kleines Ego oder Intellekt?
Ersetze „kleines Licht“ durch „Unsicherheit/Komplexe/selbst gemobbt durch Familie oder Freunde“ und ich bin deiner Meinung. :upside_down_face:

Edit: ist nicht wirklich als Aufforderung gemeint, sondern, dass ich deiner Meinung wär, solltest du es eh so gemeint haben.

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Mit „kleines Licht“ meinte ich, dass derjenige wohl sonst noch nicht viel zustande bekommen hat im Leben, sonst nicht viel zu melden hat, und sich jetzt in der Gruppe gegen den einzelnen endlich mal „stark und überlegen“ fühlen kann.

Deine Auflistung kann dabei sowohl Ursache als auch Ergebnis dessen sein (wieder die Frage nach dem Huhn und dem Ei - schafft er nix, weil er selbst gemobbt wurde / wird - oder wurde / wird er gemobbt, weil er selbst nix zustande bringt?) Gleiches gilt für evt. vorhandene Komplexe oder Unsicherheit.

Ich mein, der Mensch tritt nunmal gerne nach unten aus, je weiter unten er selbst in der Hierachie steht, desto größer das Verlangen danach (er bekommt ja von oben schon genug selbst auf den Deckel). Wenn man selbst aber schon ganz unten steht, muss man sich halt jemanden suchen, den man noch darunter ansiedeln kann. Und sei es, weil dieser irgendwie „anders“ ist, ob nun Hautfarbe, Religion etc, oder eben atypisches Verhalten wodurch auch immer. Ausgrenzung anderer schafft Zusammenhalt in der Gruppe, und die ist für diese Leute sehr wichtig.

Die ganze Politik funktioniert übrigens so. Wenn sich die ärmeren Bevölkerungsschichten einig wären, könnten sie in der Masse viel zu ihren Gunsten verändern. Bevor aber die generelle Verteilung des Reichtums dieser Erde (5% der Weltbevölkerung verfügen über 90% aller Mittel) infrage gestellt wird, wird Sozialneid in den unteren Klassen geschürt („Pass auf, du hast eh schon so wenig, und jetzt kommt da noch ein Asylant, Emigrant, was auch immer und will von deinen paar Krümeln was abhaben“).

Das der Kuchen locker für alle reichen würde, wenn man den reichsten 5 % nicht 90 % des Kuchens überlässt, wird natürlich verschwiegen. Stattdessen lässt man die 95 % Restbevölkerung um die restlichen 10 % des Kuchens kämpfen - und jeder ist froh, wenn er 3 Krümel mehr hat als der andere, denn dann ist man „was Besseres“. Und darauf kommt es an, besser /überlegener zu sein. Oder sich zumindest so zu fühlen. In der Wirtschaft und beim Mobbing.

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Ok, da haben wir gänzlich andere Menschenbilder.

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Gänzlich andere nicht, weil ja dein Teil in meinen inkludiert ist. :slight_smile:

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@nephilim ja unsportliche Schüler* wurden zu meiner Zeit auch schwer gemobbt, war zum Teil wirklich schlimm, mir taten diese Kinder leid die im Sport Unterricht gemobbt wurden, habe mich dann immer extra auf die Seite von den gemobbten gestellt und den Mobbern Paroli geboten, bei mir haben die sich nichts getraut, die wussten genau das sie mich nicht einschüchtern konnten.
Das aller schlimmste dabei war eigentlich das sich auch manch ein Lehrer* nicht zurück gehalten hatte was das Mobbing anging, von wegen das die einem Mobbing Opfer geholfen hätten, kann mich nicht daran erinnern, die haben entweder weggeschaut oder sogar mitgemacht, wenn auch nicht immer offen, ehr indirekt und hinterrücks, aber jedenfalls nicht geholfen, dass fand ich besonders schlimm.

P.s. was ich übrigens auch Scheisse find ist die Tatsache das unsportliche Menschen eigentlich ihr ganzes Leben lang gemobbt werden, nicht nur in der Primarstufe bis zur Oberstufe, sondern bis zum späteren Arbeitsplatz.
Ein Bewerber der sportliche Aktivitäten als „Hobby“ angibt hat grössere Chancen eingestellt zu werden als jemand der „lesen und chillen“ angibt, jemand der in seiner Freizeit „nichts“ macht, heisst seine „Freizeit“ zur „Erholung“ nutzt, wofür die „Freizeit“ eigentlich „ursprünglich“ gedacht ist, wird als faul und uninteressiert abgestempelt, denn schliesslich wird erwartet, dass wir auch in unserer „Freizeit“ nicht einfach die „Füsse hochlegen“ dürfen, nein, auch dann soll man sich noch „selbst optimieren“, einfach „nur“ Fernsehen geht ja nicht, dann heisst es: „Couch Potoato“, total crazy?, ich finde schon.

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Was ich persönlich ja auch nach wie vor zum Beispiel bei Bewerbungsschreiben Scheisse finde, ist das da immer noch ein Foto erwartet wird, so viel ich weiss wurde das im englischen Sprachraum abgeschafft, um Diskriminierung zu verhindern, jedenfalls wird man ja oft deshalb schon aussortiert, wenn man nicht aussieht wie Barbie oder Ken, was ja irgendwie auch schon wieder Mobbing ist, oder sehe ich das falsch?.

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte mal ein foto von mir mitgeschickt habe. Ist keine pflicht, mache ich auch gar nicht mehr.

Nur so als tipp^^

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