Wie ADHS und das man nicht "normal" ist endeckt?

Guten Abend,
ich bin gerade auf der „Suche“ warum alles so ist wie es ist bei mir und ich mich nicht einfach Zusammenreisen kann oder so wie es andere machen und mich würde in dem Zusammenhang interessieren wie ihr darauf gekommen seit das etwas nicht stimmt und dann das es ADHS sein könnte? Denn für mich ist das mega schwer. Ich tue mich generell ein wenig schwer mit gefühlten und rein wahrgenommenen Tatsachen und Fakten. Ich brauche immer ein klaren Fakt bei sowas. Z.b. habe ich auch ein sehr schlechtes Augenmaß oder nutze beim Kochen immer zu viel von einer Zutat wenn ich mich nicht aktiv dazu bringe „zuwenig“ zu nutzen XD
Schön um den heißen Brei herumgeredet, aber daher fällt es mir schwer irgendwie zu sagen ich habe ADHS oder irgendwas da es nicht klar festzumachen ist wie ein gebrochener Arm. Außerdem finde ich schwer Sachen als unnormal herauszufinden, da sie für dich ja völlig normal sind, da du es ja eigentlich immer schon so machst.

Long storry short wie habt ihr festgestellt das eure Handlungen und Denkweisen A-typisch sind. Gab es da ein spezielles Problem oder so?
Danke für alle Antworten
MfG
Arthur

PS. Falls es in der falschen Kategorie ist, bitte ich um Verzeihung und um Verschiebung.

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:heart:lich willkommen
Bei mir war Adhs schon als Kleinkind vorhanden, es wurde immer schlimmer. Hibbelig, zappelig, nervig ohne Ende… da war die Diagnose schnell klar.
Mir ist quasi alles schwer gefallen was mit Konzentration Struktur und Ruhe zu tun hatte.

Meine Erwachsenendiagnose habe ich allerdings erst viele Jahre später erhalten.

Also dass mit mir was nicht stimmt ist bei mir eigentlich immer so gewesen. Das hat man mir auch oft rückgemeldet und das war schlimm. Heute hab ich damit Frieden geschlossen. Und meine Medikamente helfen mir sehr.

Du wirst sicher noch viele Antworten hier erhalten die dir weiterhelfen :blush:

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:heart: Willkommen @Arthur , bei mir war es eigentlich genau anders als bei unserer lieben @Lea .
Ich hatte eigentlich wenn ich ehrlich bin nie den Eindruck das mit mir etwas nicht stimmt, denn ich kannte mich ja nicht anders als ich bin, von Adhs wusste ich sowieso nichts.
Und über solche „psychischen Sachen“, wie zum Beispiel auch Depressionen, geschweige denn „anderen psychische Sachen“, wurde weder in meiner Herkunftsfamilie noch andernorts darüber gesprochen.
Wenn überhaupt, dann nur hinter vor gehaltener Hand, oder wenn, dann mit abfälligen Bemerkungen, wie zum Beispiel das bei dieser oder jener Person „irgendwas nicht stimmt“, dass diese oder jene Person höchstwahrscheinlich halt irgendwie „gestört“ ist und wahrscheinlich in die „Irrenanstalt“ gehört, mehr als solche Kommentare wurden darüber eigentlich nie abgegeben, und irgendwie war so ein Thema sowieso immer irgendwie ein „Tabu“, „über sowas spricht man nicht“, und natürlich „extrem peinlich“.
Vor allem „bei uns gibt es sowas nicht!, wir sind alle normal!“ wurde bei meiner Herkunftsfamilie immer sehr lautstark betont.
Von daher erfuhr ich zum ersten mal von Adhs als ich mir mit knapp 50 selbständig psychologische Hilfe suchen musste, nämlich als ich dann in einer handfesten Erschöpfungs Depression fest steckte, auch „Burnout“ genannt.
Und erst dort kam ans Licht das meinen Depressionen höchstwahrscheinlich ein unbehandeltes Adhs seit Kindesbeinen vorliegen könnte, was mir dann später eine Adhs Spezialistin schriftlich bestätigte.
Und dann, naja, begann mein Weg durch Höhen und Tiefen, ständigen Zweifeln, Selbstverleugnung, Selbsthass, ewigen negativen Gedankenspiralen, und so weiter und so fort, bis ich endlich da angekommen bin wo ich heute bin. :sun_with_face:
Alles in allem gingen seither über sechs Jahre ins Land, aber mittlerweile bin ich eigentlich über den Berg. :mountain_snow::person_climbing::grinning::+1:

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@Arthur
Das einzig was ich noch anfügen könnte, ist das ich mich mittlerweile, nach dem ich mich nach meiner Adhs Diagnose sehr lange als „NICHT mehr normal“ angesehen hatte, inzwischen wieder als vollkommen normal betrachte.

Trotz meiner Schwächen die man Adhs allgemein zuschreibt, habe ich mein Leben eigentlich trotzdem verhältnismässig gut gewuppt, und niemals einen Menschen, weder körperlich noch psychisch geschädigt.

Habe keinem Menschen in irgend einer Form Gewalt angetan, niemals meine Stimme oder Hand gegen einen wehrlosen erhoben, sondern war eben manchmal einfach „nur“ irgendwie „verpeilt“.

Habe manchmal zu oft das Herz auf der Zunge getragen, war auch immer mal wieder zu „impulsiv“, aber „ernsthaften Schaden“ habe ich keinem Menschen zugefügt, schon garnicht „beabsichtigt“, denn dazu gehört eine gewisse Kaltblütigkeit, muss man ein berechnender und eiskalter Mensch sein, und so bin ich nicht, werde ich niemals sein.

Wenn ich meine Rechnungen nicht rechtzeitig einbezahlt hatte, so war das immer zu meinem eigenen Schaden, die Mahngebühren habe ich immer selbst getragen, und so ist es auch mit anderen Sachen, meine Zeche musste ich immer selbst bezahlen, anderen würde ich meine Last niemals aufbürden.

Insofern kann man mir vieles vorwerfen, perfekt bin ich nicht, war ich nie, werde ich nie sein, ich bin wie ich bin, angeblich habe ich Adhs.

Eine Zeit lang in meinem Leben da war ich glaube ich für andere zeitweilig zum Teil schon ziemlich anstrengend, ich habe Fehler gemacht, und darauf bin ich nicht stolz, aber ein böser oder schlechter Mensch, dass bin ich nicht.

Wie auch immer, ich zerbreche mir jetzt nicht mehr meinen Kopf über mein Adhs, ich bin einfach nur ein Mensch, dass ist alles, und sonst nichts.

Seit jeher habe ich das Gute im Menschen und im Leben gesucht, und damit werde ich nicht aufhören solange Blut durch meine Adern fliesst, Adhs hin oder her, dass alles ist letztendlich garnicht wirklich sooo wichtig.

Das was zählt, ist das man ein gutes Leben führt, und sich von allem bösen im Leben fernhält so gut man kann.

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Hallo, ich habe bisher nur ne halbe Diagnose aber vielleicht interessiert es dich trotzdem wie ich darauf gekommen bin :grinning:

Ich habe eigentlich schon immer ein bisschen gemerkt, dass ich anders bin ,was Gefühle angeht. In alle Richtungen. Ich bin sehr empathisch und habe immer große Gefühle. Weine schnell bei Freude, Wut . Besonders die negativen Gefühle sind sehr schwierig für mich. Ich hörte als Kind auch ständig " Du bist zu empfindlich!„, " Du bist nicht stressressistent!“ , „Sei doch nicht immer so sensibel!“ … im Alltag hab ich immer schon gesagt, ich habe Alltags-ADHS weil ich es nicht schaffe beim aufräumen eine Sache zu beenden. Ich springe von a nach b zu d und c und zurück.
DANN kam ein großer Streit zwischen meiner Mutter und mir. Sie meinte " Du tickst ja immer gleich aus…" …und ich weis nicht mal warum ,aber plötzlich googlte ich "ADHS und Emotionen "… na da hab ich die Büchse der Pandora geöffnet. Plötzlich machte alles Sinn. Ich las und las und las. Und hätte heulen können vor Freude. ALLES WAR AUF EINMAL KLAR. Meine Schulleistungen, meine Gefühlswelt, meine strukturiertes Chaos, sogar meine Migräne als Kind und Kopfschmerzen heute…
Dann hab ich einen Psychiater gefunden, der schnell Termine für eine Diagnostik rausgegeben hat. Leider hat er dies nicht besonders gründlich gemacht, wie ich hier im Forum bestätigt bekommen habe. Es reichte nur für eine halbe Diagnose. Ich bleibe dran…Morgen geh ich zu einer offenen Sprechstunde bei einer Psychiaterin. Ich hoffe ,dass es dann ein eindeutiges Ergebnis gibt

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Das mit den Emotionen habe ich schon öfters gehört, aber ich bin da genau das Gegenteil. Ich bin wie ein Stein was sowas angeht. Ja in meinen 4 Wänden und für mich selber im Inneren bin ich manchmal irgendwie mega happy wegen Kleinzeug wie z.b das ich irgend ne Frage richtig beantwortet habe oder ziemlich down/gestresst weil ich in der ersten Woche noch kein Laptop zum Mitschreiben für die Hochschule hatte und dann irgendwie unbedingt irgendein bestellen wollte aber gleichzeitig überfordert war da es so viele verschiedene gab. Als ich dann auf Kleinanzeigen einige angeschrieben hatte gings wieder einigermaßen, aber in den Vorlesungen wahr ich trotzdem etwas angespannt da ich dachte ich verkack oder so :sweat_smile:. Aber in derselben Woche ist meine Oma gestorben und mich hat das eher kaltgelassen und ich dachte mir rational nur warum jetzt traurig sein oder als ich mit meiner Exfreundin Schluss gemacht habe wahr ich auch nicht traurig und dachte mir ebenfalls warum jetzt heulen oder sich Gedanken machen was noch hätte schönes passieren können. Ich war beim Schlusstagen mit meiner Ex eher bissel depri warum ich nix fühle, also keine positiven Gefühle das es jetzt rum ist oder negative Gefühle weils rum ist. Aber dann bin ich manchmal wieder traurig warum keiner mit mir was zu tun haben will… was aber eher unbegründet ist aber das ist ein anderes Thema.
Aber wo ich drauf hinaus will ist dass das wieder so ein Punkt ist wo ich denke das ich KEIN ADHS habe. Da alle, egal welcher Typ ADHS sagen dass sie mega empathisch sind😕

Über mein Kind, ich denke das trifft auf viele Eltern zu. Rückblickend erstaunlich, dass ich erst drei Jahre, seit mein Sohn behandelt wurde, ich erst darauf kam, dass ich auch betroffen sein könnte.

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Mit Rückblick auf mein Leben wird mir klar, das ich schon seit den Kindesalter Adhs habe
Ich war ein sehr neugieriges Kind, habe viel ausprobiert und hatte auch viele Unfälle höufig mit dem Fahrrad.
Bei allen Sachen an denen ich Interesse hatte war ich mehr als erfolgreich, bei Dingen die mich langweilten dementsprechend schlecht.
Am erfolgreichsten war ich in krativen Dingen und beim Sport.
Weil ich oft nicht auf meine Eltern gehört habe hatte ich viele Unfälle und häufige verbale Auseinandersetzungen mit meinem Vater, oft bin ich bockig mit Türenknallen in meinem Zimmer verschwunden
In der Schule lief es durch den Druck meiner Eltern mittelmäßig später in der Realschule hatte ich an einigen Fächern wie, Mathe, Chemie, Bio, Geo und Geschichte sogar Spass Ich hatte immer Freude daran auf hohe Bäume zu klettern, beim Sport über den höchsten Kasten zu springen und mit dem Fahrrad so schnell zu fahren wie es ging, das bedeutete für mich Freiheit
Selbst heute ziehe ich die meiste Kraft aus Sport und Bewegung

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das ist es halt was mich denken lässt das ich normal unormal bin halt fauler und undisziplinierter unkonzentrierter wegen der heutigen schnellen Reizüberflutung in den sozialen Medien etcpp. Denn wenn ich mich zurückerinnere, wahr ich in nix wirklich gut. ok in der Teorie in der Berufsschule wahr ich gut und dann im Fachabi in Mathe. Aber in der Realschule und der Grundschule eher weniger. Ok ich hab viel ausprobiert und bin dann beim Schrauben an Mofas geblieben aber gut wahr ich da nie auch wenn es mich interessiert hat was aber rückwirkend auch an meiner Art liegen kann wie ich es angegangen bin und wenn ich so darüber nachdenke, erinnere ich mich immer wieder an die Worte meines Vaters, das ich alles schnell haben will und deswegen nur Fehler mache. Was mir dann in meiner Ausbildung auf die Füße gefallen ist in der Praxis warum ich jetzt auch Studiere.
Aber wo ich schon wieder Angst habe dies zu verkacken obwohl erst eine Woche rum ist :disappointed_relieved:

Aber worauf ich hinaus will ist das ich nichts habe wo ich sage o da bin ich überdurchschnittlich gut bin oder was habe wo ich so einen krassen Fokus habe.

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Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich ADHS haben könnte. Ich war schon immer unordentlich, unpünktlich, habe meine Hausaufgaben in letzter Minute gemacht, emotional mit wenig Frustrationstoleranz. Kann mich schlecht entscheiden, prokrastiniere, … Da ich nichts über ADHS wusste, konnte ich das auch nicht damit in Verbindung bringen. Das Aha-Erlebnis hatte ich, als vor ca. 1 Jahr in einem anderen Forum (nichts mit ADHS) eine Frau ihre Symptome beschrieb und meinte, sie habe ADHS. Ich habe gedacht, sie beschreibt mich, das kam mir alles sooo bekannt vor. Da ich wegen einer Depression eh in therapeutischer und psychiatrischer Behandlung bin, habe ich meine Therapeutin gefragt, die mir diverse Fragebögen gegeben hat. Irgendwie haben wir nie über das Ergebnis gesprochen, und erst, als vor einiger Zeit ADHS Thema bei Grey’s Anatom war, hab ich sie noch mal drauf angesprochen. Und nehme jetzt seit kurzem Ritalin Adult.

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Ich bin auch nicht auf die Idee gekommen, dass ich ADHS haben könnte. Ich bin halt schon immer angeeckt u. a. und wusste nie warum. Irgendwann sagte mal jemand zu mir, ich wäre zu laut, zu ehrlich, zu schnell, frech und diverse andere Sachen und ich konnte mir es nie erklären. Therapeuten redeten dann nur von Fremd- und Selbstwahrnehmung, die müsste man angleichen, sonst nix.
Alle haben mir ein ausgeprägtes Autonomiebestreben diagnostiziert und da hätten die Therapeuten eigentlich längst stutzig werden müssen (neben den anderen Symptomen), weil nämlich das gerade ein häufiges Merkmal von ADHS ist
Mal wieder lange Rede kurzer Sinn, ich war immer anders, wollte immer wissen, warum. Irgendwas musste ja los sein. Auf ADHS bin ich nur durch Zufall gekommen.

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Gewissermaßen stand schon immer im Raum, dass irgendwas nicht mit mir stimmt. Ich war immer schon sehr unaufmerksam, habe extrem viele Flüchtigkeitsfehler gemacht, war immer sehr tollpatschig und habe mit starker Unruhe zu kämpfen. Im Kindesalter hatte dies vor allem schlechte Leistungen in der Schule zur Folge, und dass ich generell als faul wahrgenommen wurde. Ich selbst fragte mich auch schon einige Male, ob ich nicht vielleicht nur dumm bin, da ich vieles nicht machen/ begreifen kann, was für die Menschen in meinem Umfeld kein Problem zu sein scheint. Mittlerweile sind es dann Themen wie der Haushalt, dass man plötzlich erst merkt wie durcheinander alles aussieht und man dennoch nicht schafft, irgendwas dagegen zu tun. Einkaufen ohne tausend Dinge zu vergessen… Spontan Antworten auf leichte Fragen zu geben, einfach weil man keine Ahnung hat worum es geht (wie immer). Simple Anweisungen befolgen war auch nie meine Stärke, ganz im Gegenteil. Irgendwann begann ich mir Taktiken zu überlegen, um meine Schwächen soweit wie möglich zu kaschieren, damit ich nicht so schnell als inkompetent abgestempelt werde im Beruf. Ich habe auch immer schon mit vielen Ängsten zu kämpfen gehabt, die mit den Jahren zwar besser wurden, aber mich immer noch vor große Herausforderungen stellen. Das erste was mir bei der medikamentösen Behandlung auffiel, war dass diese gesamte Nervosität einfach verschwand, ich konnte gar nicht glauben was da passiert. Die ADHS war jedoch ein Zufallsfund, auch wenn das hier relativ offensichtlich klingen mag. Ich war bereits einige Jahre in Behandlung wegen meiner Angststörungen, habe dann auf Grund meines neuen Wohnortes die Therapeutin gewechselt. Wie sich herausstellte, war meine neue Therapeutin recht gebildet in diesem Bereich, und meinte bereits nach wenigen Sitzungen, dass sie eine Vermutung hätte, was da los ist. Bin ich natürlich super dankbar für.

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Ich bin Lehrerin. Da stehen auch oft Elterngespräche an, in denen mir Eltern von ADHS-Diagnosen ihrer Kinder berichten und erzählen, wie es so zu Hause läuft. Im Unterricht erlebe ich die Kinder ja auch. Und ich habe irgendwann gemerkt, dass sie dabei in vielen Teilen mich und meine Kindheit beschreiben. Dass ich mich auch im Unterricht in eben diesen Kindern sehr, sehr erkenne. Das macht es mir manchmal besonders schwer, weil es mich auch besonders emotionalisiert „mit mir selbst“ konfrontiert zu sein.

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Empathie ist kein ADHS-Kriterium. Meine Vermutung ist, dass diese ein Resultat der hohen Reizoffenheit sein kann. Aber es ist nicht zwangsläufig bei allen ADHSler:innen eine ausgeprägte Empathie vorhanden. Die Kernsymptome sind Probleme mit selektiver Aufmerksamkeit (also das Aufrechterhalten von einem Aufmerksamkeitsfokus quasi), Unruhe (motorisch oder aber auch eher als Unruhegefühl) sowie Impulsivität (sprunghaft, schnell gelangweilt, aber auch auf emotionaler Ebene, etc.). Wie sich diese drei Kernbereiche aber letztendlich konkret auswirken, kann auch individuell variieren, behaupte ich mal.
Zur Empathie und sehr rationalen Denkweisen möchte ich noch in den Raum werfen, dass Autismus eine häufige Komorbidität von ADHS ist (also zusätzlich zu ADHS auftreten kann).

So, off topic ist nun vorbei. Sorry :sweat_smile: Zur eigentlichen Frage: Mir fielen (und fallen) organisatorische sowie strukturierende Dinge schwer sowie viel Außensteuerung, die den Menschen in meinem Umfeld scheinbar leicht gefallen sind / leicht fallen. Und um auch einen positiven Unterschied zu benennen, der mir aufgefallen ist: Für mich selbst völlig selbstverständliche, „normale“ Dinge werden von anderen als Stärke von mir benannt. Beruflich nehme ich aufgrund meiner Reizoffenheit sehr viel wahr und kann daraufhin oft bedürfnisorientiert handeln (sozialer Beruf).

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Ich habe mich schon immer anders gefühlt und wusste auch, dass ich anders bin als andere Menschen.
Früher war ich emotional sehr impulsiv, wurde gemobbt. Ich hatte immer nur wenige Freunde. Ich war auch schon immer sehr unordentlich und hatte Probleme mit Zeit bzw. Pünktlichkeit. Auch viele andere Sachen, die heute, nach der Diagnose, für mich Sinn ergeben und mir nie bewusst aufgefallen sind.
Ich dachte aber einfach immer, dass das bei mir einfach so ist und dass das halt meine Persönlichkeit ist. Über ADHS wusste ich damals nur die Dinge, die die Medien usw. verbreitet haben und habe das auch nie mit mir in Verbindung gebracht.

Vor ca. 2 Jahren war ich mit einem Mann zusammen, der ADS hat. Natürlicherweise habe ich mich damit beschäftigt, um unsere Beziehung zu verbessern. Je tiefer ich dann im Thema drin war, umso mehr ist mir aufgefallen, dass ich viele Symptome und andere Dinge mit ADHS verbunden auch habe.
Dachte mir dann aber erst, dass das nicht sein kann, weil ich auch nie was zu ADHS bei Frauen gefunden habe - immer nur die Studien und alles zu Männern und Jungen. Ich habe aber nicht aufgehört, mich damit zu beschäftigen, eben wegen meines damaligen Freundes. Durch Zufall habe ich dann diese Seite hier gefunden und den Selbsttest gemacht. Aufgrund dieses Ergebnisses dort bin ich dann zu einem Arzt gegangen und habe letztes Jahr die Diagnose erhalten.

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