Wie fake ich am Besten Durchblick zu haben? (Beruf)

Studiere und habe gerade mein erstes Praktikum in dem Bereich meiner Leidenschaft. Feldgemüse.

Es ist Woche 2 von 10 und meine Mentorin erzählt mich, dass Sie mich feuern will. An mir hat Sie nur Frust.
Wichtigste Punkte: Sie denkt, dass ich zu oft nachfrage, oft auch nach den selben Sachen. Konsequenterweise denkt Sie also, dass ich ihr nicht zuhöre und desinteressiert bin. Ich übernehme eine Arbeit die Sie gern der Auszubildenden überlassen hätte. Ausserdem arbeite ich schlampig. Auf die Frage, was ich denn konkret besser machen kann, antwortet Sie: „Schau mal hin beim Arbeiten.“

(Ufffje… der letzte Punkt könnte stimmen. Ich gebe mein Bestes, aber manchmal sehe ich einfach beim jäten die Möhren nicht oder übersehe einzelne Rüben, die ich hätte pikkieren sollen. Seit gestern drossel ich mein Tempo, um mehr vom Acker zu sehen. Scheint ganz gut zu klappen. )

Aber bei den Anderen Punkten? Da bin ich raus. Ich hab keine Ahnung wie ich mehr Durchblick über das „Große Ganze“ haben soll. Kann ich das faken?

Meine bisherige Idee ist: a) Nach einem Ersatz Betrieb suchen b) Weniger Fragen??? c) Planer nehm ich jetzt überall mit hin, dann kann ich mir Notizen machen.

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Merke Dir das (notfalls aufschreiben) was sie kritisiert, nimm es nicht allzu sehr zu Herzen und entwickele mentale Kontrollschleifen für die Dinge, die du (noch) oft vergisst.

Meinst du mit mentale Kontrollschleifen, dass ich die Infos immer wieder im Kopf durchgehen soll?

Wenn du zB weißt, dass du die Rüben öfter vergisst, dann frag Dich danach immer: habe ich alle Rüben bearbeitet? Und kontrolliere, ob du sie alle bearbeitet hast.

Ich bin auch sehr vergesslich und so mache ich das regelmäßig. Irgendwann sind die Abläufe so eingehämmert, dann braucht man das nicht mehr.

Achtsamkeit hilft ebenfalls. Wenn du dabei träumst, dann vergisst man öfter mal was.

Hey @DaltonsDuo studierst du Agrarwissenschaft?
Wenn ja, spannender Bereich!

Ich glaube mit Kritik was eigene Schusseligkeit angeht haben wir alle in der ein oder anderen Intensität zu kämpfen.

Faken finde ich ungünstig, denn wie willst du Feldarbeit faken? Du brauchst ja die Ernte im Körbchen und wenn das leer ist?!

Meine Erfahrung zeigt, dass offene Kommunikation am meisten hilft und die Bereitschaft dazu lernen zu wollen.
Wenn du etwas nicht verstehst frage höflich und interessiert erneut nach, so in etwa „es ist mir wichtig dass ich den Job richtig ausführe und dazu möchte ich gern von Ihnen lernen. Bitte zeigen Sie mir die Arbeitsschritte doch nochmal genau“
Ich bin der Meinung das sollte im Interesse deines Arbeitgebers sein, wenn du nachfragt.

Alternativ frag deine Kollegen nach Tipps oder schaue von Ihnen ab wie sie das machen. Oder frage dort nach einer anderen Tätigkeit, die dir ggf besser liegt und auch ins Praktikumsprogramm passt

Ich wünsche dir viel Glück, du schaffst das :four_leaf_clover:

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Wer schreibt der bleibt.
Ist nicht nur beim Skat so.
Kauf dir eine DinA5-Kladde und hab sie immer dabei.
Nix digitales. Ohne Netz und ohne Strom wärst du wieder am Arsch.
Als Lesezeichen eine einlaminierte To-do-Liste:
-wenn Du kein Laminiergerät hast tut es Tesafilm auch-
eine Seite für das Tägliche,
die andere Seite für das große Ganze.

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Wenn die Ausbilderin kritisiert, dass der Auszubildende zu viel fragt, liegt der Fehler aber nicht beim Auszubildenden. Zu viel fragen kann man gar nicht, finde ich.

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Sehe ich auch so.
Manche halten viel Fragerei fälschlicherweise für Dummheit statt für Interesse.

Es kann auch sein, dass du sie mit deinen Fragen bedrängst und sie einiges nicht weiß.
Das macht sie nervös. Habe ich mehrmals so schon erlebt.

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Das mit dem vielen Nachfragen ist auch immer mein Problem gewesen!
Und zwar hat das bei mir etwas mit der Angst zu tun etwas nicht richtig zu machen!
Viele Arbeitgeber schätzen aber eine selbsständige Arbeitsweise die Erfahrung habe ich leider gemacht!
Achte einmal darauf ob Du beim Arbeiten im Privaten Bereich z.b kochen, handwerkern usw. auch ständig nachfragst oder ständig etwas im Internet googlest!
Das tue ich nämlich nicht!
Ich denke das das etwas mit dem Selbswertgefühl zu tun hat.
Im Privaten kannst Du nämlich Dinge ausprobieren und das Risiko ist auf Deiner Seite!
Falls z.b.die Suppe nicht schmeckt kannst Du deinen Job nicht verlieren
Ich habe aber auch noch keine Lösung für dieses Problem gefunden!

Das stimmt so nicht ganz.
Ich habe den Ausbilderschein gemacht und der Ausbilder/die Ausbilderin soll durch die richtige Fragetechnik den oder die Auszubildende/n anregen, die Lösung selbst zu erarbeiten.

Das heißt, dass der Azubi/die Azubine auch nachdenken muss und nicht immer sofort fragen soll. Ausbilder/Ausbilderin müssen natürlich für Fragen zur Verfügung stehen, aber auch von den Auszubildenden Eigen- bzw. Transferleistung fordern.

Daher auch mein Rat:
Notieren, Notieren, Notieren!!!
Denn wer schreibt, der bleibt!

Und vielleicht auch wirklich das Gespräch mit der Ausbilderin suchen und das Problem kommunizieren. Das nimmt viel Druck, entspannt und verbessert die Merkfähigkeit. Denn der Druck, den man sich auch oft selbst macht, führt in eine blöde Spirale, aus der man sich immer schlechter befreien kann, je länger man wartet.

FAKEN ist da absolut unangebracht!

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Danke für die guten Hinweise. Ich hab inzwischen mein Notizbuch immer dabei, vergess leider noch viel zu häufig etwas reinzuschreiben. Werde das Thema heute mal ansprechen. Wünscht mir Glück :smiling_face_with_tear:

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Ich wünsche Dir viel Glück am besten immer erst einmal tief durchatmen, wenn man an den Punkt kommt an dem man meint den Durchblick nicht zu haben!
Häufig fällt einem due Lösung wie Schuppen von den Augen!
In der Ruhe liegt die Kraft und das mit der Kontrolle der geleisteten Aufgaben macht schon Sinn

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Das kenne ich auch ganz gut! In meinen ganzen Nebenjobs habe ich ein Wunder bemerkt und zwar, bei einem Arbeitgeber, wo ich viele Fehler gemacht habe und dafür kritisiert wurde, war ich beim Nächsten in der gleichen Arbeit plötzlich von Anfang an eine Expertin. Ich denke mir, die Information und die richtige Arbeitsweise waren in immer in meinem Kopf, aber es brauchte halt Zeit sich warm zu machen und die Nervosität/ Angst verhindert, dass diese abgerufen werden. Ich hoffe, du verstehst was ich meine?

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Es sei denn Du machst Deine Ausbildung zum Industrieschauspieler/in.
Davon gibt es in unserer Firma einige.
Aber der Absturz ist bei denen heftiger als bei jenen die offen über ihre Defizite sprechen.

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