Wie fühlt ihr euch unter Einfluss der Medikation?

Hi *,

ich befinde mich gerade immer noch in der Findungsphase, bzw. Eindosierung. Diagnostiziert bin ich als ADHS Unaufmerksamer Subtyp, habe also große Schwierigkeiten mit Fokussierung auf die wichtigen/richtigen Dinge, „Arbeitsspeicher“ wird oft überschrieben, Motivation, Prokrastination, etc. pp. Ihr kennt es :smiley:

Ich merke auch, dass mir die Medikamente damit auf jeden Fall ein wenig helfen, aber:

Es fühlt sich einfach komisch/ungewohnt an. Etwa ein wenig benebelt, gedämpft, Watte im Kopf, vllt. auch ein wenig, als hätten äußere Einflüsse eine minimale Latenz. Alles, was ich tue, passiert irgendwie bewusster…

Schwierig zu beschreiben, aber ich weiß einfach nicht, ob das „richtig“ so ist, bzw. halt auf Dauer sinnvoll?

Wie ist das bei euch?
Fühlt ihr euch weiterhin ganz normal, wenn ihr Medikamente genommen habt? Also mal davon abgesehen, dass sie natürlich helfen…

Angefangen haben wir mit Medikinet Adult. Das von mir beschriebene Gefühl setzt bei 20mg ein. Daher sind wir da auch nicht höher gegangen.
Dann haben wir Ritalin (unretardiert) ausprobiert. Da haben 10mg so ziemlich den gleichen Effekt wie 20mg Medikinet Adult. (War mir auch irgendwie vorher fast klar, da gleicher Wirkstoff in ähnlicher Dosis)

Jetzt habe ich heute Morgen das 1. Mal Elvanse (20mg) genommen und es geht wieder in die gleiche Richtung, allerdings subtiler…

Letzteres basiert ja nun auf einem anderen Wirkstoff. Zudem fühlte sich keines der Drei überdosiert an. Im Grunde hätte ich sogar gerne mehr von der eigentlichen Wirkung. (Die Dosen sind ja auch eher gering)

Wehalb ich mich jetzt so langsam frage: Fühlt sich ein stimuliertes Gehirn halt einfach so an? Und/oder ich muss mich daran gewöhnen?

Das ist doch Mist :expressionless:

Hi,

benebelt oder Watte im Kopf ist definitiv nicht normal und keinesfalls akzeptabel.
Denkbar:

  • Eindosierungsnebenwirkung, die sich nach ein pasr Wochen legt
  • Zwischenstufeneffekt, der beim höherdosieren verschwindet
  • Wirkstoffproblem (dann wäre Atomoxetin der nächste Kandidat; gibt aber weniger Antrieb als Stimulanzien)

Ich würde die Punkte der Reihe nach ausschließen.

Wenn es dennoch dabei bleibt, ist was anderes schief.

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Danke für deine Einschätzung! :slight_smile:

Im Grunde habt ihr ja Recht! Meine Neurologin meint nämlich auch, das sei nicht richtig und wir probieren daher die Optionen durch…

Dass sich das jetzt mit dem anderen Wirkstoff aber fast genauso anfühlt macht mir Sorgen. Ich hatte einfach so gehofft, mit Hilfe der Medikamente vllt. doch noch etwas im Leben zu erreichen zu können.

Ich werde die Regelmäßige Einnahme dann wohl mal ~2 Wochen durchziehen. Als wir bei den 20mg Medikinet angekommen waren, hatte ich die Dosis dann immer mal wieder zurückgefahren oder ausgesetzt…

Wenn sich dann keine Veränderung einstellt, vllt. einfach mal kurz testhalber höher dosieren. Den Gedanken hatte ich schon oft, eben weil es keine typischen Überdosierung-Symptome sind. Aber irgendwie hatte ich mich nicht getraut. (Wobei noch hinzu kommt, dass bei meiner aktuellen Packung der Sprung von 20mg auf 40mg suboptimal ist, vllt. versuchen zu Teilen…)

Mh, we will see…

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